Demnach dürften dann kein Staatsdiener mehr arbeiten... Wie weitreichend sind alle diese Konsequenzen?
Ein Staatsbankrott (auch Staatsinsolvenz genannt) tritt ein, wenn die Regierung eines Staates förmlich erklärt, fällige Forderungen gar nicht mehr oder nur teilweise zu erfüllen bzw. die Zahlungen für fällige Forderungen einfach einstellt.
Die Folge ist ein Vertrauensverlust. Die Banken geraten in Schwierigkeiten, die wirschaftliche Entwicklung leidet unter fehlender Nachfrage und ausbleibenden Investitionen. Der Wert der Währung nimmt ab. Informationen zu dem Thema stehen bei http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsbankrott.
Dort werden auch geschichtliche Beispiele genannt. Das bisher letzte war Argentinien 2002.
Die Insolvenz bedeutet nicht automatisch das Ausbleiben aller staatlicher Zahlungen. Die Bezüge/Gehälter/Löhne der staatlich Beschäftigten sind keine Schulden, deren Rückzahlung mit bestimmten Fristen vereinbart war.
Oft nimmt Tauschwirtschaft stark zu. Verschärfte politische Auseinandersetzungen bis hin zu Aufständen sind auch möglich.

Staaten werden nie insolvent.
weshalb nicht, erklär mal!
tradaix am 25. September 2007 13:51 @Tomorru: Wenn normale Banken nicht mehr Kredite vergeben, bekommt er die bei der Weltbank, dem IWF (Internationaler Währungsfonds) oder einem Staat, der seinen politischen Einfluss geltend machen kann und Interesse an dem Fortbestehen hat.
Bedburdyck am 25. September 2007 14:02 Es werden einfach die Steuern erhöht!
Schiebedach am 25. September 2007 15:15 Bei uns sind die Steuern auch erhöht worden; ist Deutschland nun bankrott? Ich glaub nicht.
tinchen44 am 7. Oktober 2007 14:22 Deutschland ist doch schon lange bankrott, nur zugeben will es keiner! Oder wie erklärt ihr euch sonst die hohe Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland?
Philliph der II von Spanien hatte schon vor 450 Jahren den Staatsbankrott erklärt. Damit konnte der sich von der Forderung der Fuggers aus Nürnberg zur Wehr setzten. Die Fuggers gingen dabei fast Pleite und der Staat Spanien sanierte sich dadurch! Die Forderung war übrigens mehrere hundert Millionen Reichsmark, ein unvorstellbarer Betrag!
Die Fugger hatten ihren Hauptsitz in Augsburg.
"Demnach dürften dann kein Staatsdiener mehr arbeiten... " Die Aussage stimmt so nicht ganz. In Deutschland wäre der Beamte auch bei einer Insolvenz verpflichtet, zum Dienst zu erscheinen, auch dann, wenn er dafür aufgrund der insolvenz keine Besoldung erhalten würde.