Frage von sarah3211, 59

Was PASSIERT wenn ich 10 Aspirin schlucke?

Antwort
von Cat999, 36

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft weist darauf hin, dass Acetylsalicylsäure aufgrund ihrer Reizwirkung bei regelmäßiger Einnahme Schleimhautreizungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Magengeschwüre verursachen kann. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) ist Vorsicht geboten, da Acetylsalicylsäure schubauslösend wirken kann.
Quell: Wiki
Ist eine Überdosis und kann Lebensgefährlich enden!

Hoffe ich konnte dir helfen:)

Antwort
von papavonsteffi, 24

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure, kurz ASS genannt, wird inzwischen vielfach eingesetzt. Über die schmerzstillende Wirkung hinaus haben Forscher festgestellt, dass der Wirkstoff zur Vorbeugung von Durchblutungsstörungen im Gefäßsystem des Herzens und des Gehirns eingesetzt werden kann.

Die Acetylsalicylsäure vermindert das Auftreten
von Thrombosen in den Gefäßen, wirkt also dem Zusammenklumpen von Blutplättchen entgegen. Daher wird das Präparat unter anderem vor langen Flugreisen eingesetzt, um die seit einiger Zeit berühmt-berüchtigte Reisethrombose zu verhindern.

Acetylsalicylsäure hat auch ihre Nachteile. Empfindliche Menschen reagieren darauf mit Reizungen, Sodbrennen und selten auch mit Blutungen von Magen- und Darmschleimhaut. Werden höhere Dosierungen von ASS eingenommen, erhöht sich das Risiko für stärkere Blutungen beträchtlich.

Die Höchstmenge pro Tag soll 4g nicht übersteigen. Eine Einzeldosis von 10g ist lebensbedrohlich, weil dann das Blut zu sauer wird. Es führt zur Beschleunigung der Atmung, Ankurbelung der Nierenaktivität, was einen gefährlichen Flüssigkeitsverlust zur Folge haben kann. Dann kommt es zur
Gewebszerstörung und letzten Endes zum Tod.











Antwort
von 123Paluna, 37

dann bist Du definitiv schmerzfrei.

Kommentar von 123Paluna ,

Vergiftungen mit Salicylaten können Erbrechen, Tinnitus, Verwirrtheit, Hyperthermie, respiratorische Alkalose, metabolische Azidose und Multiorganversagen bewirken. Die Diagnose wird primär klinisch gestellt, unterstützt durch Anionenlücke und Serum-Salicylatspiegel. Die Behandlung erfolgt durch die Gabe von Aktivkohle, Alkalisierung des Urins oder Hämodialyse.

Die Akuteinnahme von mehr als 150 mg/kg KG kann zu schweren Vergiftungszeichen führen. Salicylat-Tabletten können zu Bezoarbildung und damit zur verzögerten Resorption und Toxizität führen. Chronische Toxizität kann auch Tage nach der chronischen Einnahme von therapeutischen Dosen auftreten; diese Form der Vergiftung kommt häufig vor, bleibt oft unerkannt und ist meist schwerwiegender als akute Salicylatvergiftungen. Chronische Vergiftungen scheinen eher bei älteren Patienten vorzukommen.

Die höchstkonzentrierte und toxischste Form der Salicylate findet sich im Wintergrünöl (Methylsalicylat, eine Komponente einiger Einreibemittel und Lösungen, die in Heißverdampfern verwendet werden); die Einnahmemenge von weniger als 5 ml kann bei Kindern zum Tod führen. Jede Exposition muss ernst genommen werden.

Pathophysiologie

Salicylate hemmen die Atmungskette über eine Entkoppelung der oxidativen Phosphorylierung. Sie stimulieren die Atmungszentren im Hirnstamm, was zunächst zur respiratorischen Alkalose führt, die insb. bei kleinen Kindern häufig unerkannt bleibt. Salicylate bewirken gleichzeitig, aber unabhängig davon eine metabolische Azidose. Gelegentlich kann die metabolische Azidose die einzige Anomalie darstellen, sofern die Salicylate intrazellulär zu einer mitochondrialen Dysfunktion führen.

Ferner bewirken Salicylatvergiftungen eine Ketonämie, Fieber und auch bei fehlender Hypoglykämie niedrige Hirnglucosespiegel. Renale Natrium-, Kalium- und Wasserverluste sowie erhöhte, aber nicht wahrgenommene Flüssigkeitsverluste durch Hyperventilation können zur Dehydratation führen.

Salicylate sind schwache Säuren, die die Zellmembranen relativ leicht überwinden; somit sind sie toxischer, wenn der pH-Wert des Blutes erniedrigt ist. Dehydratation, Hyperthermie und chronische Einnahmen erhöhen die Salicylattoxizität, da sie eine größere Umverteilung der Salicylate ins Gewebe bewirken. Die Ausscheidung von Salicylaten wird durch die Anhebung des Urin-pHs verstärkt.

Symptome und Befunde

Bei akuter Überdosierung bestehen frühe Vergiftungszeichen in Übelkeit, Erbrechen, Tinnitus und Hyperventilation. Spätere Vergiftungszeichen beinhalten Hyperaktivität, Fieber, Verwirrtheit und Krampfanfälle. Eventuell können auch Rhabdomyolyse, akutes Nierenversagen und respiratorisches Versagen auftreten. Eine Hyperaktivität kann schnell in eine Lethargie münden; Hyperventilation (mit respiratorischer Alkalose) geht in Hypoventilation (mit gemischter respiratorischer und metabolischer Azidose) über und führt zum Versagen der Atmung.

Bei chronischen Überdosierungen scheinen die Symptome und Befunde eher unspezifisch zu sein und variieren außerordentlich stark. Sie können Konfusion, Bewusstseinsstörungen, Fieber, Hypoxie und nichtkardiales Lungenödem, Dehydratation, Lactazidose und Hypotonie umfassen.

Quelle: http://www.msd-manual.de/msdmanual/htbin/msdmanual.pl?m=21-19-2

Antwort
von linksgewinde, 26

Du bekommst Magenschmerzen und dein Blut wird verdünnt

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten