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Was sind Anzeichen für Legasthenie?

gefragt von Mary70 am 16.06.2007 um 17:42 Uhr

Wie diagnostiziert man eine Lese-Rechtschreib-Schwäche? Was ist der Unterschied zwischen der Krankheit und jemandem der einfach schlecht liest und schreibt? Wieviele Menschen leiden darunter?


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schurke
beantwortet von schurke am 16. Juni 2007 20:07
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Mein kleiner Bruder ist Legastheniker, er hatte uns vor vielen Jahren, wir waren alle noch Kinder, aus seinem Ferienort eine Brief geschrieben, wir konnten ihn nur nicht lesen, sah ungefähr so aus wie das was loopwithme geschrieben hat. Mein Bruder hat uns den Brief sehr flüssig vorgelesen, als er wieder zu Hause war. Legastheniker sind nicht dumm, sie sind meistens in den Naturwissenschaftlichen Fächern und in Mathe sehr gut. Mein Bruder durfte Arbeiten in den Naturwissenschaftlichen Fächern immer vortragen, seine Rechtschreibschwäche wurde bei diesen Arbeiten nie bewertet. Er hate einen Beruf erlernt und sich später selbstständig gemacht, wenn man Hilfe hat, geht alles.


anonym
beantwortet von nobnob am 17. Juni 2007 08:07
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Lese-/Rechtschreibschwäche ist die schwächer ausgeprägte Form einer Legasthenie.... Von Legasthenie spricht man, wenn die Lese-/Rechtschreibleistung schlechter ist als es die übrige Intelligenz erwarten lässt..... Hat man aufgrund der schlechten Lese-/Rechtschreibleistungen den Verdacht, das Kind wäre davon betroffen, kann man in der Schule von der Beratungslehrkraft einen Intelligenztest und einen Lese- und Rechtschreibtest machen lassen. Gibt es dabei größere Unterschiede (eine größere Diskrepanz), erhält das Kind ein entsprechendes Attest und somit einen Nachteilsausgleich (mehr Zeit für Probearbeiten in allen Fächern und keine bzw eine zurückhaltende Bewertung der Rechtschreibleistung).


Patron
beantwortet von Patron am 17. Juni 2007 09:28
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bei sehr vielen legasthenikern scheint es - vielleicht zusätzlich - eine rolle zu spielen, dass sie verkappte linkshänder sind. wenn zb kurz nach schulbeginn eine ziffer 5 seitenverdreht geschrieben wird, ist das typisch für die verborgene linkshändigkeit. da scheint mir dann sinnvoll, mal bewußt die linke hand zu betonen, auch zum schreiben! auch scheint sinnvoll, übungen zur rechts-links-koordination zu machen, zb ein pc-übungsprogramm benutzen für die erlernung des 10-finger-blindschreibens am pc oder an der schreibmaschine. gut ist auch klavier-unterricht.


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 16. Juni 2007 17:50
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Hier ist das alles sehr gut beschrieben: http://www.legasthenie.net/index.php5?p=/legasthenie


america
beantwortet von america am 16. Juni 2007 19:29
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es kann auch ander folgen haben. Zb Augenprobleme, Nervusität.





loopwithme
beantwortet von loopwithme am 16. Juni 2007 19:54
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Isch wais nischd, wi mann aine Lekasdeni veßtsdelen kan! ;-)


anonym
beantwortet von poetvl am 16. Juni 2007 22:03
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Ähnliche Fragen gab es schon. Legastheniker schreiben so wie sie es hören, auch Dialekt.Meistens ohne h oder Doppellaute, Kleinschreibung bzw. Grosschreibung ist sehr schwer zu unterscheiden. Legastheniker lesen nicht gerne, weil es sie sehr anstrengt. Die Lese- rechtschreibschwäche, wie es noch genannt wird, haben mehr Menschen als man glaubt und weiss. Durch gezielte Förderung ist sehr viel möglich. Mein Sohn ist auch Legastheniker, ist aber wirklich wie Schurke schreibt, im Mathe und auch den naturwissenschaftlichen Fächern ein Genie, und bringt beste Noten. Die relevanten LRS Fächer wie Deutsch werden entsprechend der LRS gewichtet.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 17. Juni 2007 13:14
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Wieviele Menschen leiden darunter?

Vor einigen Jahren war Legasthenie das grosse Thema und bei vielen Kindern wurde das angeblich auch festgestellt, obwohl sie meist gar nicht vorlag, sondern die lieben Kleinen nur zu faul waren zum Üben oder sie sich in diesem Punkt einfach nicht mit der üblichen "Standardgeschwindigkeit" entwickelten.

Inzwischen hat sich das etwas gelegt und dafür haben sie jetzt plötztlich reichlich AHDS - es muss eben immer mal wieder eine andere Sau durch Dorf gejagt werden.

Sicher gibt es Legasthenie und sicher auch AHDS, aber beides betrifft und betraf tatsächlich nur eine kleine Minderheit.


krubi
beantwortet von krubi am 17. Juni 2007 22:48
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Was poetvl schreibt, kenne ich auch von meiner Tochter. Ihre Aufsätze und Diktate waren in der Grundschule grauenvoll - die Lehrerin meinte damals, die Rechtschreibung grenze an Legasthenie.

Trotzdem kam meine Tochter aufs Gymnasium. Dort hatte sie einen Deutschlehrer, mit dem sie gut zurecht kam. Und plötzlich ging es mit der Rechtschreibung. Durch entsprechende Förderung ist vieles möglich.

Sicherlich leiden mehr Menschen darunter als man denkt. Hier finden sich interessante Infos:

http://www.dr-gumpert.de/html/legasthenie.html


daddbr3
beantwortet von daddbr3 am 3. Juli 2007 18:24
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Ein (guter) Lehrer erkannte bei meinem Neffen Legasthenie. Mit einer Therpie wurde das behoben - inzwischen hat er promoviert, mehrere Bücher veröffentlicht und hat soeben eine Professur angetreten.




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