Was sagt der Gesetzesgeber, wenn ich einen VW Käfer "modernisiere" oder auch "tune", so dass er keine H-Zulassung bekommt, also nicht mehr original ist?

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6 Antworten

Salue

Ich gehe mal davon aus, dass in Deutschland ähnliche Gesetze angewendet werden mit dem H-Kennzeichen, wie bei uns bezüglich der Zulassung von "Veteranenfahrzeugen".

Das Fahrzeug muss mindestens 30 Jahre alt sein, es muss sich in einem erhaltenswürdigen Originalzustand befinden und darf nicht mehr kommerziell eingesetzt werden. Der aktuelle Kilometerstand wird in den Fahrzeugpapieren eingetragen und es dürfen pro Jahr nicht mehr als 3000 km gefahren werden.

Bei einer Nachrüstung von Scheibenbremsen anstelle der Trommelbremsen oder einer Servolenkung, beim Tieferlegen oder bei der Montage von Zubehör, welches es seinerzeit noch nicht gab. erlischt diese spezielle Zulassung.

Der TüV oder ein Oldtimerverband in Deutschland wird Dir da aber nähere Infos geben können. Such doch mal im Internet.

Es grüsst Dich, Dein Oldtimersammler

Tellensohn

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Hallo. Nein, musst du nicht. Da diese Teile ja zu diesem Zeitpunkt Original nicht eingebaut waren und eine Nachrüstpflicht gibt es nicht. Du bekommst allerdings keine H Zulassung mehr.

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Kommentar von tbausm145
21.08.2016, 12:01

Also obwohl ich sämtliche Teile am Käfer auf den neusten Stand bringe, kann/darf ich auf Gurte, Kopfstützen und Airbags verzichten?

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Solange alle Tuningteile eingetragen sind musst Du nichts nachrüsten, weil es im Originalzustand nicht mit der Ausstattung kam. H-Kennzeichen wirst Du je nach Modernisierung nicht bekommen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass Du gewisse Dinge wie Gurte etc nachrüsten musst.

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Kommentar von tbausm145
21.08.2016, 12:05

Sehr cool. Ich dachte mir, dass der TÜV denken kann :"Naja, wenn der Typ fast alles (jetzt mal übertrieben) an seinem Käfer ändert, dann kann er ja auch mehr für dich Sicherheit tun "

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Es gelten gesetzlich trotzdem die Anforderungen die das Auto zu seiner Bauzeit hatte. Zwar bekommst Du bei entsprechender Modernisierung keine H-Zulassung mehr, aber was an Sicherheit nicht Pflicht war wird auch keine Pflicht.

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Nein, musst Du nicht, es zählen immer die Gegebenheiten, die am Tage der Erstzulassung ausschlaggebend waren.

Nachrüstpflichten gibt es nur für gelbe seitliche Rückstrahler an Anhängern ab EZ 01.01.1981 und Weitwinkel Aussenspiegel an Lkw ab EZ (irgenwas in 2000).

Die einzige Nachrüstpflicht die ALLE zweispurigen Kraftfahrzeuge unabhängig des Baujahres betrifft ist eine Warnblinkanlage.

Probleme gibt es nur, wenn die Umbauten nicht zeitgenössisch sind bezüglich einer Einstufung nach §23 StVZO (H-Kennzeichen), sofern alle Umbauten technisch und rechtlich einwandfrei sind (ABE oder durch Änderungsabnahme legitimiert)

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Kommentar von tbausm145
22.08.2016, 23:01

es ist aber nicht so, dass ich trotz nicht zeitgenössischen Umbauten Kopfstützen, Gurte, Airbags nachrüsten muss oder ?

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Gurte und Blinker (falls der Käfer noch Winker haben sollte) ja, ferner eine Warnblinkanlage.

Vor Baujahr 87 ist jedoch kein Rückfahrscheinwerfer erforderlich, und vor Baujahr 91 keine Nebelschlußleuchte

Airbags und Kopfstützen sind ebenfalls keine Pflicht.


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