Frage von Kingfrosch, 206

Was sind das für vierecke (siehe Bild) an dem Haus vorne und hinterm Haus (Beton Baujahr 1926)?

Was sind das für vierecke (siehe Bild) an dem Haus vorne und hinterm Haus (Beton Baujahr 1926)? - Wurde das Haus schonmal saniert? Beton hält ja nicht ewig und es hat eine große nordwestwetterfront (also oft feucht). Was hat diese Sanierung wohl gekostet und ist damit jetzt jedes Problem gelöst?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von brucko, 83

Man kann das auf dem Bild nicht so genau erkennen. Aber es sind mit Sicherheit Lüftungen für was auch immer. Sie können als allgem. Zuluft oder für Gasöfen dienen. Eine Klimaanlage wäre auch denkbar. Zu der Zeit gab es auch oft unter den Fenstern im Bereich der Brüstungen kleine Einbauschränke die nach außen belüftet wurden. Irgend soetwas wird es sein. 

Antwort
von zorngickel, 39

Das sind die Schutzgitter von den vermutlich ehemaligen Gaseinzelöfen. Die Öfen sind vermutlich nicht mehr vorhanden, die Öffnungen vermutlich von innen zugemauert worden. Die Gitter wurden vermutlich an der Außenwand belassen um etwaige Beschädigungen zu vermeiden. In der Frankfurter Ecke sieht man diese Dinger noch sehr viel

Antwort
von surfenohneende, 2

Das ist wohl Lüftung, Das hatten viele Häuser ab dem 19. Jh bis vor 1945

Antwort
von schelm1, 21

Abgaseinrichtungen für Zimmergasheizungen.

Antwort
von hundeliebhaber5, 141

Das sind die Abgasöffnungen von den Gaseinzelöfen. Statt einem zentralen Heizkessel wurde hier ein Miniheizkessel unter jedes Fenster gebaut. 

Diese Einzelöfen sind sehr ineffizient und Standard der 50-60er.

Kommentar von pharao1961 ,

:-)))

Kommentar von janfred1401 ,

Hört sich plausibel an. Ich frage mich nur, warumm ich in über 30 Jahren und vielen sanierten Häusern aus der Nachkriegszeit, noch nie mit sowas zu tun hatte. Geschweige denn, davon ghört.

Wurde sowas vielleicht nur in bestimmten Regionen gemacht? Ehem. DDR vielleicht?

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Das ist sehr selten. Ich habe das auch nur in Bildern gesehen. Es handelt sich wohl um sehr günstigen Wohnraum.

Das war damals eher "unmodern". Ich kenne mich da auch nicht genau aus. Guter Standard sind diese Öfen jedenfalls nicht.

Stell dir vor du würdest heute ein Haus bauen. Klar kommt da eine WP rein. Gas oder Öl nimmt man im Neubau nicht mehr, wenn man es richtig macht.

Es wäre heute unmodern eine Verbrennungsheizung zu wählen.

Ähnlich war es damals, mit Öfen und ZH.

Kommentar von Kingfrosch ,

Haus steht in Mecklenburg-Vorpommern (Ehem. DDR) und das Haus hat Etagen Gasheizung. Sehr günstiger Wohnraum.

Antwort
von AntwortMarkus, 87

Es können auch Abzüge für die Wäschetrockner  im Keller sein.

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

...unwarscheinlich, da auch die OG und DG diese Teile haben.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Jo stimmt. 

Antwort
von pharao1961, 104

Was die Sanierung gekostet hat, weiß ich nicht. Ich weiß ja nicht, WAS alles saniert wurde.

Diese kleinen Kästchen sind die Abdeckungen einer dezentralen Lüftungsanlage. Das sind (einfach ausgedrückt) Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung die man (hauptsächlich) in die Räume einbaut mit erhöhter Feuchtigkeit. Guckst du hier:

http://www.ebay.de/itm/Luftungsgerat-dezentral-mit-Warmeruckgewinnung-Fernbedien...

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Bei dem Baujahr gab es keine Wohnungslüftungen. Da waren die Fenster so undicht, da brauch man nicht mal lüften. 

Das sind die Abgasöffnungen für Gaseinzelöfen.

Wenn das ein Neubau wäre, dann hättest du mit Sicherheit recht, aber ich denke hier irrst du dich.

Kommentar von pharao1961 ,

Bei DEM Baujahr gab es garantiert noch keine Wohnraumlüftung. Das ist richtig. Aber es gibt HEUTZUTAGE Sanierungen :-). Und da das Gebäude so alt ist, wird wohl irgendwann mal eine Sanierung angestanden haben (alleine schon um mehr Miete verlangen zu können und das gebäude auf den heutigen Stand der Technik zu bringen).

Ich plane und begleite ebenfalls Sanierungen. Da man heute viel Wert auf Energieeffizienz legen muss, wird wohl keiner das Gebäude negativ saniert haben indem er uneffiziente Einzelöfen eingebaut hat :-). Es sind Lüftungsöffnungen, ganz sicher...

Auf der linken Seite siehst du auch noch ein Kästchen. Das ist garantiert der Aussenfühler für die Öl- oder Gasheizung die das Gebäude mit Sicherheit hat.

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Ok, du beschreibst dieses Haus jetzt als "saniert"? Dann möchte ich nicht wissen, was bei dir unrasiert ist.

Kommentar von pharao1961 ,

Naja... unrasiert ist halt mit Bart...

Es hat hier vermutlich eine Sanierung stattgefunden indem man den Mietern das Lüften erspart. Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (neben einer zentralen Lüftungsanlage beim Neubau - was ganz Feines!). Bringt Vorteile für den Mieter (die Wärme die er durchs Fenster hinauslüftet ist halt eben weg... und Vorteile für den Vermieter - er muss niemals mehr nachweisen, dass der Mieter falsch oder garnicht lüftet und so Schimmel produziert.

Kommentar von Kingfrosch ,

Gas-Etagenheizungen, stimmt. Also nix um den beton festzuhalten, weil die Stahlaufhängungen nach 80 Jahren rosten. Anlagentechnik soll von 1993 sein. Energieausweis liegt aber bei 170 kW kWh/m^2*a  das soll 85% Wärmerückgewinnung sein?

Kommentar von pharao1961 ,

Was meintest du mit Energieausweis? War der Kommentar für mich?

Kommentar von Kingfrosch ,

Ich wollte nur mitreden :-) Wollte damit sagen, das du recht haben wirst. Aber Wärmerückgewinnung, bei dem Energieausweis?

Kommentar von Kingfrosch ,

(Aber die Fenster sind auf Kipp sehe ich gerade. Ohje ...)

Kommentar von pharao1961 ,

Wenn das Gebäude nicht energetisch saniert ist (also Wärmedämmung, möglichst aussen - und danach sieht es nicht aus) wird der U-Wert der Wände wahrscheinlich jenseits von Gut und Böse liegen...

Dennoch eine Art von Wärmerückgewinnung ist da durch die Lüftungsanlage. Hauptsache jeder (Mieter und Vermieter) haben ihr Gewissen beruhigt!  ;-)

Kommentar von pharao1961 ,

Tja, Fenster gekippt und Lüftungsanlage... doppelt genäht hält besser!

Kommentar von Kingfrosch ,

Das war jetzt sarkastisch von Dir gemeint. :-)  - So ein Haus zu Dämmen ist doch sicher auch keine gute Idee. Die Feuchtigkeit kommt dann doch nicht mehr aus der Wand außen wieder raus, wenn man da Styropor draufklebt. Dann erhöht sich die Stromrechnung weiter und im Stahlbeton kommt es zu carbonisierung. Was meinst Du wie lange das Haus noch steht? - Ich hätte eher irgendwas mit wärmestrahlung (IR-Heizung oder Pelletofen im EG und OG an die Haupteingangstür gesetzt und das Dach von innen gedämmt)

Kommentar von pharao1961 ,

Es ist immer wieder ein Irrglaube, wenn man meint, man kann die Feuchtigkeit durch die Wände "entlüften". Wände atmen NICHT!!! Das haben die noch nie gemacht oder hast du mal deine Schlafzimmerwand schnaufen gehört? :-)

Alleine durch den Aussenputz auf Zementbasis ist die Hütte schon fast dicht. Ab gesehen davon ist das böse böse Polystyrol (Styropor ist nur von der BASF) diffusionsoffen (im gegensatz zu Styrodur).

Wärmedämmung aussen drauf (MIT Styropor!), Dach gedämmt, Wärmepumpe und dezentrale Lüftungsanlage (zentral geht im Nachinein fast nicht mehr) 3-fach Verglasung und gut ist` s.

Natürlich nur wenn die umlagefähigen Kosten den Mieter nicht erschlagen! :-). Falls doch, dann war die hier getroffene Sanierung bezüglich der Kosten mit Sicherheit überschaubar und der Mieter spart etwas dabei. Er kommt sicher nicht auf Passivhausstandart, aber immerhin...

Heizen mit Strom??? Nie im Leben!

Kommentar von Kingfrosch ,

Da Energiesanieren, macht doch keinen Sinn mehr. Wenn die Wände Dicht wären, wären sie nicht feucht. Immerhin ist das fast hundert Jahre alter Beton. Was meinst Du wie lange so ein Haus so weiter stehen bleibt? (https://www.gutefrage.net/frage/warum-ist-beton-nur-80-jahre-haltbar) Die Wände sind doch nicht von innen, sondern von außen Nass. Wenn die Wand Dicht ist, dann bleibt das Wasser zwischen Wand und Dämmung. Das Foto zeigt Nordwestseite. Pelletofen, muss ja nicht die gute Solarenergie sein und das Wasser an der Wand verdunsten zu lassen. Ob das nun durch das Fenster oder durch die Wand passiert, ist ja egal.

Kommentar von pharao1961 ,

Ich vermute mal, dass nur die Oberfläche des Verputzes nass ist, oder der Anstrich, wohl eher weniger die Stahlbetonwand an sich. Wie lange diese hält wissen wir nicht. Vielleicht nur 80 Jahre - vielleicht aber auch viel viel länger. Es sieht nicht so aus, als wenn die Fassade gedämmt ist.

Kommentar von Wiegald1103 ,

Ich will auch mal mit Klugscheißen: Beton hat seine 100%-Festigkeit nach 28 Tagen erreicht, danach härtet er über Jahrzehnte weiter (Puzzolanische Reaktion). Also wird er sicher länger als 80 Jahre halten. Früher versagen wird er nur in Abhängigkeit durch seinen Gebrauch, je nach Abnutzung, durch äußere Einflüsse und wie seine Beschaffenheit ist. Schaut euch die Aquädukte im alten Rom an, die sind aus opus caementitium, Vorläufer des heutigen Beton, die stehen heute noch. Egal, aber wenn ich mir hier so manche Kommentare durchlese, eijeijei, klingt vieles nach Halbwissen und bei Manchen würde ich raten nochmals ihre Ausbildung aufzufrischen. Hierbei zeigt sich, wieso im Bau so viel Pfusch entsteht, weil vielmals schon die Planer keine Ahnung haben.

Kommentar von pharao1961 ,

Gut geschissen :-)

Kommentar von Kingfrosch ,

können wir vielleicht über whatsapp weiter schreiben? Ich hätte noch ein paar Bilder zum weiter grübeln.

Kommentar von Kingfrosch ,

Anderes klima und Aluminium im Beton, der zur Bauhauszeit nicht zum einsatz kam.

https://de.sott.net/article/11373-Romischer-Beton-uber-2000-Jahre-haltbar-Modern...

der Beton wir härter aber das element verliert an strukturitiät:

https://www.gutefrage.net/frage/nach-wievielen-jahren-ist-beton-komplett-ausgeha...

Kommentar von don2016 ,

hi pharao1961...schade wärst du näher an Köln, könnte man ja mal kommunizieren, aber du bist leider was weit wech..., obwohl ginge hier schreiben schon...bin auch ein alter Altbausanierer, war auch selbst., mache hier und da noch was...liebe Grüße

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