Frage von skyline2009,

Was passiert mit dem Geld auf dem Girokonto

Wenn ein Geschwister teil stirbt und er hat hohe Schulden bei Versandhäuser ect.

Er hat ein Girokonto wo noch ca 1000 Euro drauf sind.

Wie wird mit dem Geld verfahren , er muss ja noch unter die ERDE KOMMEN , das kostet ja auch. Kann man das Geld vom Konto benutzen.

Und wie kommt man daran

Hilfreichste Antwort von hoewa14,
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Nun mal ganz langsam. Zunächst können selbstverständlich die nächsten verwandten an das Konto dran, um die Beerdigung regeln zu können. Es ist die Frage, welcher Kontakt zu der Bank des Verstorbenen besteht. Die Bank müsste, wenn nach gewiesen wird, dass das Geld "ausschließlich" für die Bestattung genutzt wird -Rechnungen vom Bestatter- dieses an den Rechnungsteller bezahlen.

Darüber hinnaus müsste man sich einen Erbschein vom zuständigen Amtsgericht holen, Konkret dann stellt sich die Frage: Erbe antreten oder ausschlagen.

Sollte der Verstorbene in der Familie gelebt haben, ist es noch einfacher.

Herzliches Beileid noch.

Kommentar von skyline2009,

hallo.

Ich war bei dem Sozialamt worüber mein Bruder Geld bezieht. Er bekommt ausser dem Rente in höhe von 400 Euro und 200 vom Amt. monatlich.

Nun sagte mir die Sozialarbeiterin das das geld ab zeitpunkt des todes , selbstverständlich für die Beerdigund verwendet werden kann.

Nur mir ist das nicht so geheuer. Die Erbschaft schlage ich aus da die Schulden sehr hoch sind. Also es geht eigentlich nur darum ob das Geld für die Beerdigung verwendet werden kann?

Kann man das irgendwo nachlesen?

Kommentar von hoewa14,

Wird Ihnen die Bank, aber sicher die Dame vom Sozialamt bestätigen können. Ansonsten würde ich zum zuständigen Amtsgericht gehen, mit einem Rechtspfleger für Erbangelegenheiten die Sache besprechen. Übrigens: Das Sozialamt "muss" auch zumindest für einen Teil der Bestattungskosten aufkommen. ACHTUNG: Die gern angesagte "Feuerbestattung aus Kostengründen" muss man nicht akzeptieren!!! Als Angehörige kann man darauf bestehen, das der Verstorbene "in seinem Sinne" auch eine normale Erdbestattung bekommt. Es sein denn es ist egal. Zu den Bestattungskosten gehört selbstverständlich eine ortübliche Anzeige in der Zeitung, das gesamte Bestattungszeremoniell -Pfarrer, Kirche etc. wie auch der sogenannte Leichenschmaus -Kaffee u. Kuchen- im Rahmen der Familie. Das vorhandene Geld wird dazu nicht ausreichen. Den Rest "muss" das Sozialamt dazu zahlen. Nicht abwimmeln lassen. Passiert sehr oft.

Kommentar von skyline2009,

Danke, das werde ich dann auch tun.

Es ist ja nicht so das ich es nicht will , ich selnber habe 4 Unterhaltsberechtigte kinder .

Wie Rechnen die auf den Sozialamt die Grenzen aus , ab wann man in die Pflicht genommen wird? Also bezahlen muss? Gibt es da eine Rechenformel und wenn ja wo?

Kommentar von hoewa14,

Man setzt natürlich zunächst das vorhandene Geld an. Alles was darüber hinnaus an Kosten im Rahmen wie vorab mitgeteilt, anfallen, "muss" das Sozi zahlen. Sie müssen gar nichts zahlen! Sie sollten nicht so zimperlich sein. Es war doch Ihr Bruder oder? Versuchen Sie die Beerdigung "im Sinne Ihres Bruders" zu organisieren. Kosten fallen "für Sie" da nicht an.

Kommentar von hoewa14,

Man setzt natürlich zunächst das vorhandene Geld an. Alles was darüber hinnaus an Kosten im Rahmen wie vorab mitgeteilt, anfallen, "muss" das Sozi zahlen. Sie müssen gar nichts zahlen! Sie sollten nicht so zimperlich sein. Es war doch Ihr Bruder oder? Versuchen Sie die Beerdigung "im Sinne Ihres Bruders" zu organisieren. Kosten fallen "für Sie" da nicht an.

Kommentar von skyline2009,

Also verstehe ich das jetzt richtig. Sagen wir mal es liegen bei dem tot des Bruders 1000 Euro auf dem Konto. Dieses wird und muss für die Beerdigung verwendet werden. Kostet die Beerdigung ca. 2800 - 3000 Euro so muss für den Rest das Sozialamt aufkommen. Soweit richtig? Aber wo würden den die Grenzen für mich liegen? Gibt es da Berechnungen so wie bei der Prozesskostenbeihilfe?

Danke

Kommentar von hoewa14,

Ja, das ist so korrekt. Nach meiner Kenntnis geht man wie folgt vor und hat man Anspruch: Die Beerdigung soll "im Rahmen des Üblichen" erfolgen. Hierzu zählen die Bestattungskosten -Kirche, Pfarrer, Grab und selbstverständlich "der ortübliche" Kaffe- etc. Das sollte man aber nicht überziehen! Grabbepflanzung und einfacher Stein ebenfalls. Da ortübliche Gräberkosten völlig unterschiedlich sind, gibt es da auch wohl keine Richtschnur. Versuchen Sie einfach mal mit der Sachbearbeiterin das zu klären. Selbstverständlich wird das vorhandene Geld dabei in Anrechnung gesetzt. Wenn Sie das regeln, hat das mit einem Erbantritt nichts zu tun. Gruß

Kommentar von hoewa14,

Ja, das ist so korrekt. Nach meiner Kenntnis geht man wie folgt vor und hat man Anspruch: Die Beerdigung soll "im Rahmen des Üblichen" erfolgen. Hierzu zählen die Bestattungskosten -Kirche, Pfarrer, Grab und selbstverständlich "der ortübliche" Kaffe- etc. Das sollte man aber nicht überziehen! Grabbepflanzung und einfacher Stein ebenfalls. Da ortübliche Gräberkosten völlig unterschiedlich sind, gibt es da auch wohl keine Richtschnur. Versuchen Sie einfach mal mit der Sachbearbeiterin das zu klären. Selbstverständlich wird das vorhandene Geld dabei in Anrechnung gesetzt. Wenn Sie das regeln, hat das mit einem Erbantritt nichts zu tun. Gruß

Antwort von papageientulpen,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Mit dem Amtsgericht sprechen, die helfen. Und mit der Bank. LG, pap.

Antwort von schelm1,

Falls Ihnen bekannt ist, dass die Schulden das Giroguthaben und weiters Vermögen übersteigen könnten, dann lassen Sie mal schön die Finger davon und schlagen Sie ein evtl. Erbe aus! Sonst könnte die "Erbschaft" für Sie ein böses Erwachen bedeuten!

Antwort von Igitta,

Ich empfehle dir dringenst, das Erbe von deinen Geschwister und der angeblich sehr reichen Tante auszuschlagen, sonst musst du für deren Schulden aufkommen!!! LG Igitta

Antwort von rysum58,

NEIN (nicht sofort) - in den meisten Fällen werden die Konten gesperrt, bis klar entschieden ist, wer erb-berechtigt ist und ob dieser das Erbe (Guthaben oder Schulden) auch antritt ... d.h. die neuen Verhältnisse müssen erst geregelt werden, bevor über allfällige Guthaben auf den Konti verfügt werden können ...

Trittst Du das Erbe an, heisst das im Klartext, Du übernimmst auch allfällige Schulden, die noch bezahlt werden müssen ...

Andernfalls kannst Du das Erbe ausschlagen, was aber die Kosten der Beerdigungsfrage noch nicht regelt ... meistens wird das unter den Geschwister (oder Eltern/Schwiegereltern) , Töchter/Söhnen - aufgeteilt ... muss aber abgesprochen werden...

AUFGEPASST : ohne Absprache -- wer bestellt - der zahlt !!!!

Antwort von unregestriert,

wer das erbe annimmt bekommt das geld... und die schulden!

dementsprechend müssen die hinterbliebenen die beerdigung aus eigener tasche bezahlen. (sofern keine versicherung dafür besteht)

wenn alle angehörigen das erbe ablehnen fallen die 1000 € an den staat und ebenso die schulden.

Antwort von papageientulpen,

Mit dem Amtsgericht sprechen, die helfen. Und mit der Bank. LG, pap.

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