Frage von Betimleo, 66

Was passiert wenn man zu tief taucht?

Habe gehört, das dann die Lunge reißt wegen dem Druck. Und wenn das stimmt, gibt es eine Erklärung??

Antwort
von Mediachaos, 57

Das stimmt so nicht. Wenn Du tief tauchst, wird die Luft in Diner Lunge komprimiert, also zusammen gedrückt und damit wird das Volumen geringer.

Andersrum: Wenn Du mit Pressluftgerät tauchst, tief einatmest und dann auftauchst, was passiert dann? Das Ganze in umgekehrter Reihenfolge: Die Luft dehnt sich aus. D.h., wenn Du mit Gerät tauchst, musst Du beim Auftauchen abatmen. So lang Du ganz normal Ein- und Ausatmest, passiert das auf natürlichem Wege. Bei einem Notaufstieg musst Du ausatmen, keinesfalls krampfhaft die Luft anhalten. Das wäre äußert gefährlich. 

Und es gibt auch eine ganz üble Sache: Ein Stimmritzenkrampf. Der kann das Abatmen verhindern und tödlich enden. Ein Bekannter von mir hat dadurch vor vielen Jahren seinen Vater verloren. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Umkehrblockierung

Wenn an zu tief taucht, gibt es aber noch viele andere Gefahren. Das lernt man bei einer Tauchausbildung. Stichworte: Dekompressionsunfall, Sauerstoff-Partialdruck... Das ginge hier zu weit.


Antwort
von Hamburger02, 40

Das tief tauchen ist jetzt rein lungentechnisch gesehen überhaupt kein Problem. Der Lungenautomat sorgt dafür, dass der Druck der Atemluft aus der Flasche etwas höher ist, als der Wasserdruck. Dadurch kann man auch in sehr großer Tiefe atmen, ohne dass man wirklich etwas vom Druck merkt. 

Die Lunge platzt dann, wenn man zu schnell aufsteigt und dabei die Luft anhält. Dann herrscht in der Lunge immer noch der Druck aus der Tiefe, während der Umgebungsdruck stark abnimmt. Der Überdruck in der Lunge sorgt zunächst dafür, dass Lungenbläschen platzen, und später dafür, dass die Lunge reißt.

In der Tiefe ist also nicht die Lunge das Problem. Da hat man Probleme mit der richtigen Zusammensetzung der im Blut gelösten Gase. Das ist aber ein anderes Problem und hat mit Tiefenrausch und Dekompression zu tun.

Antwort
von skyberlin, 48

ja, der druck der luft liegt auf meeresoberfläche bei ca. 1 bar. alle zehn meter weiter tiefer im wasser kommt 1 bar dazu. bei 50 metern tiefe (und ich habe das erlebt) sind es dann 6 bar. da muss man schon ganz schön gegen anatmen können. lass es, bleibt bei der sporttauchertiefe von max. 25 metern. den rest kannst du dir aus dem netz schöpfen.

stay safe! SKYYY

Kommentar von skyberlin ,

1. der wasserdruck bei über 25 metern ist erheblich

2. du musst
die dekompressionszeiten berücksichtigen für den aufstieg sonst
sprudelst du ja wie ein champagner, na dann viel spaß!

alles googelbar!

Antwort
von fischtauchen, 28

Hallo,

Mediachaos hat einen Teil sehr gut beschrieben.

Aber die Frage muss erlaubt sein: was heisst zu tief ???

Zunächst geht es dabei erst einmal um Tauchen mit Gerät und nicht das Abtauchen nur mit der eigenen Luft in der Lunge. Beim Zweiten passiert überhaupt nichts.

Im Falle des Gerätetauchens wird aus einer Taucherflasche geatmet, die entweder aus Stahl oder Aöluminium hergestellt ist. In dieser Flasche herrscht in der Regel ein Druck von 200 bar, damit auch der Drauck in der Flasche größer ist als der Umgebungsdruck in der Tiefe.

Dazu muss man wissen, dass wir auf der Erdoberfläche einem Umgebungsdruck von 1 bar ausgesetzt sind, der mit zunehmender Tiefe pro 10 m Wassertiefe um 1 bar zunimmt. D.h. auf beispielsweise 20 m Tiefe herrschen 3 bar Umgebungsdruck. Dieser Aussendruck muss durch entsprechend mehr Atem ausgeglichem werden. Das wird er auch, nämlich durch den Atemautomaten an der Flasche, der Dir in diesem Falle die 3 -fache Menge Luft gibt. Diese Menge vergößert aber Deine Lunge nicht, die Atemluft darin ist lediglich komprimiert und entspricht immer dem Umgebungsdruck von aussen. Die Menge der Luft, die Du atmest, reguliert sich also automatisch, setzt aber voraus, das Du nie das Atmen einstellst und immer atmest. Dann wird Deiner Lunge nichts passieren.

Sporttaucher tauchen in der Regel nur bis 40 m Tiefe. Das hat seine Gründe in der Atemluft in der Druckluftflasche. Diese Luft besteht nämlich aus der normalen Atemluft, die 21% Sauerstoff und 78% Stickstoff enthält. In gößeren Tiefen als 40 m, in denen die Atemmenge wie beschrieben ja mehr wird, wird der Sauerstoff darin toxisch. Das führt erst zu Verlust der Konzentration und des Denkens und geht bis zum Tode, je nach Tiefe.

Ersatzweise lassen andere Gasgemische größere Tiefen zu. Wir Menschen sind nicht für das Leben unter Wasser geschaften, wissenschaftlich ist seh wenig erforscht und die größe Tiefe, die jemals ein Gerätetaucher mit speziellem Anzug, errreicht haben soll, liegt nach Berichten bei etwas über 300 m.

Ein weiteres Problem ist der Stickstoffanteil, der bei großen Tiefen und langer Aufenthaltsdauer in diesen Tiefen zu einer Stickstoffsättigung im Blut führt. Wenn nach einem sochen Tauchgang die erforderlichen Dekompressionspausen bzw. -zeiten nicht eingehalten werden, reagiert der Stickstoff im Blut an der Oberfläche wie eine vorher geschüttelte und dann geöffnete Sprudelwasserflasche. Die enstehende Blutbläschen können Adern verstopfen, was zu neurologischen Ausfällen, ähnlich einem Schlaganfall, ja sogar zum Tode führen kann.

Wie "Mediachaos" bereits richtig schrieb, lernst Du das alles in einem Tauchkurs und da ist eben die Theorie auch sehr wichtig.

Aber das Lernen, und natürlich auch Beherzigen, ist alles nichts im Vergleich zu der einmaligen Unterwasserwelt, die den meisten Menschen verschlossen bleibt.

Gruß Klaus

Kommentar von WillsteNenDDoS ,

an sich sehr gut beschrieben, allerdings darf man ohne kurs im tieftauchen nur bis 30meter tauchen.

Antwort
von Antwortster420, 35

Der Druck zerquetscht einen

Kommentar von WillsteNenDDoS ,

einfach nein. bitte hole dir erst deine scuba tauchschein und rede dann weiter. (scuba diver ist der erste schein)

Kommentar von Antwortster420 ,

Doch.

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