Frage von palma2000, 283

Was sind die Voraussetzungen für die Abrechnung der Verhinderungspflege?

Hallo ihr Lieben, ich brauche euren Rat. Meine Mutter lebt alleine im eigenen Hausstand. (Pflegestufe 1). Ich( Berufstätig) bin die eingetragene Pflegekraft. Während meines Urlaubes bzw. Dienstreisen stellte ich einen Antrag auf Leistungen gem. § 39 SGB XI stundenweise Verhinderungspflege. Die Verhinderungspflege wurde von meinem Bruder der rund 20 km entfernt wohnt durchgeführt. Für die entsprechenden Tage nahm er sich Urlaub.

Nun war ich bei der Pflegekasse und wollte wissen, wie man das abrechnen muss. Die Mitarbeiterin sagte mit, dass lt. Gesetz für die "Ersatzkraft" nur Fahrgeld zusteht. Lohnkosten würden nur erstattet werden, wenn nachgewiesen wird, dass er unbezahlten Urlaub genommen hat und so ihm quase ein wirtschaftlcher Schaden entstanden ist.

Hat jemand Erfahrung?? Ich kann das so eigentlich nicht glauben.

Ich bin von ausgegangen, dass man diese 1612 Euro zusätzlich erhält, wenn man dies beantragt und nachweist dass ein anderes Familienmitglied die Pflege übernommen hat.

Vielen Dank und einen schönen Sonntag noch.

Liebe Grüße

Antwort
von Griesuh, 242

Die Verhinderungspflege ist eine Erstattungsleistung.

Angehörige bis zum 2. Grad, auch verschwägert, erhalten keinen Lohn für die Verhinderungspflege. Sie bekommen eine Aufwandsentschädigung.

Alles nach zulesen im § 39 SGB XI.

Du kannst für die Verhinderungspflege auch einen örtl. ambul. Pflegedienst beauftragen. Dieser rechnet dann seine erbrachten Leistungen direkt mit der Kase ab.

Werden private Personen damit beauftragt, ausgenommen Angehörige bis 2. Grades, so musst du in Vorkasse treten. Ihr müsst eine Quittung ausstellen aus der der Name der Pflegeperson und die Anschrift hervorgehen. Weiter muss diese Quittung die erbrachten Stunden so wie den vereinbarten Lohn und den ges. Betrag enthalten der gezahlt wurde.

Die Pflegeperson muss die Quittung unterschreiben.

Diese Quittung reicht ih bei der Kasse ein und ihr bekommt die Rückerstattung.

Wie schon gesagt erhalten Angehörige bis zum 2. Grad keine Entlohnung.

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