Frage von Lwerah, 164

Was sind die besten Steigbügel?

Hallo ihr Lieben😊
Leider habe ich im Moment Knieschmerzen beim Reiten. Ich habe nun ein Termin beim Physio, beschäftige mich jedoch nun mit dem Thema Steigbügel. Da ich nun neue Steigbügel suche, wollte ich euch um Berichte bitten.
Ich liebäugele mit Freejump, Lorenzini, Sprenger oder Jin Stirrup.
Ich freue mich über jede Hilfe! 😊

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 122

Jin Stirrup sind ja ziemlich en vogue - ich jedoch finde sie zu schwer und die Einlagen innen nutzen sich viel zu rasch ab. Außerdem zerkratzen sie den Sattel, macht man die Bügel hoch oder schlägt sie über.

Sprenger - da kommt es auf das Modell an. Mein Mann schwört auf die anatomisch gebogenen - auch er hat Knieprobleme und findet die total toll. Ich mag nicht mit denen reiten, aber ich habe auch am liebsten die ganz klassischen geraden mit Gummieinlage.

Freejump - mit denen sind ein paar Reiter an unserem Stall unterwegs und sehr zufrieden. Ob sie aber Knieschonend sind, das weiß ich nicht. Sind alles Springreiter.

Lorenzini - diese Bügel hat mein Sohn am Sattel und ist vollkommen begeistert. Sie sind nicht so schwer wie die Stirrup-Bügel und zerkratzen auch nicht den Sattel, weil viel abgerundeter. Aber wenn meine Tochter sein Pferd mit diesen Bügeln reitet, meckert sie, dass ihr die Knie weh tun;-)))

Kommentar von Lwerah ,

Vielen Dank, deine Antwort ist seeehr hilfreich und ich hatte genau auf eine solche Antwort gewartet! Vielen Dank!

Kommentar von Urlewas ,

Das klingt alles sehr gut geprüft. 

Allerdings, wenn ich das anmerken darf, eines wundert mich jetzt bei Deinem Erfahrungsbericht: Du bemängelst an Bügeln, dass sie zu schwer sind. Eigentlich ist es doch gut, wenn der Bügel schwer ist, oder wie versteh ich deine Beurteilung  jetzt?

Kommentar von Sallyvita ,

Ich mag das wirklich nicht, wenn die Bügel so schwere Klötze sind. Gerade wenn der Schenkel verwahrend ist und dann am Fuß so ein Klumpding hängt, finde ich das superdoof. Aber das ist rein subjektiv und stört vielleicht auch nur mich.

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 80

es gibt mehrere Systeme, die einen eingebauten Stoßdämpfer in der Steigbügelaufhängung haben - habe aber selbst trotz ebensolcher Probleme noch nix ausprobiert; nutze a)  normale Dteigbügelmit chräger Gummieinlage  - hilft manchmal; habe Western- und Camargue-Bügel, die schwer sind und immer gut tief liegen, dazu einen extra-Aufsteck-Fender aus Frankreich, der das Knie abschirmt gegen jeden unrelgmäßigen seitlichen Druck,
aber

im schlimmten Fall reite ich OHNE Steigbügel oder ohne Sattel, damit da Hüft-, Knie- und Fußgelenk auhängt - ähnlich wie beim Strecken beim Othopäden  und natürlich nachdem die Schmerzen etwas weg sind kommen 1-2 km lockerer Tölt, der alles wieder dahin ruckelt, wo es hin gehört....
(Jog ist auch hilfreicht, wenn gerade kein Tölter zu haben ist....)

vielleicht hilft's bei Dir auch

Kommentar von Lwerah ,

Super vielen Dank!

Antwort
von trabifan28, 91

Also ich kam bisher immer am besten mit den ganz gewöhnlichen Edestahl Steigbügeln klar. Die anderen waren mir bis dato immer viel zu teuer. Außerdem habe ich schon einige negative Sachen über diese Alu-Teile und die Freejump gehört...

Kommentar von Lwerah ,

Vielen Dank😊

Antwort
von Michel2015, 50

Alles was mit "Durchfedern" zu tun hat, ist nicht gut. Das erzählen Dir alle LKW-Fahrer und Bahnschaffner. Bei denen sind die hüften am Ar.... Du benötigst starre Steigbügel. Designersteigbügel haben nur Psychoeffekt. Freejump sind allerdings eine Innovation die mancher Dressurrreiter belächelt, denn auch die verdecken nur Mängel am Sitz, dennoch "Hut ab", ich finde die auch Klasse.

Deine Knieschmerzen solltest Du diagnostisieren lassen. Besser werden sie nicht wenn Du rumbastelst. Fange erstmal an gerade zu laufen, die Beine nicht bei jeder Chillinggelegenheit übereinander zu schlagen. Das ist keine Kritik, das ist eine Massenphönomen.

Jin Sirrup & Co. lösen definitiv nicht Dein Problem. Da tun es die Fillis allemal und hier liegt die Antwort.

Kommentar von Lwerah ,

Prima Antwort danke dafür!😊
Ich bin Leistungssportler und trainiere viel, weshalb ich auch eigentlich einen relativ trainierten Körper habe. Deine Antwort hat mir wirklich sehr geholfen! Danke dafür und der Termin beim Physio steht ja sowieso

Antwort
von Punkgirl512, 76

Ich hatte auch jahrelang Knieschmerzen beim Reiten. Inwzischen nicht mehr.

Zum Einen saß ich sehr krampfig auf dem Pferd, immer schön die Knie rangedrückt usw - entspanntes Reiten geht nur ohne "Knieschluss".

Dann verringerten sich die Schmerzen auch immer mehr, weil ich durch Zufall an Steigbügel mit versetzter Öse gekommen bin.

Solche hier: http://aj-sattel-shop.de/Fuer-Ihr-Pferd/Stuebben-Steigbuegel-Spezial::1415.html

diese hängen unten Parallel zum Boden, das macht unglaublich viel aus.

Ich persönlich finde diese Gelenkbügel z.B. total schrecklich. Da kommt aus meiner Sicht eher noch mehr Druck aufs Knie durch das Federn.

Und als Tipp am Rande - gehe mal in dich und kontrolliere deinen Sitz. Kann es sein, dass dein Hüfte schiebt? Du den Absatz zu weit runter drückst? Deine Bügellänge schlicht zu kurz ist? Du evt. nicht völlig ausbalanciert sitzt? Dass du vll. klemmst? Das musst du hier nicht beantworten, das ist nur eine Gedankenstütze für dich.

Kommentar von Lwerah ,

Vielen, lieben Dank😊
Ich habe natürlich schon oft an meinen Sitz gedacht, aber meine Reitlehrerin die auch Osteopathin ist, hat gemeint, dass das nicht an meinem Sitz liegt. Leider habe ich auch beim normalen laufen, beziehungsweise sitzen Knieschmerzen, und es fühlt sich an, als ob was "nicht richtig sitzt". Ich habe immer das Gefühl, dass das Knie gleich knacken müsste und dann wieder alles ok ist. Leider ist dies aber nicht so, das Gefühl, dass irgendwas ausgerenkt ist bleibt jedoch. Deshalb werde ich bald eingerenkt und hoffe dann ist alles rum. Trotzdem hat mich das Thema "Steigbügel" nachdenklich gemacht.
Deine Antwort hat mir jedoch sehr geholfen!!

Kommentar von Punkgirl512 ,

Vielleicht denkst du ja einfach nachher trotzdem mal daran, wenn du heute noch aufs Pferd steigen solltest. Nimmt ja nicht viel Zeit, bekommt sonst ja auch niemand außer dir mit. Vielleicht findest du ja die Ursache noch.

Ich drücke dir die Daumen, dass du die Schmerzen auf Dauer wegbekommst. Ich habe selbst eine Schonhaltung entwickelt, ist nicht allzu extrem, fällt auch eigentlich nicht auf, aber ich weiß, dass ich die Schonhaltung habe.... Und wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man es auch.

Je nachdem, was es ist, könnten auch orhtopädische Einlagen in den Schuhen helfen, davon übernimmt 2 Paar im Jahr i.d.R. die Krankenkasse.

Kommentar von Sockeistbae ,

Du kannst auch ein paar Mal ohne Sattel bzw. mit Pad reiten, um deinen Sitz zu kontrollieren. Man sitzt ohne Sattel ausbalancierter und entspannter.

Kommentar von Lwerah ,

Wir haben ein Barefoot Pad mit dem ich oft reite. Ist aber genauso und hilft nichts. Ich hatte diese Schmerzen auch "nicht immer", sondern das kam eher plötzlich.

Kommentar von Lwerah ,

Danke das ist lieb😊
Morgen steige ich wieder aufs Pferd💪🏻
Danke für eure lieben und tollen Ratschläge

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 40

Meinen Knien geht es gut besser beim reiten, 

Seit 

- ich Massagen für den Nackenbereich  bekam ( kein Witz)

- ich die Fußspitzen nicht mehr einwärts drehe, und mehr auf  lockeren Sitz mit federnden Glenken achte.

Seit dem sind mir für Bügel ziemlich egal. Hauptsache, die sind schwer.

Kommentar von Lwerah ,

Ok danke😊

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