Frage von bienemaja770077, 223

Was passiert wenn ich Honorargrenze 2400€ überschreite?

Hallo alle Experten und Nicht-Experten, die helfen wollen!

Ich bin BA-Studentin und verdiene monatlich bei meinem Praxispartner 440€ Brutto. Ich bezahle keine Lohnsteuer, sondern führe die Sozialabgaben ab.(Vertrag A1) Steuerklasse 1

Da mein Praxispartner eine Unternehmensgruppe ist, habe mit ihm noch einen Vertrag über geringfügige Beschäftigung. Ich arbeite jedoch nicht regelmäßig, sonder auf Bedarf mit Stundenlohn 8,50€. Jede drei Monate verdiene ich max.120€. (Vertrag A2) . Es ist unwahrscheinlich um die Grenze 450€/monatlich in diesem Fall zu überschreiten, deswegen brauche ich Beratung grundsätzlich wegen Honorar.

Außerdem, arbeite ich auf Honorarbasis als Englischnachhilfelehrerin. Ich weiß, dass ich die Grenze 2400€ pro Jahr nicht überschreiten darf, wenn ich die Steuer nicht bezahlen will. (Vertrag B1)

1.Frage: Muss ich Steuererklärung immer aufgrund meiner Honorartätigkeit (Vertrag B1) abgeben?

2.Frage: Zählt geringfügige Beschäftigung zum allgemeinen Einkommen und Steuerfreibetrag i.H.v. 8652€/Jahr? (Vertrag A2)

3.Frage: Was wäre wenn ich die Grenze 2400€ überschreite? Ändert sich auch was bezüglich sozial-pflichtigen Abgaben bei meinem ersten Verdienst (Vertrag A1)?

4.Frage: Wenn ich auf meinem Hauptverdienst (Vertrag A1) jährlich 5280€ (440€ Brutto x 12 Monate) verdiene, darf ich steuerfrei noch 3372€ dazu verdienen?

5.Frage: Kann der Überschuss von 2400€ Grenze Honorar zu diesen 3372€ eingerechnet werden?

6.Frage: Mit welchem Lohnsteuer muss ich rechnen, wenn ich jährlich mehr als 8652€ verdiene? Gibt es ein Prozentsatz um das auszurechnen und vorher zu wissen, ob sich der ganze Aufwand lohnt?

7.Frage: Was noch muss ich beachten, wenn ich die Grenze 2400€ jährlich überschreite?

8.Frage: Was muss ich noch beachten, wenn ich die Grenze Steuerfreien Betrag überschreite?

Ich wäre Euch für jede Hilfe sehr dankbar! Es liegt mir viel an der soliden Antwort!

Viele Grüße

Maja

Antwort
von wfwbinder, 170

Mit diesen 2.400,- meinst Du wohl die Übungsleiterpauschale nach § 3 Nr. 26 EStG.  Wenn Du die überschreitest, geht der überschreitende Betrag in die Einkünfte.

Mit Deinen 440,- Euro als angemeldete Tätigkeit, sind das ja auch gerade mal 5.300,- Euro Brutto. da geht ja noch der Arbeitnehmerfreibetrag ab. Also 4.300,- in die Einkünfte.

Minijob geht extra (Alle Abgaben werden Pauschal vom Arbeitgeber getragen), fällt nicht in diesen Bereich.

Also bist Du bisher noch über 4.200,- Euro von der Steuer entfernt.

Wenn Du nun statt 8.652,- Euro 100,- Euro mehr verdienen würdest, also 4.472,- mehr als bisher, dann würde es mit dem Eingangssteuersatz von 14 % beginnen. Also 14 Euro Steuer für 100,- Euro Einkommen.

Du willst mir ja wohl nicht erklären, dass sich die Arbeit nicht mehr lohnt, weil Du von 100,- Euro nur noch 86,- übrig behälst.

Dann müsste ich nämlich echt überlegen, ob ich meine Tätigkeit auf ca. 1/9 meiner Tätigkeit beschränke.

Ich wäre froh, wenn ich 1 Mio. Steuern zahlen dürfte, dann hätte ich nämlich über 2 Mio. verdient.

Antwort
von grubenschmalz, 141

Es wird alles zusammen gekippt auf das Jahr gesehen. Das machst du bei der Einkommenssteuererklärung, zu der du verpflichtet bist, da mehrere Einkünfte.

Antwort
von brido, 122

Geld egal vorher wird gleich behandelt, dass heißt wenn Du zusammen über die Grenze kommst müßtest Du das versteuern. 

Antwort
von Bakaroo1976, 100

Bitte ab zum Steuerberater!

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