Was passiert mit dem osmotischen Druck wenn das Wasser diffundiert ist?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Der osmotische Druck stellt die Druckverminderung des Lösungsmittels dar, wenn andere Stoffe gelöst sind (die nicht durch die selektiv durchlässige Membran wandern können).

(Im Fall von Gasgemischen spricht man von Partialdruck; es ist kein Zufall, dass die von dir genannte Gleichung der Gleichung eines idealen Gases entspricht.)

Das Lösungsmittel hört auf, durch die Membran zu wandern, wenn der Druck des Lösungsmittels auf beiden Seiten gleich groß ist. Genauer: Es wandert nach wie vor durch die Membran, aber in beide Richtungen gleich schnell.

Der erste Satz lässt sich auch so beschreiben, dass der osmotische Druck die Druckdifferenz zwischen der konzentrierteren und der weniger konzentrierten Phase ist, bei der gerade kein Lösungsmittel mehr von einer zur anderen Seite wandert.

D. h., damit kein Lösungsmittel mehr durch die Membran wandert, muss man den Druck in der konzentrierteren Phase erhöhen (z. B. mit einem Kolben), und diesen zusätzlichen Druck nennt man "osmotischen Druck".

(Dies scheint die übliche Definition zu sein. Aber ich finde die Druckverminderung des Lösungsmittels anschaulicher.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Ninja99
21.01.2016, 11:59

Danke für dein Erklärung!
Hab ich das richtig verstanden?
Das Lösungsmittel wandert auf die Seite, auf der ein höherer osmotischer Druck herrscht (also wo mehr Teilchen sind). Der Nettofluss ist Null, wenn auf beiden Seiten der gleiche osmotische Druck herrscht (isoton). Oder herrscht bei osmotischem Gleichgewicht immer noch ein osmotischer Druck?
Das mit dem Kolben verstehe ich nicht ganz: Wieso muss man den Druck auf der konzentrierteren Phase erhöhen? Dort liegt doch schon ein höherer Druck vor?

0