Frage von Dark9456, 82

Was passierte wenn deine Eltern in der DDR kein Mitglied der SED waren, sprich was waren die folgen dann für mich als Schüler?

Antwort
von Nomex64, 16

Dann gab es keine Folgen. PeVau hat ja schon dargelegt das längst nicht jeder in der Partei war.

In meiner Familie war niemand in der Partei. Dennoch haben meine Schwester und ich beide studiert. Mir ist auch in meinem Umfeld niemand bekannt der, wenn er die entsprechenden Leistungen hatte, nicht studieren durfte.

Beim Großteil der Schüler waren die Eltern ja nicht in der Partei, also was sol da passieren. Ich frage mich wie man auf so was kommt? Wer erzählt solch einen Unsinn?

Kommentar von peterklaus57 ,

Da gibt es genügend Leute die so etwas behaupten. Genau wie das Gegenteil, früher war alles besser. 

Antwort
von wfwbinder, 35

Interessanter Weise habe ich (Wessi) von Leuten in der DDR unterschiedliche Dinge gehört.

ES gab welche, die mir erzählten, dass Kinder von nicht SED Mitgliedern udn von z. B. Kirchgängern Probleme hatten einen Studienplatz zu bekommen.

Andere DDR Bürger haben mir dann erzählt, dass diese Äußerungen Lügen wären und das es keinerlei unterschied gemacht hätte, ob die eltern in der Partei waren.

Mangels eigener Erfahrung kann ich nur berichten, das mir beide Meinungen zugetragen wurden.

Antwort
von amdros, 23

Meine Mutter hatte Anfang der 1950 Jahre in der DDR eine externe Ausbildung zur Kindergärtnerin gemacht und wenn ich mich recht erinnere, mit dem Abschluß des Staatsexamens! Sie war nicht Mitglied der SED sondern in einer Bruderpartei und was hatte ich für Nachteile..keine.

Hin und wieder hat man zwar mal davon gehört, daß einigen aus familiären, politischen Gründen der Studienwunsch nicht bewilligt wurde.. aber den tatsächlichen Grund .........!?

Antwort
von greif61,

Nachteile entstanden in keinem Fall weil gar nicht jeder Mitglied der SED werden konnte!  Dabei spielte die Statistik eine völlig unterschätzte und bei "Wessis" unbekannte Rolle.  Man war nämlich immer bemüht das die SED eine Partei war die aus Mitgliedern der Arbeiterklasse kamen. Da fängt schon das Problem an wie man in den verschiedenen Epochen der DDR Arbeiterklasse definierte denn man kann ja das Niveau vom Beginn 1949 wo es noch viele "einfache" und z.T sogar ungelernte Arbeiter gab mit dem Niveau der 80er Jahre vergleichen wo viele schon studiert oder ander höhere Abschlüsse hatten.  So war es in Regionen wie Universitätsstätdten wie Leipzig oder Berlin als Diplommensch schon aus dem Grund schwer Mitlgied zu werden weil der Anteil der Intelligenz einfach größer war  Auch das Alter spielte eine große Rolle . Man wollte ja eine junge Partei sein also hatten es Ältere schon schwerer Mitglied zu werden als junge Leute vor allem Facharbeiter nach der Berufsausbildung.

Und bevor man Mitglied werden konnte war man erst mal ein Jahr Kandidat und da brauchte man auch 2 Bürgen die den Beitritt ohne wenn und aber befürworteten. Als Mitglied wurde man dann von den Nichtgenossen im Arbeitsbereich auch immer besonders beachtet, d. h. man mußte immer möglichst vorbildlich arbeiten usw.  das war oft schon eine Belastung die manchen davon abhielt Mitglied zu werden.

Antwort
von PeVau, 37

In der DDR lebten knapp 17 Millionen Einwohner, davon waren zum Ende 2,3 Millionen Mitglieder der SED. Das heißt, dass gut 14 Millionen nicht in der SED waren.

Wenn du in der DDR Schüler warst und deine Eltern waren nicht in der SED wie die meisten Eltern, dann passierte ..., ja dann passierte ... gar nichts!

Du musst dazu auch wissen, dass nicht jeder Mitglied der SED werden konnte und dass es nicht Ziel der DDR und auch nicht Ziel der SED war, dass jeder Erwachsene Mitglied der SED wurde.

Antwort
von Lazarius, 31

Es waren ja nicht alle in der SED. Man kann nicht generell verneinen, dass manche Kinder Nachteile hatten, wenn die Eltern nicht in der SED waren. Man kann es aber auch nicht generell bejahen.
Es kam immer auf die jeweilige Situation an. So war immer der Einzelfall entscheidend und die Leute, mit denen man zu tun hatte.

In meiner Klasse z. B. durfte ein Kind mit einem Leistungsdurchschnitt von 1,2 die EOS (wäre heute Gymnasium) nicht besuchen, weil ihre Eltern und sie auch, in die Kirche gingen.

Aus anderen Schulen kannte ich jedoch Kinder, die kirchlich aber auch in der EOS waren.

LG Lazarius

Antwort
von TimmyEF, 50

Ich hatte als Kind keine Folgen als Schüler. Bei mir war keiner in der SED.

Antwort
von klausbacsi, 38

Warum sollte das Folgen für die Schüler haben? Es waren viele nicht in der SED

Antwort
von Fuchssprung, 42

Keine! Es waren nur wenige % der Bevölkerung in der SED. 

Antwort
von Furino, 9

Da gab es keine Folgen. Eventuell bei Eltern bei Eltern, welche der DDR kritisch gegenüber standen.

Beispiel: Angela Merkel durfte sogar in der Höhle des Löwen(Moskau) studieren.

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