Wo finde ich genauere Informationen dazu?

Barrierefreies Internet (engl. Fachbegriff: Web Accessibility) bezeichnet Internet-Angebote, die von allen Nutzern unabhängig von körperlichen und/oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt genutzt werden können. Dies schließt sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen, als auch Benutzer mit technischen (z. B. Textbrowser oder PDA) oder altersbedingten Einschränkungen (z. B. Sehschwächen) sowie Webcrawler ein, mit denen Suchmaschinen den Inhalt einer Seite erfassen. Da dies aufgrund der unzähligen weichen, individuell geprägten Barrieren nicht vollständig erreicht werden kann, spricht man auch von barrierearm oder zugänglich. Siehe Wikipedia
Webseiten, die auch für Sehbehinderte zugänglich sind.
Infos unter http://www.barrierefreies-webdesign.de/
und auch unter http://www.einfach-fuer-alle.de/

Barrierefrei ist eine behinderdengerecht aufbereitete Wesite. Aber diese Frage wurde auch schon ein paarmal gestellt.

Antwort von Ulvdunke, war sehr aufschlussreich.
Barrierefrei bedeutet vor allem, dass Menschen mit Behinderungen diese Seiten möglicht unbehindert wahrnehmen können. Dazu sind verschiedene Ansätze entwickelt worden.
Es gibt Menschen mit verschiedenen Farbblindheiten. Daher empfiehlt es sich, Farben als Kontrast-Elemente so zu wählen, dass möglichst auch alle Farbblinden diese Kontraste wahrnehmen können.
Es gibt Menschen, die mit einem Sehrest Webseiten nur dann ansehen können, wenn sie den Kontrast sehr stark einstellen (bis hin zu reinen Schwarz-Weiß-Ansichten) und die Schrift sehr vergrößern. Daher empfiehlt es sich, Webseiten mit sauberen CSS-Implementierungen veränderbar zu gestalten.
Viele Blinde nutzen Braille-Reader, um sich Webseiten vorlesen zu lassen. Daher sollten Webseiten möglichst ohne Frames und Tabellen gestaltet werden (auch wenn die Braille-Reader mittlerweile verbessert wurden) und die Seiten sollten für Braille-Reader angepasst werden mit beschreibenden Tags, Bild-Texten und anderen Elementen.
Einige Menschen können nicht per Tastatur und Maus gleichzeitig navigieren. Daher sollten die Navigationsmöglichkeiten jeweils alle Zugriffsmöglichkeiten unterstützen.
Es gibt noch viele weitere Aspekte für 100prozentig barrierefreie Seiten zu beachten, die hier aufzuführen den Rahmen sprengen würde.
pgelli am 17. März 2008 22:42 Sorry er heißt UlfDunkle
In Deutschland leben etwa 325.000 sehbehinderte, bzw. blinde Menschen. Diese Gruppe soll vom Kommunikationsmedium Internet nicht ausgeschlossen werden. Alleine schon deshalb, weil sich behinderte Menschen überproportional häufig im Internet bewegen. Ein Anbieter, der seine Web Site nicht barrierefrei gestaltet, schließt also einen nicht unerheblichen Teil der Internetuser von seinem Angebot aus.
Doch warum benötigen sehbehinderte Menschen barrierefreie Web Sites? Ganz einfach: Sie benutzen entweder Screenreader oder Lesegeräte in Brailleschrift.
Diese Lesegeräte lesen dem Benutzer den Inhalt der Web Site Zeile für Zeile vor. Das kann bei Layouttabellen sehr mühsam sein, denn der Benutzer erhält keine Informationen über den Inhalt, sondern im schlimmsten Fall erst einmal <img>-Tags mit Angaben zu Blindgifs oder Logodateien. Die Lösung lautet also sämtlichen überflüssigen Code aus der Web Site zu entfernen.
Aber das ist ja nicht alles. Es geht bei barrierefreien Web Sites prinzipiell darum, Dokumente so zu gestalten, dass der Inhalt unabhängig vom Ausgabegerät angezeigt werden kann. Und zwar so, dass der Inhalt seine Struktur nicht verliert.