Frage von FioraOP, 139

Was passiert wenn man junge Fahrer bei der Versicherung nicht angibt?

Guten Tag, ich habe mir für den Winter einen 316er bmw gekauft mit "100" ps. Ich bin 23 und bin seit 7 Jahren bei meinem Versicherer. Hatte noch nie einen Unfall und jetzt soll ich 1380€ zahlen weil ich unter 25 bin. Wenn ich über 25 wäre, dann würde es 640€ kosten ( nur Haftpflicht!!!). Mich würde interessieren wie das aussieht wenn mein Vater ihn anmeldet, und mich einfach nicht als Fahrer angibt. Das die versicherung zahlen muss weiß ich. Aber wäre das fahren ohne versicherungsschutz?

grüße

Expertenantwort
von DEVK, Business Partner, 93

Hallo FioraOP,

was genau passiert, steht in den Versicherungsbedingungen eurers Anbieters. Jeder Versicherer kann da seine eigenen Regeln machen.

Denkbar ist eine Nachzahlung des "richtigen Beitrags" ab Jahresbeginn oder sogar ab Vertragsbeginn. Auch eine Vertragsstrafe (z.B. 1 Jahresbeitrag extra) ist denkbar.

Der Versicherungsschutz ist aber nicht in Gefahr, wenn du nicht als Fahrer eingetragen bist.

Das von dir angesprochene "Fahren ohne Versicherungsschutz" ist meist die Folge einer länger nicht bezahlten Beitragsrechnung. Der Versicherer kündigt irgendwann den Versicherungsschutz. Solltest du trotzdem mit dem Auto "ohne Versicherungsschutz" fahren, ist das eine Straftat. Wenn du einen Unfall verursachst, wird dein Versicherer dem Geschädigten sein Geld auszahlen, und dich in voller Höhe in Regress nehmen.

Viele Grüße

Lydia vom DEVK-Team

Kommentar von BenniXYZ ,

Genau so. Lies doch in den Bedingungen nach, welche "Strafe" dich/deinen Vater im Falle falscher Angaben im Antrag erwartet. Das ist bei den Gesellschaften nicht einheitlich geregelt. 

Antwort
von kevin1905, 53

Aber wäre das fahren ohne versicherungsschutz?

Nein, denn das wäre eine Straftat für die du und dein Vater zu einer Geld- oder Freiheitsstrafe verurteilt werden könntet.

Es ist aber eine Obliegenheitsverletzung.

Diese kann dazu führen, dass wenn der Versicherer dies mitbekommt, den Beitrag entsprechend korrigiert und zur letzten Hauptfälligkeit rückwirkend nacherhebt und eine Vertragsstrafe von bis zu einem Jahresbeitrag ausspricht.

Antwort
von schleudermaxe, 33

... dann rechne doch einfach mal den Marktführer, so meine Glaskugel.  ... wenn es den mit 100 PS überhaupt gibt.

Kommentar von FioraOP ,

ok tut mir leid, eingetragen hat er 102 ps 😉 20 Jahre alt

Kommentar von schleudermaxe ,

... und woher kommen die 7 Jahre von "meiner" Versicherung, so ja die Frage?

Kommentar von privatfoerster ,

Ja, da kann man stundenland sitzen und Eingaben machen aber es schafft kaum jemand selbst auch in meinem Bekanntenkreis:

Bei meiner Versicherung etwa:
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Vater zugelassen im besten SF35 240 EUR
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Sohn zugelassen, Nutzer auch Kind unter 25 Jahre als Zweitwagen: 1070 EUR
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Vater zugelassen, Fahrer nur über 25 Jahre als Zweitwagen: 940 EUR
Versicherungsnehmer versichert selbst SF6: 492 EUR
Versicherungsnehmer versichert selbst SF7: 470 EUR

(Bei Unfall wird Vater als Versicherungsnehmer natürlich zurückgestuft aber nicht sehr schlimm, wenn niedriger SF-Rabatt)

Meine Vermieterin hat in SF35 wegen Sportwagen ungefähr 1100 EUR bezahlt und bei meiner Versicherung wäre es auch ungefähr so gewesen. Sie war immer froh überhaupt eine Versicherung gefunden zu haben.
Ein paar Versicherungen im Internet weiter (einige versicherten das Fahrzeug tatsächlich immer noch nicht), was halt Zeit dauert, war ich bei 450 EUR und die Vollkasko war dort mit etwa 100 EUR auch noch billiger wie die Teilkasko bei derselben Versicherung und um vieles billiger wie bei der alten Versicherung.

Antwort
von GravityZero, 90

Im Falle eines Schadens wird die Versicherung die zu wenig einbezahlte Summe einfordern.

Antwort
von juergen63225, 28

hier stehen leider einige Antworten, die jeder Grundlage entbehren.

Wenn man falsche Angaben gemacht hat, oder Änderungen nicht rechtzeitig mitgeteilt (km Stand, Garage weggefallen, jüngere Fahrer, wer hat da noch den Überblick), dann kann nach AGBs der Versicherung im Schadenfall der Doppelte Jahresbeitrag berechnet werden. Nichts sonst ! .. Versicherungsschutz, auch in Voll- und Teilkasko, besteht trotzdem.

Das kann also sehr wohl eine Überlegung sein, die Kinder nicht anzugeben, wenn diese das Auto nicht regelmässig fahren, und im Fall der Fälle ist die Eigenbeteiligung eben einen Jahresbeitrag höher. 

Dass es soviel ausmacht wie in der Frage, möchte ich mal bezweifeln, sicher sind da auch andere Schadenfreiheitsrabatte eingerechnet, der Zweitwagen vom Vater könnte höher rabattiert sein, als ein Neuvertrag.

Antwort
von Apolon, 52

@FioraOP,

entgegen einiger Antworten hier, muss ich mal klar zum Ausdruck bringen, dass es auf den jeweiligen Einzelfall ankommt.

Mich würde interessieren wie das aussieht wenn mein Vater ihn anmeldet, und mich einfach nicht als Fahrer angibt.

In diesem Fall, muss man davon ausgehen, dass du alleine, bzw. überwiegend das Fahrzeug fährst und somit könnte man deinem Vater, wenn er dich als Fahrer nicht angibt vorsätzlichen Versicherungsbetrug unterstellen.

Bedeutet, dass man deinen Vater auch in Regress nehmen kann und den Versicherungsvertrag vermutlich auch kündigen wird.

Von den sonstigen Vertragsstrafen wurde ja schon genug geschrieben.

Man sollte von solchen Geschichten die Finger lassen.

Gruß N.U.

Antwort
von franneck1989, 76

Die Versicherung darf, wenn sie davon erfährt, die Differenz und zusätzlich eine Vertragsstrafe fordern.

Kommentar von Apolon ,

Außerdem kann sie den VN in Regress nehmen, denn hier liegt vorsätzlicher Versicherungsbetrug vor.

Kommentar von privatfoerster ,

Nein, das müsste der Versicherer beweisen.
Es kann ja auch so sein, dass das Kind das Auto einfach mal selbst genommen hat, weil die Schlüssel rumlagen.

Antwort
von Artus01, 50

Laß das Fahrzeug über deinen Vater versichern und Dich dann ebenfalls als Fahrer eintragen. Das wird bei weitem nicht so teuer als wenn Du das Fahrzeug selbst versicherst.

Nach ein paar Jahren, kannst Du die Versicherung des Fahrzeugs zu einer guten Kondition übernehmen, sofern kein Schadensfall eingetreten ist in der Zeit.

Kommentar von privatfoerster ,

Das kommt ganz darauf an:
Bei meiner Versicherung etwa:
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Vater zugelassen im besten SF-Rabatt 30% ca. 450 EUR
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Sohn zugelassen, Nutzer auch Kind unter 25 Jahre als Zweitwagen: 1070 EUR
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Vater zugelassen, Fahrer nur über 25 Jahre als Zweitwagen: 940 EUR
Versicherungsnehmer versichert selbst SF1: 840 EUR
Versicherungsnehmer versichert selbst SF4: 550 EUR

(Bei Unfall wird Vater als Versicherungsnehmer zurückgestuft aber nicht sehr schlimm, wenn niedriger SF-Rabatt)

Kommentar von privatfoerster ,

Weil mir das komisch vorkam habe ich jetzt auch den Papa mal in SF35 eingegeben und er ist ja selbst in SF 6 oder 7.

Bei meiner Versicherung etwa:
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Vater zugelassen im besten SF35 240 EUR
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Sohn zugelassen, Nutzer auch Kind unter 25 Jahre als Zweitwagen: 1070 EUR
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Vater zugelassen, Fahrer nur über 25 Jahre als Zweitwagen: 940 EUR
Versicherungsnehmer versichert selbst SF6: 492 EUR
Versicherungsnehmer versichert selbst SF7: 470 EUR

(Bei Unfall wird Vater als Versicherungsnehmer natürlich zurückgestuft aber nicht sehr schlimm, wenn niedriger SF-Rabatt)

Kommentar von schleudermaxe ,

... und Vater hat einen freien SF-Rabatt von 7 Jahren?

Kommentar von Artus01 ,

Ist letztlich immer noch billiger als das was der Fragesteller zahlen müßte.

Dieser ist im Übrigen selbst schuld, was kauft er sich auch ein Auto mit 100 PS, für die ersten Jahre reichen auch 60.

Antwort
von qugart, 62

Bei vorsätzlicher Falschangabe kann eine Vertragsstrafe bis zur Höhe des richtigen Jahresbeitrag plus evtl. zu wenig bezahlte Beiträge fällig werden.

Theoretisch kann auch noch eine Anzeige wegen Betrug hinzukommen.

Kommentar von DerHans ,

Wegen vorsätzlicher Falschangabe kann der Versicherer auch "von der Leistung frei" sein.

Kommentar von juergen63225 ,

nein ! 

ZITAT:

Was viele nicht wissen: Es hat keinen Einfluss auf den Versicherungs­schutz, ob ein Fahrer im Versicherungs­schein namentlich genannt ist oder nicht. Ein Auto­versicherer muss auch dann einen Unfall­schaden bezahlen, wenn ein Fahrer am Lenk­rad saß, der nicht einge­tragen war. Das gilt sowohl für die Haft­pflicht- wie auch für die Kasko­versicherung. 

Eine Folge hat der Unfall durch einen nicht gemeldeten Fahrer aber: Erfährt die Versicherung davon, verlangt sie vom Kunden den Beitrag nach, der fällig gewesen wäre, wenn von Anfang an der korrekte Fahrer­kreis angegeben gewesen wäre. Hat der Kunde absicht­lich nur sich als Fahrer angegeben, um Beitrag zu sparen, behalten sich einige Versicherer wie Nürn­berger, CosmosDirekt oder Ergo vor, zusätzlich einen Jahres­beitrag als Strafzahlung zu kassieren. Da der Versicherer aber beweisen muss, dass der Kunde vorsätzlich geschummelt hat, und das schwierig ist, kommt es nur selten zu solchen Strafen.

aus:

https://www.test.de/Autoversicherung-Wenn-mehr-Fahrer-das-Auto-nutzen-moechten-4...

Kommentar von qugart ,

Falscher Kontext. Es geht nicht um den Fahrerkreis, sondern um das Alter des jüngsten Fahrers.

Und dabei geht es dann gar nicht um Leistungsfreiheit. Denn einige Versicherer (z.B. die HDI) wählt da einen anderen Weg. Sie fechten den Vertrag an wollen den dann rückabwickeln. Da kann es dann auch keine Leistungsfreiheit geben, da kein Vertrag besteht. Kasko ist da dann sowieso immer hinfällig.

Wenn es dann tatsächlich zur Rückabwicklung kommt, stellt sich eben die Frage, wo das Fahrzeug dann nachträglich zu welchem Tarif versichert werden muss. Das wird dann einer der Tarife sein, die man auch bei schlechter Bonität (Stichwort: harte Treffer) zur Auswahl hat. In der Regel dann auch mal ohne Schadensfreiheitsrabatt. Nur gesetzliche Deckung ist auch klar.

Der Schaden wird dann übernommen. Klar. Jedoch sind die Beiträge dann noch höher als jetzt mit dem jüngsten Fahrer. Außerdem erfolgt die sofortige Kündigung nach Schadenregulierung. Insgesamt dürfte dann auch der Schadensfreiheitsrabatt nun endgültig weg sein.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 60

Hallo!

Es ist 'ne Grauzone nach dem Motto "Wo kein Kläger, da kein Richter" --------> solange der nicht eingetragene junge Fahrer keinen Unfall baut, geht alles gut & solange wird da auch nichts passieren. Kommt's dann aber zu einem Unfall und sei es 'nen Rammer auf'm Parkplatz, muss der gesparte Versicherungsbetrag nachgezahlt werden & es kann sein, dass die Versicherung entweder garnicht oder nur teilweise haftet. 

Kommentar von franneck1989 ,

nee, das ist keine Grauzone. Die Versicherung muss trotzdem in voller Höhe leisten. Dass der gesparte Betrag nachgezahlt werden muss, ist aber richtig.

Kommentar von qugart ,

Das ist nichts anderes als Vorsatz oder sogar vorsätzlicher Betrug.

Kann man ja gerne als "Grauzone" bezeichnen...Die Haftung ist gesetzlich vorgeschrieben.

Antwort
von privatfoerster, 29

Entweder wechselst Du den Versicherer und schaust Dich um. Dazu gibt es auch Vergleichsportale in denen aber nicht unbedingt der billigste steht.
Das empfiehlt sich wie Du sieht dringend bevor man sich ein anderes KfZ zulegt. Manche Versicherung ist doppelt so teuer wie eine andere und das ist von PKW zu PKW unterschiedlich. Der PKW scheint aber in einer hohen Schadenklasse zu stehen.

Natürlich kann auch Dein Vater das Auto versichern. Er braucht Dich auch nicht als Fahrer angeben, denn grundsätzlich darf dann jeder mit dem Auto fahren, wenn er einen Führerschein hat. Deine Freunde, die Mutti etc.
Manche Versicherungen akzeptieren es aber gar nicht, wenn der Halter des Fahrzeugs nicht der Versicherungsnehmer ist. Manche akzeptieren das, dann aber mit einer erhöhten Prämie. Und bei manchen bleibt die Prämie gleich, wenn man mit der Person verheiratet, Lebenspartner ist oder im gleichen Haushalt lebt.

Man kann das bei den meisten Versicherung online in den Versicherungsrechnern durchspielen.

Bei manchen Versicherern muss man als Versicherungsnehmer aber angeben ob Fahrer unter 25 Jahre das Auto fahren. Das könnte dann wieder zu der gleichen oder einem ähnlichen Prämie führen.
Das sollte man dann auch wiederum tunlichst angeben, weil man sonst wie hier schon beschrieben wurde den Versicherungsschutz riskiert.

Das andere Problem ist natürlich, dass Du mit den Prozenten im Schadenfreiheitsabatt nicht runterkommst, wenn es auf Deinen Vater läuft. Was aber auch nicht schlimm ist, denn mit 25 könnte man das wieder ändern und Dein bisheriger SF-Rabatt bleibt 7 Jahre bestehen ohne, dass Du zurückgestuft wirst.

Kommentar von privatfoerster ,

Bei meiner Versicherung gemäss Glaskugel zB.:

Fahrzeugart: PKW
Hersteller / Hersteller-Nummer: BMW / 0005
Typ (Modell) / Typ-Nummer: BMW 3/1 (316I) / 482
Leistung: 102 PS / 75 KW
Tarifgruppe: R
Einstufung in Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse)
Kfz-Haftpflichtversicherung: SF 1, Beitragsatz 60 %

Weitere Angaben
Jährliche Fahrleistung: 20.000 km
Fahrer: Ausschließlich Versicherungsnehmer
Fahreralter: Auch unter 25 Jahre
Jüngste Fahrer: Geburtsdatum: 01.01.1997
Wohneigentum: Kein selbst bewohntes Wohneigentum vorhanden
Regelmäßiger Stellplatz: Kein eigener Stellplatz
Nutzung: Ausschließlich privat (incl. Fahrten zur Arbeitsstätte)
Erstzulassung: 01.2007
Zulassung: Am 01.2017 Auf Versicherungsnehmer
Versicherungsnehmer: Geburtsdatum 01.01.1997
Berufliche Tätigkeit: Angaben berücksichtigt
Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, Kasko nicht

665 EUR

PKW 20 Jahre alt: 836 EUR

Kommentar von schleudermaxe ,

... und warum nach 7 Jahren bei der Versicherung nur die SF 1?

Kommentar von privatfoerster ,

Papa ist Versicherungsnehmer, PKW auf Kind zugelassen, Fahrer ist auch Kind unter 25 Jahren:

Jährliche Fahrleistung: 20.000 km
Fahrer: Ausschließlich Versicherungsnehmer und/oder Ehepartner bzw. Lebenspartner im gemeinsamen Haushalt und deren Kind(er)
Fahreralter: Auch unter 25 Jahre
Jüngste Fahrer: Geburtsdatum: 01.01.1994
Wohneigentum: Kein selbst bewohntes Wohneigentum vorhanden
Regelmäßiger Stellplatz: Kein eigener Stellplatz
Nutzung: Ausschließlich privat (incl. Fahrten zur Arbeitsstätte)
Erstzulassung: 01.1997
Zulassung: Am 01.2017 Auf Kind
Wohnsitz des Halters: Berücksichtigt (PLZ 72525)
Fahrzeugtyp: Gemäß Hersteller- und Typ-Schlüssel-Nummer
Versicherungsnehmer: Geburtsdatum 01.01.1967
Berufliche Tätigkeit: Angaben berücksichtigt
Kfz-Haftpflichtvers. und Kasko: Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, Kasko nicht

885 EUR

Durch den wahrscheinlich wesentlich höheren SF-Rabatt des Papas kann es aber bis zur Hälfte billiger werden.

Kommentar von privatfoerster ,

Beim Papa als Versicherungsnehmer habe ich vergessen "Zweitwagen" einzutragen, weil er seinen SF-Rabatt für den Zweitwagen gar nicht nutzen kann.

Dann sind es: 1.103,50 €

Kommentar von privatfoerster ,

Weil mir das komisch vorkam habe ich jetzt auch den Papa mal in SF35 eingegeben und er ist ja selbst in SF 6 oder 7.

Bei meiner Versicherung etwa:
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Vater zugelassen im besten SF35 240 EUR
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Sohn zugelassen, Nutzer auch Kind unter 25 Jahre als Zweitwagen: 1070 EUR
Vater Versicherungsnehmer, PKW auf Vater zugelassen, Fahrer nur über 25 Jahre als Zweitwagen: 940 EUR
Versicherungsnehmer versichert selbst SF6: 492 EUR
Versicherungsnehmer versichert selbst SF7: 470 EUR

(Bei Unfall wird Vater als Versicherungsnehmer natürlich zurückgestuft aber nicht sehr schlimm, wenn niedriger SF-Rabatt)

Antwort
von EGitarre, 65

1380€ in welchem Abstand? Pro Jahr? Quartal? Halbes Jahr?

Kommentar von Freizeitsprutz ,

Pro Jahr kommen 1000€ bei einem BMW + Fahranfänger schnell zusammen , habe es damals bei meinem Sohn und seinem E46 erlebt . Deshalb habe ich seinen BMW damals auch auf mich Versichert .

Kommentar von EGitarre ,

Ich bezahle meinen Opel Corsa selbst in der Versicherung und fahre seit einem Jahr selbst (leider zu spät versichert, so dass ich immer noch in der Anfangsklasse von den %ten bin) und zahle für 25k jährlich 580€ pro Quartal, also weitaus mehr. War auch die günstigste Option die es gab für mich, also denke ich, dass 100€ nicht wirklich viel sind, schon gar nicht für den ersten Vertrag

Kommentar von schleudermaxe ,

... dann hat sich wohl einer verzockt und nicht an die EKR gedacht, oder?

Kommentar von schleudermaxe ,

... wo steht das, das mit dem Anfänger, der schon 7 Jahre eigene Fahrzeuge versichert hat, so jedenfalls die Frage?

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht & Versicherung, 39

Wenn dein Vater den Wagen versichert und "vergisst" dich als Fahrer anzugeben, ist das erst einmal eine Obliegenheitsverletzung. Das heißt im Extremfall wäre der Versicherer von der Leistung frei.

In der Praxis wird der Geschädigte natürlich sein Geld bekommen, aber man könnte deinen Vater in Regress nehmen.

Da ihr diesen Konstrukt aber bewusst wählt, um den günstigeren Beitrag zu erzielen, könnte man das auch als Betrugsversuch ansehen.

Und wenn du mal öfter in die Zeitung schaust, siehst du auch, warum "jung- dynamische Fahrer" höhere Prämien zahlen.

Antwort
von tryanswer, 72

Der gesetzliche Versicherungsschutz würde bestehen. Je nach Kulanz der Versicherung könnte dein Vater dann aber auf einem möglichen Schaden sitzenbleiben und die zukünftige Prämie würde garantiert höher ausfallen. Auch könnte die Versicherung die Weiterführung des Versicherungsverhältnisses für die Zukunft ablehnen.

Kommentar von franneck1989 ,

Der gesetzliche Versicherungsschutz würde bestehen. Je nach Kulanz der
Versicherung könnte dein Vater dann aber auf einem möglichen Schaden
sitzenbleiben

Das schließt sich ja gegenseitig aus. Die Versicherung muss in dem Fall leisten, das ist keine Kulanzfrage

Kommentar von tryanswer ,

Die Versicherung muß zwar zunächst den Schaden (Dritter) regulieren, kann dann aber auf den Klageweg das Geld vom Versicherungsnehmer zurückfordern, da sich dieser nicht an den Vertrag gehalten hat. Ob sie diesen Weg dann aber beschreitet, unterliegt jedoch der Kulanz.

Kommentar von franneck1989 ,

Nein, das stimmt nicht. Das was du beschreibst ist "Regress" und dieser kann in diesem Fall nicht greifen

Kommentar von tryanswer ,

Ich bin durchaus gewillt deiner Argumentation zu folgen, bin mir aber nicht sicher, ob die Rechtsabteilung der Versicherung das u.U. nicht anders bewertet.

Kommentar von qugart ,

Nein das schließt sich nicht aus. Schäden über die Deckungssumme hinaus müssen nicht reguliert werden.

Kommentar von franneck1989 ,

Schäden über die Deckungssumme hinaus müssen nicht reguliert werden.

Das ist ja grundsätzlich so, nicht nur in dem hier skizzierten Fall. Nur liegen die Deckungssummen mittlerweile so hoch dass dieser Fall ziemlich theoretisch ist

Kommentar von qugart ,

Naja...1,12 Mio oder 50.000 sind relativ schnell erreicht. So theoretisch ist das nicht.

Kommentar von kim294 ,

Die gesetzlichen Mindestdeckungssummen nach § 4 PflVG
(siehe Anlage zu § 4 Abs. 2) betragen für Personenschäden
7,5 Mio. Euro, 1,12 Mio. Euro für Sachschäden und 50.000 Euro (Stand
12.2013) (alt: 2,5 Mio, 500.000, 50.000) für die weder mittelbar noch
unmittelbar mit einem Personen- oder Sachschaden zusammenhängenden
reinen Vermögensschäden.




https://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Haftpflichtversicherung#Deckungssumme

Da muss schon einiges zusammen kommen, damit die Summe nicht reicht.

Kommentar von tryanswer ,

Nicht wirklich viel, im Straßenverkehr sind Fahrzeuge unterwegs, deren Einzelwert schon bei 500.000 EUR liegt und auch bei Personenschäden sind die Grenzen oft schneller erreicht als man denkt - wobei es natürlich schon richtig ist, daß solche Unfälle mehr die Ausnahme, denn die Regel darstellen.

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