Was sind Auswirkungen von Wirtschaftskrisen auf die Sparkasse?

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1 Antwort

Die Sparkassen, Volksbanken wie wir sie noch bis vor der Finanzkrise 2008/09 kannten, gibt es nicht mehr. Schon vor dieser Zeit gab es Versuche aus Brüssel, die Sparkassen und Volksbanken in Deutschland auszuhebeln. Deren Geschäftsmodell war damals, das Geld der kleinen Leute zu sammeln und in Form von Krediten einmal an mittelständische Unternehmen weiterzugeben, wo man das Risiko aus Ortskenntnis einschätzen konnte und zum andern auf dem Bankengeldmarkt gute Zinsen zu bekommen, wenn bei Großbanken und Unternehmen die Liquidität eng wurde.

Durch die politische Niedrigzinspolitik der EZB ist das vorbei. Die Niedrigzinspolitik hat den Bankengeldmarkt ausgetrocknet, weil die EZB die Großbanken mit Liquidität zuschüttet. Dadurch brach ein wichtiges Bein im Geschäftsmodell der Sparkassen und Volksbanken weg. Zusammen mit BASEL III wird es so für den deutschen Mittelstand, das Prunkstück unserer Wirtschaft, immer schwerer, an Kredite zu kommen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/15/ahnungslosigkeit-der-eu-finanzpolitiker-ruiniert-wirtschaft-in-europa/

Zudem wird die Marge zwischen Einlagenzins und Kreditzins immer enger und die kleinen Banken in Risikogeschäfte gezwungen, wo sie den Großbanken eindeutig unterlegen sind. So hat die EZB geschafft, was Brüssel schon immer in Interessenvertretung der Großbanken wollte. Ich bitte mal folgendes zu lesen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/24/erste-bank-streikt-gegen-die-politik-der-ezb/

Außer in guten Wirtschaftsteilen wird darüber kaum unterrichtet. Das aber sind die wirklich wichtigen Strukturumschichtungen zu Lasten der Normalverdiener und des Mittelstands. Das sind handfeste Strukturen der Vermögensumverteilung! Und all die Grünen und Nachhaltigkeitsapostel merken es nicht. Europa wird zentralistisch umgekrempelt und die Politik begünstigt hinter einem Schleier scheinbar sozialer Verteilung ihre vermögende Klientel. Was nicht über Steuer- und Gebührenerhöhungen finanziert werden kann, macht man über Schulden und deren Kreislauf füttert man mit dem Abschmelzen der kleinen und mittleren Vermögen und den mit Schulden vollgepackten Ansprüchen künftiger Rentenempfänger. Da läuft ein großer Umverteilungsprozess und die meisten, die sich links nennen, schüren das Feuer noch mit. Das große Kapital lacht sich kaputt und die sozialistischen Schuldenmacher begeben sich immer mehr in dessen große Abhängigkeit. Die ALFA, die Partei der Volkswirte, ist die einzige, die das auf den Punkt bringt. Selbst die FDP versagt total. Unsere Medien wollen oder können das nicht mehr durchleuchten.

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Kommentar von pblaw
26.02.2016, 18:13

Hallo, Herr Community-Experte. Deine Ausführungen sind mehr politischer Art denn wirtschaftlicher und zudem am Thema vorbei. Ohne Ideologie:Sparkassen / Genossen arbeiten im lokalen Raum und können schneller und flexibler auf Krisen reagieren. Fast alle die Regionalbanken sind wirtschaftlich stabiler aufgestellt als Privatbanken. Das Eigenkapital wird bei den Sparkassen aus den selbst erwirtschafteten Gewinnen erzielt und nicht über die Börsen hereingeholt. Beide Gruppen unterhalten gruppemneigene Haftungsfonds. Unabhängig davon können Sparkassen nicht insolvent werden, das die Eigentümer die Öffentliche Hand (Stadt, Kreis) ist.

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