Was sind die Nebenwirkung wenn Kortison nicht abgebaut wird?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Wird Cortison nur über einen kurzen Zeitraum von ein bis zwei Wochen
verabreicht, so verursacht dies in der Regel keine schweren
Nebenwirkungen.

Nur in äußerst seltenen Fällen führt auch dieser kurze Einsatz bereits zu erheblichen Beeinträchtigungen. Erfordert die
zugrundeliegende Erkrankung eine Langzeittherapie, so wird versucht,
eine sogenannte Low-dose Therapie zu erreichen.

Dabei wird nach anfänglicher höherer Dosis, die eingesetzte Menge immer mehr, in ganz kleinen Schritten, reduziert, bis die individuelle Grenze des Patienten erreicht ist.

Je niedriger die Dosierung, desto geringer ist die Gefahr von Nebenwirkungen. Hochdosierte, langfristige Einnahmen haben meist
unangenehme Begleiterscheinungen zur Folge.

Die äußerlichen Anwendung von Kortison, in Form von Gel, Salbe oder
Creme über einen längeren Zeitraum, kann zu einer Verdünnung der Haut,
roten Äderchen oder einer Steroid-Akne führen.

Wird der Stoff großflächig aufgetragen oder an besonders dünnen Hautstellen, wie zum Beispiel im Gesicht angewandt, kann dieser auch in die Blutbahn eindringen und systemisch wirken, das heißt Nebenwirkungen im ganzen Körper hervorrufen.

Werden kortisonhaltige Nasen- oder Augentropfen über einen längeren
Zeitraum hinweg verwendet, ist ein Austrocknen der Nasenschleimhaut
und/oder der Hornhaut möglich.

Bei Atemwegserkrankungen, wie dem Asthma,
wird der Stoff in Form eines Sprays inhaliert, was über längere Zeit
hinweg zu Husten und Heiserkeit führen kann.

Die orale Applikation oder
auch die Gabe per Infusion kann, wenn länger angewandt, durchaus
Nebenwirkungen im ganzen Körper bedingen. Hierzu zählen Schlafstörungen,
Schwindel, Kopfschmerzen, Kalziummangel, Abbau der Knochensubstanz und ein geschwächtes Immunsystem.

Auch kann der Blutzuckerspiegel durch die Einnahme von Kortison ansteigen, was gerade bei Diabetikern unbedingt vermieden werden sollte.

Bei Frauen ist eine vorübergehende Unfruchtbarkeit durch ein
Ausbleiben des Eisprungs möglich. Kortison steht unter dem Verdacht, Bluthochdruck zu begünstigen und Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe) zu verursachen (wie beispielsweise Dicke Beine), die im weiteren Sinne zu einer Gewichtszunahme führen. Ebenso werden eine Magenschleimhautentzündung
und die Entstehung eines Magengeschwürs in der Liste der Nebenwirkungen
erwähnt. Die Anwendung bei Kindern kann in schlimmsten Falle zu
Wachstumsstörungen führen.

Diese Nebenwirkungen sind kein Muss, aber möglich.

Um einer Osteoporose,
bedingt durch längerfristige Einnahme von Kortison, vorzubeugen, werden
Kalzium und Vitamin D verabreicht.

Eine regelmäßige Kontrolle des
Blutzuckerspiegels ist nötig, damit ein entstehender Diabetes
mellitus rechtzeitig diagnostiziert werden kann.

Gerade, wenn die Betroffenen im Zusammenhang mit der Einnahme über vermehrtes Wasser
lassen und massiven Durst klagen, sollte unbedingt der Zuckerspiegel
kontrolliert werden. Eine gesunde, ausgewogene, vitaminreiche Kost ist
wichtig, um eventuellen Mangelerscheinungen entgegenzuwirken.

Quelle: google

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung