Frage von DBKai, 121

Was sind die schlimmsten Angstszenarios die euch einfallen?

Was sind eure schlimmsten Ängste? Was ist das absolut Schrecklichste, dass ihr euch in euren Gedanken ausmalen könnt? Wurdet ihr schon mal mit euren Ängsten konfrontiert? Konntet ihr auch schon einmal bestehende Ängste überwinden (Angst vor Katzen, Hunden, Pferden? Angst vor Zurückweisung?)

Was sind eure kleineren Sorgen/Ängste und was sind große Ängste? Woher kommt eure Angst? Ist sie begründet? Habt ihr schon schlechte Erfahrungen gemacht? Was würde im schlimmsten Fall passieren?

z. B. Eine schlimme Angst wäre zum Beispiel die Angst vor dem "ertrinken". Man stelle sich vor, dass man mitten in tiefschwarzer Nacht im Zentrum irgendeines Ozeans über Bord geht (keinem fällt es auf) und um einen herum nichts als nur Wasser... Es ist also von vorne herein unmöglich etwas zu finden, woran man sich festhalten kann oder eine Weile zu schwimmen, damit man an Land kommen kann... es ist dunkel und kalt... die Lage ist also völlig ausweglos/ ohne jede Hoffnung! Untergehen wird man trotzdem nicht sofort... das wäre eine schlimme Situation....

Auch das, was die Leute in dem Film SAW durchstehen sollen ist eine unvorstellbar schlimme Lage... Selbst wenn man da lebend heraus kommt ist man für den Rest seines Leben vollkommen traumatisiert! Es kann nicht mehr so weiter gehen, wie zu der Zeit als man noch ein Kind war und vielleicht viele positive Erfahrungen gemacht hat... man wird sich dadurch verändern... sicher kann man trotzdem noch versuchen gut weiterzumachen - das Beste selbst aus dieser Lage zu machen... die Erinnerung bleibt trotzdem haften...

Antwort
von Woelfin1989, 12

Das Schlimmste, was mir bisher passiert ist, was der Selbstmord meines Bruders. Seitdem habe ich große Angst, wieder einen wichtigen Menschen zu verlieren, ganz besonders mein Kind.

Auch habe ich sehr große Angst vor dem, was momentan in Syrien passiert. Wenn ich die Nachrichten lese, könnte ich nur noch heulen, so schlimm finde ich es, was den Menschen dort angetan wird. Dann denke ich immer daran, dass es ja reines Glück war, dass ich in Deutschland geboren wurde. Genauso gut hätte es mich treffen können. Ich hoffe, dass die Welt bald zum Frieden findet (auch, wenn dieser Wunsch utopisch ist, ich wünsche es mir sehr), dass niemand mehr leiden muss und dass ich selbst niemals einen so schrecklichen Krieg erleben muss.

Naja, und dann hab ich noch Angst vor dem Tod und einem schmerzhaften Sterben, verbrennen oder ertrinken z. B.

Außerdem hab ich Klaustrophobie, so ganz allgemein. ^^

Ziemlich viele Ängste, wenn ich so drüber nachdenke.

Wovor ich dafür keine Angst habe, sind finanzielle Dinge oder sowas wie Spinnen oder so. :D

Kommentar von DBKai ,

wieder einen wichtigen Menschen zu verlieren, ganz besonders mein Kind.

Hast du Angst, dass dein Kind auch Selbstmord begehen könnte? Oder dass es einen Unfall haben könnte? Ein Unfall kann ja jeden Tag passieren... eine Garantie, dass alle Menschen, die man gerne hat, morgen auch noch da sind, gibt es nicht (es können immer unvorhergesehene Dinge passieren)... Solange man aber zusammen ist, kann man die schöne Zeit genießen....

Ich hoffe, dass die Welt bald zum Frieden findet (auch, wenn dieser Wunsch utopisch ist, ich wünsche es mir sehr), dass niemand mehr leiden muss und dass ich selbst niemals einen so schrecklichen Krieg erleben muss.

Da teilen wir die gleiche Hoffnung. Wenn es eine Alternative (Gespräche) zu Gewalt gibt und diese Alternative (Gespräche) von immer mehr Menschen auch praktiziert/gelebt wird, dann kann Frieden und Gerechtigkeit vermutlich schon auch mal erreicht werden...

Wovor ich dafür keine Angst habe, sind finanzielle Dinge oder sowas wie Spinnen oder so. :D

Echt nicht? Alle möglichen Spinnenarten könnten also auf deinem Arm herumkrabbeln oder dir in der Nacht in den Mund krabbeln, ohne das es dich erschrecken würde? Wie ist es mit Giftspinnen? Wenn du locker bleibst, ist es vielleicht möglich, dass die dir nichts tut...

Finanzielle Dinge... du hast also keine Angst vor Armut? Bei uns gibt es ja derzeit noch so etwas wie die Versorgung von armen Menschen.... Armenküchen, etc... aber wenn da ein paar wenige Menschen ihre Macht in den oberen Reihen missbrauchen, dann könnten die das abschaffen, wenn sie nicht demokratisch und zum Wohle aller vorgehen... Auch Geldmangel kann wieder zu Existenzängsten führen... Man braucht nicht übertrieben viel davon, aber so viel, dass man über die Runden kommen kann alle mal... fühlt sich jedenfalls besser an...

Kommentar von Woelfin1989 ,

Nein, erstmal ganz allgemein. Mein Kind ist noch zu klein für Selbstmord, derzeit sind es eher so ganz unspezifische Ängste (Unfälle, Krankheiten, Kinderschänder, ...) aber die sind natürlich nicht so, dass sie meinen Alltag beeinflussen, sondern eher unterschwellig. Ich kann mein Leben trotzdem genießen.
Das muss man ja auch. Wenn man die ganze Zeit daran denkt, was alles Schlimmes passieren könnte, wird man ja verrückt.

Es kann immer was Schlimmes passieren, das stimmt. Bis zum Tod meines Bruders war der Tod für mich aber was weit Entferntes. Klar, man fürchtet ihn schon irgendwie aber er war theoretisch, abstrakt. Und auf einmal war er dann ganz real. Da wurde mir erst richtig bewusst, wie schnell es vorbei sein kann.
Ich denke, Suizid ist vielleicht auch nochmal was anderes, als ein Unfall oder eine Krankheit, die man nicht verhindern kann. Bei Suizid fragt man sich immer, ob man was falsch gemacht hat, ob man ihn hätte verhindern können etc.

Naja, also essen möchte ich jetzt keine lebende Spinne. :D Aber ich hab kein Problem, sie mit der Hand einzusammeln und nach draußen zu tragen (auch die dicken fetten :D).

Das mit dem Finanziellen ist vielleicht auch so eine Sache, die ich mir nicht vorstellen kann, vielleicht hab ich deshalb (noch) keine Angst. Das erscheint mir derzeit zu weit entfernt. Bisher bin ich immer irgendwie klar gekommen und konnte auch mit 300 € im Monat ganz gut überleben, bin recht genügsam. ^^

Im Alter, wenn man auch gesundheitlich nicht mehr so fit und auch nicht mehr so flexibel ist, ist das wahrscheinlich wieder was anderes.

Antwort
von Mell1990, 7

Wenn du dich wunderst warum ich schon wieder antworte....ich mag deine Fragen und deine Antworten.
Wie kommt es zu solchen Fragen/Antworten ?

Also eigentlich habe ich nur eine große Angst. Ich habe angst meinen Freund zu verlieren, dass er irgendwann keine lust mehr auf mich hat. Eigentlich sind wir in einer sehr glücklichen Beziehung aber auf der anderen Seite kann muss man das glauben was der Partner sagt. Gedanken kann niemand lesen.
Wir haben uns einmal so sehr gestritten, dass ich dachte jetzt ist es vorbei und er war sich auch nicht sicher ob er mich nochmal sehen will.
Das war etwa vor 7 Monaten.

Ansonsten habe ich angst/ ekel vor Spinnen und Zahnärzten.

Angst vor dem Tod habe ich keine, höchstens vielleicht etwas angst vor dem sterben.
Erfrieren, ertrinken, ersticken ist sehr unwahrscheinlich. Dann sollte man eher angst vor Autounfällen oder Haushaltsunfällen haben

Kommentar von DBKai ,

Wenn du dich wunderst warum ich schon wieder antworte....ich mag deine Fragen und deine Antworten.
Wie kommt es zu solchen Fragen/Antworten ?

Wow - ein Fan. Ich fühle mich geschmeichelt... Ich hab in letzter Zeit einiges erlebt, dass mich sehr beschäftigt hat (auch gefühlsmäßig nicht kalt gelassen hat)... und ich hab mich halt schon gefragt, warum es überhaupt so weit gekommen ist... und ob das überhaupt sein müsste - geht es nicht auch anders? Gibt es wirklich keine friedliche Lösung und kann man Gerechtigkeit nicht nach und nach entstehen lassen? Eine Frage der Zeit und der Kommunikation?

Also eigentlich habe ich nur eine große Angst. Ich habe angst meinen Freund zu verlieren, dass er irgendwann keine lust mehr auf mich hat. Eigentlich sind wir in einer sehr glücklichen Beziehung aber auf der anderen Seite kann muss man das glauben was der Partner sagt. Gedanken kann niemand lesen.
Wir haben uns einmal so sehr gestritten, dass ich dachte jetzt ist es vorbei und er war sich auch nicht sicher ob er mich nochmal sehen will. Das war etwa vor 7 Monaten.

Verständliche Angst... Wenn man aufhört in eine Beziehung zu investieren, lebt man sich ja gewissermaßen "auseinander".. andererseits kann man in einer tiefen Beziehung auch über lange Zeit getrennt sein und trotzdem aneinander fest halten... Ich habe Angst überhaupt nie einen Freund zu finden, der mich mehr liebt als Froot Loops! Aber gut - bleib ich eben Solo und such mir zumindest ein paar "Freunde" zum abhängen... Ja - man muss es fast glauben, was der Partner sagt... aber man sieht es auch an seinem Verhalten/ seinen Aktionen... wenn jemand sagt "ich liebe dich" und danach immer Sex oder irgendetwas anderes (Geld?) haben will, ist es fraglich... wenn er nicht sagt, dass er dich liebt aber dir hilft, wenn du Hilfe brauchst... sich für dich und eure gemeinsame Zukunft interessiert und immer wieder in die Beziehung investiert, merkt man schon eher, worum es ihm zu gehen scheint... es kommt auch immer darauf an, was nun im "Spiel und Spaß" gesagt wird und was im "ernst" gesagt wird (Warum macht/sagt der das jetzt? Was geht in ihm vor?)... Es ist nicht immer leicht zu unterscheiden und auf alles drauf zu kommen... Aber ich glaube, man fühlt es auch, wenn es jemand gut mit einem meint... Die Frage ist: Hat er irgendeinen Vorteil durch eure Beziehung? Außer die Freude am zusammen sein und gemeinsame Momente teilen - die Beziehung sollte schon in Balance sein (klar kann man jemanden hin und wieder oder auch oft mit Geschenken überschütten - aber Geschenk ist Geschenk und bedarf keiner Gegenleistung - die Person sollte ein Geschenk eigentlich auch zu schätzen wissen, da es ja nicht selbstverständlich ist)? Aus welchen Motiven schenkt mir die Person etwas? Hat sie etwas davon (Hintergedanken)? Man kann ja wirklich alles hinterfragen... schadet wohl nicht... Streit kommt immer wieder mal vor.. ich hab mich auch schon mit Menschen, die ich eigentlich sehr mochte, schlimm gestritten.. gab aber auch immer gute Gründe dafür... Entweder du meldest dich... er meldet sich... oder ihr lasst die Beziehung im Sand verlaufen... wenn euch der Kontakt nicht gut tut und unglücklich macht, dann ist es auch besser so... sonst kann man ja "versuchen"...

Angst vor dem Tod habe ich keine, höchstens vielleicht etwas angst vor dem sterben.
Erfrieren, ertrinken, ersticken ist sehr unwahrscheinlich. Dann sollte man eher angst vor Autounfällen oder Haushaltsunfällen haben

Mit der Angst vor dem Tod meine ich wohl auch, wie man stirbt... es ist schon mies, wenn man vorher stark und lange Leiden muss...

Wenn man Angst vor Haushaltsunfällen oder Autounfällen hat, dann kann man auch bald nichts mehr machen... denn es kann einem immer ein Unfall passieren (auch als Fußgänger oder Radfahrer)... man kann vorsichtig und besonnen vorgehen, aber ein Restrisiko bleibt... Es kann einem ja auch jeden Tag ein Komet auf den Kopf treffen und aus ist es...

Kommentar von Mell1990 ,

Ja richtig, deswegen versteh ich auch nicht ganz warum manche vor dem fliegen angst haben. Das da was passiert ist sehr sehr selten. Klar sind die Folgen schlimmer aber Autounfälle usw passieren jeden Tag.

Kommentar von DBKai ,

Fliegen ist man einfach nicht so gewöhnt, wie Auto fahren... Auto fahren tut man so oft und nichts passiert... Fliegen tut man nur selten...  Deshalb tippe ich hier auf Gewöhnung. Wenn ich mit etwas vertraut bin, dann fühle ich mich auch sicherer damit... Wenn ich zum ersten Mal Auto fahre, bin ich nervös... weil ich mich noch nicht so auskenne und ja etwas Schlimmes passieren könnte... Je öfter ich Auto fahre, desto automatischer mache ich alles... es ist gar nicht mehr mit Anfängen zu vergleichen..

Antwort
von Woelfin1989, 7

Oh, mir fällt noch was ein. :D

Ich lag mal eine Nacht auf der Intensivstation und eine "einfühlsame" Ärztin sagte mir ziemlich deutlich, dass die Chancen, dass ich sterben werde, sehr hoch seien.

In der Nacht hatte ich echt die Hosen voll.

Antwort
von karinili, 43

Ich habe Angst vor meinen Erinnerungen.

Das mag jetzt komplett banal und abgehoben klingen, aber es ist so. Was du beschreibst, sind Urängste des Menschen, die sich aber meiner Meinung nach relativieren, wenn man schlimme Dinge erlebt.

Ertrinken ist für mich (!) keine Angst, weil ich keine Angst vor dem Tod habe. Evolutionstechnisch ist der Drang sich selbst zu erhalten natürlich gut. Wenn wir Angst haben, vollbringen wir ungeahntes, um der Gefahr zu entkommen. Angst ist also da um sich aus lebensbedrohlichen Situationen zu befreien. Wenn man aber keine Angst vor dem Tod hat, braucht man sich auch nicht um den Gedanken scheren, was wäre wenn ich ertrinken/ersticken würde.

Warum ich so einfach sagen kann, dass ich Angst vor meinen Erinnerungen habe, ist, weil ich Dinge erlebt habe, die ich niemanden wünschen würde zu erleben. Missbrauch und Gewalt in der Kindheit sind ein Terror, der mir nach wie vor schlaflose Nächte bereitet. Wenn man nachts aufwacht und das Herz rast, weil man davon wieder und wieder in seinen Träumen verfolgt wird. Unschön ist ein reichlich unpassendes Wort dafür.

Kommentar von schokocrossie91 ,

Den Daumen hoch gebe ich dir, weil ich das (leider) nur allzu gut nachvollziehen kann.

Kommentar von violatedsoul ,

Schon mal eine Therapie deshalb gemacht?

Kommentar von karinili ,

3 Jahre lang. Hat absolut nichts gebracht.

Kommentar von DBKai ,

Keine Angst vor dem Tod? Egal unter welchen Umständen und wie langwierig der Prozess auch sein mag? Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass der Prozess des Ertrinkens angenehm ist...

Wenn man nicht an den Tod denkt... bzw. erkennt, dass man ihm so oder so nicht entgehen kann, dann wird man wohl das Beste aus seinem Leben machen wollen... qualvoll sterben kann man so oder so...

Angst und Mut bewirken gigantische Kräfte.. Nur wann weicht die Angst und wann triumphiert der Mut? Wann ist es Angst und wann ist es Mut? Warum ist der eine mutig und der andere nicht? Muss man immer mutig sein oder kann man auch mal wegrennen?

Missbrauch und Gewalt kommt derzeit noch oft auf der Welt vor... hoffentlich kann das endlich mal überwunden werden... Frage ist immer: Warum ist es überhaupt dazu gekommen? Warum hat die andere Person das gemacht? Hatte sie Angst? Und wenn ja - warum und worum? Was hätte sein müssen, damit es nicht dazu gekommen wäre?

Kommentar von karinili ,

Wie gesagt, ich denke anders darüber. Ich für meinen Teil sehe den Tod nicht als etwas Schreckliches oder etwas vor dem man Angst haben muss, sondern mehr als eine Art Befreiung (soll nicht heißen, dass ich an Suizid denke oder Freitod befürworte).

Ich sehe es wie du. Im Hier und Jetzt leben. Was danach kommt, kann dir niemand sagen und bringt dir auch nichts es jetzt zu wissen. Wir haben keinen Einfluss darauf.

Allerdings würde ich Angst und Mut nicht in einen Topf werfen. Mut ist es für mich, die Angst zu überwinden. Keine Angst in gewissen Situationen oder vor gewissen Folgen ist dann wieder Leichtsinn. Ob Mut oder nicht hängt oftmals von der inneren Motivation und Einstellungen ab. Es ist leicht mutig zu sein, wenn man für sich entschließt, dass das was passieren könnte, wenn man nichts tut schlimmer ist, als das was passieren würde wenn man etwas tut.

Deine letzten Absatz halte ich allerdings für kompletten Bullsh***. Wovor hat jemand Angst, der jemanden misshandelt und sexuell missbraucht? Zumindest in meinem Fall ging es um reine Machtausübung. Wenn man sich eine willkürliche Person herauspickt, die vielleicht gerade in irgendein Schema X passt, dann sucht man sich die Person nicht aus, weil man Angst vor ihr hat, sondern weil man aus irgendeinem Grund glaubt, diese Person könne sich nicht wehren. Man nimmt sich praktisch das Recht einer anderen Person zu schaden. Und das hat meiner Ansicht nach absolut niemand. Den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen würde bedeuten das ach-so-zivilisierte Faustrecht zu durchbrechen. Und bis die Menschheit an diesem Punkt ist, wird es noch dauern. Wenn er überhaupt irgendwann erreicht wird…

Kommentar von DBKai ,

Wovor hat jemand Angst, der jemanden misshandelt und sexuell missbraucht?

Kommt auf die Umgebung an... Wenn da viele Menschen um einen herum sind, die ihre Interessen mit Gewalt durchsetzen, weil ihnen sonst kein anderer wirkungsvoller Weg einfällt... dann muss man sich selber auch gut ausrüsten (Notwehr, Verteidigung?)... Wenn man in einer Umgebung ist die zum Großteil ohne Gewalt aber dafür mit Gesprächen über die Runden kommt, ist das wieder unnötig... -

Misshandlung? Es gibt Leute die Tiere schlimm misshandeln... aber ich glaube z. B. nicht, dass diese Menschen glücklich sind mit ihrem Leben.. Vielleicht fehlt ihnen ein Sinn im Leben oder die Hoffnung auf eine schöne Zukunft...  noch dazu könnte er ja mal etwas angestellt haben.. und wenn er jetzt von Feinden umgeben ist, dann werden die ihn wegen kleinsten Vergehen nicht mehr achten... also wird er sie geheim halten oder auf andere abschieben... und das tut ja alles nicht gut...  er hat also z. B. Angst das etwas ans Licht kommt, was einem positiven Weiterverlauf seines Daseins im Wege stehen könnte... bevor er dran ist (aufgedeckt wird), droht er der anderen Person also mit Misshandlungen oder schlägt auch wirklich mal zu. Wenn es eindeutig ist, dass er etwas angestellt hat, ist er gewissermaßen sowieso schon verloren und kann angeblich nicht mehr umkehren... dann wird es richtig schlimm... denn dann wird er seinen schlechten Weg ungeniert weiter verfolgen ("Er kann ja nicht mehr zurück - nicht mehr umkehren!" - was nicht der Fall sein sollte - man sollte IMMER umkehren können - egal was passiert ist). Da er dann ein waschechter Bösewicht ist, wird er seinen weiteren Lebensweg dadurch bestreiten, dass er anderen Menschen ANGST macht... sie bedroht...

Sexueller Missbrauch - keiner will mich haben - keiner berührt mich freiwillig (muss ja nicht gleich sexuell sein! - ein wenig Nähe dann und wann wünscht sich wohl jeder? Ein paar Streicheleinheiten?)... da gibt es nichts/kaum etwas Schönes in meinem Leben... mein Leben ist bedeutungslos...

Wenn es keine negativen Konsequenzen hat, wenn man jemanden vergewaltigt, dann kann es auch so weit kommen... eine Vergewaltigung ist ja in vielen Ländern (patriarchale Strukturen) mehr das Problem für die vergewaltigte Frau, als für den Vergewaltiger... "Ist ja nur eine Frau" "Die soll sich freuen, dass ich das mit ihr mache." "Die braucht das." "Ich zeige ihr, wer der Mann ist." Das sind blöde Aussagen... ich glaube, dass diese Leute auch keine Ahnung (keine Einfälle) haben, wie sie auf friedlichen Weg an Zärtlichkeit, Nähe, Liebe und eine schöne Zukunft kommen können... Die reden ja oft alle nicht viel miteinander und hinterfragen viele Dinge gar nicht erst... eben weil sie auch Angst haben, dass das schlecht ankommt und einem guten Weiterverlauf ihres Lebens im Wege stehen könnten...

Deshalb werden auch Mobbing-Opfer gebildet - solange er/sie der Buh-Mann ist, kann man sich selber noch einigermaßen sicher fühlen... wer steht schon gerne auf der Abschussliste? Wenn alle zusammen halten und man über alles ungeniert reden kann, wird man da wohl viel lockerer sein... Es hat damit zu tun: Bin ich ein geachtetes wertvolles Mitglied der Gruppe, die sich für Besserung einsetzt? Oder macht man jeden Tag dasselbe - ohne Fortschritt und wartet/sucht nur nach Fehlern... und wenn man dann einen Fehler gefunden hat, der häufig nicht mit Absicht gemacht worden ist, dann ist man gebrandmarkt, statt das man darüber spricht, warum es überhaupt so weit gekommen ist! Man wird wie ein Schwerstverbrecher behandelt... ist "verloren"... und kann auch nicht mehr umkehren, egal was er dann macht.. Wenn man mal "verloren/ gebrandmarkt" ist, wozu dann noch leben? So können Selbstmord-Attentäter entstehen... diese Leute kommen garantiert nicht aus einer freundlichen Umgebung, in der man über alles offen reden kann und Lösungen sucht...

Warum braucht man Macht? Macht über sich selbst - ok. Aber Macht über anderer? Weiß diese Person nicht, wie sie auf andere Weise (guten Weg) ihre Ziele verfolgen kann? Welche Alternativen hat sie? - Was würde passieren wenn sie keine Macht ausüben würde - könnte sie sich dann durchsetzen? Würde dann etwas Schlimmes passieren? WARUM?

Kommentar von DBKai ,

TEIL 2 meiner Antwort

Wenn man sich eine willkürliche Person herauspickt, die vielleicht gerade in irgendein Schema X passt, dann sucht man sich die Person nicht aus, weil man Angst vor ihr hat, sondern weil man aus irgendeinem Grund glaubt, diese Person könne sich nicht wehren. Man nimmt sich praktisch das Recht einer anderen Person zu schaden.

Stimmt - man sucht sich die Person nicht aus, weil man Angst vor IHR hat, aber weil man Angst hat, sonst selber Opfer zu werden... Damit ich nicht zum Opfer werde, brauche ich eine andere Person, die diese Rolle übernimmt. Die Person will ja nicht selbst auf der Abschussliste landen und wenn man nicht auf Augenhöhe redet, endet es eben so. Wenn man nur mehr von Feinden umgeben ist, dann kann man sich nicht wehren. Du kannst dann etwas in normalem Ton sagen und alle anderen sagen gegen dich aus: "Du hast geschrien." - da hat man dann Pech gehabt... Wenn man von Freunden umgeben ist, dann wird so etwas nicht passieren, weil man ja über alles offen reden kann und Lösungen sucht um Probleme aus der Welt zu schaffen. Es ist nicht in Ordnung, wenn man sich das Recht nimmt einer anderen Person zu schaden - aber diese Leute haben wohl wirklich Angst, dass - wenn sie es nicht tun - sie selber "dran" sind. Existenzangst.

Den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen würde bedeuten das ach-so-zivilisierte Faustrecht zu durchbrechen. Und bis die Menschheit an diesem Punkt ist, wird es noch dauern. Wenn er überhaupt irgendwann erreicht wird…

Faustrecht durchbrechen finde ich auch wichtig und gut.

Digimon-Song: "In tausend Jahren werden wir vielleicht ohne Streit - gewaltlos durch das Leben gehen!"

Kommentar von DBKai ,

Der Digimon-Song heißt: "Jetzt ist es soweit"

Kommentar von DBKai ,

Teil 3

Wie gesagt, ich denke anders darüber. Ich für meinen Teil sehe den Tod nicht als etwas Schreckliches oder etwas vor dem man Angst haben muss, sondern mehr als eine Art Befreiung (soll nicht heißen, dass ich an Suizid denke oder Freitod befürworte).

Ich lebe gerne (noch)... und es kommt darauf an, wie man stirbt... wenn man leidet, dann ist der Tod etwas befreiendes... wenn man aber gerade in der Blüte seiner Jahre steht, dann ist der Tod schon auch schade... und lieber ein kurzer und möglichst schmerzloser Tod als ein qualvoller.

Ich sehe es wie du. Im Hier und Jetzt leben. Was danach kommt, kann dir niemand sagen und bringt dir auch nichts es jetzt zu wissen. Wir haben keinen Einfluss darauf.

Wie die Zukunft aussieht, kann man schon auch ein wenig beeinflussen... Man kann sich für gute Dinge, die weiterbestehen sollen oder eingeführt (Menschenrechte weltweit) werden sollen einsetzen! Ob mir morgen ein Komet auf den Kopf knallt, kann ich aber nicht vorhersehen... Ob ich mich morgen wieder für meine Ideale einsetze, liegt bei mir...

Mut ist es für mich, die Angst zu überwinden. Keine Angst in gewissen Situationen oder vor gewissen Folgen ist dann wieder Leichtsinn. Ob Mut oder nicht hängt oftmals von der inneren Motivation und Einstellungen ab. Es ist leicht mutig zu sein, wenn man für sich entschließt, dass das was passieren könnte, wenn man nichts tut schlimmer ist, als das was passieren würde wenn man etwas tut.

Ich glaube das kommt ganz gut hin... wenn ich ohne jede Ausrüstung und Kondition auf einen Berg klettere, ist das Risiko jedenfalls höher, dass ich abstürze (Leichtsinn), als wenn ich mich gut darauf vorbereite (Übung, Kondition) und mit Ausrüstung dort auftauche...

Im Falle von Konflikten, wäre es z. B. doof, wenn man nicht versuchen würde zu reden (zu klären, wo das Problem liegt)... Wenn eine Person einem Unrecht tut und man nicht mit ihr reden kann - wie soll man sich dann gegen sie wehren können? So werden Gewalttaten ja regelrecht provoziert...

Kommentar von karinili ,

Ich muss ehrlich sagen, ich stimme dir in vielen Punkten absolut zu (war schon selbst knapp davor das Digimon-Lied zu zitieren), aber ich kann aus meine Erlebnissen heraus, deine Argumentation gefühlstechnisch nicht nachvollziehen.

Ängst der Täter hin oder her, aber das klingt für mich immer danach, als würde man aus den Motivationen (vor allem mit Ängsten – "er hat es ja nur gemacht, damit er selbst nicht zum Opfer wurde") solche Dinge legitimieren. Es hat trotzdem niemand auch nur irgendein Recht das zu tun. Egal, mit welcher Art der Motivation. Mit der Frage der Motivation tut sich für mich nämlich die Möglichkeit der Rechtfertigung auf. Und für Missbrauch jeglicher Art gibt es kein Recht, dass das legitimieren würde.

Außerdem finde ich es eine äußerst perverse Art der Befriedingung, wenn man eine 8- bis 10-Jährige (mein Alter zu der Zeit) dafür braucht, um sich nicht als schwächste Glied in der Hackordnung/Nahrungskette zu sehen.

Aber auch wenn ich es an dieser Stelle sehr rigoros bin und auch  nicht mit mir reden lasse, kann ich auch sagen (und darauf bin ich ein bisschen stolz), dass ich mich nie dazu habe hinreißen lassen, Vergeltung zu üben. Auch wenn mir von mehreren Seiten her bereits ausreichend Gelegenheit geboten wurde…

Antwort
von maulmau, 23

Meine größte Angst ist der Tod eines nahen Angehörigen, insbesondere meiner Tochter oder meines Mannes. Ein entsetzlicher Gedanke mein eigenes Leben weiterleben zu müssen ohne diese beiden Menschen in meinem Leben, genauso wie die beiden allein lassen zu müssen, wenn mein Tod in der nächsten Zeit Eintritt und nicht erst im Alter.

"Besiegt" habe ich meine panische Angst vor Hunden. Ich kann Hunde zwar immer noch nicht leiden, aber ich wechsle nicht mehr die Straßenseite, wenn mir einer entgegen kommt :-D

Kommentar von DBKai ,

Warum ängstigt dich der Tod von Tochter und Mann? Ist es weil du sie nicht verlieren willst oder weil du sie in deinem Leben "brauchst" um gut über die Runden kommen zu können? Das gibt es ja schon beides, oder? Existenzangst? Lebensqualität-Angst? Was ist das? Ich will auch nicht das Menschen sterben... passiert leider täglich.. das Einzige was sinnvoll ist, wäre das man daran arbeitet, dass in Zukunft weniger Menschen sterben müssen...

Wenn man schon lebt, sollte man das möglichst Beste aus diesem Zustand machen - möglichst ohne dabei anderen zu Schaden. Auch wenn geliebte Menschen sterben, gibt es die Hoffnung, dass man sie wiedersehen wird (im Jenseits)... man kann sich danach selbst aufgeben aber weitermachen und für eine Veränderung zum Guten kämpfen...  wenn man allerdings nur mehr von Feinden (Menschen, die sich feindlich verhalten und mit denen man nicht reden kann) umgeben ist, dann ist das Leben eben nicht mehr lebenswert und es ist verständlich, dass man so ein Leben auch ev. beenden möchte... da es freudlos wird.. und man vermutlich nur noch wie ein Roboter von anderen benutzt wird.... Warum leben, wenn es nichts mehr gibt, worüber man sich freuen kann? Nicht Schadenfreude - wirkliche positive Freude.

die beiden allein lassen zu müssen, wenn mein Tod in der nächsten Zeit Eintritt und nicht erst im Alter.

Wenn du dann mal gestorben bist, dann kann dir das ja ziemlich egal sein - hoffentlich kommen sie auch ohne dich über die Runden und sonst seht ihr euch ja eh bald im Jenseits wieder (wenn es das Jenseits gibt)... und wenn die Lebensumstände nicht lebenswert sind und manch einer Selbstmord begeht, kann man diese Tat auch nachvollziehen... Solange man reden kann, könnte man für diverse Probleme ja eine Lösung finden... Erst wenn man nicht reden kann, sind so gut wie alle Menschen Opfer anderer Menschen... im Idealfall soll es aber allen Menschen gut gehen können... alle sollen sich wohl fühlen...

Man kann zwar nicht alle Fragen auf einen Schlag beantworten... aber nach und nach könnte man das schon auch hinkriegen....

und wenn man mal wo falsch liegt... analysiert man mal schön und findet dann hoffentlich die Wahrheit. Die Angst kann einen auch völlig daran hindern zu leben... und davon hat dann keiner etwas... Es ist schön, dass ihr euch in eurer Familie scheinbar gut versteht... aber es gibt auch Leute, die sich nicht sehr gerne haben (überfordert sind, Angst haben) und wo man froh ist, wenn ein hungriges Maul wegfällt.. es kommt halt darauf an ob Liebe da ist oder nicht? Was ist Liebe und muss man an die Liebe glauben, damit sie existiert? Fühlt man es, ob es Liebe ist? Wie funktioniert das überhaupt? Wenn es Liebe gibt, warum gibt es dann auch Krieg?

Antwort
von Kischmonsum, 54

Das schlimmste, was ich bis jetzt erlebt habe, war Schlafparalyse. Man kann nichts dagegen tun und hat gleichzeitig unbegreifliche Angst und Panik, fühlt sich als würde man sterben.

Kommentar von DBKai ,

Das kenne ich nicht... Wie kommt es dazu? Stell ich mir aber schlimm vor...

Antwort
von tabstabs, 24

Verlust von Macht/Geld/Job. Die üblichen Kleinigkeiten. Tod oder eine Phobie machen mir keine Angst.

Kommentar von DBKai ,

Es kommt ja darauf an, wie und unter welchen Umständen man stirbt... und bei der Phobie kommt es auch darauf an, woher diese Phobie kommt... Wurde man als Kind von einem Hund gebissen und hat jetzt Angst davor?

Warum hast du Angst vor dem Verlust von Macht/Geld/Job? Weil dann dein Überleben in Gefahr wäre? Angst vor dem Tod? Existenzangst?

Antwort
von dergruenebaum, 22

Das schlimmste was ich erlebt habe war der Tod meiner Eltern, den Tod eines Freundes es allgemein gesehen zu haben und als ich im Krankenhaus aufwachte 4 Leute um mich standen irgendwas an mir rumgefummelt haben und keiner ein Wort mit mir geredet hat oder mir erklärt hat was los ist 😂

Kommentar von DBKai ,

Das klingt ziemlich krass...

Genau wie bei einem Zahnarzt, der einfach seine Arbeit macht, ohne ein Wort zu reden... der fummelt einem dann im Mund herum und man weiß nicht, was als Nächstes kommt.... dann bohrt er und es tut weh... besonders weil man erschrickt, weil man damit nicht gerechnet hat... es ist schon gut, wenn die Leute mit einem auch reden...

Der Tod von Menschen die man gern hatte - die man gut und lange kannte - ist immer besonders schlimm.... Generell ist es schlimm, wenn Menschen durch Krieg oder Unfall sterben - aber bei vertrauten Menschen ist das natürlich schlimmer...

Kommentar von dergruenebaum ,

Es ist sche¡ße wenn einem nicht geantwortet wird. Ich war mir nicht wirklich sicher, ob ich überhaupt wach bin 😂

Kommentar von DBKai ,

Ich kenne ähnliches... aber wohl nicht so krass... dein Fall erscheint mir da etwas schlimmer... z. B. eben auch beim Zahnarzt... und in der Arbeit mit manchen Vorgesetzten.. mit denen es einfach nicht gut quatschen geht... und die einem aber durch ihren Führungsstil schaden und schädliche unfaire Entscheidungen über den Kopf hinweg treffen, obwohl man reden könnte (ja eigentlich erwachsen sein sollte - man ist ja kein Baby/Kind mehr- ich hätte schon gerne auch eine Stimme - ein Mitspracherecht "Einverstanden?" "Gibt es Einwände?", die man auch wirklich sagen können darf... ohne Angst haben zu müssen, schlecht anzukommen - ein guter Chef kann alles erklären: Wozu machen wir das? Sinn?)... Menschenrechtsverletzungen... Wenn andere an mir herumfummeln und herumoperieren, möchte ich schon gerne etwas zum mitreden haben... bei einer Not-OP geht es vielleicht oft mal nicht.. da braucht man dann eben eine Patientenverfügung (hast du so was? Ich nicht), was für einen okay ist und wo der Spaß aufhört..

Kommentar von dergruenebaum ,

Klar hat man einen Mund, man kann sehr wohl sagen, dass man etwas einzuwenden hat aber manchmal kann man sagen, was man möchte, denn andere Menschen sind der Meinung, dass andere über uns bestimmen müssen.

Kommentar von DBKai ,

Ja - das hab ich aber nicht so gerne... Ich bin ja schon über 18 Jahre alt und hätte schon auch gerne etwas mitzureden... ein Mitspracherecht... und selbst Kindern sollte man erklären können, warum etwas gemacht werden soll und warum etwas besser nicht gemacht werden soll...

Kommentar von dergruenebaum ,

Ja hast du recht aber das kümmert die anderen wenig. Angeblich weiß ja jeder besser, was für uns das beste ist.

Antwort
von violatedsoul, 24

Dass meinen Kindern was passiert.

Ansonsten war ich schon in der Hölle.

Kommentar von DBKai ,

Im Kapitalismus sind wir alle - so ein bisschen - in der Hölle... wenn man ganz unten ist, gibt es nur noch den Weg nach oben? (Hoffnung ahoi?)

Kommentar von violatedsoul ,

Ich meinte seelisch.

Kommentar von DBKai ,

Ich meinte damit auch "seelisch".

Kommentar von violatedsoul ,

Dazu braucht es aber keinen Kapitalismus, sondern nur Menschen mit entsprechend kaltem Verhaltens-Charakter-Potenzial.

Kommentar von DBKai ,

Und wie entstehen Menschen mit kalten Verhaltens-Charakter-Potential? Ist der schon so geboren worden oder hat ihn seine Lebenserfahrung so hart werden lassen??? Würden wir uns in einer Gesellschaft befinden, die für das Wohl ALLER arbeiten würde und in der man über alles ungeniert reden kann und Lösungen gesucht werden - Menschenrechte geachtet werden, weil man auch versteht, wozu diese gut sein sollen... dann wäre es doch völlig unnötig "kalt" zu werden... Wenn man aber freundlich ist, aber alle anderen sich feindlich verhalten und einen ausnutzen/benutzen und schaden + kein Gespräch möglich ist, dann muss man sich selber auch  mal schützen...

Deshalb liegt der Kern des Übels im Kapitalismus - denn dieser arbeitet nicht für das Wohl ALLER, sondern für das ungerecht erworbene Wohl einer Minderheit auf Kosten von einer Mehrheit, die unterdrückt und ausgebeutet wird. Natürlich geht es in so einem System nicht allen Menschen prima  - wie auch?

Kommentar von violatedsoul ,

Eigentlich wird keiner böse geboren. Vielen wird ein falsches Verhalten vorgelebt. Die Medien verbreiten ihrerseits sämtlichen Müll, der gern geglaubt wird, wenn man damit andere runtermachen kann. Und manche sind der Meinung, dass ihre Erfahrungen sie dazu berechtigt.

Wobei ich immer sage, dass man selbst durch viele schlechte Erfahrungen nicht zum Arzschloch mutieren muss. Aber jeder trifft diese Entscheidung für sich.

Ich bin in der DDR großgeworden. Offiziell wurde dort für das Wohl aller gearbeitet. Trotzdem ist dieses System gescheitert. Und jeder weiß, warum. Es gab sehr viel Gutes, vor allem das Mit-und Umeinander war um Längen besser, aber eben auch viel Negatives. Es gibt kein System, wo alles nur positiv ist. Weil es in jedem System Menschen gibt, die immer nur an sich denken. Ob die in der Regierung oder Otto Normal, wer so drauf ist, wird immer für negative Gefühle sorgen.

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