Ihr kennt das sicherlich alle. Man geht in die Küche um irgendetwas zu holen und plötzlich steht man in der Küche und denkt sich..."was mach ich eigentlich hier?"Was ist da mit unserem Gehirn passiert und warum hilft es oft, die Situationen vorher noch einmal zu wiederholen?
Es sind noch nicht genügend Synapsen geschaltet auf deinen Gedanken. Darum vergisst du etwas.

Na, das ist eine temporäre Amnesie. Das Gehirn wehrt sich unterbewusst gegen unangenehme Dinge (du kennst das sicher von Filmen, in denen sich das Gehirn gegen grauenvolle Erinnerungen wehrt, indem es vergisst). Und wenn ich in die Küche gehe, ist die Umgebung für mein Gehirn auch so grauenvoll, dass es sich wehrt, dies als Realität wahrzuhaben...ggg (vielleicht liegt es daran, dass ich ein saumässiger Koch bin; ich kann aber Spiegeleier und Würstchen souverän). Ich memoriere dann einfach Grill-Situationen, in denen man(n) ja formal auch "kocht". Und auf einmal erscheint mir die Umgebung weniger furchteinflössend und die Hirn-Blockade wird gelöst. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass diese, natürlich rein wissenschaftliche, Erklärung für den unbewaffneten Geist etwas "männerlastig" klingt. Es gilt auch nur für grauenvolle Umgebungen wie Küchen oder Friedhöfe mit hyperaktiven Zombies....ggg.
Hummelchen28 am 7. Mai 2008 18:47 gg Deswegen vergesse ich immer was ich wollte, wenn ich mit Bügelsachen zum Bügeltisch laufe...Licht aufgeh
1hoss43 am 7. Mai 2008 18:50 >>Und wenn ich in die Küche gehe, ist die Umgebung für mein Gehirn auch so grauenvoll, dass es sich wehrt, dies als Realität wahrzuhaben...<<
Vielleicht solltest Du doch wieder einmal abspülen, dann sieht das gleich nicht mehr soo grauenvoll aus! ,-))

Die Information in unserem Gehirn werden in Eiweißkombinationen abgelegt. Wenn wir etwas vergessen, kann dieser Baustein nicht abgerufen werden!
shagdalbran am 7. Mai 2008 19:49 Das Gedächtnis besteht aus Struktur und nicht aus Ablagerung von Eiweißverbindungen. Es gab mal eine Zeit in der das angenommen wurde - hat sich aber als nicht ganz richtig herausgestellt.
Das heißt, die Struktur des Gehirns verändert sich beim Lernen. Es werden normalerweise bestehende Verbindungen zwischen Nervenzellen verstärkt oder sogar neu angelegt. Also hat Hooliance im Prinzip recht - bis auf seine "revolutionäre" Nebenhirn-Theorie ;-).
Solange das Programm noch läuft, das unsere Tätigkeit steuert, werden diese synaptischen Veränderungen vorgenommen. Hören wir zu früh auf damit, kann die neue Struktur noch nicht ausgeprägt genug sein - unser Bewusstsein vergisst es. Manchmal komm es aber wider ins Bewusstsein, wenn eine ähnliche Situation eintritt. So funktionieren Eselsbrücken.
Shag d'Albran
geheim am 9. Mai 2008 14:13 warum hast du das nicht als Antwort gegeben? Dann hätt ich dir einen echt verdienten DH geben können...:-(((

Vielleicht habe ich das gelesen und gelernt aber vergessen.
was heißt denn "noch nicht"?
Je länge rdu einen Gedanken fasst umso mehr Synapsen werden in deiner Grauenmasse geschalltet. Je mehr du etwas lernst/übst, umso besser behälst du es auch =)
du meinst, bevor ich also in die Küche gehe, sollte ich es auswendig lernen was ich dort wollte? Nee, mal im Ernst: danke für die Info! DH!
Unwichtige Dinge bearbeitet sowieso das Nebenhirn..hm.hieß das so?! . Das Hirn wägt also von selbst ab was wichtig ist und was nicht..unwichtiges vergisst man halt schneller dann. Man könnte da noch sein Gehirn trainieren um das zu verbessern =D