Frage von DontCopy, 113

Was sind die Vor- und Nachteile am Zusammenleben mit dem Partner und dessen Mutter (demzufolge: Schwiegermutter) unter einem Dach?

Würdet ihr mit eurer Schwiegermutter (Vorausgesetzt ihr versteht euch gut mit ihr) und eurem Partner unter einem Dach zusammen wohnen? Am besten noch ins Elternhaus des Partners?

Unter den Voraussetzungen:

  • Das Haus besitzt eine super Lage mit großem Grundstück und würde sicher renoviert, umgestaltet werden können
  • Beide Parteien würden getrennt werden
  • Ihr versteht euch super mit eurer Schwiegermutter und sie hat euch sehr gern (alles andere würde ohnhin dazu führen das man diese Idee sofort über Bord wirft)
  • Die Entfernung von dort zum jetzigen Lebensort beträgt über 200 Kilometer
  • Die eigene Familie lebt zwar am jetzigen Lebensort, das Verhältnis ist aber teilw. angespannt
  • Arbeit würdet ihr dort bestimmt finden

Da mir sowohl Vor- aber verständlicherweise auch Nachteile einfallen würde ich gerne beide Seiten hören also: Vor- und Nachteile; am besten gar aus eigenen Erfahrungen/Einschätzungen.

Es wäre zudem sehr lieb wenn ihr mir eure Entscheidung ausführlich begründet da ein einfaches "Ja" oder "Nein" nicht recht aussagekräftig sind.

Ich stehe momentan noch nicht vor einer Entscheidung aber die Idee steht im Raum und ich begegne ihr mit sehr gemischten Gefühlen wie ihr bereits lesen konntet. Daher würdet ihr mir mit einer ausführlichen:

Pro/Contra Abwägung plus Entscheidung

wirklich sehr helfen!

Vielen Dank im Voraus.

Antwort
von redlady4545, 20

Ich habe vor 38 Jahren meinen Mann (Einzelkind) geheiratet, mit ihm zusammen ein großes Haus mit Riesengarten und seinen Eltern und eine ledige Tante. Es war für mich die Hölle! Einmischen in allen Lebenslagen und zu allen Tages und Nachtzeiten, mich schlecht machen bei meinem Mann usw, der natürlich zwischen den Stühlen saß aber trotzdem letztendlich zu mir stand. Wir haben es gemeinsam durchgestanden. Nach 15 Jahren Ehe wurden die alten Leutchen nacheinander krank und pflegebedürftig. Ich habe alle drei   bis zum Tod gepflegt und versorgt. Erst als meine Schwiegermutter demenz war wurde sie netter, für mich viel zu spät. Die Tante hatte ich 12 Jahre als schwerste pflegebedürftig, sie war bettlägerig musste gewickelt und gefüttert werden, daneben war ich noch 30 Stunden in der Woche arbeiten, da ich meinen Beruf nicht aufgeben wollte und ich dabei noch ich selbst bleiben konnte. Vor 6 Jahren starb sie mit 89. In der Zeit haben wir umgebaut und unser jüngster Sohn ist mit seiner Partnerin eingezogen. Hier wurde von Anfang an alles anders gemacht. Abgeschlossene Wohnung für jeden, bei Bedarf anrufen oder klingeln. Wir lieben unsere Schwiegertochter von ganzem Herzen und wenn der liebe Gott es diesmal gut mit uns meint bekommt sie nach einer tragischen Fehlgeburt im nächsten Jahr ein Baby, unser erstes Enkelkind. Wir verstehen uns super und gegenseitig für uns da auch in schweren Zeiten. Natürlich haben sie super Babysitter im gleichen Haus. Keiner mischt sich ein, alles wird angesprochen und liebevoll mit einander geklärt. Ich habe damals nicht lange überlegt, ich war 20 Jahre alt und wollte diesen Mann, bereut habe ich es nicht, ich habe überlebt mit viel Humor, Geduld und starken Willen. Heute sind wir immer noch sehr glücklich verheiratet und freuen uns auf unser Großeltern-Dasein. Du musst die Entscheidung allein treffen und wichtig ist der Zusammenhalt mit Deinem Partner. Ich wünsche Dir von Herzen ein glückliches Leben.

Antwort
von LiselotteHerz, 59

Wenn ihr in getrennten Wohnungen lebt und Du Dich wirklich super mit ihr verstehst, wüsste ich nicht, was dagegen sprechen würde.

Vorsicht ist halt geboten, wenn sie anfängt "wohlmeinend" sich in Eure Angelegenheiten zu mischen. Das kann die Form von Haushaltsführung sein, ab und zu mal kleine Sticheleien, wenn man spät abends erst nach Hause kommt. Aber das muss nicht sein. Es gibt mit Sicherheit auch sehr nette Schwiegermütter!!

Ich kenne so manche Schwiegermutter, ohne deren Hilfe der ganze Haushalt zusammenbrechen würde und sie sind trotztdem nett!

Zudem ist das ja keine Entscheidung fürs ganze Leben, das muss man sich ja auch mal sagen. Sollte es irgendwann aus irgendwelchen Gründen nicht mehr gut gehen, kann man immer noch ausziehen.

Alles Gute für Euch. lg Lilo

Kommentar von DontCopy ,

Vorsicht ist halt geboten, wenn sie anfängt "wohlmeinend" sich in Eure Angelegenheiten zu mischen.

Das stimmt und davor habe ich - obwohl ich sie wirklich sehr sehr gern habe - Angst denn ich weiß nicht ob man sowas im Voraus erahnen kann? Ich würde es zwar nicht von ihr denken, aber wer weiß was in 5-10 Jahren ist, wenn wir Kinder haben o.ä.? Daran habe ich etwas zu knabbern.

Es gibt mit Sicherheit auch sehr nette Schwiegermütter!!

Das stimmt wirklich. Ich mag sie total und sie mich auch. Würde mich sogar (um das Verhältnis mal zu verdeutlichen^^) von ihr adoptieren lassen. Das Verhältnis zu meiner Mutter aber ist dahingegegen eher schlecht.

Danke dir aufjedenfall recht herzlich für deine Einschätzung!

Antwort
von chefin57, 2

Nun ja, da kann ich dir nur sagen, wenn es richtig gemacht wird und sich alle Beteiligte an gewisse Spielregeln halten, dann sollte es kaum Nachteile geben.

Natürlich ist es schön seine Familie und Freunde wenigstens in seiner Nähe zu haben, aber wenn das Umfeld in ordnung ist kanns auch viele Vorteile, gerade wenn dein familiäres Verhältnis nicht so gut ist, geben.

Ein guter Abstand führt erst mal dazu, dass sich keine weiteren Spannungen aufbauen und es ev zu einer "normalisierung" eurer familiären Beziehung kommenkann.

Etwas Abstand hat da meist Wunder bewirkt.

Eine neue Familie an seiner Seite zu haben und da auch ein gutes Verhältnis zueinander zu haben ist dann gerade eine große Hilfe, um über die Entfernung von Freunden usw weg zu helfen.

Wichtig sollte dir aber auf jeden Fall sein, dass du darauf bestehst, so weit das möglich ist, dass ihr eure eigene Wohnung und Wirtschaft habt. Man kann sich gegenseitig helfen und zum Essen einladen usw. Aber man muss auch die Tür zu machen können und sich " nackt im Flur lieben können", wie man so schön sagt.

Spannungen und auch mal Meinungsverschiedenheiten kann und wird es immer geben können. Das bleibt überhaupt nicht aus. Aber man darf da nicht nachtragend sein und sollte es unter verschiedene Generationen verbuchen. Man muss einfach immer versuchen für die alten oder jungen Verständnis haben und dann klappts schon.

Ein riesen Vorteil isst es dann, wenn Kinder da sind. Man hat mal was vor und kann oder möchte das Kind nicht mitnehmen, dann ist eine Oma im Haus schon ein richtiger Segen. Auch wenn man arbeiten geht und man jemanden braucht um das Kind in den Kindergarten zu bringen oder abzuholen.

Eine unserer Töchter ist auch einiges weit weg von uns und die wohnt mit Mann im Haus der Schwiegereltern. Jeder eigenen Eingang und Wohnung. Ohne die Oma vor Ort könnten sie ihre Arbeit im Schichtdienst oft garnicht machen. Sie haben auch ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Es ist schon ein richtiges Miteinander und die Oma vor Ort kann das Kind zum Kindergarten bringen, oder auch frühs aus dem Bett holen oder auch mal zu Bett bringen. Alles kein Thema.

Familie ist wichtig und sehr hilfreich, wenns zusammen funktioniert. Dass ein oder mehrere Kinder der Arbeit oder Liebe wegen in ferne Gefilde zieht ist auch nicht ungewöhnlich und war schon immer so. Wenn man dann noch das Glück hat dort gut aufgenommen zu sein, dann sollte doch alles bestens sein.

Probleme kanns überall geben, egal ob du zu deinem Partner ziehst oder er zu dir. Wichtig vor allem, dass ihr zwei, egal was kommt zusammen haltet und für einander da seit. Auch wenn du mal der Meinung bist, dass dein Partner nicht unbedingt Recht hat oder du eher der Familie zustimmen möchtest. Steht zueinander, wenn es unterschiedliche Meinungen gibt, besprecht euch zusammen wie ihr regieren wollt, oder wie ihr es handhaben wollt und tretet dann zusammen auf und steht zu eurer Entscheidung.

Ich wünsche dir viel Glück und alles gute in deiner neuen Familie!

Antwort
von Giwalato, 34

Wenn ich Dich richtig verstehe, lebst Du mit Deinem Freund bereits jetzt zusammen, in einer anderen Stadt. Dies würde für mich bedeuten, daß er sich emotional abgenabelt hat, und als erwachsener Mensch in sein Elternhaus zurückkehren würde.

Wenn seine Eltern Euch beide akzeptieren und Euch nicht ständig auf die Pelle rücken, hätte das Wohnen unter einem Dach, solange ihr Euch versteht, diverse Vorteile. 

Jede Partei könnte beruhigt in den Urlaub fahren, das Haus wäre nie komplett unbewohnt.

Ihr könntet Euch, mit Zustimmung der Eltern, ein Haustier anschaffen, das auch versorgt wäre, wenn Ihr Urlaub macht.

Wenn Ihr Kinder plant, wären die Großeltern eine große Unterstützung bei der Betreuung und Du könntest bald wieder arbeiten gehen.

Wenn die Schwiegereltern alt werden, ist jemand im Haus, der im Notfall schnell da ist.

Wenn ihr von Anfang an klare Absprachen trefft, ist das eine Win-win-Situation.

Kritisch könnte es werden, wenn die Schwiegereltern alles mitbekommen, was bei Euch abläuft und bei einem Streit Partei ergreifen. 

Wenn Ihr Euch trennen würdet, müßtest Du ausziehen.

Wenn die Schwiegereltern irgendwann Pflege brauchen sollten, sollten bereits jetzt die Bedingungen ausgehandelt werden, z.B. daß für die Körperpflege ein Pflegedienst engagiert wird.

Ich wünsche Euch, daß Ihr eine gute Lösung für Euer zukünftiges Leben findet.

Alles Gute,

Giwalato 

Kommentar von DontCopy ,

Danke deine Antwort war in allen Aspekten wirklich sehr hilfreich und wird mich noch etwas zum nachdenken anregen! Vielen Dank dafür!

Antwort
von amdros, 51
Nein

Auch wenn ich damit noch keine bösen Erfahrungen machen mußte aber, man weiß ja nie?? Noch verstehst du dich gut mit ihr, das könnte sich aber schlagartig ändern, wenn ihr tagtäglich und auf engstem Raum euch immer wieder über den Weg lauft!?

Sollte es dann evtl. der einzige Sohn sein neigen Mütter auch eher dazu, nicht loslassen zu können und Zwist und Unmut könnte das bis dahin gute Verhältnis schlagartig ändern!

Es muß nun nicht in jedem Fall so sein..ich allerdings hätte so meine Bedenken. Du solltest es dir gründlichst überlegen. Schon sehr viel negativ ähnlich gelagerte Situationen aus meinem Umkreis hören müssen.

Alles Gute...

Kommentar von DontCopy ,

Genau das was du ansprichst lässt mich natürlich auch noch Zweifeln. Wer weiß schon was in einigen Jahren ist und genau wie du sagst ändert sich vieles wenn man sich erstmal jeden Tag sieht.

Du hast völlig Recht, aber zum Glück habe ich ja noch einige Zeit mir darüber ausführlich Gedanken zu machen.

Kommentar von amdros ,

Dann wünsche ich dir, in absehbarer Zeit die richtige Entscheidung getroffen zu haben!?

Leider weiß man es wohl auch generell erst dann, wenn es zu spät ist??

Kommentar von DontCopy ,

Leider ja da hast du wohl Recht :-)

Kommentar von amdros ,

Na gut..einer Veränderung sollte dann, käme es so, auch nichts im Wege stehen!

Antwort
von Blindi56, 43

Die Bedingungen klingen ideal. Das einzig Wichtige in dem Fall ist, dass Du Dich wirklich gut mit der Schwiegermutter verstehst, auch in Alltagsdingen. Hast du sie schon über einen längeren Zeitraum ständig um Dich gehabt, oder nur an "Feiertagen", wo sich jeder gut darstellt?

Ganz gute Probe wäre ein gemeinsamer Urlaub im Ferienhaus....

Zu wem würde der Partner im Notfall halten?

Falls mal Kinder geplant sind, sollte man sich sicher sein, dass man die selber erziehen darf. Oder sie eben fast ganz in Omas Hände gibt.

Räumliche Trennung nicht nur der Wohnungen, sondern auch des Grundstücks. Jeder eine eigene Terrasse...

Dann klappts sicher prima.

Kommentar von DontCopy ,

Hast du sie schon über einen längeren Zeitraum ständig um Dich gehabt, oder nur an "Feiertagen", wo sich jeder gut darstellt?

Da sie - wie erwähnt - sehr weit weg wohnt (für meine Verhältnisse) sehen wir uns zwar nicht oft (ginge es nach uns wäre es sicher öfter, aber die Zeit lässt das eben so nicht immer zu), aber wenn wir uns sehen dann immer mindestens ein paar Tage. Ich denke aber du hast sicher Recht das dies noch einmal etwas ganz anderes sein wird wenn man die Person so unmittelbar ja eigentlich jeden Tag um sich haben wird.

Zu wem würde der Partner im Notfall halten?

Das ist gar nicht mal so unwichtig das stimmt. Da mein Partner seine Mutter sehr mag und an ihr hängt habe ich - obwohl wir uns selbstverständlich sehr lieben - da so meine Bedenken. Er würde sich sicher nicht von mir Trennen weil seiner Mutter etwas nicht passt - aber eben so kleine Auseinandersetzungen im Alltag könnten da schon problematisch werden. Das ist aufjedenfall ein Punkt den in ansprechen werde wenn wir das nächste Mal über diese Idee sprechen.

Falls mal Kinder geplant sind, sollte man sich sicher sein, dass man die selber erziehen darf. Oder sie eben fast ganz in Omas Hände gibt.

Das stimmt. Das sollte man sicher vorher irgenwie abklären - soweit das irgendwie möglich ist? Jeder - auch ich - hat ja seine eigene Vorstellungen zum Thema Erziehung und da es meine Kinder sein werden würde ich sie doch auch gerne so erziehen wie ich es mir vorstelle ;-) Meinst du denn überhaupt das man hier jemanden klar machen kann - ohne verletzend zu werden - das dieser jemand sich nicht in die Erziehung einmischen solle (sofern möglich).

Ein gewisser Grad bleibt ja immernoch "unüberwacht" also wenn man die Kinder z.B. mal zu Oma gibt um etwas Elternzeit zu genießen etc.

Räumliche Trennung nicht nur der Wohnungen, sondern auch des Grundstücks. Jeder eine eigene Terrasse...

Das ist auch ein guter Aspekt. Ich weiß aber nicht ob das so umgesetzt werden kann/soll/wird.

Danke dir recht herzlich für deine Aspekte und Einschätzungen!

Kommentar von Blindi56 ,

Bezüglich Kindererziehung gibt es ganz sicher in jeder Familie zwischen Eltern und Großeltern verschiedene Meinungen. Wenn man sich ansonsten wirklich gut versteht, müsste man aber auch der Oma klarmachen können, wie man die Kinder erzogen haben möchte. Schon, weil man die meiste Zeit mit ihnen leben muss und sie nicht nach einer Stunde Generve wieder abgeben kann.

Natürlich darf Oma Oma sein und bleiben (also den Kindern mehr erlauben als die Eltern) und auch ihre eigenen Ansichten von Erziehung anwenden, wenn die Kinder nur ab und zu bei ihr sind.

Vielleicht muss man da aber manchmal hart bleiben und die Oma, die es sicher gut meint, in ihre Schranken weisen. und dann käme es wieder drauf an, wie der Partner reagiert... (Ach lass sie doch... oder: Du hast Recht, ich red mit ihr....)

Grundsätzlich sollte man aber vielleicht einfach nach seinem Gefühl gehen.

Antwort
von rommy2011, 19

wie immer im leben sollte man die intimsphäre des anderen respektieren und dazu gehört, dass die schwiegereltern nicht einfach mal so in eure whg. kommen sondern wie jeder andere klingeln muss. weiterhin musst du gut einschätzen können, wie tolerant die schwiegereltern sind,  wenn das leute sind, die erst wenn sie gefragt werden ihre meinung sagen ok - aber wenn sie jetzt schon zu allem ihren "senf" geben würden (nur mal angenommen) das würde mich schon vorsichtig werden lassen.

ich bin selbst schwiegermutter , habe immer nur avisiert, wenn du mich brauchst bin ich für dich da und das ist das beste lebensmotto in solch einer gemeinschaft. wir respektieren uns, jeder kann machen was er will, ohne vom anderen kritisiert zu werden.

nur wenn der andere fragt oder eine meinung hören will, dann wird diese auch ehrlich mitgeteilt.

das ist noch so ein punkt: ehrlich zu einander sein !

warum soll das modell alt und jung nicht funktionieren ? ich finde es wunderbar, wir waren ein 4 generationen haus , jetzt durch den tod der ältesten generation noch ein 3 generationen haus mit süssen enkelkindern, auch das ist ein punkt, der allen zuteil wird, zum einen die freude an dem gemeinsamen erleben der enkel und zum anderen die "kinder" mit den dingen wie kidis in den kiga bringen, oder die grosse von der schule abholen. wenn die eltern mal ausgehn wollen , dann sind mein mann und ich da zum babysitten - was gibts schöneres ?

Kommentar von DontCopy ,

Wow! Vielen lieben Dank gerade auch für die andere Sichtweise. Das ist toll und das wünsche ich mir auch. Wäre schön wenn es denn mal so klappen würde!

Antwort
von MonikaDodo, 8

Wenn ihr ganz klare Regeln aufstellt... beide Seiten haben sich unmissverständlich daran zu halten, das ist außerordentlich wichtig, sehe ich kein Problem darin. Falls es nicht funktionieren sollte... direkt ansprechen, keine Kompromisse oder aufweichen der Grenzen. Ansonsten ist man nicht nirgends auf der Welt absolut gefesselt. Man kann alles ändern.
Ich wünsche dir die für euch beste Entscheidung.

Antwort
von Yuurie, 44

Der Vorteil ist ja, dass man dann ne schicke Bude hat, wahrscheinlich viel Platz ect. Und man versteht aneinander gut. 

Nachteil sehe ich darin, dass die Mutter allerdings sich immer "einmischen" könnte und das Verhältnis sich dadurch schnell verschlechtern könne. Auch wenn die Buden separat sind, gebt ihr ihr Einlass, in eure intimsten Momente reinplatzen zu können. (So sehe ich das).

Und einen Job zu finden ist immer schwer. Stell dir das mal nicht so einfach vor. Allein wegen des Jobs würde ich es an deiner Stelle nicht machen.

LG 

Kommentar von DontCopy ,

Bzgl. der Arbeit stelle ich mir das nicht einfach vor. Was ich damit vorrangig ausdrücken wollte ist, dass dies nicht das größte Problem darstellt. Wenn wir denn jemals zusammenziehen dann wahrscheinlich auch erst wenn Kinder geplant oder bereits vorhanden sind. Meine Zukunftsplanung sieht dahingehend vor das ich dann auch erstmal Hausfrau und Mutter sein darf und demzufolge nicht arbeiten gehe.

Nach einer Kinderpause ist es oftmals schwer eine neue Arbeit zu finden, egal wo man sich letzendlich befindet. Eine größere Stadt ist dort auch gleich in der Nähe das bietet schon etwas bessere Bedingungen als ein Kaff am Ende der Welt.

Aber bzgl. deines weiteren Nachteils hast du natürlich völlig Recht. Ich denke auch dies stellt man sich zunächst etwas zu einfach vor. Wird sich aber auch schwer bis gar nicht vorhersagen lassen wie es denn letzendlich läuft..

Kommentar von Yuurie ,

Wenn ich du wäre, würde ich einfach niemals auf den Job verzichten. Auch nicht, wenn du Kinder hast. Das stimmt, wenn du Kinder hast und eine Weile nicht arbeitest, hast du es überall erstmal schwer. gerade deswegen würde ich auch nie auf den Job verzichten. Stell dir vor ihr trennt euch und du stehst mit den Kindern nachher alleine da. Die Stiefmutter kann dich dann nicht leiden, weil sie natürlich ihren Sohn verteidigt und du fliegst raus. Was dann? Ohne Job, kinder ernähren? Schlimmstenfalls werden sie dir dann auch "weggenommen"? Ohne Job ist man einfach am A... .

Das ist jetzt ein horrorszenario, dass allerdings bei vielen alleinerziehenden Müttern(auch Vätern) zur knallharten Realität wurde. Wenn du schon so weit vorausdenken möchtest, dann mache dir auch solche Dinge bewusst. Sobald man zusammenzieht, muss sich auch nicht zwingend alles zum guten wenden. Das ist immer eine 50/50 chance. Besonders wenn die Stiefmutti bei ist und nachher ihren Sohn schön bearbeitet und eure Beziehung/künftige Ehe sarbotiert. Man weiß ja nie.

Wenn, dann solltet ihr eure eigene Bude haben, ohne dass euch jemand im Nacken sitzt. Eine eigene Bude in einem Haus ohne weiteren Familienmitglieder. Baut euch lieber was komplett eigenes auf.

Oder du riskierst es und du hast dann Glück oder Pech. Wie gesagt, das ist eine 50/50 Chance.

Kommentar von DontCopy ,

Da hast du völlig Recht. Letzendlich kann es immer so oder so ausgehen. Man wünscht es sich nicht aber möglich ist letztendlich alles.

Dennoch ist es dieser Gedanke ja auch noch nicht zuende gedacht worden von mir. Ich finde aber die Idee ist es wert mal darüber zu spekulieren. Auch solch - von dir angesprochene - negative Szenarien gehören da natürlich dazu. Dann kann man womöglich im Voraus überlegen "was wäre wenn..." und evtl. findet sich noch eine Lösung.

Auch getrennte Häuser, Grundstücke könnte ich mir vorstellen - es wäre jedenfalls möglich. Das "Jobproblem" sehe ich natürlich in diesem frühen Stadium noch nicht als solches an. Gerade auch weil ich ja - wie oben bereits erwähnt - erstmal Mutter sein möchte und dementsprechend auch nicht vorhabe arbeiten zu gehen. Meinen Job wäre ich dann nach Elternzeit etc. ohnehin los.

Kommentar von Yuurie ,

Ja, es kann einfach alles passieren. Deshalb denke ich immer, man sollte schonmal gedanklich auf alles vorbereitet sein, damit man auch eventuell was in der Hinterhand hat. Wenn man einen gewagten Schritt geht. Man hat ja schließlich nur ein Leben.

Das ist dann ein Risiko, womit du aber wohl auch bereit bist, zu leben. So wie ich das lese. Ich habe das bei meiner Mutter gesehen. Sie stand mit uns nach der Scheidung auch erstmal ganz doof alleine da. Und nach über 10 Jahren fand sie endlich eine Arbeit. Aber eine Arbeit, wo man eher wenig verdient und mehr ausgenutzt wird. Sie sagt mir auch oft, dass sie es bereute, nicht früh genug wieder angefangen zu haben. Sie hatte vorher einen guten Job.

Deswegen mache ich mir da auch ein wenig Sorgen, wenn ich das lese.. ich gönne einem so eine Situation definitiv keinem. Ich mein, ist ja toll, wenn der Mann alles allein verdient, aber nach einer Scheidung ist schluss.. oder wenn der Mann plötzlich den Job veriert, ist dann auch erstmal schluss. Da finde ich es immer besser, wenn man selbst auch noch die Möglichkeit hat, alles finanzieren zu können. Ob mit oder ohne Kinder.

Dann gebe ich dir den Rat dann nicht zu lange 'nur' Mutter zu bleiben. In der Hoffnung, du bekommst dann auch wieder was. Und sei es einen teilzeit oder minijob, damit man sich nebenbei um die Kinder noch kümmern kann. Sie von der Schule abholen kann usw. :)

Wie auch immer du deinen Weg gehen möchtest, wünsche ich dir alles Gute dabei!

Antwort
von o0bellaAnna0o, 22

Das wichtigste dabei ist, ob dein Partner schon auf eigenen Beinen gestanden hat, also auch komplett alleine gewohnt hat. Denn wenn er von Hotel Mama zu Hotel Frau übergeht, wirst du sehr schnell Probleme mit Schwiegermutter UND deinem Partner haben.

Kommentar von DontCopy ,

Er hat eine Eigentumswohnung. Sprich: Ja. Und darin wohnt(e) er schon ein paar Jahre. Auch allein.

Danke für deine Antwort!

Kommentar von o0bellaAnna0o ,

Dann hört sich der Plan gut an 😉

Antwort
von AlexausBue, 33

Schwer zu sagen.

Der finanzielle Aspekt ist sehr wichtig. Ich konnte damals in meiner Ex-Beziehung mietfrei im Schwiegerelternhaus wohnen.

Ich sehe einen Nachteil:

Auch wenn das Verhältnis (heute / noch) gut ist, kann sich das ändern. Mit Verwandtschaft im Haus fühlt man sich immer auch etwas abhängig, da man das Gefühl hat sich rechtfertigen zu müssen.

Sowas wie:

"Ah, du warst heute gar nicht auf Arbeit, bist du krank oder hast du Urlaub?"

"Bei Euch sind die Rollläden nachts immer offen, da könnten Einbrecher rein!"

"Park bitte nicht immer so nah an der Hauswand..."

"Ich habe diese Woche 5 Pakete vom Postboten für dich entgegengenommen"

"Ihr habt vergessen die Mülltonne raus zu stellen"

"Du könntest mal den Rasen mähen"

...

Alles jetzt mal frei erfunden um zu zeigen was ich meine. Also es gibt viele andere Beispiele die eintreffen könnten und einem fremden Nachbarn egal sind/sein müssen. Bei Angehörigen redet/diskutiert/streitet man eher mal darüber.

Übrigens: das Ganze passiert auch umgekehrt wenn man sich daran stört, dass die Schwiegermutter irgendetwas tut.

Somit ist man IMMER in einer Situation, wo man zumindest manchmal das Gefühl hat, sich rechtfertigen zu müssen. Man hat das Gefühl, der Familie gegenüber Verantwortung zu haben.

Und das hat man nicht wenn man ganz alleine in einem Haus / Wohnung wohnt. Dort gelten nur die üblichen Regeln wie Nachtruhe usw.

Nochmal: ich meine nicht, dass so etwas immer gleich einen riesen Streit provoziert. Nur eben hat man das Gefühl anderen Rechenschaft ablegen zu müssen.

Kommentar von DontCopy ,

Du hast absolut Recht! Genau deine aufgezählten Aspekte geben mir auch noch zu denken. Das ist sicher schwer aber so im Vorneherein auch nicht abzuwägen. Immerhin kann - wie du sagst - sich auch erst nach einiger Zeit alles ändern!

Ich werde aufjedenfall alles ausführlich durchdenken und meine Bedenken ansprechen. Evtl. gibt es ja eine Lösung.

Ich kopiere hiermit mal eben einen Kommentar den ich unter eine andere Antwort verfasst habe:

Ginge denn für dich auch Nebenan? Da die Familie dort einige Grundstücke inkl. 2 Häuser deren Eigen nennen kann wäre auch ein Haus nebenan denkbar.

Antwort
von Gerneso, 30

Für mich käme das nie in Frage.

Ich verstehe mich zwar ebenfalls sehr gut mit meinen Eltern und meinen Schwiegereltern. Finde es aber förderlich für die dauerhafte Harmonie wenn man soweit auseinander wohnt, dass man Schuhe und Jacke anziehen muss um sich zu sehen.

Also gleicher Ort ok - aber nicht im selben Haus.

Kommentar von DontCopy ,

Ginge denn für dich auch Nebenan? Da die Familie dort einige Grundstücke inkl. 2 Häuser deren Eigen nennen kann wäre auch ein Haus nebenan denkbar.

Kommentar von Gerneso ,

Es käme drauf an wie ähnlich man grundsätzlich lebt / eingestellt ist.

Meine Erfahrung ist, dass man sich gut verstehen kann aber dass es besser ist wenn der andere nicht alles mitbekommt.

Das fängt schon an mit dass man einfach mal nicht ans Telefon gehen will und es nicht gut findet wenn dann Sturm geklingelt wird weil man doch weiss, dass der andere daheim ist....

Einfach mal spontan ohne Termin anklingeln und vorbei schauen ist gerade bei Rentnern nicht unüblich, da die ja Zeit haben. Ich liebe aber solche Überraschungen nicht und je näher umso mehr besteht die Gefahr.

Schwiegereltern die selbst viel unterweg sind, mehrere Wochen im Jahr Urlaub machen und aktiv in Vereinen oder Kreisen eingebunden sind sind da eventuell pflegeleichter als Menschen, die sich freuen, die "Kinder" in der Nähe zu haben und einem ständig auf die Pelle rücken.

Kommentar von DontCopy ,

Das stimmt so habe ich das auch noch gar nicht betrachtet. Ist natürlich auch wieder sehr schwierig. Da hast du Recht!

Antwort
von Erdbeerbowle, 3

Vor ca. 40 Jahren habe ich es gewagt und bin mit den Schwiegereltern in ein gemeinsames Haus gezogen, das zum Glück mein Mann gekauft hatte.

Wir lebten in getrennten Wohnungen und anfangs war ich die liebe Schwiegertochter. Nach ca. einem Jahr änderte sich das.

Die Schwiegereltern waren Rentner, ich berufstätig als Krankenschwester und mein Mann machte eine Fortbildung und nur nur am Wochenende heim. Das für sechs lange Monate.

Sie erzählten meinem Mann plötzlich, dass ich ständig außer Haus sei, mich fremde Männer besuchten, ich laut sei und und und....Alles nur Kleinigkeiten. Ich wurde schwanger. Meine Eltern freuten sich riesig, die Schwiegereltern sprachen vom Bastard.

Nach lange Hin und Her mussten die Schwiegereltern ausziehen und sie haben ihre fünf Enkel nie kennengelernt.

Man weiß nie, wie sich ältere Leute verändern. Ich kann nur hoffen, dass ich im Alter nicht bösartig werde.

Dir wünsche ich alles Gute für deine Entscheidung.

Antwort
von Susii01, 39

Mein mann und ich haben es da eine Vereinbarung. Wir sind jetzt noch nicht lange verheiratet aber wohnen alleine. Wenn seine eltern einmal älter werden und hilfe brauchen werden wir zu ihnen, oder sie zu uns ziehen. Ich würde auch nicht wollen das meine mutter ins heim muss wenn sie mal hilfe braucht deswegen ist es selbstverständlich für mich. Für eventuelle kinder finde ich es auch toll.

Antwort
von schelm1, 30

Hört sich auf erstes Lesen  an, wie der Wechsel von der spannunbgsbelasteten Hölle, als Ist-Situation, ins unbelastet himmlische Wohn- und Lenbensvergnügen mit rd. 200 km Distanz zu allen Altlasten!

Mal ganz ehrlich? - Zu schön um wahr zu sein!

Aber was soll´s!

Schon die Bibel kennt das Gleichnis vom verlorenen Sohn, welches im Zuge allgemeiner Gleichberechtigung, die man "Anno Dunnemals" noch nicht kannte,  heute auch für Töchter gelten dürfte!?!


Folglich Finger weg von solchen Bedingungen und sich mit dem Angebeteten etwas eigenes in neutraler Lage und freier Selbstbestimmung schaffen, wo dann Eltern und Schwiegereltern mal zu Besuch kommen und deren Gunst erweisen  dürfen!


Kommentar von DontCopy ,

Zu schön um wahr zu sein!

Da hast du zunächst natürlich völlig Recht. In den eigenen Gedanken malt man sich doch vieles rosiger aus als es letzendlich ist. Dennoch schwirren mir natürlich - wie bereits beschrieben - nicht nur Vorteile durchs Hirn sondern auch viele Zweifel, Ängste und Gründe weshalb es einfach nur eine schlechte Idee sein könnte.

Dennoch gebe ich Gedanken die Chance gedacht zu werden. Die Idee aber nun mit der Bibel zu vergleichen scheint doch etwas lächerlich.

Antwort
von DerServerNerver, 11

Ich würde es auch nicht tun, weil für mich die genannten Nachteile überwiegen bzw. ich es einfach blöd finde als Erwachsener bei den Eltern zu wohnen.

Kannst du demnächst bitte kommentieren, wie du dich entschieden hast?

Antwort
von lasterfahren, 19

niemals - für kein geld der welt würde ich meine eltern ins haus nehmen, noch die eltern meines lg. die dürfen sich gerne ihr eigenes haus zulegen, sie dürfen sich gerne in der nähe niederlassen, aber man lebt sein eigenes leben. ich würde das nicht tgl. wollen und irgendwie will man als familie ja auch seine ruhe haben und sich so richtig entfalten wollen, ohne ständig die altvorderen vor der nase haben zu wollen, egal wie gut man sich versteht und wie lieb man sich hat.

jeder sein haus, 5-6 eingänge getrennt ist perfekt und mindestabstand. ein umzug von 200 km käme nicht in frage. warum kommen die altvorderen nicht zu euch? weiterhin warum arbeit aufgeben, so schnell findet sich dann vor ort keine arbeit.

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