Frage von cavallina09, 88

Was passiert nach einer Anzeige (Drohung mit Amoklauf und Vergewaltigung)?

Mir wurde im Internet von einem Bekannten mit einem Amoklauf und Vergewaltigungen gedroht. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich ihn anzeigen sollte. Wenn ich mich entschließen sollte das zu tun, was passiert dann? Kommt es zu einer Gerichtsverfahren oder wie läuft das ab? Bin wirklich dankbar für Antworten

Antwort
von Friedel1848, 15

Dieser Bekannte könnte sich wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, § 126 StGB strafbar gemacht haben. Da er aber, so wie ich das verstehe, nur dir mitgeteilt hat, diese Straftaten zu begehen, dürfte dieser Straftatbestand nicht erfüllt sein.

Ein Amoklauf erfüllt in den meisten Fällen die Straftatbestände des Totschlags oder Mordes, §§ 211, 212 StGB. Wenn jemand von der Ausführung oder dem Vorhaben einer der in § 138 StGB aufgezählten Straftaten "glaubhaft erfährt" und sie dennoch nicht anzeigt, dann macht er grundsätzlich sich nach § 138 StGB strafbar.

Ich weiß nicht, inwiefern du den Worten des Bekannten Glauben schenkst, dass er seine Drohung wirklich wahr macht. Aber wenn du auch nur einen kleinen Verdacht hast, dass er es wirklich machen sollte, dann melde das der Polizei. Nicht nur, damit er bestraft wird, sondern auch, weil du dich im Falle, dass wirkliche etwas passiert, strafbar machen würdest (ganz zu schweigen von der moralischen Schuld, die du durch deine unterlassene Anzeige auf dich laden würdest).

Durch seine "Drohung", wie du es nennst, macht sich dein Bekannter im Übrigen strafbar.

Zum einen könnte er sich wegen Nötigung, § 240 StGB strafbar machen. Das ist aber nur dann der Fall, wenn er die Drohung als Mittel einsetzt, um von dir eine Handlung oder ein Unterlassen zu fordern.

Er macht sich außerdem nach § 241 StGB strafbar, und zwar wegen Bedrohung. Weil eine Vergewaltigung nach § 177 StGB mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe und ein Totschlag mit mindestens 5 Jahren Freieitsstrafe bedroht sind, sind diese beiden Straftaten "Verbrechen" nach § 12 StGB. Daher greift hier auch § 241 StGB, der nur die Androhung eines Verbrechens bestraft.

Wenn du deinen Bekannten anzeigst, dann wird die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren einleiten. Sie (bzw. die Polizeibeamten als ihre Ermittlungspersonen) werden dann ermitteln, ob sich dein Bekannter strafbar gemacht hat. Kommt der Staatsanwalt zum Schluss, dass Straftaten vorliegen, dann erhebt er Anklage. Dann kommt es zu einer Gerichtsverhandlung.

Antwort
von musenkumpel, 33

Wenn du euer Alter dazu schreibst und etwas genauer, dann gibts hier auch ein paar gute Rechtsspezialisten. Ich kann nur sagen frag n Anwalt.

Ich würde nur soweit sagen, lass es nicht auf dir sitzen falls du damit nicht umgehen kannst und vielleicht hat er auch überreagiert und es is schon wieder ok.
Aber du solltest auch nichts riskieren, von daher nochmal informieren aber nicht zu lang zögern^^

Antwort
von zeitkoenig93, 58

Anzeige wegen übler Nachrede/Rufmord, dann bekommt er/sie Post.

Antwort
von Undsonstso, 32

Am Besten , du schaltest einen Anwalt ein.

Kommentar von danikater ,

Am besten Anwalt einschalten? Na klar, bis dann ist es zu spät du schlaumeier

Kommentar von Undsonstso ,

Natürlich kann man auch selbst zur Polizei gehen...... Aber ein Anwalt ist versierter bezüglich Aussagen, ob man Chancen hat mit einem Gerichtsverfahren,

denn leider ist es in Deutschland so, dass erst richtig Gefahr in Verzug sein muss, eh sich überhaupt etwas rührt.....

Damit schnell was passiert, muss man schon nachweisen, dass man Todesangst hat... (Man müsste z.B. in ein Frauenhaus flüchten, nicht zur Arbeit gehen, ärztl. Nachweis bringen etc).

So einfach mit Gerichtsverfahren ist das nicht.

Antwort
von danikater, 19

Auf jeden Fall anzeigen, es wird dann erstmal durch die Polizei untersucht ob deine Anzeige wahrheitsgemäss ist und wenn ja kommt es zu einer Gerichtsverhandlung oder Strafbefehl, im Falle eines Strafbefehls kommt es zu Verhörungen von dir und ihm aber keiner Gerichtsverhandlung

Antwort
von jimpo, 19

Geh mit dem Handy zur Polizei und laß das prüfen.

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