Was sind die verbundenen Probleme vom "politischen Islam"?

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7 Antworten

Die Frage ist schief gestellt - und zwar gleich doppelt.

1.Es soll doch wohl heißen:
"Welche Probleme sind mit dem 'politischen Islam' verbunden?"

Und
2., wie Nooh48er weiter unten richtig schreibt, ist der Islam insgesamt und vom Grunde her politisch, da er eine gesamtgesellschaftliche Ordnung anstrebt. Du kannst also, auch wenn das euer Lehrer vielleicht gern anders sehen möchte, weil es dann daneben noch den "guten unpolitischen" Islam gäbe, das Wort "politisch" in deiner Frage ruhig streichen.

Natürlich politisiert nun nicht jeder Moslem, es gibt auch dort - wie bei den Christen - laue Gläubige und solche, die ihren Glauben ernst und das heißt leider den Koran wörtlich nehmen.
Sog. "liberale" Muslime haben dagegen keine Chance, weil man ihnen immer wieder das Abweichen vom Gotteswort nachweisen könnte.
Deswegen wäre es auch wünschenswert, dass diese Religion, statt sie per  vergeblicher Herumdokterei an ihr solange aufzupolieren, bis sie mit freiheitlichen Werten und freiheitlicher Lebenspraxis kompatibel wäre, schnellstmöglich von der Bildfläche verschwindet.

Ich weiß, leider ein "frommer" unfrommer Wunsch.  Es wird auf unserem Planeten noch längere Zeit sehr ungemütlich bleiben, und es sieht ja so aus, als sollten sich die Dinge eher noch zum Schlechteren wenden, denn immer größere Teile unseres Planeten scheinen sich den Zuständen anzunähern, die wir aus islamischen bzw. islamisch geprägten Ländern kennen.

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Zunächst einmal ist der Islam an sich politisch, nur muss man erstmal schauen was Politik im eigentlichen Sinne ist. Im Duden wird der Begriff wie folgt erklärt: "auf die Durchsetzung bestimmter Ziele besonders im staatlichen Bereich und auf die Gestaltung des öffentlichen Lebens gerichtetes Handeln von Regierungen, Parlamenten, Parteien, Organisationen o. Ä." 

Da der Islam eine Lebensordnung (Din, arabisch für Gericht) darstellt, und alle Bereiche des Lebens regelt, ist er folglich auch politisch. Außerdem sagt Allah im Qur'an sinngemäß:

„Nein, bei deinem Herrn, sie sind nicht eher Gläubige, bis sie dich zum Richter über alles erheben, was zwischen ihnen strittig ist, sie sodann in ihren Herzen keinen Argwohn gegen deine Entscheidung hegen und sich vollends ergeben.“(Sura Al-Nisa, Aya 65)

Auch sagt Er:

So richte zwischen ihnen nach dem, was Allah herabgesandt hat; und folge nicht ihren Neigungen, und sei vor ihnen auf der Hut, auf dass sie dich nicht von einem Teil dessen abbringen, was Allah zu dir herabgesandt hat.“

 (Sura Al-Ma’ida, Aya 49)

Und Er sagt:

„Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, so sind das die Ungläubigen (Kafirun) […]. Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, so sind das die Ungerechten (Dhalimun) […]. Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, so sind das die Frevler (Fasiqun).“ 

(Sura Al-Ma’ida, Aya 44-47)

Hier wird deutlich, dass der Prophet bzw. Allah(da der Prophet durch Offenbarung handelte) zum Richter ernannt und somit der Islam als Lebensordnung und Gesetzgebung von den Muslimen umgesetzt werden muss.

Die Pflicht des Kalifates bzw. Islamischen Staates nach dem Leben des Propheten Muhammad (Friede und Segen auf ihm) spricht unter anderem der folgende Hadith. Die Pflicht

Imam Muslim überliefert von Abu Hazim, der sagte:

Ich war fünf Jahre bei Abu Huraira und ich hörte ihn über den Propheten (s.) berichten: „Das Volk Israel wurde von Propheten betreut. Immer wenn ein Prophet starb, folgte ihm ein anderer. Nach mir wird aber kein Prophet mehr sein. Es werden jedoch Kalifen kommen, und deren Zahl wird groß sein. Man fragte ihn: Und was befiehlst du uns? Er antwortete: Erfüllt die Bai’a (Treueeid) des jeweils Ersteren und gebt ihnen ihr Recht, denn Allah wird sie über das ausfragen, was er ihnen in ihre Obhut gelegt hat.“ 

Die Pflicht für das Kalifat ist somit auch Eindeutig bewiesen.

Der Islamische Staat hat bereits über 1300 Jahre (622 - 1924) existiert. Offensichtlich ist der Politische Islam also kein Problem. Der Grund wieso dies jedoch immer wieder behauptet wird, ist weil der (polit.) Islam eine Ideologie darstellt und somit direkt in Konkurrenz steht mit dem Kapitalismus. Die Gründung eines neuen Kalifats (nicht IS), wäre somit eine ideologische Bedrohung des Westens und wird daher auch mit größtem Aufwand versucht zu verhindern. Der "moderate" oder "liberale" Islam ist daher auch nur eine Idee des Westens, die dazu beitragen soll die Muslime vom Islam als Lebensordnung zu trennen, so dass sie sich höchstens noch dem spirituellen Teil witmen und den Islam als Angelegenheit für sich sehen und kein Problem damit haben, wenn Menschen die Gesetze selbst erlassen(,was einen aus dem Islam ausschließt).

PS: Das ein Muslim die Gesetze, die von Menschen erlassen werden, für falsch empfindet, bedeutet nicht, dass er sich nicht an sie halten muss. Muslime die in nichtmuslimischen Staaten, wie die Muslime in Deutschland, leben, sind gemäß der Sharia sogar dazu verpflichtet sich an die Gesetze, die ihn in seinen islamischen Pflichten (Gebet, Fasten, Heirat statt Beziehung, etc) nicht einschränken, zu halten. 

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Kommentar von earnest
24.02.2016, 07:17

Aus den vielen Worten läßt sich ableiten: Hier wird die Errichtung eines islamischen Staats gefordert.

Mit anderen Worten: In diesem Beitrag wird die Scharia eingefordert. Damit stehen die Gesetze der Scharia ÜBER den Gesetzen, die in diesem Staat herrschen. 

Noch klarer gesagt: Mit dieser Haltung outet sich der Schreiber/die Schreiberin als Islamist(in) und Salafist(in).

(Den ersten Satz nach dem "P.S." halte ich für Schminke, die die wahren Absichten verhüllen soll.)

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Nun eine sehr gute Frage;

Also es gibt ja wie du sicherlich weiß verschiedene Praxen der Ausübung dieser Religion.

Die einen die sehr streng gläubig sind und so versuchen genau ihrer Religion zu folgen,

die zweite Gruppe ist diese die absolut streng nach dem Koran ihren Lebensstil und ihre Religionsausübung praktizieren ohne Kompromisse wenn und aber (fundamentalistisch)

die dritte Gruppe ist die, die den alten Islam bevorzugt und sich ebenfalls versucht fundamentalistisch daran zu halten und auch durchzusetzen.

die letzte Gruppe ist die die etwas lascher in der Ausübung ist und auch andere Glaubensgemeinschaften toleriert und respektiert.

Diese Gruppen sind sich einfach nicht einig welche von den Praxen die richtige ist, was wiederum zu Konflikten zwischen den Glaubensgemeinschaften führt.

Zur allgemeinen Politik der Länder versucht einfach jeder soviel Territorium wie nur möglich einzunehmen um so einen besseren Status und ihren Machteinfluss zu erweitern zu können. Unter anderem spielen die natürlichen Ressourcen und das umkreisen Russlands seitens Amerika auch hier eine fundamentale Rolle. Amerika braucht einen Weltkrieg um Ihre Wirtschaft wieder voll anzukurbeln.   ---Dieser Teil ist eine rein subjektive Meinung---.

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Kommentar von Nooh48er
23.02.2016, 23:39

Das ist vollkommener Unsinn, da jeder Muslim als Fundament den Islam hat und somit Fundamentalist sein müsste. Des weiteren schließt das nicht aus, dass man anderen Leuten ihre Religion lässt. Im Islamischen Staat (622-1924) haben zu jeder Zeit Juden, Christen oder andere Glaubensgemeinschaften gelebt.

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Die Frage ist relativ einfach und kurz zu beantworten.

Der Islam wird im politischen System fundamentalistisch gelebt und praktiziert. Man richtet sich dabei nicht nur nach dem Koran, sondern auch nach der Sunna (Überlieferung). Da Koran und Sunna zu Zeiten des Mittelalters entstanden sind, ist der politische Islam in seiner Darstellung gleichsam mittelalterlich. 

Dies sieht man dann schon anhand der Rechtssprechung mit Strafausübung.

Der politische Islam ist somit von seiner Natur in Konfrontation zu den Systemen der Neuzeit.

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Der Koran ist Gotteswort, da darf nicht ein Buchstabe geändert werden und darin steht,"Euch ist der Kampf vorgegeben bis die Welt Allah gehört und wenn ihr dabei getötet werdet, dann kommt ihr sofort in das Paradies und 72 Jungfrauen" und die vielen Selbstmord Mörder glauben das!!!! und die Islamisten auch,  sie leben den Koran, volle Moscheen, Kopftücher usw.

Mit solchen Vorgaben kann es keine Integration geben.

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Kommentar von sambadusch
24.02.2016, 13:09

DER ISLAM MUSS WEG!

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Kommentar von Nooh48er
24.02.2016, 13:40

Sure und Vers bitte!

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Der politische Islam strebt nach dem Weltkalifat, und das bedeutet Abschaffung der Demokratie und Errichtung der Theokratie.

Die Probleme, die dann zu erwarten sind, sind unzählbar!

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Kommentar von Maxieu
24.02.2016, 17:38

Richtig. Und der Islam ist politisch!

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Das Hauptproblem: Die Etablierung eines politischen Islams in einem Land bedeutet die Abschaffung von Demokratie - also z.B. von Menschenrechten und Meinungsfreiheit.

Der IS ist ein warnendes Beispiel.

Gruß, earnest

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Kommentar von Nooh48er
24.02.2016, 13:37

Menschenrechte und Meinungsfreiheit sind Begriffe mit denen gespielt wird. 

Wo sind die Menschenrechte, wenn in den z.B. Menschen für Kapital-Verbrechen Jahre in den Knast gehen und vielleicht sogar vergewaltigt werden, während Vergewaltiger Bewährung bekommen oder als "unzurechnungsfähig" abgestempelt werden?

Wo ist die Meinungsfreiheit, wenn jmd der Probleme mit Juden/Israel äußert als Antisemit dargestellt wird, aber jmd der den muslimischen Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihm, beleidigt als "Islamexperte" oder "Islamkritiker" respektiert wird?

Und der IS ist eine Terrormiliz, die mehr Muslime als alles anderes tötet, und kein Islamischer Staat. Um das zu wissen müsstest du dich allerdings aufrichtig mit dem Thema beschäftigen und nicht einfach den Medien nachplappern.

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Kommentar von DerAusDemOrient
25.02.2016, 23:32

İmmer amüsant deine Antworten zu lesen Mr. Earnest lg

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