Werde ich bei meinem Tod einfach in nassem Sand verscharrt (mir eigentlich egal, bin ja dann tot...) oder sonst irgendwas?

Die Kirche ist nur ein von Menschen geschaffenes Konstrukt. Alles was tatsaechlich wesentlich sein KOENNTE, musst du mit deinem Gott alleine ausmachen! Oder darfst du nicht mehr Fussball spielen weil du aus deinem Verein austrittst?

Friedhöfe sind heute nicht mehr kirchlich, sondern im Regelfall kommunal. Du bekommst eine ganz normale Bestattung, halt ohne Pfarrer, sondern mit einem weltlichen Trauerredner.
Du hast keine Anrechte mehr auf Sakramente, kannst also nur unter bestimmten Auflagen kirchlich heiraten (wobei Du selbst dann kein Sakrament empfangen hast).

Nein, du wirst nach dem Bestattungsgesetz und Deinen Wünschen unter die erde gebracht oder verbrannt. Nur wird kein Pfarrer an Deinem Grab reden. Auch nicht für Geld. Das machen die nicht.

Du wirst beerdigt wie jeder andere auch.Nur wird kein Pastor dabei sein.Hab allerdings auch schon erlebt,daß trotz Austritt des Verstorbenen auf Wunsch der Angehörigen die Trauerfeier doch mit Pastor war.Der Sarg stand wärend der Trauerfeier in einem Nebenraum.Man wollte dem Verstorbenden nicht auf seinem letzten Weg nen Gottesdienst zumuten,wo er sich doch gegen entschieden hatte.Ich fand das iwie komisch.Der war sozusagen auf seiner eigenen Beerdigung nicht dabei.

Du kannst Probleme bekommen wenn dein nächster potentieller Arbeitgeber ein kirchlicher Träger ist. Das ist der Grund aus dem ich nicht austrete.

Meine Oma war aus der Kirche ausgetreten u. trotzdem hielt eine Pfarrerin die Rede bei der Trauerfeier.

Es erfolgt genau so eine Beerdigung, wie sonst auch. Nur mit dem Unterschied, dass kein Pastor das Ritual vornimmt, sondern ein Redner.
Nein, eine ordnungsgemäße Beerdigung bekommst Du auch nach dem Kirchenaustritt. Dafür sorgt schon die in dieser Hinsicht strenge Gesetzgebung. Lediglich der Pfarrer leitet dann nicht die Zeremonie.
Ich war mal auf so einer Beerdigung. Den Redner muß man natürlich bezahlen (also, Du dann nicht mehr, sondern die Hinterbliebenen). Aber feierlich ist das auch.

Bei der Beerdigung ändert sich nur wenig: An Stelle eines Pastors führt ein Redner die Trauerfeier durch. Aud das kirchliche Ritual wird dabei weitgehend verzichtet.

Es kann passieren, daß sich kein Pastor findet, der bei Deiner Beerdigung predigen will. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn es gibt sehr viele unabhängige Prediger, die ggf. über das Bestattungsinstitut beauftragt werden können. Darunter sind auch oft Theologen, aber auch nicht-theologische Sprecher.
Ansonsten ist alles wie gehabt. Wenn es an Deinem Wohnort keinen weltlichen, sondern nur einen kirchlichen Friedhof gibt, dann ist die betreibende Kirchengemeinde verpflichtet, Dir (bzw. Deinen Hinterbliebenen) ein Grab ohne Aufschlag für Nichtgemeindemitglieder zu verkaufen. Da Friedhöfe allerdings auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden, wird die Kirchengemeinde das i.d.R. auch tun, wenn es einen weltlichen Friedhof im Gemeindebezirk gibt, sie wäre dann allerdings berechtigt, einen Aufschlag zu nehmen.
Auch entgegen anderslautenden Behauptungen: Auch wer nicht (mehr) Kirchenmitglied ist, landet nicht in einem anonymen Massengrab, sondern hat auch ohne auf die Gnade der Kirche angewiesen ist, Anspruch auf eine würdevolle Beerdigung und letzte Ruhestätte.
Das einzige, was sich ändert ist: Du fängst endlich an, Geld zu sparen wenn Du aus der Kirche austrittst. Ich bin vor ca. 7 Jahren erst ausgetreten. Für die von da ab gesparte Kirchensteuer hab ich mir einen monatlichen Dauerauftrag aufs Sparbuch eingerichtet. (Bin ja vorher auch ohne das Geld ausgekommen. Da läppert sich schön was zusammen. Beerdigt wirst Du ganz normal. Auch mit Pfarrer. Mein Opa war aus der Kirche ausgetreten und trotzdem war es eine ganz normale Beerdigung. Vielleicht sträuben sich die Pfarrer auf dem Land, auf den Dörfern. In der Stadt jedenfalls gibts da keine Probleme.
kannst nicht kirchlich hairaten es sei denn dein partner/in ist noch in der kirche.

Normalerweise wird Dir keine Totenmesse gehalten und der Pfarrer wird bei Deiner Beerdigung kein Gebet sprechen.
domchef am 24. Juni 2009 09:33 der pfarrer wird noch nicht einmal zur beerdigung kommen.
du mußt einen prediger beauftragen.

du kriegst eine bestattung ohne pfarrer und so. eben ganz unscheinbar
aber denke vor deinem austritt daran, das wenn du mal Kinder hast und die getauft werden sollen, dann bedarf dies einen papiekrieg und es kostet was wieder einzutreten!
wer sagt das meine kinder getauft werden sollen?
hätte ja sein können!
DonRamon am 24. Juni 2009 09:36 Das hat auch mit der Taufe der Kinder nichts zu tun, wenn die in der Kirche sind, gehts.
sicher? das geht wirklich? kann ich mir nicht so ganz vorstellen
herzilein27 am 24. Juni 2009 09:38 Kinder könnten auch getauft werden, obwohl beide Elternteile aus der Kirche ausgetreten sind!
aha! gut, hab ich mal wieder etwas dazu gelernt! Thanks!
Nein, natürlich nicht. Es gibt ja nicht nur Kirchenfriedhöfe; die meisten Friedhöfe werden von der Gemeinde betrieben und unterhalten. Soll heißen, dass nach Deinem Tod die Hinterbliebenen, das Krankenhaus oder das Bestattungsunternehmen auf der Gemeinde vorsprechen (das müssen sie zur Anzeige des Sterbefalls sowieso) und die Sache regeln.
Nicht unbedingt!! Kommt aber darauf an, wie der Pfarrer drauf ist, der dann die Beerdigung machen soll!! Mein Mann war auch nicht mehr in der Kirche als er starb, aber ein Schulkamerad meines Sohnes war der Sohn des evangelischen Pfarrers!
Für Geld machen die doch Alles!!
er hat doch seine konkreten bedenken genannt - dazu fällt dir dann wohl nix ein...
Ich habe die Frage vielleicht falsch verstanden. Du kommst auch ohne Konfession in ein anstaendiges Grab. Wenn deine Verwandten das Geld haben :(