Frage von Unknown183, 13

Was sind die Hauptunterschiede zwischen Benzin und Diesel?

Hallo. Wie die Frage eigentlich schon sagt würde mich interessieren, was die Hauptunterschiede zwischen einem Benziner und einem Diesel sind. Für welchen Autofahrertyp ist welcher Kraftstoff besser geeignet und was sind die Vor- und Nachteile der beiden Kraftstoffe?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mirse87, 10

Aaalso.
Benziner holen ihre Leistung aus der Drehzahl. Also musst du höher drehen, für dasselbe Drehmoment.
Bei Benzin ist der Verbrauch SEHR stark Drehzahlabhängig. Also der Verbrauch kann bei schonender Fahrweise unter 5Liter sein, wenn man heizt aber weit über 20 Liter.
Diesel ist was das angeht nicht so schlimm. Der Verbrauch ist bei starker Last niedriger. Dafür hat er aber insgesamt nicht soviel power oben raus.
Auch produziert Diesel beim Verbrennen mehr Feinstaub und benötigt ein Filtersystem, damit er eine grüne Plakette bekommt.


Was für einen selbst geeigneter ist, ist rein Finanziell recht einfach zu beurteilen.

Diesel ist für Vielfahrer geeignet. Also lange Strecken und viel Benutzung.
Kurzstrecke mögen Dieselmotoren garnicht, da sie verschlacken, wenn sie nicht regelmäßig warm gefahren werden. Dadurch geht die Lesitung runter und der Motor verschleißt früher.

Benzin ist auf Langstrecke einfach preislich teurer. Besonders wenn man gerne Schnell fährt.

Zur Anschaffung. Diesel sind in der Regel teurer als gleichstarke Benziner. Das hat vorallem steuerliche Gründe.
Daher lohnt sich ein Diesel auf lange sicht nur bei über 25tkm-30tkm Jahresfahrleistung finanziell.
Ab der Leistung hat man nach 1-2 Jahren die Mehrkosten beim Kauf über den Sprit wieder drin.

Als Stadtauto ist ein Benziner rentabler.
Für Berufspendler mit entsprechender Kilometerleistung ist der Diesel besser.


Expertenantwort
von fuji415, Community-Experte für Auto, 7

Die zwei geläufigsten sind Benzin und Diesel. Doch zwischen diesen gibt es wesentliche Unterschiede, natürlich auch bei den dazu gehörigen Motoren.

Es arbeiten beide Verbrennungsmotoren in vier Arbeitsschritten: Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausstoßen. Beim Ottomotor wird ein Kraftstoff-Luft-Gemisch angesaugt und beim Dieselmotor reine Luft.

Nun wird das Gemisch beim Ottomotor ungefähr auf ein Verhältnis von 7:1 verdichtet (der Druck ist etwa bei 8–18 bar und die Temperatur bei 400–600°C), der Dieselmotor dagegen arbeitet mit einem Verdichtungsverhältnis von etwa 18:1 (wobei der Druck auf 30–50 bar und die Temperatur auf 700–900°C steigt). Der Kraftstoff wird beim Dieselmotor dann direkt in den Brennraum gespritzt.

Nun beginnt beim Ottomotor die Verbrennung, der nötige Funke hierzu kommt von der Zündkerze (Fremdzündung). Die Temperatur steigt bei diesem Vorgang auf ca 2000°C. Jetzt wird der Kolben im Motor wieder zurückgedrückt und die Verbrennung endet durch die Expansion (Arbeitstakt). Beim Dieselmotor wird die Selbstzündfähigkeit des Dieselkraftstoffs beim vorherrschenden hohen Druck ausgenutzt (Eigenzündung). Auch hier ist die Verbrennungstemperatur etwa bei 2000°C, wodurch ebenfalls der Kolben nach unten gedrückt wird und somit der Arbeitstakt erfolgt.

Beim Auspuffen der Abgase gibt es weitere Unterschiede. Die Abgastemperatur ist beim Ottomotor deutlich höher, jedoch bildet sich beim Dieselmotor im Gegensatz zum Ottomotor Ruß, der als krebserregend gilt. Der Benzinmotor hat wegen des geringeren Wirkungsgrades mehr Kohlendioxid-Ausstoß.

Finanzieller Aspekt

Wegen der hohen Drücke im Brennraum müssen die Bauteile eines Dieselmotors entsprechend robust gebaut sein, was allerdings auch den Preis und das Gewicht erhöht.

Für die Kraftstoffversorgung sind eine aufwändige Einspritzpumpe sowie Einspritzdüsen notwendig. Die Kosten solcher Bauteile sind wegen den geringeren Drücken beim Ottomotor massiv günstiger.

Der Kraftstoffverbrauch – in Litern gemessen – ist beim Dieselmotor deutlich geringer, was einerseits auf den besseren Wirkungsgrad zurückzuführen ist, andererseits aber auch auf die etwa 10% höhere gravimetrische Energiedichte von Dieselkraftstoff.

Der Dieselmotor holt also ca. 1/3 mechanische Arbeit aus der eingesetzten Energie heraus. Die restlichen 67% gehen ebenfalls für Abgaswärme, Kühlung und Reibung verloren, d. h. von 10 Litern Kraftstoff werden nur etwa 3 Liter zum Fortbewegen genutzt.

https://de.wikibooks.org/wiki/Motoren_aus_technischer_Sicht/_Vergleich_zwischen_...

Antwort
von checkpointarea, 7

Die Unterschiede bezüglich der Zündung wurden ja bereits genannt. Hier noch weitere Unterschiede:

- Dieselmotoren können prinzipiell auch ohne Elektrizität betrieben werden, das geht beim Benziner nie

- Dieselmotoren benötigen keine Drosselklappe, Benziner schon

- Dieselmotoren sind immer Einspritzmotoren, Benziner können hingegen auch mit einem Vergaser betrieben werden

- Dieselmotoren variieren ihr Verhältnis von Kraftstoff und Luft sehr stark, je nach Last und Drehzahl, Benziner laufen in weiten Lastbereichen mit einer sehr ähnlichen Gemischzusammensetzung

- Dieselmotoren können prinzipbedingt niemals höher als 5500 U/min. drehen, bei Benzinern gibt es keine prinzipielle Drehzahlgrenze

- Dieselmotoren benötigen einen wesentlich größeren Aufwand als Benzinmotoren, um das Abgas schadstoffarm zu bekommen

Antwort
von derhandkuss, 13

Der Hauptunterschied ist - der Diesel ist ein Selbstzünder, besitzt also keine Zündkerzen, sondern Glühkerzen.

Kommentar von ronnyarmin ,

Die Glühkerzen werden, wenn überhaupt, nur zum Starten des kalten Motors benötigt.

Ein Benziner benötigt Zündkerzen, ein Diesel zündet von alleine.

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