Was passiert jetzt mit der EU?

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8 Antworten

Läßt sich jetzt noch nicht richtig einschätzen. Eines steht jedenfalls fest, Deutschlands Macht wird innerhalb der EU gestärkt.

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Guten Tag,

dies können Sie vollständig auf dem Leitartikel nachlesen:

http://www.merkur.de/politik/brexit-folgen-fuer-deutschland-und-eu-zr-6489983.html

Auszug:

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU birgt dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zufolge große Risiken für das Land und den Euro. "Großbritannien könnte der erste Dominostein sein", sagte Institutschef Marcel Fratzscher. Ähnliche Referenden in Euro-Ländern wie Italien und Frankreich würden aus seiner Sicht eine noch gefährlichere Unsicherheit bringen als ein Brexit.

Schon bei einem Austritt Großbritanniens drohten steigende Kreditzinsen, die Investitionen bremsten. "Dazu kämen Turbulenzen auf den Finanzmärkten, die extrem volatil werden würden." Das Pfund werde wie wahrscheinlich auch der Euro an Wert verlieren, Unsicherheit entstehen. "Dann hat man wieder einen Mechanismus, der letztlich Europa und auch Deutschland wieder in die Rezession führen kann, so wie in der globalen Finanzkrise 2008 und 2009", sagte Fratzscher. "Wir würden also auch in Deutschland dafür einen sehr hohen Preis zahlen."

"Meine größte Sorge gilt letztlich der Nachhaltigkeit des Euro", verwies Fratzscher auf mögliche Dominoeffekte. "Andere Länder könnten fragen: Wollen wir eigentlich auch noch in der EU bleiben? Schaut mal her, die Briten gehen raus. Sie kriegen sogar einen ganz guten Deal. Das wollen wir auch machen."

Ein Referendum in Italien oder in Frankreich wäre auch ein Referendum über den Euro, betonte Fratzscher. Weitere Unsicherheit wäre die Folge. "Die wirtschaftlichen Kosten eines Euroaustritts eines Landes wären für ganz Europa enorm."

Der DIW-Chef mahnte Reformen in der EU an, darunter die Vollendung der Bankenunion, eine Fiskalunion mit einem europäischen Finanzminister und eine stärkere politische Legitimierung der Gemeinschaft, etwa durch eine Direktwahl der Kommission und eine Stärkung des europäischen Parlaments.

KaterKarlo2016

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Kanzlerin Merkel (CDU) hat einmal mehr das genaue Gegenteil von dem erreicht was sie öffentlich bekundet.
Der EU selbst wird nichts passieren, es wird nur nicht mehr Europa geben, schon gar keinen Staat.

Europa wird es jetzt eilig haben sich neu zu erfinden, den Neoliberalismus in den Orkus der Geschichte expedieren, bevor ihm die Völker ausgehen.

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Auch wenn der Austritt jetzt in die Wege geleitet wird, dauert es ja noch ein bißchen. Vorgesehen ist ja, wenn ein Land austreten will, daß dies nach Brüssel gemeldet wird und dann erst Verhandlungen aufgenommen werden, wie der Austritt abläuft. Da kann man von bestimmt noch 2 Jahren ausgehen, bis es soweit ist. Evtl. wird das EU-Sytem ja in dieser Zeit etwas reformiert, so daß auch die Gegner zufrieden damit sind. Wenn man Interviews aus Englang hört, warum viele (überwiegend ältere) gegen die EU-Zugehörigkeit sind, sind es ja meistens Argumente, daß die EU denen zu viele Vorgaben macht. Das ist auch das, was die Völker der anderen Länder am meisten stört. Es wird sich zu sehr in die Politik eines Landes eingemischt. Und womöglich würde dies ja weitere Länder zum Austritt bewegen. England macht ja vor, daß es geht. Es wird sich langfristig zeigen, ob es wirtschaftlich jetzt gut oder schlecht ist, was da passiert. Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht genauer beantworten. Die EU wird sich wohl nicht auflösen, wenn es so wäre, dann wäre es so wie früher auch. Jedes Land ist ein Land für sich mit Grenzkontrolle und evtl. eigener Währung usw. Die UNO wird sich dann nicht verändern, das ist ein anderes Bündnis, das es auch schon vor der EU gab. Das bleibt unverändert.

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naja es ist ja offiziell das England Austritt.


Abwarten. Es wird noch viel Wasser die Themse, den Rhein und die Seine herunterfließen, bis ein genaues Austrittsdatum feststeht!

Übrigens: nicht nur England, sondern das ganze Vereinigte Königreich könnte aus der EU austreten.


Nur was bedeutet das für Deutschland und für die EU allgemein?

Eigentlich nichts, allenfalls beeinträchtigt es ein wenig das Prestige des Projekts "EU". Für Deutschland und Frankreich jedoch bedeutet das Ausscheiden Großbritanniens eine Zunahme an Einfluss in Europa und erleichtert es den beiden Ländern, für ihre Pläne als Motor der EU-Entwicklung Mehrheiten zu finden.

Und was kann passieren wenn die EU aufgelöst wird

Und wer hat die Absicht, die EU aufzulösen? Niemand!


Was geschieht dann mit der UNO?

Die UNO und die EU - das sind zwei völlig verschiedene Institutionen. Die UNO ist auf die EU (noch) nicht angewiesen.

Ich rate zur Besonnenheit. Die Briten haben sich sehr geschadet, ihre Entscheidung bedroht den Zusammenhalt ihres Vereinigten Königreiches. Sollten noch ein paar europäische Länder austreten wollen - nur zu! Ein Kerneuropa ist vermutlich sogar mächtiger als ein Europa, das sich von einer Reihe schwacher und eigennütziger Staaten in ihrer Entwicklung bremsen lassen muss.

MfG

Arnold


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Kommentar von eccojohn
24.06.2016, 18:39

Ja klar - WIR sind jetzt - oder werden ja wieder wer ?

Komisch, das alle Politiker blitzschnell über die hausgemachten Probleme dieses Verwaltungs-Monsters Bescheid wissen, und sofortige Besserung geloben wohl um den eigenen A. zu retten.

Ach, wenn es sich bei dir persönlich mal bemerkbar manchen sollte, was nun anläuft, dann meckere ja nicht !

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Interessanter dürften die Folgen für Großbrinannien sein. Oder soll ich schon mal vorsorglich von Kleinbritannien sprechen?

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Großbritannien hat beschlossen auszutreten, nicht nur England!

Dass die EU völlig zusammenbricht ist Unsinn. Aber GB hat viel politischen Einfluss außerhalb der EU.

Die UNO ist davon völlig unabhängig.

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Das ist sehr komplex. 

Deutschland war von anfang an der befürworter und richtungsgeber für andere, auch wenn es die Bevölkerung es anders sieht, deshalb gab es hier keine abstimmung für den eurobeitritt und somit wohl auch nicht für einen austritt.

Schau dir Großreiche aus der geschichte an. Es gab am anfang ne Blütezeit, aber dann wollte jede Provinz seine Einmailgkeit wieder präsentieren und somit zerbrachen die großreichen, auch eben wegen dem druck von Außen, da ein Großreich eben nur bis zu einer bestimmten Größe regierbar und wehrfähig ist.

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