Wolfgang Joost am 01.10.2007 um 13:32 Uhr
Überall wird jetzt geschrieben, dass die Bußgelder fast bis zu 100 Prozent angehoben werden sollen für bestimmte Delikte für unbelehrbare Fahrer.

Sehr viel weniger Regeln und deren Einhaltung dann besser überwachen ergäbe mehr Sinn.

Da sie keinen Einfluss auf irgendwelche Änderungen haben (wie die Erfahrung in anderen Ländern zeigt), ist das nur ein Mittel, um Steuerzahlern noch zusätzlich in die Tasche zu greifen. Und wenn ich jetzt noch das "Selbstlob-Argument höre "Ich bin immer und in jeder Hinsicht gesetzestreu"...

"Wenn Verkehrsminister Tiefensee mit der Androhung drastischer Geldbussen gefährliche Raser, Drängler, Alkoholiker und andere auf Deutschlands Strassen verkehrende Zeitbomben entschärfen will, so ist das aller Ehren wert. Aber man wird beim Studium seines Straf-Katalogs den Eindruck nicht los, dass es hier nicht nur um die Erhöhung der Verkehrssicherheit geht, sondern auch um Mehreinnahmen für den Staatssäckel. Und das ist unehrlich." (Westdeutsche Zeitung, Düsseldorf)

Damit löst man die Probleme nicht.
Zwar schreckt die höhe einer Strafe ab aber hohe Strafen bringen nichts wenn sie nicht durchgesetzt werden. Ich finde die Strafen hoch genug. Was mehr abschrecken würde wären öftere Kontrollen.
Dann triffts die dauerverkehrssünder automatisch öfters als jemanden der mal aus versehen unachtsam ist.
Genau so sehe ich das auch.
thebrain hats recht gut dargestellt, worum es geht. Nur in Teilen wäre ich für ne Verschärfung: z. B. isses ein Skandal, daß das Laufenlassen des Motors nur mit 10 € bestraft wird. Angesichts der vielen gedankenlosen notorischen Umweltverschmutzer, die früher nur im Winter den Motor WARMlaufen ließen (was ihm eher schadet) und nun auch noch im Sommer die Klimaanlage laufen lassen ist eine Buße von 100 € angemessen!
kennst du jemand der überhaupt schon mal wegen laufendem Motor bestraft wurde? ...ich nicht
Ich kenne niemand, hab aber solche Umweltschweine schon mehrfach angezeigt. Wenn derjenige die Buße bezahlt, erfährt der Anzeigeerstatter nie, was passiert ist. Nur dann wenn der Angezeigte Einspruch erhebt, würde ich davon erfahren. Also geh ich davon aus, daß auch Leute verknackt wurden ...
Ob es wirklich was bringt die Strafen zu erhöhen, werden wir wohl abwarten müssen. Aber ich denke nicht, dass das die Verkehrssünder wirklich abschrecken wird.
Ich bin gegen die höheren Strafen weil es dann meißt die falschen trifft. Besser wäre es mehr Kontrollen einzuführen als die Strafen hochzusetzen. Wie schnell geht es das man irgendwo ein Schild übersieht weil es einfach blöde aufgestellt ist und schon wird man zu Kasse gebeten. Sollen sie lieber die Autofahrer mehr rausziehen die auf der Autobahn mit 200 einen ander Stoßstange hängen und ständig Lichhube geben obwohl es vor einem selbst auch nicht schneller geht.
Lieber mehr Kontrollen machen, denn was nützen mega hohe Strafen wenn es keinen gibt, der das kontrolliert. Seit 2001 wird bei der Polizei nur abgebaut....
Wer nicht hören will, muß eben zahlen!

Wenn der Staat im Strassenverkehr voll zulangt, weil das kassieren da halt so einfach ist und andere strafbare Delike wie Internetkriminalität eher links liegen lässt, weil da die Rechtsverfolgung etwas komplizierter ist, muss er sich vorwerfen lassen, dass die Höhe der Bussgelder im Strassenverkehr mehr als Einnahmequelle als Abschreckungsmittel angedacht sind.
lass sie zahlen, jeder weiss was er macht im strassenverkehr.
find ich vollkommen richtig.. vllt merken die rasenden, saufenden und drängelnden spinner dann mal das sie sich falsch verhalten im verkehr... wenn sie es so nicht merken dann muss es eben der geldbeutel merken...
Das ist nur Geldmacherei mit der Wirkung und löst nicht die Ursache.

Höhere Strafen bringen nichts außer Geld in die maroden Kassen:: Die meisten Diebstähle in England wurden wärend der Hinrichting von Dieben begangen. Ich sehe es als reine Abzocke, wenn z.B. nach einem Verkehrsverstoß auf der BAB nach zwei Monaten der Anhörungsbogen eintrudelt. Wer z.B. zu schnell fährt, sollte in aller Ruhe zwei Stunden an Ort und Stelle belehrt werden: Das wirkt und dient tatsächlich der Verkehrserziehung. Alles andere ist staatliche Abzocke unter falschen Vorgaben! Parkplätze werden reduziert; Bußgelder für Falschparken aber erhöht: Wer kann darin eine "verkehrserzieherische Maßnahme" sehen? Habe Führerschein -alle Klassen- und keinen Punkt weil: als erfahrener Fahrer weiß man wo gelauert wird!

Es passieren einfach zuviele unnötige Unfälle.
Auf dass die Straßen sicherer werden!
ich weiß es ehrlich nicht. sicherlich berechtigte verkehrssünder, notorische falschparker und drängler gehören bestraft.
aber wenn ich mal mit 70 durch ne 60er baustelle fahre oder auf der autobahn auf 60 wegen stau beschränkt ist, der aber schon längst nimmer existiert. oder wenn mir jemand in meinen sicherheitsabstand fährt und ich dann "zu nah aufgefahren bin" des sind so sachen. ..... da mag ich eigentlich net no mehr zahlen müssen wenns wäre.

Wobei ich denke, dass Geldstrafen, unabhängig von der Höhe, einen eher kleinen erzieherischen Effekt haben. Man sollte häufiger das Fahrverbot anwenden, das wäre für die Meisten eine wirkliche Strafe.
Hast Du auch mal an die Leute gedacht, die mit dem Fs. ihr Geld verdienen müssen? Ich hab 2000 mal n Blechschaden verursacht. weil ich n Rotlicht übersehen habe. Gab 1 Monat Fahrverbot, also Zwangsurlaub . Ich hätt lieber ne Geldbuße bezahlt. Reiche Leute juckt ein Fahrverbot nicht, wie ich aktuell am Sohn meines Vermieters sehe. Er leiht sich einfach nen Fahrer aus dem Betrieb seines Vaters aus und über das Steuerrecht bezahlen wir alle diesen Chauffeur mit! Dann lieber mehr Geldbußen und die NACH EINKOMMEN gestaffelt!

Die Erhöhungen sind bei den meisten Delikten berechtigt. Aber es gibt welche, die ich für unsinnig halte. Wenn zum Beispiel ein LKW-Fahrer, der unter Zeitdruck einen Termin einhalten muss, und beim Zuschnellfahren oder beim Nicht-Einhalten-der-Pausen ein Bußgeld zahlen muss. Das sollte die Firma zahlen und nicht er. Oder sein LKW weist Mängel auf, dann muss er auch ein Bußgeld zahlen. Dafür sollte nur die Firma zur Rechenschaft gezogen werden. Das halte ich für ungerecht, denn wenn er nicht fährt, verliert er seinen Job.
ladiana am 1. Oktober 2007 14:07 Da hast du recht,nicht nur der LKW fahrer soll Pünkte bekommen sondern auch der Chef.Nur so kann termindruck vermieden werden.
ja ich finds auch schlimm das lkw-fahrer beinahe gezwungen werden mit verkehrsunsicheren lkws zu fahren.

Strassen müssen sicherer werden.
Knowledge am 1. Oktober 2007 16:26 Hm..Und wie willst du das machen?
Für die verrückten Drängler auf Autobahnen und generell Raser durch 30-Zonen bzw. auf Landstraßen mit 150 oder noch schneller zu fahren gehört auf jeden Fall Fahrverbot!!! Strafe ärgert die zwar, aber die fahren deswegen wieder genauso schnell. Wenn sie mal nen Monat oder zwei zu Fuß gehen, schalten sie vielleicht mal das Hirn ein.
wobei grad die, die absichtlich so fahren sich auch noch völlig ungerecht behandelt fühlen, wenn sie dann doch mal erwischt werden und gleich zum rechtsanwalt laufen.
Knowledge am 1. Oktober 2007 16:23 Und die Linksfahrer und Überholer, die ohne in den Spiegel zu sehen, rausfahren und die "Oberlehrer" und...
Heartlight fährt wahrscheinlich mit einem Opel Corsa auf einer offenen Strecke nur links, aber er ist ja nicht schuld, denn wir sind ein freies Land mit mündigen Bürgern
@excabe: vielleicht solltest du erstmal meine Antwort richt lesen, bevor du so einen Kommentar abgibst.
also ich meine die leute die wegen Alkohol und Drogen mehr zahlen ist ok aber das andere mehr zahlen finde ich schon ganz schön hart
Im Vergleich zum Ausland ist es in Deutschland immer noch ziemlich billig.
auch ich kann mich der meinung viele hier nur anschließen - wirken würden nur häufigere kontrollen
Die "Raser" und "Drängler"(ich erinnere nur daran, dass wir in Deutschland Rechtsfahrgebot haben) wird das nicht interessieren. Diese Fahrer haben meistens teure Autos mit viel PS. Wer sich ein Mercedes für 60.000.-€ leisten kann, hat monatlich ca. 1000.-€ an Steuern, Versicherung, Sprit, Reparaturen und ev. Leasing zu berappen. Dieses Klientel zahlt die 500.-€ mit links. Hier wird einfach nur der kleine Mann abgezockt und denen tut es weh. Aber irgentwo muss der Staat ja Geld hernehmen.

Trifft wieder hauptsächlich die Vielfahrer!

Den meisten tut es nicht wirklich weh, wenn sie ein paar Euros zahlen müssen. Und leider muss es das wohl.
Was heißt hier 'mehr Kontrollen'? Kann sich nicht jeder selber etwas an die Kandare nehmen?
Immerhin sterben noch viel zu viele auf den Straßen und oft sind es nicht die Verursacher des Unfalls. Die Strafen für solchen Leichtsinn können nicht hoch genug sein!
Strafen werden daran nichts ändern solange es keine Kontrollen gibt die die vorhandenen Strafen anwenden.

von mir aus 200% und ohne weiteren Kommentar, sonst raste ich aus und es wird ein Roman