Frage von Ntvz4, 52

Was passiert, wenn ich der Stadt mit der Buslinie helfe?

Die Frage ist etwas seltsam, aber ich habe mich mal gefragt was passieren könnte, wenn ich mir nen Gelenkbus kaufe (Bestimmt nicht teuer xD) und eine städtische Buslinie damit abfahre und Leute mitnehme?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RainerB76, 27

Nun ja, Du wirst einige Probleme bekommen...

...bezogen auf:

  • Fehlenden Gewerbeschein
  • Fehlende Fachkundeprüfung ( Unternehmerprüfung)
  • Fehlende Zugehörigkeit zur Berufsgenossenschaft
  • Fehlenden Auszug aus dem Verkehrszentralregister/Gewerbezentralregister
  • Fehlendes Führungszeugnis
  • Fehlenden Nachweis zur Sozialversicherung
  • Fehlenden Nachweis über die finanzielle Leistungsfähigkeit
  • Fehlende Unbedenklichkeitsbescheinigung der Gemeinde/Stadtverwaltung
  • Fehlende Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes
  • Fehlender Nachweis der Vertretungsberechtigung bzw. der Gesellschafterliste

sowie fehlende Unterlagen und Auskünfte zur Beantragung des Linienverkehrs z.B.

  • Einreichung eines Antrages zum Linienverkehr
  • Auskünfte über eingesetzte Fahrzeuge
  • Auskünfte über geplante Linie
  • Auskünfte über die Anzahl der Haltestellen und der Linienlänge
  • Auskünfte über Tarife und Beförderungsbedingungen
  • Auskünfte über Fahrpläne
  • fehlender eingereichter Übersichtsplan, in dem Deine Linie und andere Arten des öffentlichen Nahverkehrs ( S-Bahn, U-Bahn, Zug, Bus, Taxi-Stände und Schifffahrt ) eingezeichnet sind, um sich Überblick zu verschaffen.

In Deinem Fall würde ich noch dazu sagen:

  • fehlende Fahrerlaubnisklasse sowie fehlende Grundqualifikation

Du siehst, es werden eine Menge Probleme und eine Menge Anzeigen mit einer Menge darauffolgenden Strafverfahren auf Dich zukommen... 

Viel Glück und viel Spaß.

Kommentar von Ntvz4 ,

Interessant was man da so braucht :)

Antwort
von claushilbig, 14

Damit "hilfst" Du der Stadt nicht, sondern du nimmst Ihr (zahlende) Kunden weg - und das gibt mit Sicherheit Ärger ...  ;-) (Genaueres dazu s. Antwort von Rainer B76)

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Zum Fahren eines Busses brauchst Du - außer dem Bus natürlich - auch den entsprechenden Führerschein (Klasse D - für einen Gelenkbus wird nicht der DE benötigt, weil der Nachläufer nicht als Anhänger zählt). Ob Du im Führerschein außerdem die Eintragung der Kennziffer "95" für gewerbliches Fahren bräuchtest, ist m. E. strittig, da Du ja nur "helfen" und kein Geld damit verdienen willst. Einen besonderen Personenbeförderungsschein brauchst Du nicht, denn der ist in der Klasse D bereits eingeschlossen.

Außerdem solltest Du Dir mal überlegen, wie teuer Dein "Hobby" wäre - Du müsstest ja nicht nur den Bus kaufen (ein halbwegs fahrbereiter gebrauchter Gelenkbus kostet meiner Schätzung nach mindestens 4000,-, für einen guten Wagen ist man auch problemlos das zehnfache los, ein Neuwagen ist unter 250.000,- nicht zu bekommen), sondern auch Versicherungen, Steuern und Diesel bezahlen - wie hoch Steuern und Versicherungen sind, weiß ich nicht, aber für Diesel müsstest Du bei den derzeitigen Preisen etwa 50 Euro pro 100 km rechnen. Und Wartung und Pflege kommen dann auch noch dazu...

Antwort
von Noidea333, 31

Damit bringst du wahrscheinlich nur den ganzen Fahr-Rhythmus der normalen Buslinien durcheinander. Normalerweise sind die ja auf genaue Zeiten und Ampelschaltungen abgestimmt.

Das eigentliche Problem sind ja die anderen Autos, wo meistens nur eine Person drinsitzt. Wenn man mehr Fahrgemeinschaften hätte, würde das weniger Verkehrschaos geben ...

Aber leider ist die Arbeit "komischerweise" fast immer am anderen Ende der Stadt, wie der Wohnort ...

Antwort
von kim294, 24

Du wirst ziemlichen Ärger bekommen.

Hast du einen entsprechenden Führerschein und einen Personenbeförderungsschein?

Antwort
von Peter501, 17

Da handelst du dir jede Menge Ärger ein.Erstmal musst du eine Konzession(Genehmigung) bei der Stadt beantragen und die bekommst du nicht weil sie schon vergeben ist.Außerdem benötigst du die entsprechenden pers.Dokumente.

Antwort
von Anita1211, 23

Nun ja, die Stadt nimmt den Auftrag der Bereitstellung von ÖPNV entweder selbst wahr oder vergibt diesen per Vertrag an ein Privatunternehmen.

Du bekommst dann was auf die Bommel wegen unlauterem Wettbewerb.

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