Frage von Dante0815, 64

Was passiert wenn das Kind gesetzlich versichert ist, aber der Partner PKV versichert ist und im nächsten Jahr mehr verdient als der gesetzlich Versicherte?

Ich bin in der PKV aber verdiene weniger als meine Frau die freiwillig gesetzl. krankenversichert ist. Nächstes Jahr werde ich durch die Elternzeit meiner Frau mehr verdienen. Muss das Kind dann in die private Krankenversicherung wechseln?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Apolon, 34

@Dante0815,

wenn du mehr als deine Frau verdienst, aber unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze bleibst ändert sich nichts.

Wenn dein Einkommen aber über die JAEG (mtl. 4.687,50 €) kommt, dann hast du die Wahl, entweder dein Kind ebenfalls in der PKV zu versichern, oder als freiwilliges Mitglied in der GKV (Beitrag dürfte so bei ca. 90 € liegen).

Viele Grüße,

N.U. 

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 9

Hallo Dante0815,

grundsätzlich kann man sich aussuchen, ob man ein Kind in der GKV oder PKV versichert.

Die GKV prüft allerdings, inwieweit ein Anspruch auf eine beitragsfreie Familienversicherung besteht.

Hier ist folgendes Prüfschema zu beachten:

Kinder haben keinen Anspruch auf die beitragsfreie Familienversicherung,

- wenn die Eltern miteinander verheiratet sind und der PKV-Versicherte Elternteil über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) verdient und

- dieser ein höheres Einkommen als der weiterhin GKV-Versicherte hat.

Wenn deine Frau also während der Elternzeit weniger verdient als du, dein Einkommen aber unter der JAEG bleibt, besteht für euer Kind auch weiterhin Anspruch auf die beitragsfreie Familienversicherung in der GKV über deine Frau.

Übersteigst du jedoch mit deinem regelmäßigen Einkommen die JAEG und verdienst mehr als deine Frau, so müsst ihr euer Kind entweder gegen einen Beitrag in der GKV oder in der PKV versichern.

Da die Leistungen in der PKV umfassender als in der GKV sind, lohnt sich in einer solchen Situation oft der Wechsel in die PKV.

Inwiefern es Sonderregelungen bzgl. des Anspruches auf beitragsfreie Familienversicherung in eurer Situation (Elternzeit) gibt, solltet ihr dennoch mit der GKV deiner Frau besprechen.

Viele Grüße

Anna vom Barmenia-Team

Antwort
von NochWasFrei, 35

Es muss nicht in die PKV, es kann auch in der GKV bleiben, dann aber nicht mehr Familienversichert sondern gesetzlich freiwillig (also mit Beitrag).

Kommentar von Apolon ,

 dann aber nicht mehr Familienversichert sondern gesetzlich freiwillig (also mit Beitrag).

Aber nur dann, wenn sein Einkommen über die JAEG steigt.

Kommentar von NochWasFrei ,

Vollkommen korrekt und guter Einwurf. War irgendwie davon ausgegangen, dass er ohnehin soviel verdient aber das muss ja tatsächlich nicht der Fall sein.

Antwort
von JuliaHutarm, 40

Hey, 

In Deutschland müssen die Kinder immer beim Besserversicherten mitversichert sein. Wäre hier privat.

LG Julia

Kommentar von Apolon ,

Nein - jeder hat die freie Wahl wo er sein Kind versichert !

Kommentar von JuliaHutarm ,

Okay - ich ziehe meine Antwort zurück, weil ich bisher nur die Kombinationen unabhängig von der JAEG kannte und von einer beitragsfreien Mitgliedschaft ausgegangen bin. Mea culpa :)

Kommentar von Apolon ,

Auch dann - liegt die Entscheidung bei den Eltern, wo das Kind versichert wird

Kommentar von JuliaHutarm ,

Vertippt...


Kommentar von JuliaHutarm ,

Wo kann ich das nachlesen?

Kommentar von Apolon ,

??? - was willst du denn nachlesen ???

Gibt es ein Gesetz, dass den Eltern vorschreibt, wo sie ihr Kind versichern müssen ???

Wir haben in Deutschland das Recht, der freien Entscheidung, es sei denn es wäre gesetzlich anders geregelt ! 

Kommentar von JuliaHutarm ,

Wir sind in Deutschland - da ist es natürlich gesetzlich geregelt: SGB V

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