Was passiert mit dem Resturlaub?

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4 Antworten

Die Kündigungsfrist ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag, oder falls ein Tarifvertrag zur Anwendung kommt aus diesem. Gibt es beides nicht, gilt für Kündigung durch den AN eine Frist von vier Wochen zum 15. oder Monatsletzten (§ 622 Abs. 1 BGB) bzw. für Kündigung durch den AG gelten gestaffelte Kündigungsfristen (§ 622 Abs. 2):

"..wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen

  1. zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats,
2. fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats, 3. acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats, 4. zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats, 5. zwölf Jahre bestanden hat, fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats, 6. 15 Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats, 7. 20 Jahre bestanden hat, sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats."

Schließt das Unternehmen wegen Insolvenz, beträgt die Kündigungsfrist nach § 113 Abs. 1 S. 2 InsO drei Monate zum Monatsende, es sei denn, im Einzelfall gilt aufgrund Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine kürzere Kündigungsfrist.

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Wann ist denn das Arbeitsverhältnis beendet? Ende Oktober oder ende November? Wie lange bekommt ihr Gehalt? Wenn ihr für den November noch Gehalt bekommt aber freigestellt seid, ist der Urlaub halt in der Freistellung inbegriffen.

wenn ihr für November  nicht angestellt seid, steht euch eine Urlaubsabgeltung zu,  d.h. ihr bekommt den Urlaub ausgezahlt.

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Ein Unternehmen schließt häufig, wenn es insolvent, also zahlungsunfähig wird. Es gibt dann keine Kündigungsfristen. Wenn Euer Chef Euch noch einen Monat weiter Gehalt zahlt, ohne dass Ihr erscheinen müsst, dann entspricht das einer Urlaubsabgeltung. Wogegen willst Du eigentlich klagen?

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Kommentar von Mandate
29.09.2016, 11:51

Meine Firma ist kein eigenständiges Unternehmen. Sondern nur ein weiteres Geschäftsfeld. Ich bin knapp über 2,5 Jahren in diesem Unternehmen. Und wie ich verstanden habe, habe ich 1 Monat Kündigungsfrist und wer 5 Jahre dabei ist 3 Monate. Was sich irgendwie aus dem Gesetz aufbaut.

Ich selber möchte gar nicht klagen, da ich keine Urlaubstage mehr habe, aber der Rest der belegschaft hat noch welche und vom Gesetzgeber ist es vorgeschrieben das was mit passieren muss.

Bis 31.10. sind wir noch beschäftigt und dann sitzen wir zuhause bis unsere Kündigungsfristen ablaufen, aber ich denke das es sicher nicht richtig ist das wenn wir zwangsweise zuhause bleiben müssen unsere Urlaubstage damit abgelten.

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Kommentar von DarthMario72
29.09.2016, 11:53

Es gibt dann keine Kündigungsfristen

Da liegst du ziemlich falsch! Bei Insolvenz des Arbeitgebers gilt nach § 113 Abs. 1 S. 2 InsO eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende, es sei denn, im Einzelfall gilt aufgrund Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine kürzere Kündigungsfrist.

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Wende dich an den Betriebsrat oder die Gewerkschaft.

Wenn geschlossen wird, kannst doch gut im November den Urlaub bezahlt kriegen, was willst denn sonst machen???

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