Frage von robi187, 27

Was sagen die Religionen zu Toten-Kultur der Denk-Mäler (Grabsteine)?

Die Grabsteine sind schnell weg? Nur die berühmten und wohlhabenden Verstorbenen dürfen wohl ewig verehrt werden? Was sagen die Religionen zu ihren jeweiligen Beerdigungsriten?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 23

Ich bin Buddhist und gebe mal meinen Senf ab

Zu den gesetzlichen Regelungen in Deutschland und die Realität auf den Friedhöfen wurde ja schon einiges gesagt.

Für mich bedeutet der körperliche Tod, dass mein individuelles Selbst aufhört zu existieren. Was dann mit dem Körper geschieht, ist eigentlich zweitrangig.

Ein Grabstein ist aus meiner Sicht nicht für die Toten, sondern für die Lebenden gemacht, weil sie Trost an einem fassbaren Objekt suchen.

Wenn eine Leiche eingeäschert wurde, oder komplett verwest ist, dann ist egal, ob auf dem Grabstein "Klaus Müller" oder "Markus Schneider" steht, denn dann existieren diese Menschen ohnehin nicht mehr materiell.

Ich persönlich möchte mich zB einäschern lassen und habe auch schon entsprechende Regelungen getroffen, auch im Bezug auf die Bestattungsfeierlichkeiten.

Zeremonie und Grabstein sind aber nichts, von dem ich glaube, es als Verstorbener für mein Seelenheil zu benötigen, sondern mit den Vorgaben möchte ich Angehörigen den Abschied erleichtern.

Wenn es nach mir ginge, könnte man mich auch in einem anonymen Massengrab bestatten - das spielt für mich keine wesentliche Rolle.

In einem gewissen würdevollen Rahmen, kostengünstig und möglichst umweltverträglich sind für mich wichtige Kriterien - und nicht, wie lange ein Marmor- oder Granitstein irgendwo steht.

Antwort
von 1988Ritter, 8

Wenn ich das schon wieder höre.....verehrt.....wie wäre es mit geehrt. Mein Opa war ein rechtschaffener Mann der sehr viel für seine Familie und auch für Fremde getan hat. Wir ehren ihn und besuchen ihn. Wir gedenken seiner Taten und seinem Leben. Was soll eine Religion daran falsch finden, wenn ich die Lebensleistung eines anderen ehre ? Durch einen Grabstein ist noch keiner zu Gott geworden, aber die meisten bleiben so in der Erinnerung der Nachkommen.

Antwort
von Allexandra0809, 24

Was hast Du eigentlich für Probleme? Hab Dir vorher schon geschrieben, dass Du jederzeit die Ruhezeit verlängert werden kann. Somit bleibt auch der Grabstein so lange erhalten, wie es die Nachfahren möchten.

Bei uns auf dem Friedhof gibt es unter anderem einen Grabstein von Anfang des 19. Jahrhunderts, was aber keine "hoch-wohl-gebroene" Person war.

Antwort
von DonGiovanni, 17

Nach christlichem Glaube hat jeder Mensch das Recht auf einen Ort, an dem man sich an ihn erinnert. Ein christliches Grab solte also einen Stein oder ein Kreuz, auf dem der Name des Verstorbenen fest eingeschrieben ist. Deshalb hat die Kirche auch ihre Schwirigkeiten mit Begräbnisformen, die diese Erinnerung nicht ermöglichen (Seebestattung, manche Friedwälder, anonyme Bestattungen,...). Wie lange der Grabstein bleibt, regelt der Besitzer ders Friedhofs (meinst die Stadt oder Gemeinde) in der Friedhofsordnung. In der Regel kann man die Liegezeit gegen eine Gebühr verlängern. Natürlich kann man den Grabstein auch mitnehmen und woanders aufstellen. Natürlich muss man für den Platz des Grabes oder den Aufstellungsort eine Gebühr bezahlen, wenn einem der Grund und Boden nicht selber gehört.
Wenn von bestimmten Personen Denkmäler erhalten bleiben, dann möchte jemand, dem der Grund und Boden gehört udn der das Denkmal bezahlt, die Menschen an diesen Mensch und seine besonderen Leistungen erinnern. Es steht dir frei, auf deine Kosten für jeden Verstorbenen Angehörigen auch ein Denkmal auf deinem Grund und Boden zu errichten.

Antwort
von DeathMagicDoom, 27

Grabsteine sind doch nicht schnell weg? In unserer Stadt sind noch Grabsteine und Grüfte vom 18. und 19. Jahrhundert zu finden. Es gibt sogar Friedhofsführungen, wo die Gräber von stadtberühmten Personen besichtigt werden können.

Bei uns werden Gräber auf 25 Jahre gebucht, und können dann auch verlängert werden. Wenn jemand erneut im Grab bestattet wird, läuft die Frist wieder neu an.

Ich persönlich lehne diese Art von Bestattung ab. Ich möchte unter einem Baum in einem Friedwald beerdigt werden. Meine Angehörigen können dann den Baum besuchen, unter dem ich und mein Mann liegen.

Andenken und Erinnerung ist im Herzen, nicht an kalten Stein gebunden.

Antwort
von robi187, 10

bitte die frage beantworden "was sagen die religionen"

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