Frage von OskarFragen, 143

Was passiert WISSENSCHAFTLICH nach dem Tod?

Ich denke immer Wissenschaftlich, vielleicht seit ihr weiter in der wisschaft. Eigentlich ist man nach dem Tod nichts mehr? Ich will aber hier auch keinen ausgedachten Religionskram hören!

Antwort
von MarioXXX, 57

Leben nach dem Tod:

Es ist umstritten.

Mit wissenschaftlichen Methoden kann man die ,, Seele'' sowieso nicht nachweisen. 

Was mich aber am meisten erstaunt ist, dass das Leben nach der Nahtoderfahrung völlig verändert. Wo früher Materialismus, Geld und Karriere an erster Stelle stand, steht nachher Bildung, bedingungslose Liebe, Freundschaft und Familie an erster Stelle. 

Bei Drogen, Halluzinationen (auch unter Laborbedingungen) oder Fantasien treten hingegen kaum oder gar keine ,,positive'' Veränderung ein.

Zudem treten nach Nahtoderfahrungen teilweise elektrische Störungen auf.

Ein Betroffener: ,,Es war wirklich sehr eigenartig, jedes Gerät, das ich nach meiner Nahtoderfahrung anfasste, ging kaputt. Lampen, Geschirrspüler, Wasserkocher, die Leuchte über der Kochplatte, ich gab an alles Energie ab.''

Einige tragen keine Uhren, weil die Uhren stehen bleiben, sobald sie sie anlegen. Sie hatten sich zunächst immer wieder eine neue Uhr gekauft, weil sie dachten, die alte Uhr sei defekt.

Und außerdem ist das Wort Nahtoderfahrung nicht richtig, denn solche Phänomene treten auch unter Depression, Meditation oder sogar beim Spazieren gehen auf. Das Gehirn ist nicht in Mitleidenschaft gezogen. 

Zudem gibt es noch eine sogenannte emphatische Sterbeerlebnisse auf, dass heißt das die Angehörigen den Sterbenden ein Stück ins Jenseits begleiten und es gibt Fälle wo sogar Fremde, die vor dem Haus gehen, ohne es zu wissen, das da gerade jemand stirbt, das gleiche Erlebnise erlebt.

Und außerdem kannst du den Nahtoderfahrenden  sowieso oft nicht überzeugen, dass das alles nur Einbildung ist, zu tief hat sich das Erlebnis eingeprägt. Und an erster Stelle geht es sowieso nicht um Beweise, wir müssen schließlich sowieso alle einmal sterben, sondern das Erlebnis in sein/ihr Leben integrieren. Denn das Wohl der Betroffenen steht als erster Stelle und nicht die Wissenschaft.

Natürlich ist es nicht bewiesen aber wer das interessiert kann sich mit der Literatur auseinandersetzen. Schließlich ist Nahtoderfahrung keine Krankheit, sondern einfach ein unerklärliches Phänomen.

Offene Fragen, die unbedingt erklärt werden müssen:

Warum treten bei Halluzinationen meistens lebende Menschen und bei Nahtoderfahrungen überwiegend Verstorbene ein ? 

Wie kann man unter Überdosis Vollnarkose ein erhöhtes und klares Bewusstsein haben?

Warum sind die Beobachtungen während einer außerkörperliche Erfahrungen im Gegensatz zur Halluzinationen realistisch. (wird von Zeugen bestätigt)

Wie können von Geburt an blinden Menschen und Gehörlose eine stark visuelle und auditive Erfahrung haben?

Warum können die Betroffenen manchmal während einer Nahtoderfahrungen Gedanken und Gefühle lesen? (die Zeugen sind oft sehr überrascht und ratlos)

Warum Nahtoderfahrungen sind in allen Ländern und unabhängig vom Alter sehr ähnlich?

Warum hat nicht jeder Nahtoderfahrungen?

Warum treten manchmal während der Nahtoderfahrungen unerklärliche Heilungen ein?

Warum treten Nahtoderfahrungen ein, wenn das Gehirnaktivität bereits eine Nulllinie zeigt?

Es gibt noch unzählige offene Fragen.

Es gibt bisher keine Beweise, dass es eine Seele gibt, allerdings auch keine Beweise, dass es keine Seele gibt. Es gibt bisher nur Erklärungsansätze.

Univ. Prof. Dr. Christian Müller, stellv. Leiter an der Abteilung für neurologische Rehabilitation im AKH, Wien:

"Als Neurologe ist es meine Pflicht, den Versuch zu machen, diese Phänomene wissenschaftlich zu erklären. Genau dort im Gehirn, wo sich Gedächtniszellen befinden, sind die Zellen besonders anfällig für Sauerstoffmangel, was zu Reizerscheinungen mit Erinnerungsphänomenen führen kann. Das Tunnelphänomen könnte mit der Anatomie der Sehbahnen erklärt werden. Ich glaube aber, dass wir mit unseren jetzigen Möglichkeiten nicht eindeutig beweisen können, ob es sich bei Nahtoderlebnissen um Sterbeerfahrungen handelt oder um chemisch-physikalische Vorgänge. Auf jeden Fall haben die Erlebnisse eine gefühlsmäßige Wirkung auf die jeweiligen Menschen und als solche sollten wir sie respektieren. Wenn es eine Seele gibt, die sich beim Sterben vom Körper löst, dann entzieht sie sich der Forschung mit neurowissenschaftlichen Methoden."

Univ. Prof. Dr. Hans Georg Zapotoczky, Vorstand der Universitätsklinik für Psychiatrie, Graz:

"Nahtoderlebnisse sind Träume der Betroffenen und für mich keinesfalls eine Vorstufe des Todes. Wir wissen heute, dass auch Bewusstlose wahrnehmen. Grundsätzlich bin ich metaphysischen Dingen gegenüber aufgeschlossen, aber ich weiß, dass nach dem Tode nichts kommt. Auf jeden Fall ist eine solche Erfahrung der Bewältigungsversuch einer Schocksituation im Leben des Betroffenen und sollte als solcher ernst genommen werden."

Dr. Christian Plaue, Allgemeinmediziner mit Schwerpunkt Krebstherapie, Wien:

"Es gibt biochemische Vorgänge im Gehirn, die diese Empfindungen möglicherweise erklären können. Als spiritueller Mensch und gläubiger Christ bin ich allerdings der Auffassung, dass es außer diesem Leben noch etwas anderes gibt. Sonst wäre der Mensch ja nur ein höher entwickeltes Bakterium."

Univ. Prof. Dr. Wolfgang Scharf, Primarius der Unfallabteilung im Hanuschkrankenhaus, Wien:

"Als Unfallchirurg war ich schon einige Male mit Menschen konfrontiert, die nach Wiederbelebungen von solchen Erfahrungen erzählten. Ich bin der Überzeugung, dass es sich bei solchen Berichten um Sterbeerlebnisse handelt, also um Geschehnisse beim Übertritt in eine andere Daseinsform. Ich glaube nicht, dass die Menschen das nur träumen. Wir haben halt heute noch nicht die Möglichkeit, diese Dinge zu erforschen. Nehmen Sie nur die Telepathie. Jeder weiß, dass sie existiert, aber noch weiß niemand genau wie. Vielleicht kommt der Tag, an dem Nahtoderfahrungen normaler Bestandteil unseres Wissenstandes sind."



Kommentar von holodeck ,

Wozu diese völlig überflüssigen Zitate der persönlichen Glaubenspositionen diverser Mediziner am Ende deiner an und für sich sehr schönen Erläuterung über Nahtoderfahrungen?  

Wenn ein Arzt äußert, "aber ich weiß, dass nach dem Tode nichts kommt", dann missbraucht dieser den Vertrauensvorschuss, den man einem studierten Manne im Allgemeinen entgegenbringt; eine solche Aussage übersteigt das, was wir wissen können, weil wir mit all unseren "Methoden" in die Schwelle hinter dem Tod nicht hinreichen, und ist zutiefst unwissenschaftlich.   

Niemand weiß, was nach dem Tode kommt.   

Und zwar bezogen auf das Bewusstsein. Noch nicht einmal ich. Aber ich weiß immerhin, dass man sich inzwischen begründet ganz andere Vorstellungen vom Sitz des Bewusstseins machen kann, als bisher üblich.

Und damit ist diese Frage weiterhin offen.   

Man weiß außerdem, dass sämtliche Erklärungen nur Teilerklärungen sind, die sich mit anderen Teilerklärungen der NTE so beißen, dass sie einander ausschließen.

Fakt ist: wir können Nahtoderfahrungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt NICHT erklären. Noch nicht einmal teilweise!

Kommentar von MarioXXX ,

Natürlich weiß ich was du meinst.

Am besten ist, dass die Wissenschaftler selbst eine Nahtoderfahrung hatten und dann die Studien fortsetzen. Das ist sonst wie, man weiß alles über China aber man war selbst noch nie dort. So wie das Sprichwort sagt: Erfahren geht über studieren. Aber wir können keine Menschen eine künstliche Herzstillstand erzeugen. Das ist medizinisch nicht zu verantworten. Zudem sind Nahtoderfahrung und biologischer Tod nicht das Gleiche.

Ich habe die Aussagen der Wissenschaftler kopiert, damit die User ungefähr wissen, wie die Forscher ,,geistig ticken''. Alles andere habe ich selbst geschrieben.

Ich selbst versuche mehr Liebe zu geben und Wissen anzueignen, da ich selbst eine willentliche außerkörperliche Erfahrung gemacht habe. Für mich zählen Beweise nicht so viel als die persönliche Erfahrungen.

Und glaub mir, ich weiß mehr über solche und verwandte Themen, egal ob es um wissenschaftliche, persönliche Erfahrungen oder esoterische Themen geht, als du denkt. Dabei habe ich nur eine Kochlehre gemacht und sonst nichts. Ich beschäftigte mich bisher ausschließlich in der Freizeit mit solchen Themen.

Kommentar von holodeck ,

dass die Wissenschaftler selbst eine Nahtoderfahrung hatten und dann die Studien fortsetzen

Na ja, das ist auch keine Garantie. Thomas Metzinger, einer der führenden deutschen Bewusstseinsphilosophen hatte angeblich eine NTE und versucht seither alles, ausgestattet mit dem Herrschaftsanspruch erfolgreicher Naturwissenschaft, sie als Paranoia wegzuerklären ;-)  

Ich verstehe solche Reflexe sogar sehr gut. Es ist eben auch durchaus beängstigend, wenn das vertraute Weltgefüge aus den Fugen gerät. Und wo vor lauter Angst nicht sein kann, was nicht sein darf, hat Wissenschaft keine Chance.         

egal ob es um wissenschaftliche, persönliche Erfahrungen oder esoterische Themen geht, als du denkst    

Woher weißt du denn, was ich denke?

Ich habe ehrlich gesagt überhaupt nichts weiter gedacht, als: "schöne Zusammenfassung zu den Nahtoderfahrungen, nur  überflüssige Ärztezitate".   

Dabei habe ich nur eine Kochlehre gemacht und sonst nichts.    

Das ist doch völlig nebensächlich.   
Der Himmel nimmt auch Köche. Vielleicht sogar besonders gern ;-)  

Antwort
von voayager, 32

Danach beginnt der Zerfall des Körpers, sei als als Fäulnis, sei es als Verwesung, so dass als Endresultat stets nur noch Knochen, ggf. Haare und Nägel übrig bleiben. Mit der Zeit zuerfallen auch diese meist, sofern nicht in luftdicht abgeschlossenen Erdbereich lagernd, so dass auch diese sich mineralisieren, so dass zum Schluß nur noch Erde übrig bleibt.

Antwort
von Rendric, 41

Das Wasser entzieht sich dem Körper, deswegen "fallen" Tote ein. Das Blut sackt nach unten, was die typischen Maromierten Beine/ Rücken ergibt. Meistens scheidet ein Toter nochmals aus und entleert sich komplett.

Nach ein paar Stunden setzt die Leichenstarre ein und nach vielen weiteren Stunden löst sie sich wieder.

War das die Frage?

Kommentar von OskarFragen ,

nein xD

Antwort
von Rosenblad, 39

Wenn es ein Leben nach dem Tod geben sollte - was wäre dann dieses Leben hier - ein Teil einer "unendlichen Reihe", ein Experiment, der "Sündenfall"?
Kommt mir jetzt einer sagt um sich zu entscheiden, dann bliebe für mich die Frage nach den mittlerweile in der Menschheitsgeschichte Milliarden verstorbenen Kindern. Und wer hat Mitgefühl mit den Tieren - die fast bei jeder Religion außen vor bleiben. Warum also sollte dieses Dasein als eine Art Seinsassymetrie - zwischen Grausigkeit und Schönheit verankert sein um danach ein neues Leben offerieren zu wollen - was wäre dies für eine pathologische Sinnkonstruktion frage ich bei so viel Verschwendung von Leben!

 Ist es nicht vielmehr, wie Rilke es auf seine eindringliche Weise formuliert:

"Wir wissen nichts von diesem Hingehn, das
mit uns teilt. Wir haben keinen Grund
Bewunderung und Liebe oder Haß
dem Tod zu zeigen, den ein Maskenmund

tragischer Klage wunderlich entstellt.
Noch ist die Welt voll Rollen, die wir spielen.
Solange wir sorgen, ab wir auch gefielen,
spielt auch der Tod, obwohl er nicht gefällt.

Doch als du gingst, da brach in diese Bühne
ein Streifen Wirklichkeit durch jenen Spalt,
durch den du hingingst: Grün wirklich Grüne,
wirklicher Sonnenschein, wirklicher Wald.

Wir spielten weiter. Bang und schwer Erlerntes
hersagend und Gebärden dann und wann
aufhebend; aber dein von uns entferntes,
aus unserem Stück entrücktes Dassein kann

uns manchmal überkommen, wie ein Wissen
von jener Wirklichkeit niedersenkend,
so daß wir eine Weile hingerissen
das Leben spielen, nicht an Beifall denkend.
"

Wir kommen aus dem Nichts und verschwinden im Nichts - wir können nur versuchen zu vergessen, bis wir selbst vergessen sind.

Wenn es still wird, Totenstill, werden wir vermutlich ein letztes Licht sehen, das uns Mut machen wird, bevor es finster wird - solch ein Licht sollten wir unser ganzes Leben leuchten lassen.

Kommentar von suziesext08 ,

子曰: 好很好也

Kommentar von Rosenblad ,

Der Lehrmeister also.

Kommentar von eleteroj ,

in Obigem hat er, der Meister, ausnahmsweise mal nüscht gelehrt, sondern nur deinen Beitrag sehr gewürdigt, und zwar zu Recht :)

Kommentar von Rosenblad ,

Meister Kǒng würde mir eine Axt vor die Füße werfen und meinen ich solle doch endlich Holz machen um den Kessel zu heizen.

Und ein Chan-Meister würde nur den Finger in die Luft strecken - "Nichts dran"

Kommentar von eleteroj ,

Meister Kong würde dir keine Axt hinschmeissen, sondern seinen Schmiedehammer, schliesslich war er gelernter Schmied, aber nicht damit du Holz machst, sondern ihm was sagst über 仁, das Menschsein, das Menschlichsein. Und ich denke schon, er hätte über deine Antworten sehr interessiert nachgedacht :)

Kommentar von LadyBarnstaple ,


Ist es nicht vielmehr, wie Rilke es auf seine eindringliche Weise formuliert:  

Entweder verstehe ich die falsch oder finde das überhaupt nicht. Wir lesen doch unzweifelhaft in den von dir zitierten Versen über ein "von uns entrücktes Dasein", keineswegs also ein Nichtsein, welches grüner ist als Grün und waldiger als Wald.

Rilke schrieb auch anderswo Dinge wie:


Denn sieh: sie werden leben und sich mehren 
und nicht bezwungen werden von der Zeit,  
und werden wachsen wie des Waldes Beeren   
den Boden bergend unter Süßigkeit.

Denn selig sind, die niemals sich entfernten
und still im Regen standen ohne Dach;
zu ihnen werden kommen alle Ernten,
und ihre Frucht wird voll sein tausendfach
.

Sie werden dauern über jedes Ende
und über Reiche, deren Sinn verrinnt,
und werden sich wie ausgeruhte Hände
erheben, wenn die Hände aller Stände
und aller Völker müde sind.  


Das Wort "Pathologie" entspringt deinem Urteilen über die Dinge. Eine "Entfernung".

Kommentar von Rosenblad ,

Vielen Dank für die „Öffnung“.

Du verstehst nichts falsch, solange Du Dich selbst verstehst.

Das Leben so zu leben wir selbst sind ist wohl die schwerste Aufgabe, zu leben zwischen einem Niederwärts und einem Überwärts und was sollen wir tun, wenn es finster und dunkel wird – „entrückt“ für immer aus diesem Leben aus dem Dieseits in ein Jenseits - entrücktes Dasein wird im vergessen der Lebenden zum Nichtsein (der zweite Tod den jeder stirbt), dann wird der Wald nicht waldiger, sondern er beginnt dort zu glühen wo der Einzelne seine Spuren hinterlassen hat – die ein letztes Mal „aufleuchten“, wo das letzte Erinnern sich wie ein Sieger in der Niederlage erhebt.

In diesem Leben aber bleibt die „bange“ und immer schwerer werdende Hoffnung, bleiben Erwartungen, bleiben Träume, deren – solange sie uns durch einen Flügelschlag einer Hummel am offenen Fenster, dem Gesang der Amsel am zeitigen Frühlingsmorgen, dem Ahornbaum der jedes Jahr neu seine Blätter ausfacht, nachdem im vergangenen Herbst der Todestanz so wild tobte, solange uns ein warmer Sommerwind zärtlich umarmt, wir das Lachen der Kinder im Park hören, solange wir im Schneegestöber nicht erfrieren – aber ob wir es wollen oder nicht, die "Gespenster" am Wegesrand können nicht ewig warten, wir werden vergehen, können nicht bestehen.

Der pathologische Moment bleibt solange in Entfernung, solange niemand ein unschuldiges Kind umzubringen vermag – wehe ab wenn!

Die von Dir zitierte Teillyrik bezieht sich auf das was Rilke uns über die „Armen“ zu sagen vermochte.

Kommentar von LadyBarnstaple ,


Du verstehst nichts falsch, solange Du Dich selbst verstehst.

Oh, das muss dir keine schlaflosen Nächte bereiten. Eher vielleicht, ob man dich versteht.    


Der pathologische Moment bleibt solange in Entfernung, solange niemand ein unschuldiges Kind umzubringen vermag – wehe ab wenn!

Wir leben auf dieser Erde in der Non-Dualität. Bestenfalls bewusst entschieden. Deshalb bleibt keine Pathologie in der Entfernung. Erst recht nicht der männliche Narzissmus jedweder Couleur, der gegenwärtig aus allen Medien in die Wohnzimmer trieft.

 
Die von Dir zitierte Teillyrik bezieht sich auf das was Rilke uns über die „Armen“ zu sagen vermochte.

So?

Oder meinte er vielmehr die "Armen im Geiste"? Ganz so wie weiland schon der Herr Meister Eckhart in seiner berühmten Predigt. Denn nur so ergeben diese Verse Rilke's überhaupt einen Sinn.

Fakt ist doch: die Armen sterben früh. Vom "Überdauern eines jeden Endes" können sie nur träumen.

Unabhängig davon, dein grundsätzlicher Denkfehler im Klartext:

Wenn dieses Leben nur eine Station ist, und das ist es in sämtlichen Reinkarnations- und Jenseitsvorstellungen, dann gibt es keine Verschwendung von Leben. Nur kürzere oder längere Gastspiele.      

Kommentar von Rosenblad ,

Erlauben Sie mir mich zu entschuldigen, es war bestimmt nicht meine Absicht aus meinen dunklen Korridoren in ihr helles Zimmer zu treten und an irgendwelchen Vorhängen zu ziehen.

Rilke an dieser Stelle einmal bei Seite gelassen, die im Leben durchschreitenden Räume werden für jeden von uns andere Blickfänge in den lichtdurchfluteten Zimmern unserer Aufenthaltsorte aufweisen – ich musste meinen Blick abwenden, weil ich es nicht ertragen konnte; das viele blendende Licht.

Oder:

Wenn ich das kleine Rotkelchen im Frühjahr in den noch ganz jungen Fichtenbäumchen ihr zartes Stimmchen höre wenn es zum Gesang sich erhebt, höre ich auch dessen Sterben.

Antwort
von dompfeifer, 46

Noch nie etwas von Verwesung gehört? Siehe z.B. bei Wiki:

"Unter dem Begriff Verwesung wird eine Vielzahl an Prozessen zusammengefasst, die nach dem Tod eines Organismus oder nach dem Absterben von Teilen eines Organismus ablaufen. Der Begriff Verwesung wird in der Regel im Zusammenhang mit tierischen Organismen gebraucht, bei Pflanzenabfällen spricht man von Verrottung, bei Lebensmitteln von Verderben. Im medizinischen Kontext gehört der Vorgang der Gewebsfäule zum Symptomenkomplex der Nekrosen. ........."

Antwort
von Franzmann0815, 68

Nach dem Hirntot existiert dein Wesen nicht mehr. Dein Gehirn wo alle Fähigkeiten, wisse n und Erfahrungen drinne steckten sind weg. Der Körper zersetzt sich langsam bis zum vollständigen verschwinden

Antwort
von holodeck, 21

WISSENSCHAFTLICH gesehen zerfällt der Körper in seine materiellen Einzelbestandteile.

Das ist es, was wissenschaftlich beobachtbar passiert.

Die Frage ist halt, ob "man" identisch ist mit seinem Körper und deshalb mitzerfällt oder aber nicht.

Diese Frage können wir jedoch mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht klären. Momentan jedenfalls nicht. Denn wir wissen ja nicht einmal, wie genau Bewusstsein entsteht und wo genau es sitzt.   

Gegenwärtig gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass das Gehirn der Sitz von Bewusstsein ist und dass selbiges durch Gehirnfunktionen entsteht. Dies ist eine Annahme, die genau genommen bislang noch nicht einmal belegt wurde. Denn die messbaren Aktivitäten des Gehirns könnten auch einfache Äquivalente, reine Begleiterscheinungen von Bewusstsein, sein. In diesem Fall wäre das Gehirn vergleichbar mit einem Radio Empfänger. Da es durchaus plausible Überlegungen dazu gibt, wie ein außerkörperliches Bewusstsein beschaffen sein könnte und wie es zu erklären sei, ist dieser Punkt völlig offen.        

Es gibt verschiedenste Phänomene, die Zweifel an der Auffassung zulassen, das Gehirn sei Erzeuger und Sitz von Bewusstsein, so dass mit dem Ende des Gehirns auch das Ende des Bewusstseins besiegelt sei. Dazu gehören

- Nahtoderfahrungen  
- Terminale Luzidität  
- Sterbebettvisionen
- Nachtodkontakte   

Terminale Luzidität ist weniger bekannt und bedeutet, dass Menschen, deren Gehirn schwerstgeschädigt ist, unmittelbar vor ihrem Tod von einer geistigen Klarheit erfasst werden, die angesichts der Schwere der Gehirnschäden aus dem Off gezaubert scheint und völlig unerklärlich bleibt. Das betrifft Alzheimerpatienten 3. Grades ebenso wie Leute, deren Gehirn völlig von Tumoren zerfressen sind. Sie erinnern sich plötzlich wieder an Personen und Gegebenheiten und sind in der Lage, ihre Angelegenheiten abschließend zu regeln und sich von wichtigen Personen zu verabschieden.      

Kommentar von MarioXXX ,
Kommentar von holodeck ,

Interessanter Hinweis. Danke.

Antwort
von suziesext08, 31

als Buddhis unterscheiden wir Tod und Sterben. Tot ist tot, das ist die Sprachkonvention. Also zu spekulieren, was nach diesem Tod ist? Das ist müssig, find ich. Dann müsste man Tod anders definieren.

Wir Buddhis studieren nur das Sterben, als Zwischenzustand, und betrachten den sterbenden Geist und all die in ihm erscheinenden Bilder, und wann ihm die Bilder als Strafgericht, als Erlösung, als Tröstung oder Drohung erscheinen. Einige unsere Orden, wie zb die tibetischen Nyingmapa, haben seit Jahrhunderten den sterbenden Geist des Menschen studiert. Ein schriftliches Zeugnis dazu ist 'Die Grosse Befreiung beim Hören auf der Schwelle', tib. Bardo'i Thödol. Das ist kein religiöses Geschwafel, denn wer den lebendigen Geist und seine Funktionsweise versteht, erkennt dann auch, dass der sterbende Geist nichts anderes ist als lebende Geist, der eben dem Sterben des Körpers innewohnt.

Kommentar von Rosenblad ,

"Denn sobald ihr Atem versiegt ist, werden die Wissensbewahrer,
Heroen, Dakini usw., sie in den Bereich des Reinen Himmlischen Wandels geleiten. Unter diesen Zeichen ist, dass der Himmel blank und rein wird, dass Regenbogen und LICHT intensiv strahlen, dass Blumen herabregnen, Weihrauch duftet und aus dem Äther Musik erklingt, sowie dass LICHT, Mumien, Reliquienkügelchen und göttliche Gestalten erscheinen
."  (Bardo Thödol)

Antwort
von hauseltr, 45

Mit dem Gehirntod erlöschen alle elektrischen Aktivitäten. Finito!

Der Körper löst sich mehr oder weniger langsam auf. Aber nichts davon geht verloren! Es bleibt im Kreislauf der Natur!

Antwort
von BurkeUndCo, 14

Nach dem Tod ist das Leben vorbei.

Ohne Blutversorgung keine Funktion des Gehirns. Ohne Gehirn kein Denken. Einfach Aus. (Punkt).

Antwort
von nowka20, 12

der körper zerfällt und das war`s

Antwort
von Ariestoteles, 34

Wenn man kein Bewusstsein mehr hat, gibt es dich nicht mehr. Ist wie bei einem Feuer das aus ist. Aber woanders entsteht ein neues.

Antwort
von comhb3mpqy, 29

Du kannst im Internet nach "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Ich bin Christ und glaube an ein Leben nach dem Tod.

Kommentar von Gambler2000 ,

ich glaube zwar auch an ein Leben nach dem Tod, wie du sicher weißt, aber beweisen kann man das nicht.

LG.

Antwort
von Gambler2000, 25

das weiß bisher kein Lebender so genau. ich glaube an ein Leben nach dem Tod, aber beweisen kann ich dir das nicht.

LG.

Kommentar von Abundumzu ,

Mein lieber Gambler,

da gibt es eine ganze Menge  Lebender, die das sehr genau wissen, was nach dem Tod passiert  -  und nicht nur das,  sie können sogar Einfluss darauf nehmen, wie das mit dem "Totsein" ausgehen wird.

Allen voran Dein Schöpfer!!

Als er einst zu Adam sagte  „Weil du  . ..  darangegangen bist, von dem Baum zu essen, von dem ich dir geboten habe: ‚Du sollst nicht davon essen‘, so ist der Erdboden deinetwegen verflucht. In Mühsal wirst du seinen Ertrag essen alle Tage deines Lebens.  Und Dornen und Disteln wird er dir wachsen lassen, und du sollst die Pflanzen des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“  (1. Mose 3:17-19)

Als er also dieses Urteil sprach, das sich bis zu Dir und mir auswirkt, wusste er schon, dass er eines Tages seinen Sohn auf die Erde schicken würde,  um uns wissen zu lassen, dass es für alle gottergebenen und loyalen Menschen einen erneuten Anfang auf das ursprünglich schon angedachte endlose Leben geben würde.

In seinem Wort ließ er Jesu Zusicherung zu dieser Frage dokumentieren:

" . . .Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräbern] sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts."  (Johannes 5:28, 29).

Es ist also  durchaus empfehlenswert, sich um ein klares Verständnis dessen zu bemühen,  was der Schöpfer des Himmels und der Erde unter "Gutes tun" verstanden haben will.

Meine Empfehlung wird Dir in diesem 3-Minuten Trailer näher erläutert:  

"Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs"

https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/kostenloses-bibelstudium/video-bibelkurs/

Alles Gute

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Antwort
von bachforelle49, 7

wissenschaftlich taugt nichts, weil da wissenschaftlich nichts (dabei) passiert!

also bleiben nur die Mysterien (Mystik) Seele, Geist, Ratio

das sollten aber keine Geheimnisse darstellen, denn eine Seele, das ist dein Empfinden und dein Gewissen

dein Geist ist dein Denken, denn daß du einen (Schutz)engel hast, ist ja deine persönliches Denken und daher dein geistiges Geheimnnis...

Ratio ist dann dein testamentarisch ausgerichtetes Seinempfinden mit Ausschluß der geistlichen Componente (Religion), wobei du ja von letzterem nichts wissen willst...

Antwort
von Snaaz, 25

Das weiß man nicht.

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