Was sind die häufigsten Ablehnungsgründe bei Wohnungsintressenten?

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7 Antworten

Mit 26 schon Beamtin? Das spricht eindeutig für sie. Auch das sichere Einkommen und die Dienstverpflichtungen, die Beamte davon abhalten, irgend welchen Unfug anzufangen.

Nur darf sie auch nicht davon ausgehen, dass sie die einzige Bewerberin ist. Möglicherweise lag die Absage einfach daran, dass es noch mehr Bewerber/innen gab, die mindestens genauso gute Voraussetzungen mitbrachten. Da eine Wohnung immer nur einmal vermietet werden kann, hat sie eben hier Pech gehabt.

Am allerwichtigsten ist der allererste Kontakt. Innerhalb von Bruchteilen von Sekunden entsteht ein erster Eindruck. Der muss gar nicht schlecht sein, aber wenn andere Bewerber hier nur einen Tick besser abschneiden...

Im Verlauf der Besichtigung wird man als Vermieter oft mit vielen Fragen konfrontiert und es kommt schon mal vor, dass ein Argument, das für die Wohnung spricht, vom Bewerber "zerpflückt" wird.

Z. B.: "Sie haben bestimmt schon erkannt, welch tolle Lage die Wohnung hat. Schöne Aussicht, Bahnhofsnähe und in der nahen Umgebung haben Sie fußläufig alle Geschäfte." Wenn dann zur Antwort kommt, ja schon aber...

... hört man da nicht die Züge und die Hauptstraße vor dem Haus ist auch relativ laut...

Wenn mir der Bewerber in diesem Moment zu verstehen gibt, dass er seine Zweifel hat, bedeutet das für mich als Vermieter, dass derjenige wohl bei nächster Gelegenheit wieder ausziehen wird, falls er tatsächlich ab und zu einen Zug hören wird. Auch wenn sich der Bewerber nicht wirklich gestört fühlt, sondern einfach nur einen leisen Widerspruch los werden wollte, kann das seine Chancen schon ruinieren.

Findet man in der Wohnung dann noch einen schon etwas abgenutzten Fußboden, etwas Kalk an der Duschwand und weitere Kleinigkeiten, kann das in Verbindung mit dem Beamtenstatus ebenfalls zum Problem werden.

Bei der Besichtigung sollte man, wenn man die besichtigte Wohnung wirklich haben will, zurückhaltend mit Kritik am Objekt und an der Lage sein. Nur wirklich wichtige Fragen stellen, z. B. wo kann ich meine Waschmaschine anschließen, ohne dann darüber zu meckern, dass diese im Bad aber doch sehr viel Platz wegnehmen wird.

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Immer daran denken, wenn Wohnungen knapp sind, ist es vermessen zu glauben, dass man die einzige wirklich gute Bewerberin ist. Es kann immer noch andere geben, die einen Tick besser ankommen und da eine Wohnung nur einmal vermietet werden kann...

Komisch angeguckt? Da kann man sich überlegen, woran es gelegen haben könnte. Waren die Vermieter z. B. ältere Herrschaften, kann es sein, dass auf Äußerlichkeiten zuviel Wert gelegt wird:

  • unpassende Kleidung
  • überschminkt
  • Piercing und/oder Tattoos
  • falscher Geruch (zuviel oder falsches Parfüm oder das Gegenteil, Alkohol, Tabakrauch)

So etwas will ich Dir jetzt gar nicht mal nachsagen, aber Vermieter haben es bei einer begehrten Wohnung oft gar nicht leicht, sich zu entscheiden.

Auch wenn es vielleicht blöd nach Vorurteilen klingt: Gibt es viele Bewerber, sind Vermieter gezwungen, auch Dinge für die Auswahl heran zu ziehen, die eigentlich sonst keine Rolle spielen. Und da können dann Kleinigkeiten eine Rolle spielen, auf die man als ansonsten aussichtsreicher Kandidat niemals kommen würde.

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Es gibt viele Gründe. Der erste Eindruck ist wichtig. Selbst bin ich auch Vermieter und wenn mir eine Person nicht sympatisch ist, dann bekommt sie von mir eine Absage, auch wenn ich noch keinen potentiellen Mieter gefunden habe. Lieber keinen als den falschen, mit dem man dann nur Ärger hat. Ich hatte mal eine, die hatte zu hohe Ansprüche und wollte die Waschmaschine im Keller haben, statt im Badezimmer. Da es kaum oder nur mit großer Mühe zu realisieren war, bekam sie eine Absage. Ein anderer war von sich aus sehr voreingenommen und arrogant. Den wollte ich auch nicht haben, obwohl er sehr gut verdient hat. Andere sind zu pingelig. Wenn das schon so anfängt, kommen dann auch die Beschwerden wenn sie drin wohnt. Den Ärger möchte ich auch nicht haben. Ein Raucher bekommt von mir sofort eine Absage. Da ich auch auf die Mitbewohner rücksicht nehmen möchte, kommt auch kein Ausländer in Frage. Außer es merkt man dem nicht an. Hatte einen jungen Kosovo Albaner. Im Grund genommen hätte er ein deutscher sein können. Hatte aber nur Ärger mit dem und er war auch sehr unhöflich zu den Mitbewohner im Haus. Wir waren froh, daß er irgendwann ausgezogen ist. 

Am besten man bekommt einen Mieter, von dem und über dem man nichts hört. Auch Haustiere oder kleine Kinder sind manchmal ein Grund daß man nicht genommen wird. 

Hatte auch schon einige Mieter, die sich sicher waren die Wohnung zu nehmen und die haben sich nie wieder gemeldet. Es gehört sich normalerweise abzusagen, aber so erkennt man den Charakter der Menschen. Nun habe ich in meinen zwei Wohnungen ein geschiedene Frau und in der anderen eine geschiedene mit Kind. Bin sehr zufrieden, bisher. 


Bei einer 26 Jährigen, meint man vielleicht daß sie nicht lange alleine bleiben wird und sich evtl Kinder wünscht. Das kann zur Ablehnung führen. 

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Ich denke nicht dass Sie einen so schlechten Eindruck gemacht hat, evtl. gab es andere Bewerber mit besseren Konditionen oder dem Vermieter hat einfach die Nase nicht gepasst.^^

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Was könnte der Grund gewesen sein. Meine Cousine verdient gut , sie ist Beamtin. Nach ihrem Studium war sie als Arbeitsvermittlerin beim Arbeitsamt und seit Oktober 2014 ist sie beim Sozialamt - Ausländerbehörde.

Eigentlich gute Voraussetzungen, aber vier Dinge könnten es sein:

- weil sie in der Ausländerbehörde arbeitet und man könnte denken, dass die Gefahr besteht das sie Jemand rächen will, bzw. es Ärger im Haus gibt.

- Weil der Vermieter keine Beamten will, z.B. aus schlechter Erfahrung

Weil man einfach unsympathisch auf den Vermieter wirkte.

- weil in dem Haus nur ältere Personen wohnen.

MfG

johnnymcmuff


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Kommentar von bwhoch2
29.03.2016, 09:50

@johnnymcmuff: Ich will nicht kritisieren, sondern einfach nur meine Standpunkte zu den von Dir völlig zu Recht genannten Gründen geben. Auf Vorurteile trifft man schließlich immer wieder.

Ausländerbehörde? Deswegen Ärger mit Klienten, die womöglich ins Haus kommen? Das würde ich als Vermieter überhaupt nicht als Gefahr sehen.

Unsymphatische Wirkung: Das dürfte wohl der Hauptgrund sein oder zu sehr geschleimt. Kann auch gefährlich sein.

Nur ältere Personen im Haus: Gerade das wäre für mich als Vermieter ein Grund, auch mal eine jüngere Person ins Haus zu nehmen, wenn sonst alles passt.

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Wenn mir ein potentieller Mieter nicht sympathisch ist, dann sage ich ihm ab, da kann er noch so zahlungskräftig sein. Klar, der ideale Mieter ist der, der nie zuhause ist, nicht meckert und anstandslos die Miete zahlt.  Ich hatte für meine Wohnung diverse zahlungskräftige potentielle Mieter. Die einen hatten ´n Stock im A....., die anderen waren sofort am Nörgeln, andere wiederum kamen mir äußerst arrogant entgegen........letztendlich habe ich an eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern und Hund vermietet, einfach weil sie mir am sypathischsten waren. Bereut habe ich es bisher nicht.

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ich denke hier geht es primär nur noch um die Kohle und möglicherweise hat ein Mieter sich hier sogar frei gekauft mit einer höheren Kaution.

oder man passt vielleicht nicht in ein Haus wo alte Menschen wohnen und keine jungen Personen haben möchte....wegen Party u.s.w.

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Kommentar von bwhoch2
29.03.2016, 09:53

ich denke hier geht es primär nur noch um die Kohle

@oxygenium: Hast Du nicht richtig gelesen? Eine Beamtin! Nicht nur, dass sie ein sicheres Einkommen hat. Sie hat auch gewisse Dienstverpflichtungen, die sie davor bewahren, Unfug anzustellen.

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