Frage von Gazprom92,

Was sind die Zentralen Teile der Bergpredigt? und inwiefern findet man sie heutzutage wieder?

Hallo ;)

Ich beschäftige mich im Moment in Religion mit dem Thema Bergpredigt und muss unter anderem auch dazu die Tage eine KLausur schreiben. Nun wäre mir sehr geholfen wenn ihr mir bei diesem Thema weiterhelfen würdet ;)

Inwiefern lässt sich die Bergpredigt auf heute übertragen und was sind ihre zentralen und wichtigsten Aussagen/These.

Danke im Voraus

Hilfreichste Antwort von Sajonara,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Zentrale Themen darin sind, wie du selber leicht lesen kannst, es sind doch nur ein paar kurze Kapitel in der Bibel: Mitmenschlichkeit, Verzeihen, Mitgefühl, Friedfertigkeit und Verständnis für die anderen. Leid ertragen und keine weltlichen Güter zusammen-raffen sondern den geistigen Erkenntnissen den Vorzug geben. Versöhnung vor dem Opfergang mit anderen und nicht danach.

Abgesehen von einigen Ermahnungen, die nicht mehr in die aktuelle Zeit passen, wie etwa die Regeln beim Ehebruch, die eher in den Koran passen. Oder wie der Hinweis, sich ein Auge auszreißen, wenn es "verdorben" sei. Nach diesen Vorgaben hat übrigens Abbé Pierre in Zaizé gelebt, naja.

Alles wa die Menschen an Gutem tun, wird auf sie zurückfallen, das ist seine essentielle Message und darin ist Jesus den buddhistischen und taoistischen Lehren sehr nahe.

Übrigens sagte er auch, "ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon".

Kommentar von Sajonara,

Ja Danke und vergelt's Gott!

Antwort von Abundumzu,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hall Gazprom92

Die Bergpredigt (Matthäus, Kapitel 5 bis 7) -- eine maximal 30 Minuten dauerende Predigt -- mit viel, sehr viel praktischem Rat.


Meinungsverschiedenheiten beilegen

Er sagte: „Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar“ (Matthäus 5:23, 24).

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Die Initiative zu ergreifen und mit anderen Frieden zu schließen, hat höchste Priorität; es ist sogar wichtiger als eine religiöse Pflicht zu erfüllen, wie das im mosaischen Gesetz vorgeschriebene Darbringen von Opfergaben auf dem Tempelaltar in Jerusalem.

Andernfalls sind Handlungen der Anbetung Gott unannehmbar. Jesu Rat ist heute noch genauso praktisch wie vor Jahrhunderten.


Die Gefahren der Unsittlichkeit meiden. Er sagte ihnen mahnend: „Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ Ich aber sage euch, dass jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat“ (Matthäus 5:27, 28).

Wieso ist es so gefährlich, wenn man sich "lediglich" gedanklich damit beschäftigt?

Wie Jesus sagte, kommen Hurereien und Ehebrüche aus dem Herzen (Matthäus 15:18, 19).

Wir sind also gut beraten, unser Herz (als Sitz der Beweggründe) zu behüten (Sprüche 4:23).


Die Bergpredigt enthält auch den ausgezeichneten Rat, seine Feinde zu lieben, freigebig zu sein, materielle Dinge im Vergleich zu geistigen Werten richtig einzustufen und dergleichen mehr (Matthäus 5:43-47; 6:1-4, 19-21, 24-34).

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Jesus zeigte seinen Zuhörern sogar, wie sie Gottes Hilfe suchen können, indem er sie beten lehrte (Matthäus 6:9-13).

‘Der Messias, der Führer’, verleiht seinen Nachfolgern die nötige Kraft und rüstet sie aus, allgemein menschliche Probleme auf christliche Art und Weise zu meistern.


Sechsmal leitete Jesus in der Bergpredigt seine Aussagen mit der Formulierung ein „Ihr habt gehört, dass gesagt wurde“ oder „Außerdem ist gesagt worden“, legte dann jedoch einen anderen Gedanken dar, indem er sagte: „Doch ich sage euch“ (Matthäus 5:21, 22, 27, 28, 31-34, 38, 39, 43, 44).

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Daraus lässt sich folgern, dass seine Zuhörer es gewohnt waren, auf eine bestimmte Weise zu handeln, nämlich nach den mündlichen Überlieferungen der Pharisäer.

Jesus hingegen zeigte ihnen nun einen anderen Weg — einen Weg, der den wahren Geist des mosaischen Gesetzes widerspiegelte.

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Dadurch leitete Jesus eine Wende ein, und er tat es auf eine Art, die es seinen Nachfolgern leicht machte, sie anzunehmen.

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Jesus veranlasste die Menschen tatsächlich, drastische Änderungen in ihrem Leben vorzunehmen, auf religiösem wie auf sittlichem Gebiet, und zeichnete sich auch dadurch als echter Führer aus.


Seine Worte waren damals so wertvoll wie heute -- allerdings nur -- wie die Schlussworte der Predigt es anschaulich schildern -- wenn man sie beherzigt -- und deshalb geht es hier -- wenn Du möchtest -- noch ein wenig weiter:

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Was bedeuten die namen Christentum oder Christenheit?


Kommentar von Sajonara,

Sie übertreiben es und lassen meiner Ansicht nach, wichtige Aspekte aus, aber wenn sie mit "Gottes Wort" eigene Ansichten "predigen" und vertreten müssen, naja. Der Text lässt sich einfacher und anschaulicher zitieren und auf wenige wichtige Punkte reduzieren, etwa Mit-menschlicheit. Mit-gefühl.

Kommentar von Abundumzu,

Werte(r) Sajonara

Danke für den kritischen Kommentar, nur hilft mit die pauschale Vorhaltung „eigene Ansichten zu predigen“ solange nicht weiter, solange diese Wertung nicht konkretisiert und ihr Unwert biblisch belegt wird.


Im Gegensatz zu Ihnen nehme ich mir allerdings nicht die Freiheit, die Wahrheit dadurch zu verwässern, dass ich auf die Frage nach dem immer noch aktuellen Wert der Bergpredigt anmerke, dass (Zitat)

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„einigen Ermahnungen, die nicht mehr in die aktuelle Zeit passen, wie etwa die Regeln beim Ehebruch, die eher in den Koran passen.“


Gestatten Sie mir den Hinweis, dass die Bibel deutlich vor einer solchen Abwertung des inspirierten Wortes Gottes warnt, wenn sie sagt:

„Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden.“

(2. Timotheus 4:3-4)

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Eine solche „unwahre Geschichte“ ist Ihre -- oben zitierte -- Anmerkung.

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Fortsetzung


Kommentar von Abundumzu,

Fortsetzung

Auch Jesus hält allen Unterwanderungsversuchen seiner Botschaft entgegen:

„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir.

Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren“ (Matthäus 15:8-9) wie z. B. die von Ihnen erwähnten (Zitat) „buddhistischen und taoistischen Lehren“


Die Bewertung Ihrer Antwort bestätigt zudem einmal mehr, dass viele Menschen die wirklichen Anforderungen, die das Wort Gottes an uns stellt, als lästig empfinden.

Sie sind dann immer sehr froh, wenn sich jemand findet, der ihnen „die Ohren kitzelt“ indem er oder sie versichert, dass das nicht so ernst zu nehmen sei.


Jeder -- auch jeder Mitleser -- sollte jedoch im Sinn behalten, dass Jesus die Bergpredigt mit sehr ernsten Worten abschließt.

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Er sagt: „Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. . .“ (Matthäus 7:24 - 27 hier nur auszugsweise zitiert) und ich kann nur empfehlen, diese Worte noch einmal im Zusammenhang zu lesen, z. B. hier

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http://watchtower.org/x/bibel/mt/chapter_007.htm

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damit nicht das eigene Glaubendgebäude eines Tages zusammenbricht.


Antwort von biby74,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo!

Mathäus 5:1—7:29 Sei dir deiner geistigen Bedürftigkeit bewusst. Sei friedsam. Hüte dich vor unsittlichen Gedanken. Halte dein Wort. Gib in deinen Gebeten geistigen Interessen den Vorrang vor materiellen Bedürfnissen. Sei reich Gott gegenüber. Suche zuerst das Königreich und Gottes Gerechtigkeit. Sei nicht kritisch. Tu den Willen Gottes. Wie viele praktische Lehren die Bergpredigt doch enthält!

lg bibi

Antwort von Nowka,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

die ganzen seligpreisungen

Antwort von Angel84,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich greife mal das heraus, was mir am wichtigsten erscheint und versehe es mit meiner Interpretation:

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.

Geistig arm bedeutet für mich, von allem vermeintlichen Wissen/Glauben abzulassen, alle Gedankenkonstrukte und Glaubenssätze loszulassen und damit auch alle Urteile und Bewertungen.

Also lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Sei das, was und wie du bist. Stülpe dir nichts über, das du nicht bist. Versuche nichts Anderes zu sein, als du bist, ohne Wenn und Aber. Nur dann, wenn du DU bist, so wie du gedacht bist, wenn du authentisch bist, kann dein Licht leuchten (Ausstrahlung, Charisma).

Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Kämpfe nicht an gegen das was ist, sondern liebe ALLES. Urteile und bewerte nicht, denn du kannst die höhere Ordnung nicht sehen, siehst nur einen Blickwinkel.

Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf dass dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.

Wenn du etwas für andere tust, dann tu es bedingungslos und aus vollem Herzen. Entdeckst du auch nur ein Motiv dahinter, erwartest du irgendeinen Lohn dafür und sei es Anerkennung, Dankbarkeit oder Liebe, dann lass es.

Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen.

Sorge dich nicht um Morgen! Lebe JETZT. Es gibt nur diesen Augenblick!

Und dies halte ich für besonders wichtig:

Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

Es ist immer so, wie du glaubst dass es ist! Das heißt, ich blicke IMMER durch meine persönliche Wahrnehmungsbrille und so kann ein anderer nicht anders sein, als ich glaube, dass er ist. Wenn ich den anderen so sehen will, wie er wirklich ist, muss ich zuerst den „Balken“ (meine bewussten und unbewussten Glaubenssätze!) aus meinen Augen ziehen!

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Selbsterkenntnis ist Gotteserkenntnis. Wenn du wirklich den Wunsch hast, dich selbst zu erkennen und damit Gott, wird dir alles begegnen, das du im jeweiligen Moment brauchst.

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.

Erkenne dich und gebe dir selbst all das, was du von anderen forderst!

Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln; die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.

Richte dich nicht nach der Masse, sondern entwickle „eigene Meinung“. Finde deine eigene Wahrheit. Gehe IN dich.

Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan. Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!

Nicht das äußere Tun, nicht ein blinder Glaube und schöne Worte sind es, die ins Himmelreich führen. Das Himmelreich ist IN uns und nur der, der sich nach Innen wendet, der sich selbst erkennt und versteht, der sich liebt, genau so, wie er ist, wird es auch finden.

Als Quintessenz würde ich sagen:

Hast du die Bergpredigt in ihrer ganzen Tiefe verstanden, hast du alles Werkzeug, das du für dein Leben brauchst.

Antwort von coeleste,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

die seligpreisungen lassen sich umsetzen

manches andere ist nicht zeitgemäss

Kommentar von coeleste,

korrektur zum letzten satz: das kann man auch umsetzen.die antithesen sind zum teil extreme aussagen (das brauchten die zuhörer,die ja reichlich betroffen waren nach dem hören der bergpredigt) in diesem lichte gesehen sind sie durchaus zeitgemäß.

Antwort von holyman,
.. was bringt es uns eigentlich - wenn wir Menschen um Rat fragen?

.

http://www.youtube.com/watch?v=EudODop2zoQ&feature=related

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