Was sagt es über mich aus, dass ich weder Bücher besitze, noch lese?

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19 Antworten

Hallo!

Ich habe mich gestern zufällig mit meinem Cousin über Bücher unterhalten --------> er liest außer Tageszeitung und gelegentlichen Autozeitungen nix.. auch keine Bücher.. weil er schlicht "keine Lust" dazu hat.

Ich finde das nicht schlimm. Jeder hat andere Hobbys: Der eine liest gern, der andere bastelt lieber an seinem Auto herum (wie mein Cousin) oder interessiert sich für PCs, Kameras, Fußball usw. -------> das Stichwort nennt sich ganz klar "Toleranz". 

Zu deinem Erlebnis: Wer "Nicht-Leser" per se als "geistig arm" oder "minderbemittelt" abqualifiziert, hat mMn nix von Toleranz gehört und lebt total ichbezogen bzw. setzt sich selber als Maßstab für andere ein. 

Knallhart vermute ich mal, dass solche Leute aus der Ecke der "alternativen, intellektuellen Freigeister" - für mich nach eigenen Erfahrungen ohnehin eine der am meisten vorurteilsbehaftet denkenden & doch sich als total tolerant bezeichnenden "Gruppen" - stammen. Sicherlich auch der Kritikaster, der dich abwertete: Wetten, dass...?! 

Bin mir fast sicher ---------> denn: Ausnahmen bestätigen leider die Regel ;)

Auch wenn ich beruflich mit Worten und auch dem Lesen (Tageszeitung/Verlagshaus) zu tun habe & durchaus gern mal ein gutes Sachbuch lese ----------> ich würde nie jemanden verurteilen, der mir gegenüber zugibt keine Leseratte zu sein bzw. an Büchern kein Interesse zu haben.

Bildung lässt sich gerade in der medialen Vielfalt von anno 2016 nicht mehr nur über Bücher vermitteln. Es gibt viele Quellen, aus denen man sich "schlau machen" kann.. und für mich ist jemand dann belesen, wenn er mitdiskutieren kann & andere mit Argumenten überzeugt, die NICHT aus auswendig gelernten Büchern oder Wikipediaberichten stammen ;) Anders gesagt: Ein prall gefülltes Bücherregal sagt nichts über seinen Besitzer aus.

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Kommentar von BerlinEastside
24.04.2016, 07:51

Ich bedanke mich, für deine Antwort! :-)

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Hallo,
also ich könnte ohne Bücher nicht leben.

Ich lese fast jeden Abend, populäre Unterhaltungsromane oder Klassiker, besitze hunderte (lange nicht mehr gezählt...), und arbeite im Buchhandel, was für mich ein "Traumjob" ist, auch wenn natürlich nicht alles daran immer das reinste "Zuckerschlecken" ist...

Ich finde, dir entgeht etwas, aber ich würde keinen Menschen nur danach beurteilen, ob er liest oder nicht.
Über Intelligenz sagt es meines Erachtens nichts aus, und über Bildung seit es Internet gibt auch nicht.

Außerdem würde ich zum Thema Bildung Nietzsche zitieren:
"Bildung nennen sie's: Es zeichnet sie aus vor den Ziegenhirten.
Also sprach Zarathustra."

;)

Auf den Kommentar in dem dir vorgeworfen wurde "geistig arm" zu sein, hätte ich geantwortet, ob der/die auch meint Naturvölker die noch keine Bücher kannten (amerikanische oder australische Ureinwohner etc.) wären "geistig arm" gewesen...

Gruß

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Ich hatte deine Antwort bei jener Frage "Welche Bedeutung haben Bücher für euch?" gelesen und fand sie ehrlich, differenziert und gut reflektiert. Und dass du durchaus Literatur magst, zeigt ja dein Interesse an Hörbüchern.

Wenn Bücher für jemanden keine Bedeutung haben, dann kann das ein Hinweis darauf sein, dass das Interesse in der Kindheit und Jugend nie richtig geweckt wurde. Es sagt jedoch nichts über Intelligenz und Bildung aus.

Manchmal hat es auch mit Lebensphasen zu tun. Während meiner Schulzeit habe ich so gut wie gar nichts gelesen, außer Comics, und ich war wie du auch ein Kind, das sehr gerne draußen war. An meinen Eltern lag es nicht, die sahen es schon gerne, wenn wir Kinder was zu lesen hatten. Erst im Studium habe ich mal angefangen, mir selber Bücher zu kaufen.

Und heute ist es so, dass ich eigentlich immer ein Buch auf dem Nachttischchen liegen habe. Kann gar nicht einschlafen, ohne etwas gelesen zu haben.

Allerdings brauche ich für ein Buch mehrere Wochen. Mich tagsüber hinzusetzen und in einem Buch lesen, kommt bei mir nur ganz selten vor.

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Ich finde, du stellst hier eine schwere Frage.
Dass du deswegen geistig arm seist, würde ich sofort bestreiten. Das ist blanker Unsinn und sehr eingeschränkt. Es gibt genug geistig reiche Menschen, die nicht lesen, und ich habe auch oft genug das genaue Gegenteil erlebt.

Allerdings bin ich als Vielleser schon der Meinung, dass es den Blick auf die Welt, die Gesellschaft etc. einschränkt. Oder besser gesagt: Lesen eröffnet eine neue Art des Blicks, der Perspektive.

Man könnte das zwar alles auch über Musik, Filme, Computerspiele etc. sagen. Auch die können sich mit der Gesellschaft auseinander setzen. Auch die können Argumentationen folgen oder das Innenleben des Menschen erforschen. Meiner Meinung und meinem bisherigen Erleben nach ist aber kein anderes Medium in der Lage, so tief in eine Materie einzudringen und so viele indirekte Anspielungen auf die Realität in der Fiktion bzw. ein so umfassendes Bild des behandelten Themas abzugeben.

Ich würde allerdings nicht sagen, dass man dafür unbedingt Bücher lesen muss. Comics, Blogs, Zeitschriften, Tageszeitungen oder Wikipedia-Artikel tun es auch.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Wer liest, hat sowohl mündlich als auch schriftlich ein besseres Sprachgefühl, und das hat noch niemandem geschadet.

Ich denke nicht, dass man lesen muss, aber ich denke auch, dass nichts dagegen spricht - und vertrete ganz subjektiv die Meinung, dass jemand, der nicht gern liest, nur noch nicht das richtige Buch gefunden hat. :D

Jetzt muss ich aber mal neugierig zurück fragen: Was fehlt denn, damit dich ein Buch reizen würde?

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Kommentar von BerlinEastside
24.04.2016, 07:49

Was fehlt denn, damit dich ein Buch reizen würde?

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was mich motivieren könnte, ein Buch zu lesen. Ich habe auch überhaupt nicht das Bedürfnis.

Ich interessiere mich einfach nicht dafür. Ich mache Musik, Sport, bin viel unterwegs. Ich empfinde es auch nicht so, dass mir da etwas "fehlen" würde.

Aber vielleicht finde ich noch, dass "richtige" Buch. Danke Dir! :-)

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Kommentar von Literareon
24.04.2016, 07:56

Okay, war nur mal neugierig :) Ich meinte ja auch, dass einem nicht unbedingt etwas fehlt. Und Hörbücher sind nicht dasselbe, aber doch auch eine gute Alternative :)

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Ich denke dass manche Bücher in einzelnen Bereichen das Wissen besser vermitteln also so mancher Artikel im Internet. Zumeist die Informationen über ein Thema in einem Buch meist kompakt zusammengefasst sind.

Bücher können einen durchaus ein besseres Verständnis für die Welt liefern, Erkenntnisse erweitern und Fragen beantworten.

Vorallem wenn man Antworten auf Fragen sucht bei denen es nicht einfach ist selbst Antworten durch eigene Erlebnisse zu finden, weil man beispielsweise in einem anderen Land oder Umfeld lebt. 

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Bücher sind nun mal die Träger von umfassendem Wissen, alten und neuen Ideen, Anregungen und Ansporn, Trost und Warnung. Internettexte, mündliche Information und Bilder können das nicht ersetzen.

Es kann seltene Fälle geben, bei denen ein geistig reger und interessierter Mensch keine Bücher hat und liest. Vielleicht gehörst du dazu.

 Allermeist sind Leute ohne  Buch tatsächlich ungebildet, an Geistigem wenig interessiert, dafür vielleicht praktisch begabt oder sportliche Könner. Höhere Bildung wie Abitur und wissenschaftliches Studium ist ohne Bücher nicht möglich.

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Kommentar von BerlinEastside
24.04.2016, 08:04

Ich sehe es auch so, dass eine höhere Bildung, ohne Bücher nicht möglich ist. Wobei ich ein Abitur in Berlin, nicht als höhere Bildung ansehe. ;-) 

Danke für deine Meinung!

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Alle Menschen haben unterschiedliche Interessen.Und das sollte man auch akzeptieren.Es heißt zwar immer wer mehr liest hat einen größeren Wortschatz,vielleicht mag da auch ein bisschen was dran sein,aber wenn du das okay findest,wenn du gar nix lesen willst dann ist das ja deine Entscheidung.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen und vielleicht hast du ja doch mal Lust,in ein Buch "reinschnuppern".

Viele Grüße:-)

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Nur weil du keine Bücher liest, bedeutet das nicht, dass du gar nicht liest. Ich z. B schrote im Internet Texte weg, da wird jedes Buch neidisch. 

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Geistig arm bist du sicher nicht, wie ich an deinem Schreibstil bzw. Ausdruck erkenne. Warum verletzt es dich, wenn es nicht so ist?

Irritieren tut es mich schon, wenn jemand garnicht liest und keine
Bücher hat. Einfach, weil ich nicht verstehe, wie man nicht neugierig
darauf sein kann, was andere Menschen so schreiben oder vor langer Zeit geschrieben haben.

Ich selbst bin schon sehr "buchstabenaffin", höre aber auch gerne Leuten oder Tieren oder Klängen zu oder beobachte einfach, was geschieht.

Habe einen Freund, der auch sehr wenig liest, er hat 3 Bücher glaub ich. Er ist aber nicht ungebildet oder blöd, er beschäftigt sich auf andere Art mit der Welt als ich.

Außerdem denke ich manchmal sowas: wer viel liest, ist nur zu faul zum selber denken....;-)

Für mich ist Literatur z.B. geistige Nahrung, Inspiration, Wissensquelle oder eine Hilfe, andere Sichtweisen einzunehmen.

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Wenn du nicht lesen willst und auch keine Bücher haben willst, ist das Deine Sache.

Ich persönlich kann das nicht verstehen. Lesen macht so viel Spass und entspannt. Und lernen kann man dabei auch noch.

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Ich lese sehr viel Online und Besitze auch wenig oder fast Gar keine Bücher :) heißt nicht das ich Dumm bin , Lesen tut man eigentlich immer sei es eine Information oder die Zeitung :) 

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Also das sagt nichts über eine Menschen aus aber ein Buch lesen ist tausendmal besser als TV nur so ein tipp

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Kommentar von BerlinEastside
22.04.2016, 18:07

Also denkst du automatisch, dass wenn jemand keine Bücher liest, er viel TV schaut. Interessanter Rückschluss. Danke. :-)

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Kommentar von Didilina14
23.04.2016, 14:38

Ja wäre möglich 😅

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Über "Intelligenz" sagt es praktisch nichts aus.

Über "Bildung"... hm, das kommt darauf an, wie man "Bildung" definiert.

Was ich definitiv aussagen kann:

Menschen, die (gute) Bücher lesen (bzw. gelesen haben) haben fast immer sehr viel mehr Phantasie, als solche, die es rein dem Fernsehen überlassen haben, die Bilder in ihrem Kopf zu produzieren.

Und sind deshalb meist sehr viel spannender (= "weniger langweilig").

Beim Reden. Beim Sex. Usw.

"Meist" meint in diesem Zusammenhang: Ich schließe nicht aus, dass es punktuelle Ausnahmen gibt. Aber ich habe noch keine davon kennen gelernt.

Okay: Man kann auch mit LeserInnen schlechten Sex haben.

Aber wirklich guten Sex mit Nicht-LeserInnen... das hatte (nicht nur) ich noch nie.

Liebe Grüße,

Tanja

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Kommentar von BerlinEastside
24.04.2016, 07:38

Danke dir, für diesen ganz neuen Ansatz! Vielleicht sollte ich doch mal zu einem Buch greifen. ;-)

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Deine SchulBücher wirst du ja gelesen haben ;) - und vllt. kommt später im Leben mal die Lust am Lesen...?

Aber natürlich ist das Quatsch: auch einer der eine Schrankwand voller Bücher besitzt, könnte theoretisch "geistig arm" sein und einer der nie ein Buch angefasst hat, könnte ebenso ein sehr schlauer Mensch sein.... heutzutage kann man Wissen auf vielerlei Art und Weise erlangen...


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Kommentar von BerlinEastside
22.04.2016, 17:59

Na klar habe ich Schulbücher gelesen. Auch ein paar Comic Bücher. ;-)

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Ich studiere und würde von mir nicht behaupten ein begeisteter Leser zu sein. Ich habe ein paar Lieblingsbücher, aber ich lese privat kaum.

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Meine Mutter las auch nicht gerne Bücher;sie las jedoch Zeitungen und Zeitschriften und sah sich auch politische Sendungen und Nachrichten im Fernsehen an

Für mich sind Bücher sehr wichtig;denn alles möchte ich nicht am PC Bildschirm lesen müssen (Augenbrennen)

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Ich könnte ohne Bücher nicht leben. Ich akzeptiere jedoch deine Einstellung - aber ich möchte nichts mit dir zu tun haben. Du bist in der Tat geistig arm und es sagt in der Tat etwas über Bildung aus.

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Kommentar von BerlinEastside
22.04.2016, 19:19

Danke für deine Meinung. Obwohl ich eher glaube, dass deine Antwort, mehr über dich aussagt, als über mich. Aber ich akzeptiere natürlich, dass du nichts mit mir zu tun haben willst. Ich werds überleben.

LG ;-)

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Du hast einfach andere Interessen!

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Ich kann mir tatsächlich keinen Nichtleser vorstellen. Ich denke, dass ihm praktisch jede Lernfähigkeit aus Büchern fehlt. Beispielsweise lernt man automatisch auch mehr über Sprache, Gestaltung, Formulierungen, Phantasien, wenn man Bücher liest und nein, Internettexte und Foreninhalte sind kein Ersatz.

Aber was er nicht kennt, wird er nicht vermissen.

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Kommentar von Abahatchi
05.07.2016, 12:43

Abgesehen von meine gravierenden Schreibfehlern ist das Lesen doch nicht an Bücher gebunden oder? Wieso müssen es Bücher sein um belesen zu sein? 

Nehmen wir mal blinde Menschen, die vielleicht nicht die Möglichkeit haben an Bücher mit Blindenschrift zu kommen. Die finden auch Möglichkeiten ohne Bücher "belesen" zu sein.

Grusz Abahatchi

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