Frage von acidfairy, 88

Was passiert im Gehirn, wenn man ständig eine Stelle massiert, die schmerzt?

Wieso dürfen Physiotherapeuten nicht direkt die Stelle massieren, die schmerzt, zum Beispiel den verspannt im Kiefer. Wieso lernt das Gehirn dann, ständig Schmerz zu empfinden, wenn diese Stelle gereizt wird?

Ich spreche von neuronaler Plastizität und nozizeptiven Schmerz.

Antwort
von Schlaubi33xi, 2

Also grundlegend sollte man niemals einen Knochen wie du jetzt beispielsweise den Kiefer nennst massieren. Meistens reizt das die Gelenke nur noch mehr und wird als unangenehm bis schmeezhaft empfunden. Massiert werden in erster Linie Muskeln, ferner auch Sehnen und Bänder, an Stellen, an denen der Knochen direkt unter der Haut liegt verzichtet man auf die Massage. Massagen sind in erster Linie durchblutubgsfördernd und regen die Regeneration an. Die synaptische Plastizität bezieht sich ja eher auf die Nervenzelle selbst. Chronische Schmerzreize wie bei einer Polyneuropathie beruhen in der Regel weniger auf synaptischen Umbauprozessen, als viel mehr auf sensibilisierenden Schädigungen oder auf Entzündungen. Auch der nozizeptive Schmerz hat damit weniger zu tun, der bezeichnet ja nur eine Schmerzreaktion auf äußerliche Einflüsse, das wäre dann beispielsweise der Fall wenn der Masseur zu feste Massieren würde oder anfängt Knochen "durchzukneten".

Ich hoffe dir hilft die Antwort weiter :-)

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