Frage von Splitty84, 53

Was passiert wenn man unverschuldet seinen Weiterbewilligungsantrag nicht einreichen konnte?

Hallo,

mein Vater ist 63 Jahre alt und seit Monaten ständig im Krankenhaus. Nun ist er zum Pflegefall geworden und ich kümmere mich um alles.

Dabei ist mir bei Durchsicht aller Unterlagen aufgefallen, dass er seinen Weiterbewilligungsantrag vom Hartz 4 nicht abgegeben hatte und seit einiger Zeit keinen Cent mehr vom Amt bekommt. Ich habe den Antrag nachgereicht nach mehreren Telefonaten mit "sehr" kompetenten Mitarbeitern.

Nun wurde mir allerdings nur die Zeit ab Zusendung bewilligt. Nun meine Frage: Hab ich eine Chance die anderen Monate auch nachträglich bewilligt zu bekommen, da ja selbstverständlich die Kosten für Unterkunft etc. trotzdem angefallen sind und er damit jetzt im Rückstand ist.

Würde mich freuen wenn jemand von euch einen Rat hat für mich, was ich noch tun kann. ( außer Widerspruch einlegen)

Vielen Dank und Liebe Grüße

Antwort
von schleudermaxe, 31

Die mögliche weitere Vorgehensweise steht aber doch im Bescheid. Warum wird dieser Vorschlag nicht umgesetzt?

Kommentar von Splitty84 ,

Weil noch kein Bescheid vorhanden ist, sondern ich dies nur telefonisch mitgeteilt bekommen habe. ;o) Die Frage war ja auch nicht, was im Bescheid steht.....also der Widerspruch sozusagen, sondern ob jemand damit vielleicht selbst Erfahrungen gemacht hat. Ich habe noch nie Hartz 4 bezogen und kenne mich daher mit sowas net wirklich aus.

Kommentar von schleudermaxe ,

Dann binde ein die Damen und Herren vom Diakonischen Werk. Die sind doch fit, helfen gerne und übernehmen auch eine etwaige Pflege.

Antwort
von DerHans, 28

Für die rechtzeitige Abgabe eines Weiterbewilligungsantrags ist der Anspruchsteller verantwortlich.

Dass er im Krankenhaus lag, entbindet ihn nicht davon. Du hättest dich ja auch vorher um seine Angelegenheiten kümmern können.

Dass er im Leistungsbezug war, wusstest du schließlich sicher auch vorher

Während des stationären Aufenthalts, stand ihm ohnehin nur ein Taschengeld und die Aufrechterhalting seiner Wohnung zu.

Da wäre also sogar eine Rückforderung des Sozialamtes möglich

Kommentar von EstherNele ,

Lieber Hans, 
das ist so nicht ganz richtig.

Während des stationären Aufenthalts, stand ihm ohnehin nur ein Taschengeld und die Aufrechterhaltung seiner Wohnung zu.

Das ist ehrlich gesagt, Nonsens. Richtig ist, dass das JC den Anteil Verpflegung aus der Leistung herausnimmt - im KH / einer Reha werden ja drei Mahlzeiten gereicht, es wird dafür also kein weiteres Geld benötigt.

Andere Dinge aber - mein Telefon-/Handy-/ Internetvertrag laufen weiter, ebenfalls die Abschlagszahlungen für Strom.

Außerdem hat der eine oder andere auch weitere regelmäßige Kosten, eine Versicherung z.Bsp.

Das ist mit einem Taschengeld ja wohl nicht zu bewältigen. 

Außerdem gäbe es keinerlei gesetzliche Handhabe, einem Leistungsempfänger in einem solchen Fall den Großteil seines gesetzlich verbrieften Mindesteinkommens wegzunehmen.

Kommentar von DerHans ,

Alle Kosten außer der Unterkunft sind aber nicht lebensnotwendig und können gestundet oder unterbrochen werden.

Kommentar von Splitty84 ,

Klar hätte ich mich vorher kümmern können wenn ich es gewusst hätte wie es um Ihn steht und was da so alles im argen liegt.

Ich wohne leider nicht in seiner Nähe und habe daher nur telefonischen Kontakt meist zu ihm. Was sich jetzt natürlich ändert, aber ich kann nachvollziehen das er nichts gesagt hat, war ihm halt peinlich. Nunja machen wir das beste draus. JC stellt sich quer, was ich zu nem gewissen punkt auch nachvollziehen kann.

Antwort
von huldave, 25

Das wird schwer, weil er für das Amt für diese Zeit als nicht bedürftig galt.

Stelle für diese Zeit einen Antrag und gehe notfalls auch in den Widerspruch.

Alles immer schriftlich machen.

Viel Erfolg

Antwort
von hauseltr, 25

Versuche es mal hier:

http://hartz.info/

Kommentar von Splitty84 ,

Danke ich schau mal. :o)

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