Frage von Hauptdarsteller, 178

Was sind die 3 größten Katastrophen o. Naturkatastrophen der letzten 200 Jahre, die der Mensch verursacht hat?

Was sind die 3 größten Katastrophen o. Naturkatastrophen der letzten 200 Jahre, die der Mensch verursacht hat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JBEZorg, 30

Industrialisierung, Merkatilisierung der Gesellschaften und die daraus folgende Entwicklung der fehlgeleiteten Wirtschaftsmodelle

Antwort
von oetschai, 68

1) Die Tatsache, dass immer noch täglich Menschen verhungern "müssen", obwohl die unsere Erde locker mehr als genug Lebensmittel für die gesamte Menschheit hervorbrächte.

2) Die Tatsache, dass täglich unzählige Menschen ihre Heimat verlassen "müssen", weil sie dort nicht sicher leben können - aus welchen Gründen auch immer...

3) Der geistige Müll, den eine Unzahl von "privaten" TV-Sendeanstalten täglich in unzählige Haushalte versprüht um konsumbereite Hirne damit zu füttern...

Kommentar von Jackie251 ,

naja Hungern müssen ist ja übertieben. Die Menschen werden wohl kaum von der Nahrung ferngehalten.
Zudem ist es zwar ein zunächst edles Ziel das Menschen nicht mehr Hungern sollten, aber einfach verfügbare Nahrung zu verteilen, löst das Problem ja nicht. Satte Menschen werden nicht zufrieden weil sie satt sind, im Gegenteil, die Bedürfnisse steigenen rapide an wenn sie erstmal satt sind.

Weiterhin darf man nicht vergessen, dass es immer 2 Wege gibt das keine mehr hungert, man kann den Hunger beseitigen oder die Hungernden.
Also kann es kein Maßstab für Menschlichkeit sein, nur dafür zu sorgen das keine Hungernden mehr da sind.

Kommentar von oetschai ,

"naja Hungern müssen ist ja übertieben. Die Menschen werden wohl kaum von der Nahrung ferngehalten."

Ich hätte da eine schöne Idee: Suche irgend einen der ca. 870.000.000 von Hunger betroffenen/gequälten Menschen auf, lerne in dessen Sprache zu sagen: "Naja Hungern müssen ist ja übertieben. Du wirst wohl kaum von der Nahrung ferngehalten." und sage ihm/ihr das ins Gesicht.

Abgesehen davon schrieb ich nicht von "hungern", sondern "VERhungern" - da ist noch ein wesentlicher Unterschied. Zudem habe ich nirgends behauptet, dass das ziemlich komplexe Problem des "Welthungers" dadurch einfach gelöst werden könnte, dass man die verfügbare Nahrung gerecht verteilt - andererseits gibt es bereits "Programme", die dafür sorgen, dass (zumindest in manchen Ballungsräumen/Städten) bspw. hungernde Obdachlose regelmäßig mit Nahrungs- und Lebensmittelabfällen bzw. -resten (sprich:von dem, was die Satten ohnehin zu viel haben...), aus denen dann nahrhafte Speisen bereitet werden, versorgt werden.

Weiterhin darf man nicht vergessen, dass es noch einen 3. Weg gibt, "dass keiner mehr hungert": den Weg der 3 Affen: "Ich seh niemand, der hungert!" "Hääää???" "Hmpfff!"

Im Übrigen empfehle ich dir zum Einstieg in das Thema mal folgenden Artikel aus der Homepage des "UN World Food Programme": http://de.wfp.org/artikel/10-mythen-ueber-den-welthunger

bon appetite!

Kommentar von Jackie251 ,

Du gehst aus meiner Sicht zu naiv an die Sache ran. "Helfen" bedeutet bedeutet für mich eine dauerhaft sinnvolle Lösung zu schaffen - es darf niemals der schnelle Reflex sein, der meist eine Bauchentscheidung ist.
Die unüberlegte Hilfe die nur des Helfens wegen ausgeführt wird, kann die Probleme schnell verschlimmern.
Ein Feuer zu sehen und direkt einen vollen Wassereimer zu holen, kann bei einem Bezin oder Elektrobrand eine verdammt blöde Idee sein - auch wenn die Hilfe sicherlich gut gemeint war.

Professionelle Hilfe tut auch sehr oft weh und ist augenscheinlich unmenschlich.
Die Feuerwehrleute die den Wald retten sollen, zünden ihn selbst an - eben eben weil sie wissen, das nur so ein noch größerer Schaden verhindert werden kann.
Ärzte setzen Menschen ohne Beschwerden Operationen, oder Strahlentherapien aus - die Menschen leiden unter solch einem Eingriff und bekommen davon Narben.
Die Ärzte machen das aber nicht um zu Quälen, sie wollen helfen das der Mensch in 5 Jahren noch lebt! Wenn man mit der Behandlung wartet bis sich Symptome zeigen ist es zu spät.

Warum Hungern wir hier nicht? Hier ist es eben nicht so Trocken und wir haben keine Dürren oder?
Falsch! Auch in Europa hat bis von 150-200 Jahren einzig das Land und das Wetter bestimmt, wieviele Menschen wo lebten und ob sie Hungerten.
Einige fette Jahre mit guten Klima sorgen für Bevölkerungswachstum - bis diese nicht mehr ernährt werden konnten und Elend einzug hielt. Was hätte diesem MEnschen wohl jemals geändert, wenn eine Partei von außen gekommen wäre um immer fehlende Nahrung ausgeglichen hätte?

Die Frage ist immer, welches Ziel soll diese Hilfe langfristig erreichen! Und da kann die derzeitige Hungerhilfe kaum Fragen beantworten. Da bekannt ist, das der Konsum und Selbstverwirklichungswille immer stärker ansteigt desto mehr Nahrung und Konsum bereits vorhanden ist - muss man sowas natürlich vorher klären.
Es ist völlig unsinnig und kann nur der Grundschulmathematik entspringen, wenn man einfach alle verfügbare Nahrung auf alle Menschen verteilt und damit den Problem "Hunger" als bewältigt ansieht.
Niemand verhindert dann Bevölkerungsexplosionen in Regionen die sich schlicht nicht selbst versorgen können, oder Aufstände von nicht mehr Hungrigen aber sehr unzufriedenen Menschen, weil ihnen Bildung und Konsum fehlt....

Hilfe kann weh tuen!

Kommentar von oetschai ,

"Es ist völlig unsinnig und kann nur der Grundschulmathematik
entspringen, wenn man einfach alle verfügbare Nahrung auf alle Menschen verteilt und damit den Problem "Hunger" als bewältigt ansieht."

Sag mal: hast du meinen Kommentar überhaupt gelesen?

Dann nochmal zum Nachlesen: "Zudem habe ich nirgends behauptet, dass das ziemlich komplexe Problem des "Welthungers" dadurch einfach gelöst werden könnte, dass man die verfügbare Nahrung gerecht verteilt..."

Du kämpfst da gegen Windmühlen, die nicht einmal vorhanden sind...

Was mich allerdings nachdenklich stimmt, ist folgende Bemerkung: "Da bekannt ist, das der Konsum und Selbstverwirklichungswille immer
stärker ansteigt desto mehr Nahrung und Konsum bereits vorhanden ist - muss man sowas natürlich vorher klären."

Soll das jetzt heißen, man solle die hungernden Menschen doch bitte ruhig weiter hungern lassen; nicht, dass sie dann noch auf die Idee kämen, den selben Lebensstandard und den gleichen Grad an "Selbstverwirklichung" wie "WIR" erlangen zu wollen: also ein solides Dach überm Kopf, ständige Versorgung mit einwandfreiem Wasser und elektrischem Strom, selbstverständlicher Schulbildung ÜBER ein Grundschulniveau hinaus (und nicht als Kind stattdessen arbeiten zu müssen, um zu überleben),... von den sonstigen Annehmlichkeiten ganz zu schweigen - tja, wo kämen wir denn da hin? Da müssten WIR dann vielleicht sogar auf die ganze Billigasienkleidung verzichten, weil am Ende dort niemand mehr bereit wäre, für einen Hungerlohn dafür zu schuften,... QED. ...oder habe ich dich da irgendwie missverstanden?

Kommentar von Jackie251 ,

Naja du fängst schonmal an, Hunger und Kapitalistische Ausbeutung in einen Topf zu werfen.
Annehmlichkeiten müssen natürlich immer irgendwo herkommen - wir leben nicht im Schlaraffenland.
Und natürlich müssen wir im Westen auf einiges verzichten, wenn man weltweit den Lebensstandard fair verteilen würde.

Nur eben auch das Problem muss vorher geklärt werden.
Es wäre Bescheuert in den nächsten Jahren 10 Millionen Menschen vor dem Hungertot zu retten und dann im Bürgerkrieg der unzufriedenen Menschen eine Millarde Tote zu beklagen oder (und Bürgerkriege sind nunmal für hohe Zivile Opferzahen bekannt).

Ein bedeutender Teil der Hungernden entsteht jedoch schlicht daraus, dass das Land weniger Menschen ernähren kann, als die örtliche Bevölkerung produziert - man aber gleichzeitg keinerlei Waren hat um Nahrung einzutauschen.
Eine vernuftbasierte "Rettung" muss heute keinen verhungern lassen, aber muss natürlich klar die Richtung einschlagen, dass mittelfristig ausreichend Nahrung selbst produziert werden kann - oder eben die Bevölkerungszahl sinkt.
China hat es doch auch gezeigt. Nach ettlichen Hungersnöten im letzten Jahrhundert hat man klare - wenn auch zum Teil kaltherzige - Programme aufgesetzt die Nahrungsproduktion zu festigen und die Bevölkerungsentwicklung zu lenken.

Antwort
von PeterJohann, 46

Per Definition kann der Mensch wohl keine Naturkatastrophen verursachen...

Für den  Planeten Erde ist das bisschen Menschengewese auch belanglos.

Was wir als Katastrophen wahrnehmen ist oft nur eine Katastrophe für betroffene Menschen und ein  Verschieben von "natürlichen" Gleichgewichtszuständen, die sowieso nur transitär sind.

Fukushima, Chernobyl oder etwas Öl und Plastik im Wasser sind in dem Zusammenhang einfach bedeutungslos.

Auf den Menschen bezogen gibt es sicher menschengemachte Katastrophen die Unmengen an Leid und Elend verursacht haben - hier meine Top 3 ohne groß darüber nachzudenken oder zu recherchieren:

  • Entdeckung von Amerika durch Europäer- Tod von Millionen der indigenen Bevölkerungen, überwiegend durch eingeschleppte Krankheiten.
  • Der atlantische Sklavenhandel..
  • Die Bildung von Nationalstaaten und der überzogene Nationalismus der zum ersten Weltkrieg führte und letztlich die Grundlage zur Entstehung faschistischer und kommunistischer Systeme liefert, die im 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg mündete.
Antwort
von abibremer, 39

laut Arte und Phoenix ist der erste "industrialisierte Krieg" der Menschheitsgeschichte der erste Weltkrieg gewesen, der von beiden Sendern als "Urkatastrophe" bezeichnet wird. Nach MEINER Ansicht eine absolut treffende Wortwahl. Für den SF-fan, der gerne Zeitreisegeschichten liest, wäre dieser Krieg geeignet gewesen Herrn H. als "Föhrer" zu verhindern, andererseits könnte es gut sein, dass ICH dann niemals gezeugt und geboren worden wäre, was ich aus HEUTIGER Sicht nicht besonders begrüßenswert finde.

Expertenantwort
von Franz1957, Community-Experte für Physik, 32

Außer den schon genannten Katastrophen fallen mir noch einige andere ein:

Chinas Großer Sprung nach vorn. Die Wikipedia sagt: "Die Zahl der Opfer dieser Hungersnot wird auf 15 bis 45 Millionen Menschen geschätzt. Damit handelt es sich um die größte Hungerkatastrophe in der Geschichte der Menschheit." Ja, und eines der drastischsten Beispiele für die Folgen törichter politischer Schreibtischplanung.

Dem Umfang nach kleiner, aber gemessen an der Bevölkerungszahl einschneidender und den politischen Ursachen nach vielleicht noch bösartiger, war die Große Hungersnot in Irland. Sie wird gerne hingestellt wird als Naturkatastrophe (Kartoffelfäule), mitverursacht durch menschliche Dummheit (Monokultur). Ein anderes Licht fällt darauf, wenn man erfährt, daß Irland während der Hungersnot Getreide und Fleisch exportierte, die auf den Farmen der englischen Kolonialherren erzeugt wurden, während den Iren nur übrigblieb, was sie in ihren kleinen Privatgärten erzeugen konnten.

Was die Dauer des Katastrophenzustandes angeht, halte ich die Kolonialisierung der Welt durch die weißen Europäer und die damit begonnene seit Generationen dauernde Verschuldung der ausgeplünderten Länder für einen Gipfel des menschengemachten Unheils.

Nur ein Beispiel dafür, das vieles deutlich macht, ist das Schicksal Haitis, wo sich die Sklaven in der Haitianischen Revolution von 1791 ihre Freiheit und einen eigenen Staat erkämpften, nur um 1825 von den ehemaligen französischen Herren eine Rechnung zu erhalten, die mit 150 Millionen Goldfranc für den Verlust ihrer Sklaven und Plantagen entschädigt werden wollten. Der Inselstaat mußte einen Kredit dafür aufnehmen und brauchte 122 Jahre, um ihn abzubezahlen.

Eine sich jetzt gerade langsam vollziehende Katastrophe durch die modernen Waffen der Wirtschaft spielt sich in Mexiko ab, wo immer mehr Maisfarmer ihre Betriebe aufgeben müssen, weil sie mit dem Preis für USA-Mais nicht konkurrieren können, der dort mit staatlichen Subventionen künstlich verbilligt wird, so daß Mexiko einen immer größeren Teil seines Maisbedarfs aus den USA importieren muß. Wenn dann der Maispreis einmal nach oben ausschlägt, bricht eine "Tortilla-Krise" aus. Wie praktisch, daß man die Schuld dafür, wie unsere Medien es sofort taten, den Biosprit-Erzeugern in die Schuhe schieben kann, anstatt einmal zu fragen wieso das Heimatland des Maisanbaus seinen Eigenbedarf nicht mehr selbst decken kann.

Antwort
von voayager, 33

Abholzung der Wälder, Verseuchung der Gewässer, Verpestung der Luft, AKW-Unfälle, Überfischung der Meere usw.

Antwort
von Schweinsbraten4, 63

Ich würde sagen das waren diverse Ölpests (welche die schlimmste war, weiß ich nicht, glaub die im Golf von Mexico)

Tschernobyl

Das ganze Plastik im Meer (die Folgen kommen erst später voll zu Geltung)

Antwort
von Firebat, 81

Angriff auf Hiroshima
9/11
Tsunami in Japan 2012 (oder 2013)

Kommentar von voayager ,

seit wann wurde der Tsunami in Japan von Menschen gemacht?

Kommentar von TimeosciIlator ,

.....    

Kommentar von Firebat ,

das mit den menschen hatte ich erst danach gelesen (hatte das nur überflogen) hab auch schon versucht, die antwort löschen/sperren zu lassen, aber es tut sich nichts sorryy~

Antwort
von Neutralis, 70

-Klimawandel. -Dauerhaft- aber immer schlimmer
-Atombomben. -Hiroshima und Nagasaki-
-Atomkraftwerke. -Tschernobyl-

Antwort
von josef788, 80

nagasaki, hiroschima,tschernobyl, 

Kommentar von Schweinsbraten4 ,

Warum zählst du Hiroshima und Nagasaki zu den schlimmsten Katastrophen? Es wurden viele Bomben getestet, die weitaus stärker waren!

Kommentar von josef788 ,

das heisst diese zwei bomben haben geringeren schaden angestellt als andere bomben die getested wurden?

Kommentar von Bevarian ,

Kann man durchaus sagen: Mururoa und Bikini waren mal wunderschöne Plätze, auf denen es sich sehr gut leben ließ...!

Antwort
von abibremer, 11

Der GAU von Tschernobyl wurde hier noch gar nicht erwähnt: ergänzend Fukushima und Harrisburg!

Antwort
von halloschnuggi, 47

Krieg krieg krieg

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