Kronkorken am 18.04.2009 um 13:53 Uhr
Wer wird eigentlich später mal die Rente zahlen wenn es in Deutschland immer weniger junge Leute gibt und immer mehr Alte. Da funktioniert doch das ganze System nicht mehr, oder?
wir bekommen dann immer weniger oder gar nichts mehr...deshlb selbst absichern in jungen jahren!
der staat muss die entstehenden geldlücken aufstocken und verschuldet sich immer mehr...
Lies mal ein paar ältere Beiträge von mir. Da habe ich das ausführlich geklärt.
Früher: 6 Arbeitnehmer auf 1 Rentner. Heute 3,41 auf 1 Rentner.
Früher: ca. 2 jahr Rente bis Tod. Heute 14 Jahre.
Tendenz deutlich weiter zum schlechteren Verhältnis hin.
Damit steht trotz aller Ausflüchte und Querfinanzanzierungen fest: Die Rente Sinkt !
Fakt: Kaum einer erhält die rumgeisternden Renten von 67% des letzten Nettos. Durchschnittlich sind es eher 55%.
Wer sich also, wie vereinzelte hier, auf die gesetzliche Rente verlässt und nichts spart ist leider nicht einmal in der Lage das kleine 1x1 zu beherrschen oder einfach nur völlig ignorant. Mit den Menschen hab ich dann genau so wenig Mitleid wie mit denen die trotz Warnungen irgend etwas blödes anstellen und dann etwas passiert.
es gibt weniger rente. => einzahlung für private rente möglichst früh beginnen

länger arbeiten
ja bis 100

So etwas nennt man Demographische falle. Die jungen werden immer weniger , die älteren immer mehr. Schuld ist u.a der Pillenknik in den 70iger Jahren. Ähm ja Sorry war mein Gerontologisches Prüfungsthema.... zur Frage. Die Rente wird gekürzt d.h dann beginnt die Altersarmut Das Rentenalter wird erhöht das könnte bedeuten das die nachfolgende generation bis 75 Arbeiten muss ( ist jetzt überspitzt geschrieben) Um jedoch wieder eine demographische Pyramidenform zuerreichen muss Deutschland kinderfreundlicher werden, u.a auch für Frauen in Spitzenpositionen. Diese verzichten auf Kinder , weil ja nur eins geht , Job oder Kind, bzw,. der Verdienstausfall zu hoch ist. Es müßte etwas für Tagesstätten gemacht werden. Um ein Gleichgewicht zwischen jung und alt wieder Herzustellen müßte jeder rund 2,1 Kinder haben / bekommen. Dann wären die Renten sicher , doch das wird es leider nicht mehr geben.

Wenn nicht in diesem System in bälde mal etwas grundlegendes passiert, dann wird der sogenannte Generationenvertag über kurz oder lang gekündigt werden müssen.
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Ein entscheidender Fehler im derzeitigen System ist meines Erachtens folgender:
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Es gibt viel zu wenig direkte Auswirkungen auf die Renten- oder Beitragshöhe durch die Tatsache, ob jemand Kinder in die Welt setzt und aufzieht, die später einmal in die Rentenkassen einzahlen, oder ob er das nicht tut.
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Das Paradoxe an der Sache ist der folgende Zusammenhang: Jemand, der aus welchem Grund auch immer, keine Kinder in die Welt setzt, hat viel mehr Möglichkeiten, seine eigenen Rentenansprüche höher zu schrauben, als jemand, der Kinder in die Welt setzt und sich darum kümmert. Ein kinderloses Ehepaar lann sich viel einfacher Fortbilden und damit in besserbezahlte Jobs kommen, sie müssen ihre Arbeit nicht für Kindererziehung unterbrechen, sie können meist ohne sich einschränken zu müssen auch in private Altersvorsorge investiern, sie haben im Durchschnitt deutlich höhere Bruttoeinkommen als Familien mit Kindern - daher sacken sie im Alter auch höhere Renten ein als kinderreiche Leute, die tatsächlich dafür gesorgt haben, dass es später einmal Menschen gibt, die diese Renten auch finanzieren. Die kinderreichen hatten es allerdings ihr Leben lang viel schwerer, in einen gutbezahlten Job zu kommen, haben im Durchschnitt viel geringere Bruttoeinkommen und daher im Endeffekt kaum eine Chance, jemals von ihrer Rente leben zu können. Die Tatsache, dass für die Kindererziehung mittlerweile in der Rentenversicherung Beiträge angerechnet werden, und dass es steuerliche Kinderfreibeträge gibt (die allerdings die meisten kinderreichen überhaupt nicht in Anspruch nehmen können; die bringen wieder nur den Besserverdienenden etwas, die sich dann auch mal nebenbei noch ein Kind gegönnt haben, weil das Geld für eine Tagesmutti ja da ist...) - diese Tatsache ist in keinster Weise ein wirklicher Ausgleich, sondern vielmehr ein Tropfen auf den heißen Stein.
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Der Generationenvertrag müsste meines Erachtens so geändert werden, dass entweder kinderlose und kinderarme Erwerbstätige deutlich mehr Rentenversicherungsbeiträge zahlen müssten (entsprechend der Kinderzahl gestaffelt, so dass ab dem soundsovielten Kind überhaupt keine Beiträge mehr zu entrichten wären), oder dass man zwar rein verdienstbezogene Beiträge abführen muss, aber als kinderloser oder kinderarmer Rentner keinen oder nur einen deutlich geringeren Anspruch auf eine Rente hat (wie oben nach Kinderzahl gestaffelt). Das Fatalste an dieser Geschichte ist aber, dass eine Änderung des Generationenvertrages niemals durchzusetzen sein wird, da gerade die Kinderlosen mit der vielen Kohle wirklich Einfluss auf die Politik nehmen können, während die meisten Kinderreichen weder das Geld noch die Zeit dafür haben, um für diese Interessen tatsächlich einzustehen.
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Frag mich nur wovon. ;-)