Frage von MARIE2215, 67

Was sind die wichtigsten Fragen die man mit einem Züchter geklärt haben sollte wenn man sich einen Welpen holen möchte?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo MARIE2215,

Schau mal bitte hier:
Hund Welpen

Antwort
von Unsinkable2, 11

Zu den vielen guten Antworten noch einige Ergänzungen: (Ausdrucken! Mitnehmen! Abhaken!)

  • Wie ist mein Eindruck vom "Hof des Züchters"? (Nicht nur die Zwinger und "Hunde-Ecken" anschauen, sondern den Blick über den ganzen Hof richten!)
  • Wie viele Rassen und/oder Hunde hat der Züchter auf dem Hof? (Züchter, die mehr als 2 Rassen oder mehr als 4 Würfe gleichzeitig verkaufen, sind in aller Regel im "reinen Geld-Geschäft".)
  • Wie sieht die Zuchtstätte aus? Ist es hell, geräumig, beheizt und sauber?
  • Wie alt sind die Welpen? (Unter 8 Wochen am Verkaufstag ist ein Verstoß gegen geltende Gesetze. Dieser Züchter stellt also auf "niedliche Puppy-Deals" ab und will nur Geld verdienen.)
  • Wie und wo wachsen die Welpen auf? (Drinnen, draußen, gemischt; bei der Mutter, mit der menschlichen Familie, etc.)
  • Welchen Eindruck machen die Eltern der Welpen? (BEIDE; also Vater UND Mutter; oft ist nur die Mutter da, aber so mancher Züchter hat beide auf dem Hof. Schaue dir dann BEIDE an! Und frage ggf., wer der Vater ist und bei welchem Züchter du ihn "besuchen" kannst, falls er nicht auf dem Hof ist.)
  • Kann ich die Zucht- und Gesundheitspapiere sehen? (Wichtiger als die Papiere ist hier das Verhalten des Züchters: Zögert er? Druckst er herum? Oder zeigt er sie mir ohne das geringste Zucken?)
  • Welche Krankheiten muss ich erwarten? (VORHER INFORMIEREN! "Vergisst" der Züchter typische Rasse-Krankheiten, will er unbedingt verkaufen und ist nicht am Wohlergehen der Hunde interessiert.)
  • Gibt es einen SCHRIFTLICHEN Kaufvertrag? Und wenn ja: Sind die Haftungsfragen ausreichend geregelt? (Im Zweifel den Kaufvertrag erfahrenen Hundekäufern zeigen. - Eventuell auch einfach mal im Tierheim nachfragen, ob das ein "guter Kaufvertrag" ist.)
  • Liegt der Kaufpreis im "normalen" Bereich? (Sehr niedrige Preise weisen oft auf "Geld-Maschine" hin. Der Züchter hat nun einmal Kosten, die sich nicht wegzaubern lassen, wenn er seine Tiere pflegt. Entsprechendes gilt aber auch für völlig überzogene Preise.)
  • Kann ich mit "meinem" Welpen zu einem Tierarzt gehen, bevor ich ihn endgültig kaufe?
  • Was unternimmt der Züchter für eine angemessene Sozialisierung der Welpen? (Haben sie viel menschlichen Kontakt? etc.)
  • Wie sehen die Welpen aus? Bewegen sie sich natürlich? Machen sie einen gesunden Eindruck? Sehen sie "wie aus dem Ei gepellt" aus? etc.
  • Wie verhalten sich die Welpen? Sind sie neugierig? Oder verstecken sie sich? Kümmern sie sich überhaupt um die Menschen um sie herum? Oder liegen sie schlimmstenfalls apathisch herum?
  • Sind die Welpen geimpft, gechipt und entwurmt? (Spätestens bei der Abgabe sollte das der Fall sein.)
  • Ganz wichtig: Durchlöchert mich der Züchter mit Fragen zu meiner eigenen Situation? (Wie will ich den Hund halten? Habe ich schon Erfahrung mit Hunden? Auch mit dieser Rasse? Wie viel Zeit habe ich für den Hund? ... Er MUSS Dutzende Fragen an mich haben; wenn ihm die Hunde wichtig sind.)

Noch ein wichtiges Merkmal: Gute Züchter verkaufen NIEMALS gleich bei der ersten Besichtigung. Vielmehr beobachten sie sehr gründlich, ob nicht nur du den Hund magst, sondern auch, ob der Hund mit dir klar kommt. Dazu wird er sich 3, 4 oder auch noch mehr "Besuche" Zeit nehmen. Das gilt selbst dann, wenn du nicht zum ersten Mal bei diesem Züchter kaufst.

Wer dennoch das Tier gleich über die Theke schiebt, ist nur am Geld, aber nicht an dir oder dem Tier interessiert. 

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Noch'n Tipp: Gehe nicht allein zu einem Züchter! Nimm IMMER jemanden mit, der sich möglichst wenig für die Hunde interessiert. (Oma oder Opa sind hervorragend geeignet. "Hundehasser-Freunde" sind auch gut.) 

Solche Leute halten die Augen und Ohren offener, weil sie sich weniger von den "niedlichen Welpen" beeindrucken lassen. Sie hören auch Zwischentöne im Gespräch. Und sie sind kritischer, wenn es um kniffelige Fragen geht.

Und noch'n Tipp: Schaue dir erst mal Züchter und Hunde an, die du nicht kaufen willst. Hier trainierst du deine Aufmerksamkeit und lernst, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.

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Im Zweifel gilt immer: Beim ersten komischen Gefühl im Bauch Finger weg vom Züchter! Es gibt mehr als genug Züchter für jede mögliche Rasse. Umschauen und vergleichen lohnt sich daher immer.

Kommentar von Goodnight ,

Wenn du mit Hundefeindlichen Leuten / Verwandten beim Züchter aufschlägst, bekommst du sicher keinen Hund von dem.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 20

Hallo,

wichtig ist es, bei einem Züchter einfach das Gefühl zu haben, dass er liebevoll und mit viel Wissen mit seinen Hunden umgeht. Zu sehen, dass sie bei ihm im Haus leben und nicht irgendwo separat in einem "Hundehaus", "Hundekeller", Schuppen, Scheune oder Zwinger.

Bei einem VDH-Züchter hat man ohnehin die Sicherheit, dass mit zuchtfähigen und gesunden Tieren gezüchtet wird, die Würfe mehrfach sowohl vom Tierarzt als auch vom Zuchtwart überprüft werden und wurden, dass die Welpen geimpft und gechippt werden.

Und du wirst dich wundern, was der ZÜCHTER alles von dir wissen will, denn ihm ist es überaus wichtig, dass es seinen Welpen im zukünftigen Leben wirklich gut gehen wird. Und es kann durchaus passieren, dass du nicht in seine Auswahl passt und er dir gar keinen Welpen anvertrauen wird.

Es ist übrigens sogar ein gutes Zeichen, wenn der Vater der Rasselbande gar nicht beim Züchter lebt, denn eigene Rüden passen nie lange in die Zuchtlinie, denn schon die eigenen Töchter können sie ja schon nicht mehr decken. Einen guten passenden Zuchtrüden sucht man sich als Züchter in Deutschland - den hat man daher nur selten im eigenen Haushalt.

Ein seriöser Züchter wird dir ohne Aufforderung zeigen, wo die Welpen aufwachsen und alles wird sauber sein. Auch große Freilaufflächen sind vorhanden, denn Wohnungsaufzuchten sind im VDH streng verboten.

Versuch auch nicht beim Preis zu handeln - der Kaufpreis ist i.d.R. nicht verhandelbar, denn gehandelt wird um Sachen, ein Welpe ist aber ein Lebewesen. Und wer schon um den Kaufpreis feilscht, zeigt damit, dass er nicht bereit ist, Geld für dieses Lebewesen auszugeben - und die Hundehaltung ist ohnehin teuer. Die Kaufpreise sind auch völlig in Ordnung - auch, wenn sie dir total teuer vorkommen.

Verantwortungsvolle Hundezucht erfordert einen hohen Geldeinsatz - und ansonsten unendlich Zeit und Arbeit - und auch die will bezahlt werden.

Gutes Gelingen

Daniela

Antwort
von FancyDiamond, 34

Es sollte sich um einen VDH eingetragenen Züchter handeln!

Beide Eltern sollten bestenfalls im Haushalt des Züchters leben. Gibt Aufschluss über so einiges!!!

Ahnentafel von Eltern und wenn möglich auch von anderen Vorfahren zeigen lassen.

Zuchtfehler sollten somit ausgeschlossen sein!

Alle erforderlichen Impfungen, Entwurmungen, etc. sollten ordnungsgemäß durchgeführt worden sein.

Ebenso sollte der Welpe bereits gechipt sein.

 Über das Energieniveau des gewünschten Welpen vorab informieren.

Als Anfänger lieber einen mit mittleren Niveau oder niedrigem nehmen.

Wurden die Welpen bereits sämtlichen Umweltreizen ausgesetzt? Wäre wichtig!

Wenn über spätere Kastration nachgedacht wird, vorher darüber im Klaren sein, ob man lieber einen Rüden oder ne Hündin haben möchte.

Kommentar von dsupper ,


Beide Eltern sollten bestenfalls im Haushalt des Züchters leben. Gibt Aufschluss über so einiges!!!


Eigentlich ist es überhaupt kein gutes Zeichen, wenn der Vater mit im Züchterhaushalt lebt. Denn ein Rüde passt ja nur kurze Zeit in eine Zucht - schon die eigenen Töchter kann er nicht mehr belegen, das wäre schlimmste Inzucht.

Und jeder Züchter behält i.d.R. eigene Hündinnen aus den eigenen Würfen ... so gelingt die Linienzucht am besten

Seriöse Züchter suchen sich den zu ihren Zuchtzielen passenden Deckrüden lieber außerhalb ....


Kommentar von FancyDiamond ,

Darüber kann man geteilter Meinung sein.

Man kann am Verhalten der Eltern die Charktereigenschaften und den Gesundheitszustand der Welpen in etwa erahnen!

Wieso sollte der Vater denn die eigenen Töchter decken?

Die Welpen werden doch in der Regel verkauft, und ein seriöser VDH Züchter achtet schon genau darauf, dass es keine Inzucht  gibt. Die Papiere geben ja Ausschluss darüber.

Gerade unerseriöse Züchter die auf online Portalen inserieren, haben wenn überhaupt nur die Mutter im Haus. Und die ist oftmals noch nicht mal die tatsächliche...

Kommentar von dsupper ,

Man behält als Züchter aber doch Hündinnen aus eigenen Würfen - das sind dann eben besagte "Töchter". (Wie will man sonst die eigenen Vorstellungen vom eigenen Zuchtziel erreichen?)

Was fängst du denn dann mit deinem Rüden an?? Wenn man 2 - 3 Zuchthündinnen hat (ansonsten ist es ja schon gewerblich) und diese jeweils nur 2 - 3 Würfe in ihrem Leben bekommen dürfen - dann kommt der eigene Rüde eben nur einige Male zum Einsatz - und dann ist er für die eigene Zucht unbrauchbar. Und wenn er sich dann schon nach dem 1. oder 2. Wurf als nicht guter Vererber herausstellt - was dann?

Abgeben? Schwer vorstellbar! Weiterhin einen potenten Rüden, der nicht mehr decken darf, innerhalb der Zucht behalten, wo es dann häufig läufende Hündinnen gibt? Na, da kann ich mir aber etwas Besseres vorstellen ....

Antwort
von Anni243, 34

Wer die Eltern des Welpen sind ( also welche Rasse und so)

ob er gesund ist und gechippt

außerdem sollte man ihn nicht zu jung holen

Kommentar von LukaUndShiba ,

Die Rasse sollte eigentlich schon klar sein wenn man sich bei dem Züchter meldet ...

Man sucht sich ja nicht zufällig einen Züchter heraus ohne die Rasse zu lenken ...

Kommentar von Anni243 ,

ja schon aber ob die Eltern halt beide die gleiche Rasse sind und wie deren Gene so sind also gesund und so

Kommentar von Einafets2808 ,

Wenn die Eltern unterschiedliche Rassen angehören,ist das ein Mischlings Vermehrer und hat nichts mit seriöser Zucht zutun. 

Kommentar von SusanneV ,

Nach der Logik würde es irgendwann keine Mischlinge mehr geben.........

Kommentar von dsupper ,

Nein, denn die Menschen werden leider niemals aufhören, aus "Spaß" oder Verantwortungslosigkeit oder um einen schnellen Euro zu verdienen, Hunde wahllos und sinnfrei zu vermehren.

Kommentar von SusanneV ,

Aber mit Mischlingswelpen verdient man doch nicht wirklich was. Wenn man die Tierarztkosten und was man sonst noch alles braucht hochrechnet, kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein lukratives Geschäft ist. Erst kürzlich hab ich mich mit ein Schäferhundzüchter unterhalten. Der sagte mir, dass man das als Hobby macht und davon nicht leben kann.

Kommentar von dsupper ,

Aber bei den Vermehrern sieht das ganz anders aus: die haben keinerlei Kosten für Zuchthündinnen, für Deckrüden, für eine "Zuchtanlage mit viel Freilauffläche", kaum Tierarztkosten (denn daran wird massiv gespart), kaum Kosten für Ernährung (denn auch an qualitativ hochwertigem Futter wird gespart und die Welpen mit 8 Wochen dann schon abgegeben), keine Kosten für die Vorbereitung der Zuchthunde durch Ausstellungen, Gesundheitschecks und Ankörung, etc.

Wenn solche Hunde dann für ca. 500 Euro mit 8 Wochen verkauft werden - dann kann man pro Welpe schon einen prima Gewinn von sicher 300 Euro einstreichen - bei 6 - 8 Welpen sind das schnell mal 1500 - 2500 Euro - für einige Wochen "Arbeit".

Dass die billig-Vermehrung und billig-Aufzucht zu Lasten der Mutterhündinnen und der Welpen geht - ist solchen Menschen völlig egal.  Und die Käufer merken diese Mängel erst hinterher .... und müssen dann das gesparte Geld oft zum TA tragen

Kommentar von SusanneV ,

Dann sieht das Ganze natürlich anders aus. Danke für die ausführliche Antwort........

Antwort
von Fischi05, 24

WAS ist es für eine Rasse? (Bzw. ist der Welpe reinrassig oder gemischt)

WIE hat er seine ersten Wochen verbracht, hat er ordentlich gegessen, etc.?

Ist der Hund verletzt?

Aber belies dich da noch mal, ich hab von sowas keine Ahnung^^

Antwort
von Manioro, 20

Wie ist die Welpe sozialisiert?

Impfungen komplett?

Rassetypische Krankheiten ausgeschlossen?

Welches Futter ist die Welpe gewöhnt?

Sind die Papiere vollständig?

Eigentumsvorbehalt?

Falls selbst Zucht geplant ist... Bedingungen?

Antwort
von perledersuedsee, 20

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