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Was passiert, wenn jemand in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird?

gefragt von MadameXYMadameXY am 01.05.2008 um 18:15 Uhr

Ich habe eine sehr ernste Frage. In meiner Familie hat jemand versucht, sich das Leben zu nehmen. Im Moment ist er noch im Krankenhaus, aber sie haben gesagt, er wird eingewiesen. Was passiert dann? Wie lange muss er dort bleiben? Und darf er wieder gehn, oder muss er dort bleiben? Danke für Eure Hilfe


Reply


pippi60
beantwortet von pippi60 am 1. Mai 2008 18:21
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Wenn ein Mensch versucht, Suizid zu begehen, hat er ein ernsthaftes psychisches Problem. Im Rahmen eines Therapieplanes wird versucht, den Grund dafür herauszufinden und ihm zu helfen, zu erkennen, was "schief" gelaufen ist. Er bekommt Lösungsstrategien für diese Probleme angeboten, bzw. er muß sie selbst für sich erarbeiten. Wie lange er in der Klinik bleiben muß, liegt am Therapiefortschritt. Und es ist keine Schande, in eine psychatrische Klinik eingewiesen zu werden. Das sind nur dumme Vorurteile. Keiner weiß, ob es ihn mal selber treffen wird!

Kommentar von 22e145294ec3e8c23371040e45f0a165smallAngela2305 am 1. Mai 2008 19:50

DH, Super Antwort

Kommentar von 22e145294ec3e8c23371040e45f0a165smallAngela2305 am 1. Mai 2008 19:52

DH, Super Antwort

Kommentar von Simple_avatar3smallKlaus Stich am 23. Mai 2008 10:00

Naja, ich meine, das sind sehr idealistische Ausführungen. Die Realität ist von Klinik zu Klinik verschieden und hängt u.a. von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik und vom Personalschlüssel der Klinik ab.


anonym
beantwortet von Rolfe am 1. Mai 2008 18:40
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Die meisten Menschen werden nicht wirklich zwangseingewiesen - sie werden überredtet, auf freiwilliger Basis dort zu bleiben und sich helfen zu lassen. Eine Zwangseinweisung setzt einen Gerichts- beschluss voraus (bis 3 Tage auch die Anordnung des Amtsarztes), der bis 6 Wochen gilt. Dennoch muss jederzeit geprüft werden, ob die Voraussetzungen überhaupt noch vorliegen, was ausgesprochen schwierig ist.


vollimleben
beantwortet von vollimleben am 1. Mai 2008 18:29
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Erst einmal finden Gespräche statt,warum,weshalb,wieso,dabei wird ein leichtes Sedativum verabreicht,weil sich viele bei den Gespräche zu sehr aufregen wenn es in die Vergangenheit geht.Es soll ja schließlich heraus gefunden werden weshalb einer so Down ist.Heute sind die Behandlungen Humaner als früher und es geht ja hierbei nicht um ein Verbrechen,das muß man immer noch unterscheiden!

Kommentar von ingrid10 am 7. Mai 2008 13:49

Ob und welche Medikamente verabreicht werden, hängt davon ab, in welcher Verfassung der Pat. ist, ob er depressiv ist, psychotisch, Schlafstörungen hat o.a., aber nicht weil die Gespräche aufregen (könnten). Die müssen auch nicht unbedingt in die Vergangenheit gehen!


anonym
beantwortet von Jottae am 2. Mai 2008 10:09
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Ob und wie lange jemand, der in einer Krisensituation in eine psychiatrische Klinik gebracht worden ist, bleiben muss, hängt alleine von dem dort zuständigen Facharzt ab. Der hat nämlich die Verantwortung dafür, wenn nach einer zu frühen Entlassung eine erneuter Suicidversuch passiert. Ob der entlässt oder nicht hängt wiederum von diversen Faktoren ab, wie : handelt es sich um eine aktuellen Krise, handelt es sich um einen Suicid im Rahmen einer Depression (dann sind ca. 6 Wochen angesagt), wie ist der Patient nach der Entlassung geschützt, wie ist seine Haltung nach der Krise, handelt es sich um eine Persönlichkeitsproblematik (z.B. Borderline o.ähnl.), wie ist die Belegungssituation in der Klinik, u.s.w. Wird eine Unterbringung beantragt, dann muss ein Richter innerhalb von 24 Stunden den Antrag bearbeiten und die Unterbringung verordnen. Dazu wird er meistens den Betroffenen anhören.D.h. der Richter kann nach seinem persönlichen Eindruck dem Arzt widersprechen und die Unterbringung nicht anordnen. Dies passiert aber gerade bei Suicidgefährdung sehr selten. Ist die Unterbringung erst einmal angeordnet, dann muss sich der Betroffene behandeln lassen, also auch u.a. Medikamente einnehmen. Die Unterbringung kann aber jederzeit wieder aufgehoben werden, per ärztl. Antrag, wenn der Patient einsichtig ist, sich dem ärztlichen Diktat unterwirft und freiwillig bleibt. Ist die Unterbringung erst einmal aufgehoben, dann kann der Pat. jederzeit die Klinik verlassen, es sei den die Ärzte beantragen eine erneute Zwangseinweisung und Unterbrinung. Grundsätzlich ist ein Psychiatrieaufenthalt ein einschneidendes Erlebnis, was auch auf das Selbstbewußtsein wirkt und eigentlich so lange wie möglich vermieden werden sollte (und wird).Das setzt aber natürlich voraus, dass das Umfeld stimmt und das Derjenige bereit und in der Lage ist , sich ambulant psychotherapeutisch und/oder psychiatrisch behandeln zu lassen.. Apropos Vorurteile: Diese gibt es und sie sind nicht zu verändern, also sollte man sie berücksichtigen.


Marah
beantwortet von Marah am 1. Mai 2008 18:18
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Ich denke, derjenige muss solange dort bleiben, bis er für seine eigene Gesundheit keine Gefahr mehr darstellt. Das ist doch eine Art Zwangseinweisung zum Schutz der erkrankten Person.




Kommentar von E8636ea013e682faf61f56ce1cb1ab5csmallOskar Momo am 1. Mai 2008 18:20

und das kann Jahre dauern...

Kommentar von 8bc23f2f3a13591ba82bd0f1dd900664smallBandido am 1. Mai 2008 18:21

Stimmt. Ärgerlich ist nur, wer da alles berufen scheint zu urteilen, wann derjenige welcher keine Gefahr mehr für sich selbst ist.

Kommentar von Fc79fbbeff80352f2626db4f72e0c114smallpippi60 am 1. Mai 2008 18:26

Macht doch MadameXY nicht so viel Angst. Der Klinikaufenthalt kann auch nur wenige Wochen dauern. Ich kenne einen Fall, da wer die Person "nur" 3 Wochen dort.


Anoremo
beantwortet von Anoremo am 3. Mai 2008 05:43
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Wichtig ist es vor allem für den Menschen da zu sein und auf seine Bedürfnisse zu achten. Wenn er lieber weg möchte sollte ersiees dabei unterstützt werden und lieber mit einer schönen Reise auf andere Gedanken kommen. Leider ist es in der Regel nämlich so daß in Kliniken, Ärzte sich das Recht raus nehmen jemanden als krank zu deklarieren um Macht über die Person zu bekommen und ihn dadurch stigmatisieren, der Weg daraus ist dann doppelt schwer. Deshalb ist es für den Menschen wichtig jemanden zu haben den ersiees voll Vertrauen kann und mit dem ersiees reden kann und der sie an einem Ort bringt der dieser Person hilft. Siehe auch http://www.vo-vo.de

Kommentar von ingrid10 am 7. Mai 2008 14:00

Diese Antwort klingt ganz lieb gemeint, aber sehr blauäugig! Hast du schon mal versucht für längere Zeit ganz für einen akut Suizidgefährdeten da zu sein und auf seine Bedürfnisse zu achten? Und dabei zu gucken, dass er sich nichts antut? Das könnte sehr rasch an deine Grenzen gehen!!!

Eine Reise ist oft das Gegenteil von hilfreich, weil (Orts-)Veränderungen z.B.in depressiven Zuständen oft ganz schlecht ausgehalten werden und sich die Leute dann ganz verloren, sinn- und nutzlos vorkommen weil sie merken, wie sie gar nichts interessiert und sie nicht in der Lage sich zu freuen und auch sich nicht aufraffen können selbst was zu organisieren.....

Kommentar von ingrid10 am 7. Mai 2008 14:11

Es ist 'wichtig, jemanden zu haben den ersiees voll Vertrauen kann und mit dem ersiees reden kann', und einen 'Ort der dieser Person hilft', deshalb ist es schade, dass psychiatrische Kliniken und die dort arbeitenden gut ausgebildeten und bemühten Fachpersonen häufig schlecht geredet werden und jemand der dort behandelt wurde/wird, von den sogenannten 'Gesunden'(die sich oft nur nicht trauen sich mit ihren Problemen auseinanderzusetzen und sie daher verdrängen oder mit Alkohol o.a. 'behandeln') stigmatisiert wird!

Kommentar von C2327f5063bcbb9c112f3130cc428847smallAnoremo am 7. Mai 2008 17:38

Leider ist s so daß die Menschen in einer Klinik vom Regen in die Traufe kommen und sich dann noch mit den Nebenwirkungen von Psyschopharmaka auseinander setzen müssen.Und viele Ärzte und Pflegekräfte halten sich auch eher für "gesund" und stigmatisieren durch ihr Verhalten. Eine Lösung wäre vielleicht eine Krisenpension aber eine Klinik wie sie zur Zeit hier die Regel ist halte ich für wenig geeignet einen Menschen wirklich Lebensfreude wiederzugeben. Oft entstehen neue Suizidmuster oder werden durch die Ausweglosigkeitsgefühle dort gerade ausgelöst... Wirkliche hilfe kann nur von den Freunden kommen oder soll der Mensch ewig in Therapieeinrichtungen leben nur damit er sich nichts antut?

Kommentar von ingrid10 am 7. Mai 2008 18:34

Ich würde nicht so verallgemeinernd reden, 'die Menschen in einer Klinik' - was du schreibst kann für manche Menschen zutreffen, ich kenne aber auch viele, denen eine Klinik gut getan hat und die gerade dadurch nicht ewig 'in einer Therapieeinrichtung leben' mussten. Flexiblere Kriseneinrichtungen mit Schlafplätzen wären für manche sicher hilfreich, da eine Akutpsychiatrie für nicht im engeren Sinn psychiatrisch Kranke ein Schock ist. Stigmatisieren bedeutet für immer mit einem Mal versehen und ausgrenzen, die Gesellschaft stigmatisiert - nicht die in der Psychiatrie Tätigen -, oft alles was mit Psyche zu tun hat. Kliniken sind auch keine Lösung, sondern in bestimmten Fällen, die ambulant nicht (mehr) behandelbar sind (oder wenn, wie leider oft, zu wenig Therapieplätze zur Verfügung stehen) eine (manchmal die einzige) Alternative. Denn leider sind Freunde oft ganz schön hilflos gegenüber innerpsychischen Prozessen. Was nicht heißt, dass ein intaktes soziales Umfeld und Verständnis von Partner, Freunden nicht eine große Ressource und Hilfe beim Gesundwerden seind..


anonym
beantwortet von jule0780 am 16. Mai 2008 15:40
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Nun, es muss ja erst einmal geklärt werden, ob es sich um eine Kurzschlusshandlung, evtl. auch um eine Art "Hilfeschrei" der betroffenen Person handelt und ob überhaupt eine Dauermedikation notwendig ist. Aber in diesem Fall ist es nicht möglich um eine Klinikeinweisung herumzukommen, bei einem Suizidversuch muss ja erstmal herausgefunden werden, ob sich der Betroffene wieder stabilisiert hat und sich "klar" von Suizidgedanken distanziert. Sonst kann man ja nicht ausschliessen, dass es erneut passiert und dann evtl auch klappt. Aber Psychiatrie hört sich viel schlimmer an, als es ist. Die Menschen sehen einfach zu viel fern. Man sollte es einfach mehr als Krankenhaus sehen, in dem, wie in anderen Krankenhäusern auch, versucht wird, zu helfen. Dies ist aber nur mit der Mitarbeit der Betroffenen und deren Angehörigen und Nahestehenden möglich. Meist ist eine weiterführende Ambulante Anbindung sinnvoll. Dies muss aber im Einzelfall entschieden werden. Ich kann nur raten, sich bei den behandelden Ärzten genau zu erkundigen, um welche Med. es sich handelt und welche Therapien und warum überhaupt durchgeführt werden. Ausserdem ist es wichtig, die eigene Erkrankung und die eigene Reaktion darauf kennenzulernen. Jeder kennt sich selbst am besten, da können die Ärzte noch so gut ausgebildet sein. Vertrauen müssen die Betroffenen dennoch in Ärzte und Fachpersonal haben, sonst ist alles von anfang an zum scheitern verurteilt. Viele Betroffene haben sich aber auch schon gegen Ende des Klinikaufenthaltes bei mir bedankt für die Unterstützung und gaben an, dass sie es sich so schlimm vorgestellt haben, jetzt aber froh wären, eine Anlaufstelle zu kennen, an die sie sich jederzeit wenden können. Also keine Angst und alle guten Wünsche an den Betrtoffenen.


casamia
beantwortet von casamia am 8. Juli 2008 18:07
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Hallo. Ich habe Krankenpflegerin in eine Psych. Klinik gelernt. Wenn sich jemand dass Lebn nehmen wil ist es ein Hilferuf und dem Menschen muß eholfen werden . Aber viele si nd nicht bereit dafür und darum sagt man dass er eingewiesen wird. Im regefall kann es bis zu 3 Monaten sein aber auch bis zu 6 Monaten Die ngehörigen dürfen den Patienten erst nach 2 wochen besuchen. Besser so. Er soll ja wieder gesund werden.




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