Was passiert wenn man einen Pinguin in den Weltall schießt?

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7 Antworten

Es gibt tatsächlich wissenschaftliche Untersuchungen dazu, was mit Tieren und Menschen im Vakuum passiert. Die Auswirkungen auf einen Pinguinkörper wären sehr ähnlich.

Und nein, er würde nicht platzen oder erfrieren.

Es gab ein paar Unfälle in den 60ern und 70ern bei denen Menschen überlebt haben, oder ums Leben kamen. Ich hab mal im Internet recherchiert und bin mir sicher, dass ich die Folgen hier rekonstruieren könnte.

Kurz zusammengefasst:

- Die Haut fängt nicht wegen dem Temperaturunterschied an zu kochen sondern wegen dem Druck. Was nicht jeder weiß: Wasser kocht nicht immer bei 100°C, sondern das Kochen ist abhängig vom Luftdruck. Bei Höhe Meeresspiegel 0 Meter sind es 100°C. Bei 600 Meter Höhe sind es nur noch 98 °C. Bei 15 km Höhe kocht Wasser schon bei 50 °C. Und ab etwas über 30.000 Meter Höhe ist der Luftdruck so niedrig, dass Wasser bei 0°C sofort in den gasförmigen Zustand wechselt.

Wird dein Pinguin dem Vakuum ausgesetzt, ist in seinen Adern und in seinem Körper der Druck groß genug, dass das Blut nicht kochen kann. Aber dort wo der Körper Kontakt nach außen hat, nämlich an der Haut, fängt er an zu erröten, blasen zu schlagen und schließlich an zu kochen. Das findet nur bis in eine Tiefe von 1cm statt. Im ersten Moment fühlt es sich kühl an, da die Hautoberfläche Wärme abgibt. Als würde man vor einem Ventilator schwitzen. Wasserdampf und Gase treten aus dem Körper aus, zuerst nur aus Hautporen und Schweißporen und allen Körperöffnungen wie Mund oder After, danach aber durch Risse in der Haut.

- Der Körper schwillt aufgrund des Druckunterschieds auf mehr als die doppelte Größe an. Das Gewebe wird gedehnt, was mit extremen Schmerzen verbunden ist.

- Aufgrund von Stress nimmt der Herzschlag stark zu.

- Normalerweise Bewusstseinsverlust nach 7-15 Sekunden, und Tod nach 90 Sekunden. Bei unter 90 Sekunden Überleben.

Da du Tierquäler deinem Pinguin aber einen Helm aufgesetzt hast, wird er mitbekommen wie unterhalb des Helms sein Körper anschwillt und das körpereigene Wasser anfängt zu kochen und zu verdampfen. Ich habe über den weiteren Verlauf keine Infos gefunden, bin mir aber sicher, dass man angeschwollen und kochend nicht mehr bei Bewusstsein sein will.

Falls er doch keinen Helm trägt

- Vorübergehende Erblindung.

- Bei einer explosiven Dekompression sollte man möglichst nicht die Luft anhalten, weil sonst die Lunge reißt. Auch strömt über den Mund Wasserdampf aus.


Wie gesagt ich hab damals ein wenig recherchiert. Unter Anderem bin ich auf diesen Link gestoßen: http://www.geoffreylandis.com/vacuum.html


Ich weiß von 3 Unfällen:

1. In den 60er Jahren sprang der Pilot und das freiwillige Versuchskaninchen der US Air Force Joseph Kittinger von einem Ballon aus einer Höhe von 31 Kilometern. In dieser Höhe liegt der Luftdruck bei unter 5%. Beim Aufstieg stellte Kittinger fest, dass der Handschuh undicht war. Die Luft strömte also aus dem Handschuh und die Hand schwoll auf die doppelte Größe an. Tapfer wie er war, hat ers trotz riesiger Schmerzen runtergeschluckt, sich entschieden Ground Control nicht zu informieren und die Mission zu Ende zu bringen. Nach wenigen Stunden am Boden hat sich seine Hand komplett erholt.

2. Bei einem Unfall wurde versehentlich die Luft aus einer Luftdruckkammer abgeleitet in der sich ein Techniker befand. Der Mann befand sich für 30 Sekunden im Vakuum aber hatte Glück und hat sich wieder komplett erholt. Er hat nach etwa 10 Sekunden das Bewusstsein verloren und ist kurzzeitig erblindet. Er konnte hinterher umfangreich und bereitwillig von seiner Erfahrung berichten.

3. Ich weiß von einer amerikanischen oder russischen Raumkapsel die mit 2 oder 3 Astronauten an Bord auf der Erde gelandet ist. Beim Eindringen in die Atmosphäre hat ein Ventil versagt und die gesamte Luft wurde aus der Kapsel gesogen. Nach der Landung wurde sie vom Bodenpersonal geöffnet. Die Astronauten saßen ganz normal in ihren Sitzen. Es sah alles normal aus, nur war die Haut gerötet und die Männer waren tot.

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Kommentar von spaeschel85
16.02.2016, 22:31

So der Link beschreibts noch besser und richtiger als ich es könnte:

http://www.damninteresting.com/outer-space-exposure/

Ich mach mal ne Übersetzung quick and dirty:

"Sobald der Körper dem Vakuum ausgesetzt ist, gibt es einige Verletzungen, die für sich genommen nicht gefährlich aber zusammengenommen lebensgefährlich sind. Der erste Effekt ist das Ansammeln von Gasen in den Lungen und dem Verdauungstrakt.

Ohne atmosphärischen Druck verdampft Wasser sofort zu Gas was dazu führt, dass Feuchtigkeit im Mund und um die Augen sofort verdampft. Der selbe Effekt lässt Wasser in weichem Gewebe und den Muskeln verdampfen, was dazu führt, dass der Körper in Kürze auf die doppelte Größe anschwillt. Dieses Aufblasen würde ein paar Adern zerreißen, aber wäre nicht stark genug um durch die Haut zu brechen. Innerhalb Sekunden würde wie bei Tauchern der Stickstoff im Blut schmerzhaft gasförmig werden. Ist die Haut direkt der ultravioletten Strahlung der Sonne ausgesetzt, wäre starker Sonnenbrand die Folge. Erfrieren ist kein direktes Risiko im Weltraum da die Hitze den Körper in einem Vakuum nur langsam verlassen kann.

Nach vollen 10 Sekunden würde es für einen durchschnittlichen Menschen ungemütlich aber noch nicht tödlich. Ohne Luftdruck würde die Gasumwandlung in den Lungen rückwärts arbeiten, und Sauerstoff aus dem Blut herausfiltern und den Sauerstoffmangel und das Ersticken beschleunigen. Nach 10 Sekunden würde die Urteilsfähigkeit schwinden und die Sehkraft nachlassen. Der kühlende Effekt des verdampfenden Wassers würde Nase und Mund nahe dem Gefrierpunkt abkühlen.

Bis zu dem Punkt würde das Opfer in einer blauen Benommenheit schweben, trotzdem wäre das Gehirn funktionsfähig und das Herz würde schlagen. Würde man jemandem in den ersten 1 1/2 Minuten Sauerstoff verabreichen, würde die Person leicht verletzt überleben. Nach diesen 90 Sekunden jedoch beginnt das Blut zu kochen und das Herz hört auf zu schlagen.

Insgesamt ist es bemerkenswert, dass die Überlebenszeit in Minuten anstatt Sekunden gemessen werden kann und dass man so eine lebensunfreundliche Umgebung für 2 Minuten ohne bleibende Schäden überleben könnte."

Übersetzung Ende

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Naja im Weltall würde man eher überhitzen als unterkühlen denn: Es ist kein Medium vorhanden das die Wärme ableitet (hier auf der Erde ist das die Luft). Es käme also nur Strahlung in Frage und das dauert laaange.

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Ein einzelner Pinguin kann auch in der Antarktis bei -50 bis -80 Grad (Rekord sind übrigens -89 Grad, nach nicht offiziell anerkannten Messmethoden vor einigen Jahren sogar -93°C) nicht lange überleben. Pinguine bilden eine Gemeinschaft, bei sehr kaltem und widrigem Wetter stellt sich die ganze Gruppe eng beieinander und sie wärmen sich gegenseitig. So können sie überleben.

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Er würde dehydrieren, also von innen heraus zu Tode kochen.

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Es würde aufjedenfall dauern bis ein Pinguin durch kälte stirbt. Da im Weltall ja beinahe ein Vakuum besteht würde der Pinguin nur sehr langsam Wärme verlieren weil es fast keine Moleküle gibt die diese aufnehmen könnten. Er würde eher an dem Druckunterschied sterben

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Die Frage wäre eher, ob der Pinguin eher platzen oder erfrieren würde. Vielleicht auch beides gleichzeitig. Wer weiß?

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Kommentar von Tezcatlipoca
14.02.2016, 03:37

Würde er nicht eher verglühen an der Erdatmospähre? Ich hab ja nicht behauptet das er mit einer Rakete hochgeschossen wird :D

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das hat noch keiner gemacht und es wird auch keiner tun.

pinguine sind geschützte tiere. alle arten.

und ein pinguin allein überlebt auch in der arktis nicht. er braucht die gruppe.

und frag bitte jetzt nicht, wie viel wärme die vertragen.

dafür musst du nur nachschauen, bei welcher temperatur eiweiss gerinnt.

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