Frage von r5999j, 120

Was sind aktuelle Konflikte zwischen Religion und wissenschaft ?

Antwort
von nobytree2, 65

Die Religionen verstehen sich ja ebenfalls mitunter wissenschaftlich (Theologie und Philosophie als Universitätsdisziplinen).

Es gibt sehr viele Ausgestaltungen, wie Religion und Wissenschaft gegenübergestellt werden können, hier ein paar Beispiele:

  1. Naturwissenschaft - Religion: Physik: Z.B. Entstehung des Universums aus einem Quasi-Nichts (widerlegt jedoch nicht die Gottesexistenz, allenfalls nur gewisse Gottesbeweise, die sich zu sehr auf die beobachtbare Kausalität gestützt haben), unendlich-zeitliche Ausdehnung des Universums (widerlegt Gott ebenfalls nicht, da Gott ewig, also zeitlos ist), relativitätstheoretische und physikalische Neuausrichtung von Kausalität und Wahrscheinlichkeit (hat aber wenig Berührungspunkte mit der Religion, mehr mit Auswüchsen mancher Philosophen).
  2. Naturwissenschaft - Religion: Biologie, hier vor allem die Evolutionstheorie als Reibungsfläche zur Schöpfungsgeschichte, wenn man sie als Kreationist liest (was aber aus z.B. katholischer Sicht überhaupt nicht zwingend ist).
  3. Religion -ungebundene Ethik/Rechtswissenschaften/Soziologie etc. - Religion: Stammzellenforschung, Eingriff in die Entstehung des Lebens, Sterbehilfe, Todesstrafe, Militäreinsätze, sonstige Eingriffe in das menschliche Leben, Menschenrechte, Stellung der Frau, Emanzipation, Gleichberechtigung, Verhalten gegenüber dem Tier (koscher Schlachten), gegenüber der Umwelt (dort wird aber eher Konsens erreicht, weil es keine entgegenstehende religiöse Normen gibt).

Im Ergebnis sind aber sämtliche Konflikte Scheinkonflikte. So sagen die Naturwissenschaften nur etwas gegen die Religion aus, wenn die Religion für Aussagen über die Kosmologie oder die Evolution, über Kausalität und sonstige naturwissenschaftliche Gegebenheiten verwendet wird. Belässt man die Religion in der Gottesfrage, in Glaubensfragen und in der Moral, gibt es keine Reibungsflächen, da die Gottesidee keinerlei naturwissenschaftliche Gegebenheit impliziert.

Reibungsflächen können sich zu geisteswissenschaftlichen Aussagen ergeben (Punkt 3), aber dort gibt es nur Scheinkonflikte, weil die Axiomatik jeweils eine andere ist. Religionen haben ihre Offenbarungen und Ausformulierungen, die religionsungebundenen Wissenschaften nehmen eben andere Axiom-Systeme und können zu anderen Ergebnisse kommen. Solange die Axiome verschiedene sind, ist der Konflikt mehr eine Folge zwischen Glaube aus Offenbarung und Glaube aufgrund eigener Überlegung (z.B. Sterbehilfe) als jetzt wirklich eine "wissen"-schaftliche Problematik. Das wird dann schnell eine Frage der moralischen Entscheidung, weil in der Ethik eine Erkenntnis im Sinne einer empirisch-induktiven Beweisableitung schwieriger ist als in Naturwissenschaften. Analytisch-deduktives Vorgehen in der Ethik ist hingegen wieder ein Suchen nach Axiomen.

Antwort
von Hamburger02, 35

Beide, Wissenschaft und Religion, versuchen die Welt zu erklären und aus dieser Welterklärung Vorhersagen abzuleiten.

Die Religion erklärt alles mit Gott und Vorhersagen sind Prophezeiungen.

Die Wissenschaft erklärt alles mit wissenschaftlichen Theorien und trifft ihre Vorhersagen durch Berechnung oder Simulationen.

Wenn man nun überlegt, welcher Ansatz sinnvoller ist, kommt es zum Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion. Die Erklärungen der Wissenschaft und deren Vorhersagen haben uns immerhin in die Lage versetzt, Menschen auf den Mond und wieder zurückzubringen. Die Wissenschaft hat Fortschritt gebracht, der auch dem einfachen Volk ein Leben in Freiheit und Wohlstand beschert. Und selbst Gläubige gucken den wissenschaftlich begründeten Wetterbericht, wenn sie das morgige Wetter wissen wollen und nicht in die Bibel.

Die Welterklärung der Bibel/Koran/Thora und deren Vorhersagen haben rund 1800 Jahre gar nichts an Fortschritt gebracht und das einfache Volk vegetierte in Armut und Unterdrückung, während Adel und Klerus in Saus und Braus lebten.

Daher lautet zumindest für mich die Lösung, sich eher auf die Wissenschaft als auf die Bibel, den Koran oder die Thora zu verlassen, weil der wissenschaftliche Ansatz wesentlich leistungsfähiger und damit sinnvoller ist.  Dazu kommt, dass viele antike religiöse Erklärungen als falsch entlarvt wurden, sodass am Rest der noch nicht widerlegten Behauptungen auch begründete Zweifel angebracht sind. 

Antwort
von Viktor1, 38

Hallo,

Die Fragen hierzu, wie auch deine, werden meist zu allgemein gestellt.
Auch die polarisierende Tendenz ist nicht hilfreich für den "Fragenden" (wenn der das wirklich wissen will oder nur irgendeine Anti-Aktion lostreten will) weil sie etwas "feststellt" was ja erst "hinterfragt" (verifiziert)werden soll.
Konflikte gibt es nur dort, wo Interessen oder "Besitzstände" verteidigt werden.
Dies ist z.Bsp. bei der christl. Religion kaum der Fall.
Konflikte kann es geben (gibt es) dort, wo "Religionsgruppen" (im weitestem Sinne) in der sozialen Kommunikation und oder dem gesellschaftlichem Zusammenleben mit anderen (also in einem Staat) darauf bestehen, daß entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse Entscheidungen aufgrund religiöser
Vorgaben getroffen werden sollen.
Dies ist z.bsp. der Fall, wenn aus Lehrplänen an den Schulen die Evolutionstheorie gestrichen werden soll (USA) weil sie der "Bibel" nicht entspricht. In Ländern mit (musl.) Staatsreligion  kann umgekehrt Wissenschaft (von "oben") unterdrückt werden weil die rel. Lehre partiell nicht gestützt wird, z.Bsp. in der historischen Forschung u.a.
Grundsätzlich kann es eigentlich keine Konflikt gegeben da eben "Glaube" und Wissenschaft nebeneinander existieren.
Wer dies akzeptiert, egal von welcher Seite (Standpunkt), kommt nicht in Konflikt.
Leider tun dies weder streng Schriftgläubige oder viele Atheisten und Religionsgegner nicht beherzigen - wie man auch an den Beiträgen auf dieser Plattform ersehen kann.

Gruß Viktor

Antwort
von logyguy, 49

Guten Tag,

In der Wissenschaft werden unter enormen Aufwand Sachverhältnisse durch wissenschaftliche Forschung aufgeklärt. Die aktuelle wissenschaftliche Meinung kann sich ändern, beim Auftreten von neuen Beweisen. Man kann Dinge auf Grund des aktuellen Wissens vorhersagen und Prognosen treffen.

Die Religion kann das alles nicht, sie erklärt alles und somit nichts. Durch Glaube lernt man Sachverhältnisse zu akzeptieren, ohne diese zu hinterfragen und das ist der Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft.


Antwort
von tinimini, 37

Die Erde ist eine Scheibe, die Erde ist eine Kugel.

Die Erde dreht sich um die Sonne   dieSonne dreht sich um die Erde,

Die Erde entstand in 4 Milliarden Jahren..... die Erde entstand in 6 Tagen.,......usw.  

Kommentar von comhb3mpqy ,

kennen sie die Meinung der katholischen Kirche zu der Möglichkeit, dass es die Evolution gibt? Wenn nicht, dann suchen sie dannach doch mal im Internet.

Antwort
von gamine, 17

Auch wieder so eine dumme Trollfrage. Was soll das für eine Frage sein? Auf so etwas erwartest du auch noch Antworten?

Wenn du hier fragen willst, dann bitteschön: formuliere deine Frage aus, erzähle was über die Gedanken, die du dir dazu schon gemacht hast...

Aber dein/euer Ziel ist es vermutlich GF zu zerstören, weil hier die Menschen miteinander kommunizieren und versuchen einander zu helfen. Das passt euch nicht!

Kommentar von nobytree2 ,

Ich vermute mal eher, die Frage wurde für ein Schulreferat gebraucht.

Kommentar von gamine ,

Umso schlimmer. Für ein Schulreferat sollte man sich schon ein paar Gedanken selber gemacht haben.

Antwort
von FreundGottes, 32

Welche Religion und welche Wissenschaft? 

Wenn es widersprüchliche Aussagen gab, dann musste sich bisher stets die Religion - egal welche Religion - der Wissenschaft anpassen. Z.B. steht im Buch Hiob, dass es feuerspeiende Riesentiere gebe. Einige Juden und Christen glauben und behaupten deshalb noch immer, dass es das zumindest "früher" mal gegeben hat, aber die Mehrzahl der Juden und Christen will überhaupt nicht darüber nachdenken. Solche Fehler in den Heiligen Texten werden verdrängt.

Wenn es widersprüchliche Aussagen zu moralischen Aspekten gibt, beharren die Religionen zumeist auf ihren historischen Aussagen. Z.B. behaupten die monotheistischen Religionen dass Homosexualität etwas Böses ist, während die Biologie, Psychologie und Soziologie der Ansicht sind, dass die  Verurteilung von Homosexualität etwas Böses ist. 

Antwort
von Eselspur, 46

Ob Forschung legitim ist, wenn Embryos dabei getötet werden, dafür aber sehr viel Geld zu machen ist.

Antwort
von voayager, 16

Alle Religionen sind notorische Feinde der Wissenschaft und müssen daher bekämpft werden.

Antwort
von arevo, 20

Ein aktueller Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft im Westen, ist der zwischen Ethik, zumindestens ein Teilgebiet der Religion, und den modernen Naturwissenschaften.

Ein weitaus größer Konflikt besteht zwischen den Ansprüchen des Islam und den modernen Naturwissenschaften .


Kommentar von arevo ,

#arevo KORREKTUR

2.Absatz

....ein weitaus größerer....

Antwort
von Andrastor, 25

Die Wissenschaft findet Antworten.

Die Religion erfindet Antworten.

Alle Konflikte kann man auf dieses einfache Prinzip runterreduzieren. Denn obwohl die Religion ihre Antworten nur erfindet, hält sie diese für die Wahrheit und oft dauert es Jahrhunderte bis die Wissenschaft die Religion vom Gegenteil überzeugen kann.

Antwort
von KaffePrinz, 71

aktuell wie auch in der vergangenheit stützt sich religion auf glauben, die wissenschaft bezieht sich auf fakten..

Kommentar von Garfield0001 ,

Fakten sind doch unabhängig davon ob sie bewiesen werden können oder nicht. Und "Glaube" heißt ja nicht "vermuten" sondern "wissen ohne Naturwissenschaftliche Beweise".

Auch Wissenschaft geht nur von dem aus was sie sieht/beweisen kann. Aber sie weiß weder alles noch kann sie alles beweisen. 

Schlimm finde ich wenn dann wissenschaftler kommen und deshalb behaupten: wir können es nicht sehen/beweisen,  also muss es falsch sein. 

Kommentar von KaffePrinz ,
Fakten sind doch unabhängig davon ob sie bewiesen werden können oder nicht

ach?

fakt, definition....= tatsache


Kommentar von logyguy ,

Guten Tag,

kein Wissenschaftler sagt das. Ein Wissenschaftler sagt, wenn etwas noch unerforscht ist, dass dies noch unerforscht ist.

Oft besteht allerdings die Möglichkeit anhand von Fakten eine Wahrscheinlichkeit anzugeben.

Kommentar von KaffePrinz ,

dir auch einen guten tag,

das wort wissenschaft..

besteht bereits aus dem teil..."wissen"..

eigentlich selbstsprechend..

und wissen ist ganz etwas anderes als glauben oder vermuten..

wissenschaft findet ihren fortschritt in experimenten die auf wissen basierend sind..

als basis wird das wissen dann erweitert. mit logisch aufgebauten strukturen eines glaubens..verdachts..oder eventualitäten..

allerdings geht die wissenschaft in einer sackgasse angekommen, nicht stur weiter, sondern durch diese erkenntnis wird wieder dort angesetzt, wo das basierende wissen vorhanden ist..

Kommentar von logyguy ,

und was hat das zu meinem Kommentar auf Garfields,

schlimm finde ich wenn dann wissenschaftler kommen und deshalb behaupten:
wir können es nicht sehen/beweisen,  also muss es falsch sein.

zu tun?

Kommentar von KaffePrinz ,

warum sollte es mit deinem kommentar auf garfields kommentar in verbindung stehen?..

Antwort
von Matermace, 50

Kommt ganz auf die Religion an

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