Frage von kathygs38, 196

Was sind gute Gründe bzw. die Hauptursachen dafür , dass ein gutes Einkommen so hoch versteuert wird?

Hallo. Ich habe gehört , das Leute , die mit 25 Jahren erst ihre ,,erste" Ausbildung abgeschlossen haben ( wegen 2 abgebrochene Lehren , )und erst richtig anfangen zu arbeiten und ,, erstes"Geld zu verdienen nach der ,,endlich " gelungenen Lehre , gar keinen Anspruch mehr auf ihren gesetzlichen Tariflohn mehr haben. Und wenn ein Alleinstehender ( Lediger ohne Kinder ) dieser Person endlich mal die richtige Stelle erwischt z.Bsp. wo man 1550 € brutto verdient , darf der Arbeitgeber den Arbeitnehmer wegen seines Werdeganges ( abgebrochene Lehren , Erstausbildung erst mit 25 abgeschlossen ) ihn so finanziell belasten und das Einkommen so versteuern , so dass der Arbeitnehmer zusätzlich neben dem Verdienst so wenig übrig bleibt , dass er ALG2 aufstocken muss ?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 82

Für die Besteuerung gibt es vorgeschriebene Tabellen. Ob man mit 17, 22 oder 30 Jahren erst Geld verdient, spielt hier keine Rolle. Bei den Abzügen kommt es auf das Einkommen, die Steuerklasse und persönliche Freibeträge an.

Was abgebrochene und beendete Lehren mit dem Anspruch auf "gesetzlichen Tariflohn" zu tun haben sollen, ist mir schleierhaft. Außerdem gibt es keinen "gesetzlichen Tariflohn". Es gibt den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn und das war's.

Tariflohn bekommt man wenn der AG nach Tarif bezahlt. Ob er dazu im Arbeitgeberverband ist, ein Haustarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung gilt oder dies im Arbeitsvertrag steht, spielt keine Rolle.

Wenn man keinen Tariflohn erhält liegt das nicht am Alter oder wieviele Ausbildungen wer wann gemacht hat sondern daran, dass der AG eben nicht nach Tarif bezahlt/bezahlen muss.

Wie auch schon geschrieben wurde: Der AG bestimmt Dein Gehalt, belastet aber keinen AN mit Steuern und Abgaben. Das macht "Vater Staat".

Antwort
von BenniXYZ, 129

Na wieso, dein Einkommen wird nach dem persönlichen Steuersatz versteuert, im Zuge der jährlichen Einkommenssteuererklärung. Abzüglich eines Steuerfreibetrages. Dafür gibt es Tabellen.

Das hat nichts mit der Ausbildung zu tun.

Oder meinst du Versicherungsbeiträge?

Antwort
von RobertLiebling, 97

Erstens: 1.550 € brutto sind kein "gutes Einkommen".

Zweitens: Den Steuerabzug bestimmt nicht der Arbeitgeber, sondern der Staat. Sollte der Arbeitgeber aus irgendwelchen Gründen mehr Steuern abgeführt haben als nötig (z.B. Besteuerung nach Steuerklasse VI), kann man sich diese zuviel gezahlte Steuer über eine Einkommensteuererklärung wieder zurückholen.

Antwort
von magicmac, 67

Wir leben in Deutschland ja immer noch in einer sozialen Marktwirtschaft. Einfach logisch Denken: Dein genanntes  Beispiel wäre eine hochgradige Benachteiligung schwacher Marktteilnehmer und allein deshalb schwer vorstellbar. Denn 1500 Brutto ist auch kein gutes Einkommen.

Antwort
von petrapetra64, 12

wer gut verdient, muss auch viel Steuern zahlen, weil er eben genug Einkommen hat, um viel zahlen zu können und gut zu leben.

Die Höhe der Steuer berechnet sich nach Steuertabellen, vom Alter oder gar Anzahl der abgebrochenen Ausbildungen hängt das bestimmt nicht ab.

Und 1500 Euro brutto ist mit Sicherheit kein Spitzenverdienst.

Antwort
von bronkhorst, 22

Schau doch einfach mal die Abrechnung an - da siehst Du, wofür Dir was abgezogen wird. Steuer dürfte bei dem Lohnniveau ein recht kleiner Posten sein - dafür kommst Du aber in den Genuss der vollen Sozialversicherungsabzüge, die in diesem Land so großen Spaß machen.

Damit hat Dein Arbeitgeber nichts zu tun - außer dass er ein ziemlich niedriges Gehalt oben in die Brutto-Netto-Maschine hineinwirft...

Antwort
von Heidrun1962a, 67

Dein Werdegang hat nichts mit den Stuern zu tun. Kein Arbeitgeber zieht da irgendetwas ab um das Geld irgendwohin zu geben. 

Ich habe da mal gehört.... Vergiß solche Aussagen. 

Antwort
von TreudoofeTomate, 82

Da hast du Blödsinn gehört.

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