Was passiert wenn eine GmbH oder auch LTD "ehrenamtlich" betrieben wird?

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2 Antworten

Es gibt da immer mal wieder Bedenken, was die Ehrenamtlichkeit angeht. Dabei steht im GmbH-Gesetz nicht, dass das Organ Geschäftsführer angemessen bezahlt werden müsse. Und was ist denn bitte schön angemessen?

Eine GmbH ist durch die Rechtsform Kaufmann. Damit auch Gewerbebetrieb. Eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht wäre Liebhaberei. Was soll das hier bedeuten?

Dazu kommt, dass die GmbH ihr Kapital aufbraucht. Entweder wird nachgeschossen oder die Insolvenz ist programmiert. Das kann für den ehrenamtlichen Geschäftsführer echte Probleme geben! Da hört sich was nach Vorsatz an. Insolvenzvergehen sind in der Regel Straftaten. Die verantwortet nicht das Unternehmen, sondern die verantwortliche Person.

Verluste bei einem Einzelunternehmen führen zu einer Steuerersparnis, wenn mit anderen Einkünften verrechnet werden kann. Dies kann eine Kapitalgesellschaft in dem Sinne nicht leisten. Damit ist es auch kein Unternehmen um Steuern zu sparen.

Das wäre ein Anhaltspunkt für die Annahme der Liebhaberei bei einem Einzelunternehmen. Steuern sparen ist angesiedelt in der privaten Vermögenssphäre und widerspricht dem Gedanken ein positives Totalergebnis produzieren zu wollen.

Die Diskussion um einen Mindestlohn könnte hier allerdings vollkommen neue Argumente liefern. Allerdings dürfte dies eine Sache im Innenverhältnis sein.

Da könnte das Finanzamt natürlich ein Interesse haben. Immerhin wären die Betriebsausgaben in der GmbH ohne große Auswirkung. Dafür aber die Chance auf eine Versteuerung des Jahresgehaltes beim Geschäftsführer...

Ein Problem besteht noch: Der Geschäftsführer ist verpflichtet alles im Sinne der Gesellschaft zu tun. Nicht im Sinne von wohltätigen Aktionen. Die würde er vielleicht sogar verhindern müssen.

Also aus meiner Sicht kann ich nichts abschließendes sagen. Dabei verstecke ich mich nicht einmal hinter dem Verbot der Rechtsberatung. Ich habe Dir einfach mal die für mich wesentlichen Gesetzesgrundlagen angerissen.

Eine habe ich hier ausgelassen. Das wäre die verdeckte Gewinnausschüttung. Denn wenn hier Aufträge erledigt werden sollen, die gar keinen richtigen Ertrag erzeugen, dann klingt das nach einer verhinderten Vermögensmehrung.

Das ist so etwas wie eine Gewinnausschüttung. Allerdings mit einem wesentlichen Unterschied: Man hat gar keinen Gewinn bekommen.

Man hat es selten, aber Du stellst zwei Fragen und beide Antworten sind m.E. nicht abschließend zu klären. Es wird da noch lange Rechtsunsicherheiten geben.

Wobei die fehlende Gewinnerzielungsabsicht sehe ich persönlich schon als Gefahr. Denn wenn die Betriebsausgaben nicht anerkannt werden, weil persönlich veranlasst, dann führen die Einnahmen schnell in eine Steuer...

Dazu kommen aber die hohen jährlichen Kosten für den Betrieb. Hinterlegung der Bilanz. Davor die Aufstellung.

Kleiner Hintergrundbericht: In Steuerberatungspraxen ist es nicht unüblich, dass die Bilanzen und Steuererklärungen ausschließlich vom Steuerberater oder der Steuerberaterin selber bearbeitet werden.

Die Fehlerquellen sind umfangreich genug, dass auch ein Steuerfachgehilfe ganz schnell in steuerliche Fallen läuft. Also sollte man Buchführung bereits vom Steuerberater aufstellen lassen und eben Abschluss mit Steuererklärungen auch.

Viel Erfolg.

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Der Betrieb wird nicht untersagt. Aber ggf. gibt es Probleme mit in Anspruch genommene Steuervergünstigungen.

Es gibt ja auch die gemeinnützige gGmbH, die keine Gewinnerzielungsabsicht hat.

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Kommentar von Bakaroo1976
08.02.2016, 00:34

Wie bitte? Was ist denn das für eine Antwort? Wie hilft diese Antwort dem Fragesteller?

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