Frage von HojasAesthetic, 76

Was sind die Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Objektiven?

Hei Leute, Ich habe mit der Nikon d7100 angefangem zu fotografieren und habe mir dabei 2 Objektive gekauft. Das eine af-s 50mm 1.8 und das 35mm 1.8 dx. Jetzt möchte ich mit der fotografie selbständig machen und habe für mein Equipment + neue Kamera 5000 chf zur verfügung. Ich habe mich speziell auf die Peoplefotografie konzentriert, weil dort auch meine Leidenschaft am grössten ist. Also von Portraits für Businessleute, Privatpersonen bis zu Fashion Models und Kreative Projekte für Werbungen, hauptsächlich outdoor, aber auch indoor. Jetzt wollte ich fragen, welche Objektive bringen mir die beste Qualität und würdet ihr unbedingt in euerem Equipment dabei haben? Dann noch die Frage, ob die Qualität von einem 50mm 1.8 und einem 50mm 1.4 sich stark unterscheidet? Ich fotografie ja praktisch nie mit einer Blende von 1.4. Die Kamera die ich mir kaufen will ist die Nikon d810. Passt für mich gut, vorallem auch wenn ich dann mal Plakate ausdrucke. Habt ihr noch andere Vorschläge von Kameras die in diesem Bereich gut wären? Für die Kamera will ich ca. 2500-3000 ausgeben und für die Objektive zuerst mal 1000-1500. Den Rest für einen aufsteckbaren Blitz und evt. Studio Lampen, w.z.B das Ringlicht. (Reflektor habe ich schon).

Ich bedanke mich schon mal im Voraus und freue mich auf euer Feedback. Liebe Grüsse Oliver

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bonsaiblogger, 29

Für die Qualität eines Fotos ist alleine der Fotograf verantwortlich!

Also nur DU.

Kamera und Objektiv sind da nur das Werkzeug auf dem Weg zum guten Foto.
Dazu ist viel theoretisches Fachwissen erforderlich.
Aber auch die praktische Umsetzung ist sehr wichtig.
In der People-Fotografie ist auch sehr geschickter Umgang mit Menschen eine sehr gute Basis. Die Chemie zwischen Modell und Fotograf muß stimmen, damit man gute Fotos realisiert bekommt.

Wichtiger in der Praxis sind da Zuverlässigkeit und schneller Autofokus. Probiere die Kameras die in die engere Auswahl kommen vorher aus. Oft es subjektiv was einem persönlich besser liegt. Es gibt Fachgeschäft die haben auch eine Mietservice. Beim späteren Kauf kann man oft im Fachhandel die Mietkosten mit den Kaufkosten verrechnen lassen. Ist natürlich Verhandlugnssache. Einfach ansprechen.

Auch wenn dich hier manche als Anfänger einstufen, lass dich nicht von deinem Weg abbringen.

Ich kenne sehr viele Autodidakten unter den heutigen Berufsfotografen, die sind Spitze in ihrem Genre.

Kommentar von HojasAesthetic ,

Danke für deine Antwort. :) Eine gute Idee mit dem Mieten, werde ich auf jeden Fall machen. Ich werde auf jeden Fall auf meinem Weg bleiben egal was andere sagen! :)

Antwort
von ASRvw, 53

Mahlzeit.

Qualitative Unterschiede hast Du vor allem abhängig vom Hersteller. Hier unterscheiden sich vor allen die benutzten Gläser und deren Vergütung.

Was die Blendenwerte angeht, profitierst Du von kleinen Werten wie etwa f1.4 bei einer 50mm Festbrennweite und der daraus resultierenden Lichtstärke vor allem im mobilen Betrieb, also wenn Du schlechte Lichtverhältnisse nicht so gut kompensieren kannst, wie in einem Studio mit ausreichend Leuchten.

Für den reinen Studiobetrieb reicht für den Einstieg ein f1.8 gegenüber einem f1.4 durchaus aus, da Du im Studio in der Regel bessere Möglichkeiten hast, die Lichtverhältnisse mit Leuchten ausreichend zu korrigieren.

Für den Setup eines Sets solltest Du in Deinem Euqipment aber auf jeden Fall einen hochwertigen, externen Belichtungsmesser mit einplanen und Dich nicht nur auf den der Kamera verlassen. Das ist vor allem bei schnellen Umbauten, wechselnden Hintergrundfarben, etc. von großem Vorteil.

ASRvw de André

Kommentar von munichprint ,

Im Studio fotografiert man meistens mit Blende 8

Kommentar von BurkeUndCo ,

Was bedeutet hier "meistens" ???

Offene Blende kann häufig eine echte gestalterische Wirkung haben.

Und bei aktuellen hochwertigen Kameras kann die Blende 8 bereits Verluste durch Beugung bewirken.

Kommentar von munichprint ,

Naja, weil die Standardblende im Studio eben 8 ist. Der Rest wird durch die Lichtsetzung gemacht. Es gibt aber natürlich durchaus Einsatzbereiche, bei denen man Offenblendig fotografiert. Einen Verlust durch Beugung bei Blende 8?? Kaum. Außerdem wird das durch das Objektiv hervorgerufen und nicht durch die Kamera.

Antwort
von munichprint, 29

Deine Frage zeigt mir allerdings, das es wohl noch etwas früh ist, sich selbstständig zu machen. 

Erstmal ist es völlig egal welche Kamera du nimmst. Bei den Objektiven sind natürlich lichtstarke Objektive nützlich, wenn man oft outdoor bei schlechten Lichtverhältnissen fotografiert. Aber nicht nur die Lichtstärke ist ein entscheidendes Kriterium, sondern Schärfe, Robustheit, Treffsicherheit und der Look den das Objektiv vermittelt. Für Portraits am VF würde ich dir hier ein Sigma 50/1.4 ART empfehlen. Dann solltest du ein 85mm/1.2 - 1.8 haben und ein 70-200mm/2.8. Damit deckst du alles ab. Mehr Objektive brauchst du eigentlich nicht. Manchmal (auch für Portraits) ist ein 100er Makro 2.8 ganz nützlich. 

Warum machst du dich mit Fotografie selbstständig? Wie alt bist du?

Kommentar von HojasAesthetic ,

Ich bin 20ig. Es war schon immer ein Ziel oder ein Traum von mir selbständig zu werden. Die fotografie habe ich vor ca. 5 Monaten für mich entdeckt und es macht mir einfach unglaublich spass. Jetzt werde ich aber zuerst arbeiten, mir das Geld sparen und in dieser Zeit auch weiterhin Erfahrungen und Wissen sammeln. Ein Kurs wäre auch ganz gut. In einem halben Jahr sollte ich so weit sein, wenn nicht gehts halt noch ein bisschen länger. Das ist auch eine gute Gelegenheit für mich, mich in Geduld zu üben.

Kommentar von HojasAesthetic ,

Was ich aber nicht verstehe ist, dass alle sagen die Kamera ist egal?! Ich habe eine Nikon d7100 und habe für eine Woche eine Sony s7 IIR ausprobiert und die Qualität, obwohl ich ein Standart Objektiv bei der Sony hatte und bei der Nikon ein 50mm 1.8, viel besser. Mir ist klar, dass die Objektive wichtig sind, aber wenn man mal gute hat, dann ist dieses Thema doch abgehackt und man kann sich eine Profi Kamera kaufen die bessere Qualität liefert, als eine Hobbykamera. Irre ich mich da?

Kommentar von BurkeUndCo ,

Richtig belichten kann praaktisch jeede Kameera heute. Und eine 1/2 Blende rauf oder runter lässt sich bei der Bildbearbeitung (zumindest von RAW-Aufnahmen) ohne merkliche Qualitätsverluste kompensieren.

Der Bildeindruck, die Schärfe, Weichzeichnung, Hintergrund etc. werden durch das Objektiv und nicht durch die Kamera bestimmt.

Und auch da hat der Fotograf durch die Wahl der Blende eine entscheidende Mitwirkung.

Antwort
von BurkeUndCo, 15

Gut gemeint, aber sicher noch nicht ganz durchdacht.

.

Für eine Studioausrüstung - wenn es wirklich danach das Wort Studio verdienen soll - werden die 5000 Euro wohl nicht ausreichen, aber schon dann bleibt nichts mehr für den Rest.

.

Wenn Du Dich vorerst auf Outdoor beschränken willst/kannst, dann können die 5000 Euro für die ersten 2 - 3 Objektive ausreichen. Warum kommen hier zuerst die Objektive und nicht die Kamera?

Praktisch jede Kamera kann heute gute Bilder machen ---- gut, eine Vollformaatkamera hat durchaus ihre Vorteile. Aber die Qualität der Bilder wird definitiv durch die Qualität der Objektive und die Kunst des Fotografens bestimmt.

Schaff Dir ein gutes Porträt-Objektiv im Bereich von 80 - 100 mm Brennweite an, möglichst mit Lichtstärke unter 2.

Dann noch  ein gemäßigtes Weitwinkel mit ca. 28 - 35 mm Brennweite, dessen Lichtstärke ebenfalls nicht schhlechter als 2,0 sein sollte.

Bei Deinen bisherigen Objektiven bringt Dir die höhere Lichtstärke von 1,4 statt 1,8 keinen Vorteil, wenn Du den Gewinn an Empfindlichkeit (Dämmerungsfotografie) nicht benötigst. Meist sind sogar die Objektive mit der höheren Lichstärke schlechter in der Schärfe als Objektive mit gemäßigter Öffnung, ddenn duie Hersteller müssen für die größere Lichtstärke halt zusätzliche Kompromissse eingehen.

Kommentar von HojasAesthetic ,

ok cool. hats recht, ich behalte meine Kamera und steigere mich einfach bei den Objektiven. Ich gehe das ganze jetzt ein wenig langsamer an, bin manchmal eben sehr ungeduldig und ehrgezig :D. Welche Objektive würdest du mir empfehlen? Ich dachte an ein Zoom Objektiv mit der Brennweite 70-200 2.8 und an ein 85mm mit 1.8 oder 1.4 wenns das gibt und gut ist.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Guter Weg.

Solche Objektive gibt es bei praktisch allen Kameraherstellern und auch bei den Zubehörmarken: Sigma und Tamron. Generell kann man bei den Originalobjektiven praktisch nichts falsch machen (saußer dem Preis), aber neuerdings gibt es sowohl von Sigma als auch von Tamron Profi-Objektive mit Profi-Leistung, die aber auch ddeutlich teurer sind als die Objektive dieser Hersteller in Standardqualität.

Wenn Du bei der Brennweite von 85 mm wirklich ein Spitzenobjektiv kaufen willst, dann nimm das von Zweiss:

http://www.zeiss.de/content/dam/Photography/new/pdf/en/downloadcenter/datasheets...

Hat aber einen Nachteil: Es funktioniert nur rein mechanisch bzgl. der Fokuseinstellung. Aber da es eben kein Zoom ist, hast Du ja die eine Hand frei und wenn Du daran gewöhnt bist, dann kannst Du (damit meine ich Dich als Fotograf) damit gezielter umgehen als jeder Autofokus, der ja nicht wissen kann, welche Bilstelle für Dich im Fokus liegen muss.

Kommentar von HojasAesthetic ,

perfekt danke

Antwort
von Georg Sturm, 20

"Für die Kamera will ich ca. 2500-3000 ausgeben und für die Objektive zuerst mal 1000-1500"

Besser ist andersherum ;) Die Objektive sind das wichtigste! Die bleiben auch, wenn man die Kamera irgendwann wechselt. Und für Peoplefotografie brauchst Du unbedingt lichtstarke Portraitbrennweiten (85/1.8 oder 100/2.0-2.8 bei Vollformat)... und spare nicht bei den Objektiven...

Kommentar von HojasAesthetic ,

Ja stimmt, habe es jetzt auch eingesehen. :D Was meinst du zu dem Objektiv 70-200mm mit der Blende 2.8?

Kommentar von munichprint ,

Perfekt!

Antwort
von Skinman, 23

Kuck dir mal die Tests auf photozone.de an.

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