Frage von vancouver97, 214

Was passiert mit der Energie aus unseren Zellen, wenn wir tot sind?

Wir bestehen ja aus Zellen und damit aus ganz vielen Atomen, also besitzen wir Energie in uns.

Was passiert mit dieser Energie aus unseren Zellen, wenn wir tot sind? Ich hab mal gehört, dass Energie nicht verloren geht, sondern nur in eine andere Form umgewandelt wird.

Wo geht diese Energie hin, die wir hatten, nachdem wir tot sind? Verteilt sich das einfach in der Luft (also in Wärmeenergie oder so)?

(Sorry falls mein Deutsch schlecht ist, ich lebe nicht in Deutschland)

Antwort
von NoHumanBeing, 142

Der Kohlenstoff wird wieder frei. Zersetzungsvorgänge, etc.

Der Kohlenstoff bleibt ohnehin nicht in Deinem Körper "gebunden", sondern "fließt eher durch Dich hindurch", auch während Du lebst. Du nimmst Kohlenstoff über Deine Nahrung auf und gibst Kohlenstoff über Deine Ausscheidungen (einschließlich Deines Atems, der ja Kohlenstoffdioxid enthält) ab. Auch Deine Zellen werden ständig ersetzt. Ich glaube die mittlere Lebensdauer einer menschlichen Zelle beträgt gerade einmal etwa 14 Tage, wobei es starke Abweichungen von Gewebetyp zu Gewebetyp gibt. Es bleibt nicht das selbe Material (also die selben Atome). Es wird ständig "ausgetauscht".

Kommentar von realsausi2 ,

Daraus kann man aber doch wohl nicht schließen, dass man alle 14 Tage seine kompette Materie austauscht.

Das wären bei mir fast 9 Kilo am Tag. Also selbst bei gutem Stuhlgang nicht zu schaffen.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Da muss ich Dir Recht geben.

Schließlich hindert den Körper nichts daran, eine Zelle "abzubauen" und daraus gleich wieder eine neue "aufbauen". Er muss die Abbauprodukte ja nicht vollständig ausscheiden und dann die Substanzen, die er benötigt, um neue Zellen aufzubauen, vollständig aus der Nahrung entziehen. So gesehen wären es dann doch noch "die selben Atome".

Wie ich auf die Idee kam: Die Radiocarbonmethode funktioniert ja zur Altersbestimmung von organischem Material. Solange der Organismus lebt --> Stoffwechsel --> Kohlenstoff kommt ständig "frisch aus der Umgebung", d. h. Isotopenverhältnis C12/C14 ist wie in der Umgebung. Organismus stirbt --> Stoffwechsel kommt zum erliegen --> Isotop C14 zerfällt, Isotop C12 bleibt stabil --> Isotopenverhältnis C12/C14 steigt an (oder umgekehrt C14/C12 fällt ab).

Außerdem hat das CO2 und das Wasser (Dampfphase), das Du über den Tag so ausatmest ja auch noch eine Masse (bzw. eine höhere Masse, als das O2, das der Umgebung entnommen wurde, um die beiden zu bilden).

Also Grundsätzlich "fließt der Kohlenstoff schon durch Dich hindurch". Es bleibt nicht der selbe. Aber die "Austauschrate" muss natürlich nicht dem Produkt aus der "mittleren Masse einer menschlichen Zelle" und der Rate entsprechen, mit der die Zellen substituiert werden.

Antwort
von Roentgen101, 2

E=M*C²

Sobald Herz, Lunge, Gehirn ihre Funktion einstellen, wird an die Zellen keine Energie geliefert. Siehe Cholesterin Kreislauf.

Darauf hin sterben die Zellen ab. Binome in und auf unserem Körper (es sind >10x mehr Binome als Zellen vorhanden) fangen nun an unseren Körper zu zersetzen. Insekten unterstützen dies. Bereits in den ersten 24 Stunden entweicht deshalb Methan (Enerige haltige Materie) aus unserem Körper.

Bis auf einige Knochen und vielleicht Zähne ist ein beerdigter Mensch inkl. Holzsarg in der Regel nach 10 Jahren zersetzt.

Zum Beispiel setzen Fliegen Eier in uns ab. Larven schlüpfen und ernähren sich von uns. Dadurch erhalten sie aus unserer Materie die Energie selbst zu Fliegen zu werden.

Unser Geist hört ebenfalls auf zu arbeiten! Das Gehirn hat ein vom Körper abgetrenntes Energie System. Neuronen zerfallen.

Wir Menschen zerfallen zu Staub. Wasserstoff verdampft. Staub enthält die gesamte Materie aus der wir Menschen entstehen. und Staub transportiert Wasser, aus dem wir ja bestehen. 

Da aber unsere DNA und RNA abstirbt lässt sich aus diesen Bestandteilen kein neuer Mensch bilden. Ein Grund warum aus Dino oder Mammut DNA kein Tier geklont werden kann.

Denke an einen Heizungskreislauf. Führt man Leitungswasser in eine Heizungsanlage ein, sterben Bakterien darin mit der Zeit ab. Es bildet sich Schlamm und eine schwarze Suppe, die nach Millionen Jahren bei stätigen Druck zu Rohöl werden würde! Diese Suppe stinkt beim Herauslassen und bildet Luft (Sauerstoff, Stickstoff, Methan) in der Heizung. Das ist durch die Temperatur und Druck in der Heizungsanlage möglich!

Antwort
von Thyralion, 100

Die Frage ist durchaus interessant. Ich denke die Energie welche hier gefragt ist, ist die welche sich in unseren Zellen, genauer in den Mitochondrien befindet. Wenn mich meine Kenntnisse nicht vollkommen im Stich lassen, handlelt es sich pro Mitochondirum um eine Spannung von 81 mV.

Das ist pro Zelle natrürlich kaum messbar und zu vernachlässigen, aber rechnen wir dies auf den gesammten Organismus hoch, dann kommen wir zu einer erstaunlichen Leistung.

Wenn der Körper nun als stribt, dann versiegt auch diese Energie. Nun lehrt uns die Physik, dass Energie sich maximal umwandelt. In dem Falle könnte sich der Köper also erhitzen, leuchten oder nochmal ordentlich hoch springen wie wild zappeln, oder so ähnlich. All dies passiert aber nicht. Ich denke zumindest, da ich dankbarer weise noch nicht bei einem Verscheiden anwesend war.

Die Frage ist sicherlich physikalisch zu beantworten, aber solange eine wirklich gute Begründung geliefert wird, darf jeder wissenschaftlich oder spritiuell die Fragestellung selbst für sich beantworten. ;)

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das ist pro Zelle natrürlich kaum messbar und zu vernachlässigen, aber rechnen wir dies auf den gesammten Organismus hoch, dann kommen wir zu einer erstaunlichen Leistung.

Exakt!

Der Grundumsatz ist alters- und geschlechtsabhängig, liegt bei jungen Männern (< 25 Jahren) bei 7615 kJ pro Tag.

Der Leistungsumsatz liegt für (Zitat, kein Witz!) "Laboranten, Kraftfahrer, Studierende, Fließbandarbeiter" (in etwa diese Kategorie dürften die meisten fallen, die keine körperlich anstrengende Tätigkeit ausüben) um einen Faktor 1.65 (also um +65 %) höher, also bei 12564 kJ pro Tag.

Ein Joule ist eine Wattsekunde. Bei 86400 Sekunden pro Tag beträgt die Leistung des menschlichen Körpers also 145 W.

Letztlich ist das nahezu reine thermische Leistung. Es geht ja ansonsten kaum Energie "raus". (*) Die elektrischen Ströme werden ja auch irgendwo "absorbiert" und letztlich auch zu Wärme.

Dazu kommt natürlich noch ein wenig "mechanische Arbeit", die Deine Muskulatur leistet. Aber im Moment beschränkt sich die bei mir auf das Betätigen von Tasten, was nicht so viel ist, wenn auch bei mir vermutlich mehr, als beim "durchschnittlichen Computerbenutzer", da ich auf einer mechanischen Tastatur mit 4 mm Tastenhub schreibe. ;-)

(*) Nunja und je nachdem, wie wir messen, kommt natürlich letztlich auch "Energie" in Form von Masse aus Deinem Körper heraus. Deine Stoffwechselprodukte (einschließlich Deines Atems - Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf haben eine höhere Dichte, als Sauerstoff) enthalten davon noch jede Menge (Stichwort: relativistisches Masseäquivalent!).

Wenn Dein Körper die Nahrung, die Du ihm zuführst, tatsächlich "rückstandslos vernichten würde", dann würdest Du vermutlich die Erde, wenn nicht gar das gesamte Sonnensystem in die Luft sprengen. Der "Massendefekt" bei einer Atomexplosion ist ziemlich gering und wir alle wissen, welche "Sprengkraft" das hat. Nun kommt die Masse aber "glücklicherweise" in Summe (näherungsweise) wieder raus (oder wird "gespeichert", dann nimmst Du zu). Was umgesetzt wird, ist also tatsächlich nur die Enthalpiedifferenz zwischen der Nahrung, die Du aufnimmst und den Stoffwechselprodukten, die Du abgibst. Und die sollte eben etwa diese etwa 12.5 MJ pro Tag betragen.

Kommentar von Thyralion ,

Genau genommen ist der Köper ein recht ineffzienter Motor, was die Energiebilanz betrifft, wenn ich deinen Ausführungen folgen kann.

Ich muss sagen dass deine Darstellung sehr komplex ist und ich dieser in dem meisten Fällen zustimmen muss / kann / darf. :)

Nur scheint es dass ich enventuell noch einen Knoten im Kopf habe.

Die Energieen auf die du dich beziehst sind liegen alle bereits in abgwandelter Form vor. Wärmestrahlung, Bewegungsenergie und degleichen. Sie behandeln also allesamt bereits erbrachte Leistung. 

Der Punkt um den es mir spziellen geht ist eben dieses winzige, nennen wir es mal Potential, an Energie, welche in den Zellen steckt. In meiner, zugegebener Weise etwas rudimentären Vorstellung, liegt die Energie dort in gespeicherter Form vor. Nur dass diese Energie häufig fluktuiert.

Und an eben dieser Stelle hinken die meisten Darlegungen. Denn diese beziehen sich immer auf einen Organismus im Betriebszustand. Stundentisch ruhend oder am Fließband arbeitend sei an der Stelle mal nicht ausschlaggebend.

Versagt aber nun der Organismus schlagartig, dann steht diese "gespeicherte" Engerie noch zur Verfügung, aber die Abnehmer fehlen, da der Körper in dem Falle nicht mehr aktiv Nahrung verstoffwechselt, warmgehalten wird oder Tasten mit 4 mm Hub betätigt. ;)

Mir fehlt hier die entsprechende Umwandlung und damit Leistung die diese Energie verbraucht.  

Kommentar von NoHumanBeing ,

Genau genommen ist der Köper ein recht ineffzienter Motor, was die Energiebilanz betrifft, wenn ich deinen Ausführungen folgen kann.

Ja, er ist kein guter Motor, wurde dafür aber auch nicht "konzipiert". Die meiste Energie dürfte dafür draufgehen, dass Du eine Körpertemperatur von 37 °C aufrecht erhalten kannst, was ja doch ne ganze Menge ist, wenn man beachtet, dass Du im Grunde über Deine gesamte Hautoberfläche thermische Energie an Deine Umgebung "verlierst". Dazu kommt noch "Verdampfungswärme", weil ja teilweise auch Flüssigkeiten aus Deinem Körper in die Gasphase übergehen, etwa das Wasser, das Du ausatmest, das ja ursprünglich aus Deinem Blut stammt, oder der Schweiß, der auf Deiner Haut verdunstet. Zudem gibt es noch andere Körperflüssigkeiten, die letztlich durch die Haut austreten und auf ihr verdampfen. Im Grunde sind die 37 °C Körpertemperatur ein ziemlicher "Luxus". Wechselwarme Spezies haben dementsprechend natürlich einen viel geringeren Energieumsatz.

Im Winter geht für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur natürlich (zumindest solange Du Dich nicht gerade in der beheizten Wohnung aufhältst) mehr Energie drauf, als im Sommer und Du kannst den Energieumsatz in der Tat ein wenig "hochschrauben", indem Du Deine Wohnung weniger beheizt.

Die Energieen auf die du dich beziehst sind liegen alle bereits in
abgwandelter Form vor. Wärmestrahlung, Bewegungsenergie und degleichen. Sie behandeln also allesamt bereits erbrachte Leistung.

Ja. Die aber (zumindest über lange Zeit betrachtet) identisch ist mit der Energie, die Du aufnimmst. (Es sei denn, Du nimmst an Masse zu.)

Der Punkt um den es mir spziellen geht ist eben dieses winzige, nennen wir es mal Potential, an Energie, welche in den Zellen steckt. In meiner, zugegebener Weise etwas rudimentären Vorstellung, liegt die Energie dort in gespeicherter Form vor. Nur dass diese Energie häufig fluktuiert.

Ich bin nun leider kein Molekularbiologe, aber soweit ich weiß liegt die Energie letztlich in Form von Adenosintriphosphat vor. Das ist eine "Ionenpumpe", vermag also, Ladungen zu trennen. Daher auch die "Polarisationsspannung" (oder korrekter gesagt das "Membranpotential") der Zellen. Ich kann das bisher nur von Nervenzellen, allerdings schriebst Du nun, dass auch Mitochondrien polarisiert sind. Da habe ich auch etwas neues gelernt. ;-)

Der Punkt um den es mir spziellen geht ist eben dieses winzige, nennen wir es mal Potential, an Energie, welche in den Zellen steckt. In meiner, zugegebener Weise etwas rudimentären Vorstellung, liegt die Energie dort in gespeicherter Form vor. Nur dass diese Energie häufig fluktuiert.

Soweit kann ich folgen. Das klingt durchaus plausibel, ja.

Und an eben dieser Stelle hinken die meisten Darlegungen. Denn diese beziehen sich immer auf einen Organismus im Betriebszustand. Stundentisch ruhend oder am Fließband arbeitend sei an der Stelle mal nicht ausschlaggebend.

Versagt aber nun der Organismus schlagartig, dann steht diese "gespeicherte" Engerie noch zur Verfügung, aber die Abnehmer fehlen, da der Körper in dem Falle nicht mehr aktiv Nahrung verstoffwechselt, warmgehalten wird oder Tasten mit 4 mm Hub betätigt. ;)

Mir fehlt hier die entsprechende Umwandlung und damit Leistung die diese Energie verbraucht.

Nunja "Nahrung verstoffwechseln" liefert ja hauptsächlich Energie, anstatt welche zu verbrauchen. Sicher mag es eine gewisse "Aktivierungsenergie" brauchen, um die Prozesse in Gang zu bringen, aber netto sollte zumindest mehr herauskommen, als man hineinsteckt, sonst könnte man die ganze Sache mit dem Stoffwechsel ja auch bleiben lassen. ;-)

Ich denke, der "Fehler" in Deiner Argumentation ist, dass der Organismus eben nicht schlagartig versagt. Soweit ich weiß, ist ziemlich gut belegt, dass nach "Eintritt des Todes" die Zellen erst nach und nach tatsächlich versterben, ein Prozess, der sich über viele Stunden hinzieht. Was für den Menschen als solches natürlich wichtig ist, ist die Funktion des zentralen Nervensystems. Wenn die "erliegt", gibt es auch kein Bewusstsein mehr oder der Körper ist ab diesem Zeitpunkt eher eine "Sache", als ein Mensch. ;-)

Prinzipiell müssten sich nach dem Absterben von Zellen die elektrischen Potentiale angleichen, da es keinen Prozess mehr gibt, der dagegen wirkt und das System somit dem Zustand zustreben wird, der die Entropie maximiert. Die Energie, die dabei frei wird, wird sicher irgendwie "verbraucht" (bzw. umgewandelt), sehr wahrscheinlich in "innere Energie", sprich thermische Energie. Ob man diesen Temperaturanstieg messen kann, ist eine sehr gute Frage. Wahrscheinlich gibt es andere Prozesse, die überwiegen und das ganze maskieren. Beim Stoffwechsel selbst fällt ja auch nicht unwesentlich thermische Energie an, was Dir letztlich ermöglicht, Deine Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.

Antwort
von realsausi2, 42

aus ganz vielen Atomen, also besitzen wir Energie in uns.

Das kann man auch kürzer sagen:E=mc²

Aber dieser Gedanke führt in die Irre. Die Energie, die beim Tod freigesetzt wird, ist um Größenordnungen geringer als die tatsächlich in den Kernkräften gebundene Energie.

Tatsächlich gehen die Atome einfach wieder in den Kreislauf zurück, aus dem sie gekommen sind. Jedes Atom in uns ist Milliarden von Jahren alt und wurde im Laufe der Zeit immer wieder neu zusammen gesetzt.

Tatsächlich enthält unser Körper nur sehr wenig Energie, die in Wechselwirkung mit der Umwelt treten kann. Das ist in erster Linie die Körperwärme, die einfach an die Luft abgegeben wird. Etwas chemische Energie wird bei der Verwesung auch frei. Dann vielleicht noch eine Spur Lageenergie, da die Masse unseres Körpers ein Potential bildet.

Aber im Großen und Ganzen ist das alles zu vernachlässigen.

Richtig ist aber, das diese Energie nicht verloren geht. Sie wird an die Umwelt abgegeben.

Antwort
von Agronom, 103

Im wesentlichen geht die Energie in andere Organsimen über und dabei natürlich auch wieder vieles als Wärme in die Umgebung, genauso wie die Energie in einem Apfel den wir essen.

Nach dem Tod im Prozess der Verwesung ernähren sich etliche Organismen von unserem Körper und setzen die darin gespeicherte Energie weiter um. Das reicht i.d.R. von Fadenwürmern über Bakterien und Pilze bis zu Insekten, die diese Energie dann wieder für den eigenen Stoffwechsel nutzen..

Antwort
von gilgamesch4711, 57

  Genau so, wie wir den Euro haben. Die allgemeine Energiewährung der Zellen ist ===> ATP , eine Substanz, die im dunkeln leuchtet. Diese ATP Vorräte dürften unter ===> Dissipation zerfallen; d.h. gespeicherte Energie wird als Wärme abgegeben.

  Und Bakterien besorgen das Übrige. Zucker wird zu Alkohol vergoren; Proteine dienen den ===> Fäulnisbakterien als Nahrung und werden in NH3, CO2 und H2O gespalten.

  Unter Luftzutritt werden dann die anderen 90 % der Energie frei ===> Verwesung ===> Kreislauf des Kohlenstoffs. außer Horn und Skelettresten bleibt doch von der Leiche nix mehr übrig; alles dient irgendwem als futter. Stell dir mal vor, auf einer Müllhalde hätten sich sämtliche Leichen der letzten vier Mrd. Jahre angesammelt ...

Antwort
von dompfeifer, 62

Die chemische Energie aller Lebewesen wandelt sich bei der Verwesung in Wärme. Die Kernbindungsenergie der Atome ist davon in keiner Weise berührt, die Atome ändern sich dabei nicht.

Antwort
von Andrastor, 56

Die Energie in unseren Zellen entweicht als Wärmeenergie. Leichen sind weitaus kälter als lebende Menschen, daher kommt auch der Spruch "jemanden kalt machen" für "jemanden umbringen".

Die restliche, in Kalorien gespeicherte Energie wird bei der Verwesung abgebaut, bzw von Zersetzern aufgenommen und/oder von Insekten gefressen.

Antwort
von Hoegaard, 80

Die Atome gehen ja nicht verloren. Wenn du "feinstoffliche" Energie meinst: das ist Esoterik.

Kommentar von vancouver97 ,

Nein normale Energie halt. Aber ist die Energie nicht weg, wenn die Zellen tot sind? Oder bleibt die Energie in Atomen erhalten? (ich hab kein Plan von Physik und weiß nicht, wie ich es erklären soll)

Kommentar von NoHumanBeing ,

Welche Energie meinst Du genau?

Die elektrischen Potentiale in Deinem Nervensystem beispielsweise gleichen sich an (Hirntod = Nulllinien-EEG). Das entspricht dann einem "energieärmeren Zustand".

Das ist allerdings erstens "nicht viel" und zweitens geht natürlich auch das nicht "verloren", sondern wird im Grunde auch nur "umgewandelt" in eine andere Energieform, letztlich wohl in thermische oder innere Energie, sprich "Wärme". Das ist aber so wenig, dass Du dadurch keine Erwärmung messen können wirst.

Kommentar von Qivittoq ,

Sofern die Leiche nicht verbrannt wird, wird sie von Mikroorganismen zersetzt oder von Aasfressern gefressen. Die in Körper enthaltene chemische Energie wird also im Stoffwechsel dieser Lebewesen umgesetzt. Im Wesentlichen ist das ein Oxydationsprozess.

Kommentar von vancouver97 ,

ok klingt voll logisch danke 

Antwort
von palzbu, 3

Die Rest-Energie wird dringend gebraucht um in den Himmel zu fliegen :-)) 

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