Frage von kathiXD, 36

Was sind die ausschlaggebenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten von : Genetik und Epigenetik?

Expertenantwort
von agrabin, Community-Experte für Biologie, 19

Es sind beides Forschungsbereiche, die sich mit der Frage der Ausprägung von Phänotypen und der Weitergabe von Erbinformationen beschäftigen.

Die Wissenschaftsgeschichte der Genetik zeigt die unterschiedlichen Herangehensweisen an diese Fragen der Vererbung auf; von der klassischen Mendelgenetik über die Chromosomentheorie der Vererbung bis zur Entschlüsselung der DNA und ihrer Funktionen. Das sogenannte  "Dogma der Molekularbiologie"  (DNA makes RNA, RNA makes Protein) zeigt sehr schön, dass die Forschung sich von einfachen Gewissheiten zu immer komplexeren Problemen weiterentwickelt hat. Immer, wenn man glaubte Sachen endgültig verstanden zu haben, tauchten neue Fragen und neue Forschungsergebnisse auf, die diese Gewissheiten wieder in Frage stellten.

Der Lehrsatz, dass Modifikationen nicht erblich sind, galt so lange  als Gewissheit, bis Widersprüche dazu entdeckt wurden. Die Entdeckung des Epigenoms, bzw. der grundsätzlichen Möglichkeit, dass die Erbsubstanz komplexer als bisher gedacht funktioniert, wirft erst mal viele Fragen auf. Es kann so aber auch erklärt werden, wie die Tätigkeit von Genen geregelt wird.

Epigenetik ist Genetik, bzw. gehört dazu, hat aber eine erweiterte Herangehensweise an bestimmte Fragestellungen.  

Antwort
von raimas, 14

Die Genetik befasst sich mit der Speicherung und der Wiedergabe von Erbinformation in der DNA. Funktionelle DNA-Abschnitte werden Gene genannt.

Da alle Zellen im Körper dieselbe DNA aufweisen, sich aber trotzdem höchst unterschiedlich ausbilden (denke nur an Hautzellen, Muskelzellen, Nervenzellen, rote Blutkörperchen etc.), muss es einen Mechanismus geben, der entscheidet, welche Gene abgelesen und welche dauerhaft stillgelegt werden und der die Aktivität von Genen reguliert. 

In einem weit gefassten Sinn befasst sich die Epigenetik mit allem, was zu dieser Regulierung von Genen dazugehört, angefangen bei Transkriptionsfaktoren, und regulatorischer RNA über alternatives Spleißen bis hin zur DNA-Methylierung und Histon-Modifikation.

In einem engeren Sinn wird unter Epigenetik oft nur der Bereich der DNA-Methylierung und Histon-Modifikation verstanden.

Da epigenetische Regulierungszustände häufig für die gesamte Lebensdauer eines Lebewesens aufrechterhalten werden (deshalb können sich z.B Nervenzellen nicht wieder zu Stammzellen zurückbilden), müssen sie mitotisch "vererbbar" sein. Ob bzw. in welchem Umfang sie auch meiotisch, d.h. bei der Fortpflanzung, vererbbar sind, ist z.Zt. noch äusserst umstritten.

Antwort
von oglumbakgitxD, 14

http://epigenome.eu/de/1,1,0 

Du weißt das Genetik ist das gesamte und Epigenetik sind die einzelnen Bestandteile des ganzes und ich nehme an die Gemeinsamkeit ist zu einem die Mitose, das findet im Gewebe statt die sich ständig regenerieren und erneuern.  

Diese Information und nich viele weitere findest du wenn du 'Das Genom und seine Regisseure Grundlagen der Genetik und Epigenetik - Peter Spork' das bei google eingibst (ist eine PDF Datei)

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