Ich habe gestern ja schon die Frage über Trotz gestellt. Unser Sohn ist 3 1/2 Jahre und manchaml sehr trotzig, wenn er etwas nicht bekommt. Er sagt dann er müsse in die Hose machen u.s.w. Gestern hat mir jemand geschrieben, das ich zu einer Erziehungsberatungsstelle gehen soll, muss man deas in dem Alter schon oder würdet ihr das tun?
Warum setzt du ihm nicht einfach Grenzen? Erziehung begint vom ersten Tag an und nicht erst nach einem Bestimmten Alter. Dann Laß ihn in die Hose machen und zeige Ihm Konsequenzen. Danach weiß er, dass er damit keinen Erfolg hat und wird es nicht mehr tun. Kinder testen immer wieder ihre Grenzen. Zeige sie ihm und er wird sie Akzeptieren. Nichts anderes möchte dein Sohn damit erreichen.

Ist es so schwer, ein Kind verbal zu erziehen ? Man kann einem trotzigen Kind doch ohne weiteres erläutern warum es nicht schön ist, z. B. mit ner nassen Hose herum zu laufen usw...
Manchmal nutzt reden nicht! Dann müssens die Racker am eigenen Leib erfahren. 3 1/2 ist das richtig Alter für solche Trotzphasen. Setz ihm Grenzen und lass ihn Konsequenzen spüren (nicht schlagen natürlich - aber nasse hose, wenn er reinmacht; früher ins Bett, ....

Du musst es natürlich nicht.
Aber wenn Du alleine mit dem Problem nicht fertig wirst, ist es ratsam sich Tipps und Trick von Personen zu holen, die damit Erfahrung haben.
boriswulff am 23. Dezember 2008 09:17 Ich weiß ja das Du es nicht horen willst aber Kinder brauchen Führung, Regeln und Grenzen.

ICh würde erst einmal mit dem Kinderarzt sprechen. Er kann DIr auch sagen ob das Verhalten normal ist oder ob etwas anders vorliegen könnte. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten
Da wäre ich aus der Erziehungsberatungsstelle bei 3 Söhnen wohl kaum noch raus gekommen ;-)
Diese Trotzphase vergeht auch wieder. Am besten dem keine große Beachtung schenken. Je mehr Du darauf eingehst, desto trotziger wird der kleine Mann. Und sollte er wirklich in die Hose machen, dann lass ihn mal eine Weile damit rumlaufen und mach ihn nicht gleich sauber....

Wenn man sich als Elternteil überfordert fühlt, machtlos und ratlos und dieses Gefühl länger anhält, und wenn es innerhalb der Familie nur noch zu Streit, Tränen und Kopfschmerzen kommt, dann ist es IMMER gut , sich Rat und HIlfe von außen zu holen.
Eine Familienberatungsstelle der Caritas oder Diakonie oder einfach ein gutes Gespräch mit dem Kinderarzt können Wunder wirken. Manchmal reichen nämlich 2,3 Hilfestellungen und Tipps von einer neutralen Person und die Welt sieht schon wieder besser aus.
Und trotzige Kinder können einem als Eltern echt den letzten Nerv rauben. Und wenn die Nerven schon gerissen sind, dann muß eben Hilfe her. Das ist nicht schlimm.
Denke nicht das Du das musst, Trotzphasen sind ganz normal.Kinder probieren ihre Grenzen aus,wichtig ist das Eltern Grenzen setzen.

Repekt, in dem Alter schon etwas von Erpressung zu verstehen. Dann muss er lernen, dass es nicht funktioniert. Eine vollgemachte Hose ist nämlich sein Problem, nicht Deins. Wenn er das absichtlich gemacht hat, soll er auch damit herumlaufen, und wenn er dafür ausgelacht wird, weiß er, was bei Erpressung herauskommt. Manchmal geht ein Schuss nach hinten los.

Mach es so, wie es sich für dich gut anfühlt. Wenn du denkst "super, bei der Erziehungsberatungsstelle bekomme ich Tipps, die ich gut brauchen kann", dann geh hin. Wenn du aber merkst, dass da ein wie-auch-immer-gearteter-Widerstand in dir ist, dann musst du auch nicht zu Beratung gehen. Merke dir "im Hinterkopf", dass das Angebot besteht und schaue, ob und wann du es in Anspruch nehmen willst. Ich sehe es in deinem Fall nicht als dringend notwendig.
Das Trotzalter kennen alle Eltern gut. Tausche Dich in Elterngruppen oder in Webforen wie eltern.de aus. Es gibt eine Menge, was Du tun kannst. Ich erinnere mich an einen Fall, den eine Mutter schilderte, da warf das Kind den Teller beim Essen jedes Mal demonstrativ auf den Boden. Zuerst dachte sie, das passiere unabsichtlich, dann erst bemerkt sie das "Mami-tyrannisier-Spiel". Sie gab dem Kind zu verstehen, dass es kein Essen haben wird, wenn es auf den Boden fällt und schmutzig wird. Ich glaube, sie musste es wirklich einmal hungrig lassen, dann klappte es aber schnell und das Kind saß artig und ruhig bei Tisch, sagte "Mami Hunger!" und warf nie mehr was runter.
moon73 am 23. Dezember 2008 09:31 Guter Tipp der Hinweis auf die Elternforen, das hilft nämlich ungemein sich mit anderen Eltern auszutauschen:
Das hier kann ich empfehlen: http://www.eltern.de/foren/forumdisplay.html?f=335

Grenzen setzen. Das ist so wichtig, sonst tanzt er dir spätestens in der Pupertät auf der Nase herum. Die erste Zeit ist anstrengend, aber dann siehst du deine Belohnung.
Am besten sachbezogene Grenzen setzen. "Probierst du kein Gemüse (er muss ja nicht aufessen, aber probieren, gibt es keinen Nachtisch oder Eis am Nachmittag." Oder: "du willst in die Hose machen, also gut, dann rennst du mit einer nassen Hose herum, ich nicht, da ich auf Klo gehe." Wär aber gut, wenn du sie kommentarlos nach 20 Minuten wechselst. Zieht er die Hose alleine aus und lässt sie liegen, muss er sie in die waschmaschine, Schmutzwäsche oder Badewanne legen. Wenn nicht, gibt es wieder eine Konsequenz,z.B. die Hose ist laaange in der Wäsche und er kann sie nicht anziehen (1 Woche länger als normal, sonst ist er herausgewachsen)oder der Teddy kann den Geruch nicht ertragen, dann ist der Teddy eine Woche weg.

Versuch doch einfach mal, an dir selbst zu arbeiten...wenn du ihn am liebsten anbrüllen würdest überlege und bleib ruhig, sage nicht zu oft "nein" denn wenn ein "nein" ernsthaft angebracht ist, nimmt er es nicht ernst. Schaffe Regeln und Rituale, die immer gleich sind und in Fleisch und Blut übergehen. Und vor allem: bleib konsequent! Das ist wichtig...sie versuchen's auszutesten wo es nur geht, ich kann es selbst nicht glauben: Ein kleines, banales Beispiel von meiner Tochter (2J.):sie trinkt jeden Abend vorm in's Bett gehen 1/2 Fl. Tee-in meinem Bett- und will dann noch kuscheln. Neuerdings lehnt sie den Tee ab, will kuscheln und wenn sie dann in ihr Bett soll, will sie den Tee noch trinken (wahrscheinlich um Zeit zu schinden :-).Ich habe ihr gesagt sie soll ihn gleich trinken, wenn nicht gibt's später auch keinen...naja, so kam es, sie sollte in's Bett, wollte die Flasche, hat sie nicht bekommen und das Geschrei war groß (aber erstaunlich kurz, sie wusste, um was es ging schätze ich), ich bin ruhig geblieben und hart, habe ihr gute Nacht gesagt und bin rausgegangen. Hat mir super-leid getan, am Liebsten hätte ich sie den Tee noch trinken lassen, aber innerlich habe ich mich irgendwie gut gefühlt, da ich mal wieder ne kleine Grenze gesteckt hab, die sie wohl braucht.Heute wird sie ihren Tee gleich trinken (hoffe ich :-) Sorry für's Zutexten....hoffe, es hat nicht so genervt.. LG
GALLARIAOY am 23. Dezember 2008 10:16 Liebe/r >Schmusissy< wir gaben DIR einen Punkt, weil DU, auf Grund DEINER Erfahrungen Hinweise gegeben hast, die jeder für sich selbst nachempfinden kann, ob sie auch für ihn selbst anwendbar sind. GALLARIAOY
Schmusisussy am 23. Dezember 2008 10:30 Dankeschön :-)

Bei uns (4 Kinder) war "nicht drauf eingehen" und "mit einem interessanten anderen Thema ablenken" fast immer das Mittel der Wahl". Es ist sinnlos, sich in so einen Streit reinzusteigern und die Nerven der Beteiligten dran zu verschleißen.
Wenn nötig, helfen "natürliche Strafen": Wenn ABC nicht wie vorgesehen erledigt ist, findet DEF (noch) nicht statt.

Er testet seine Grenzen aus - liegt an Dir inwieweit Du mitmachst.
So eine Erziehungsberatungsstelle ist eine Beratung für die Eltern. Ob ihr alt genug dafür seid, weiß ich nicht ;)
firstguardian am 23. Dezember 2008 09:37 Offenbar alt genug um Kinder in die Welt zu setzen, mit denen sie dann auch nach 3 1/2 Jahren noch nicht klar kommen!
sprich doch einfach mal mit der kindergärtnerin darüber. die haben schließlich tag täglich mit kleinen trotzköpfen zutun
firstguardian am 23. Dezember 2008 09:36 Genau! - und was hier dabei herausgekommen ist, sieht man deutlich!
DH! Gute Antwort.
Richtig, DH. Wenn Du ihm keine Grenzen setzt, dann erziehst Du Dir einen kleinen Tyrannen. Es wird langsam Zeit bevor es zu spät ist.
Der Rat ist ja theoretisch ganz toll, wenn die Eltern aber damit praktisch überfordert sind und von alleine nicht wissen, WIE sie es machen sollen,dann hilft ja nur Rat und Hilfe von außen.
Grenzen- ja, aber bitte geduldig und freundlich bleiben. ;-) Man kann auch liebevoll konesquent sein
DH
auch von mir DH ... ein neues Buch/Schlagwort in der Pädagogik ist da "Freiheit in Grenzen" - er muss lernen, dass er mehr Freiheit hat, wenn er Grenzen kennenlernt und akzeptiert.
Man braucht ein Kinde nicht mit nem Buch erziehen, da reicht ein gesunder Menschenverstand. Dennoch mag es eine Richtlinie sein.
Ich finde das Schlagwort nur sehr gut. Das Buch selbst habe ich auch noch nicht gelesen.
Hat wiederrum auch etwas ;)