Frage von esmuybien, 77

Was passiert, wenn der Arbeitgeber vor dem Gerichtstermin zahlt?

Guten Tag,

ich habe heute Klage gegen meinen ehemaligen Arbeitgeber eingereicht, da sich dieser zwei Monate im Zahlungsverzug bzgl. meines Gehalts befindet. Ausgehend davon, dass mein ehem. Arbeitgeber nächste Woche die Vorladung erhält und darauf hin (warum auch immer) den offenen Betrag begleicht, welche Schritte muss ich dann einleiten? Das Gerichtsverfahren wird dann ja entbehrlich.

Liebe Grüße

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Antwort
von DanCat, 44

Dann wird dein Anwalt den Gericht das mitteilen und das Verfahren wird eingestellt. Dies passiert öfters gerade bei Streitigkeiten die das Arbeitsrechts betreffen.

Da der Arbeitnehmer seine Kosten des Streites selbst tragen muss, spielen die Unternehmen immer auf Zeit und ziehen solche Verfahren damit irgendwann den Arbeitnehmer das Geld ausgeht und er sagt das er das Verfahren einstellen muss. 

Wenn aber der Arbeitgeber eine Klagetermin bekommt sieht er meistens das der Arbeitnehmer das ganze durchzieht und gibt auf.

Kommentar von brennspiritus ,

Das Verfahren wird nicht eingestellt, mann muss die Klage zurücknehmen.

Kommentar von jonas50 ,

die Klagerücknahme kann Kostenpflicht auslösen  und ist in diesem Fall nicht empfehlenswert.

Antwort
von jonas50, 14

Wenn das Geld vor dem Gütetermin eingeht kannst du dies dem Gericht mitteilen und die Sache für erledigt erklären mit dem Antrag, die Kosten dem Beklagten aufzugeben.

Antwort
von Bitterkraut, 20

Du kannst die Klage zurückziehen, besprich das mit deinem Anwalt.

Kommentar von Ronox ,

Nicht sehr zu empfehlen, da dann Kostentragungspflicht.

Antwort
von RicWalker, 44

Nix. Es ist die Aufgabe deines Anwalts dem Gericht mitzuteilen, dass sich außergerichtlich geeinigt wurde.

Antwort
von larry2010, 35

ich würde die zahlung dem gericht melden, sowie meinen anwalt.

Antwort
von brennspiritus, 35

Du kannst die Klage zurücknehmen. Kostet dann nur ein paar Gebühren.

Kommentar von esmuybien ,

Also wäre es sogar schlecht wenn man sich außergerichtlich nach Einreichen der Klage einigt?

Kommentar von brennspiritus ,

Nein, im Arbeitsgericht trägt man in der Regel seine Kosten selbst außer man einigt sich darauf, dass nur einer die Kosten trägt (Vergleich).

Kommentar von esmuybien ,

Gut, ich war heute bei der Rechtsantragstelle. Bisher habe ich noch keinen Anwalt in diesem Fall, da mir von der Arbeitnehmerkammer davon abgeraten wurde. Sollte ich mir evtl doch einen nehmen (handelt sich um einen kleinen Arbeitgeber), damit mir seiten der Rechtssprechung nicht die Kosten aufgebrummt werden? Stand (leider in diesem Fall) noch nie vor Gericht und kenne den Ablauf nicht.

Kommentar von brennspiritus ,

Wenn du schon dort warst, dann kannst du es ohnehin nicht mehr abwenden. Ein Anwalt kostet auch wieder Geld, es sei denn du hast eine Rechtschutzversicherung. Aber dann hätte der auch gleich die Klage einreichen können. Denn deinen Anwalt zahlst du auch selbst.

Kommentar von jonas50 ,

das ist keineswegs schlecht, aber es sollte prozessual so gemacht werden, dass dem Kläger keine Kosten entstehen, also entweder nach Zahlungseingang Erledigungserklärung ans Gericht mit Antrag, dem Beklagten die Kosten aufzuerlegen oder einen Vergleich protokollieren lassen. Anwalt braucht es dazu keinen.

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