Frage von einfachichseinn, 88

Was passiert eigentlich, wenn sich ein suizidgefährdeter minderjähriger Menschen unabsichtlich schwerverletzt?

Die Frage beschäftigt mich schon etwas länger.

Wenn ein Mensch von dem bei Ärzten und Eltern bekannt ist, dass er suizidgefährdet ist/war, unbeabsichtigt in Lebensgefahr gerät?

Beispiel: der Mensch achter kaum mehr auf sich und sein Leben und läuft auf der Straße vor ein fahrenden Auto.

Was passiert dann? Kommt er erneut on eine Psychiatrie oder ähnliches?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Seanna, 24

Das gleiche wie bei einem Erwachsenen.

In deinem Fall: Psychiatrie.

Denn akute Suizidalität oder zumindest latent und Gefahr mindestens für sich, offenbar auch andere, ist immer eine Indikation für akute Psychiatrie.

Erst recht wenn schon ein Versuch oder ein Vorfall stattfand.

Der Autofahrer wird Teilschuld bekommen, aber um juristische Schuld ging es doch gar nicht in der Frage.

Kommentar von einfachichseinn ,

sicher, dass die Person dann direkt in die Klinik kommt?

Ein depressiver Mensch kann ja auch unaufmerksam sein ohne, dass er einen Gedanken daran verschwendet hat sich umzubringen.

Der Impuls für diese Frage kam mir eigentlich schon vor ein paar Wochen, als es mir sehr sehr schlecht ging. Ich schilder diesen Vorfall einmal kurz, um einen besseren Eindruck zu vermitteln.

Ich hatte schon seit ein paar Tagen einen absoluten Tiefpunkt. Ich habe da nicht wirklich konkret den Wunsch gehabt, dass ich mir das Leben nehmen will, ich stand meinem Leben relativ neutral gegenüber. Also wäre ich irgendwie durch einen dritten zu Tode gekommen, wäre es mir relativ egal. Das zeigte sich zu dieser Zeit zum Beispiel ganz deutlich beim Autofahren. Ich hatte lange Zeit Angst beim Autofahren, grade auf der Autobahn. In dieser Phase war es mir einfach egal, also ich hatte keine Angst mehr vor einem Unfall oder so.

Ich war dann nachdem ich einige Tage wirklich nur Zuhause war ein bisschen einkaufen und wollte nur noch nach Hause gehen. Ich hing die ganze Zeit vielen negativen Gedanken nach und habe nicht wirklich auf die Straße geachtet und bin (Gott sei Dank wohne ich in einer relativ verkehrsruhigen Gegend!) ohne auf die Autos zuachten über die Straße gegangen. 

Ein ähnliches Szenario könnte auch eine Mutter durchleben, die total gestresst ist oder ein Geschäftsmann, der tausend Termine im Kopf hat..

Antwort
von norbert9014, 12

Hm - aus welcher Richtung kommt diese Frage? Aus der eines Betroffenen,- oder aus der eines Freundes?? - ... ein Schelm wer anderes denkt...?

Die Frage ist doch: Wie ist die Vorgeschichte zu den suizidalen Absichten grundsätzlich in diesem Zusammenhang? Gab und gibt es Anzeichen für eine aktuelle Krise oder andere emotionale Erschütterungen?

Es geht nicht um Einseitigkeit und Vorverurteilungen: Hat also zum Beispiel jemand mal vor Wochen oder Monaten eine schwere Krise durchlitten mit eben suizidalen Absichten und Handlungstendenzen, ist aber seither wieder stabil, kann er natürlich genauso in Unfallsituationen geraten wie "Hinz und Kunz"...

Sollte die Krise allerdings sehr aktuell bestehen,- dann würde "ein Unfall" nach entsprechenden Ansagen und Handlungsabsichten im Vorfeld natürlich einen Versuch nahelegen. Und man würde entsprechend reagieren Alles andere wäre auch aus ärztlicher, bzw. der helfenden Sicht unprofessionell! 

Sincerely, Norbert

Kommentar von einfachichseinn ,

Danke für die Antwort. sie sagt gleichzeitig am wenigstens und doch am meisten aus!

Antwort
von FelinasDemons, 39

Er wird höchswahrscheinlich eingewiesen, weil er eine Gefahr für sich selbst und andere darstellt. Ganz klar. Immerhin hätte der Fahrer beim evtl ausweichen sterben können.

Kommentar von einfachichseinn ,

Das Problem ist dabei allerdings immer noch, dass es kaum beabsichtigt war. Ein Mensch, der unverschuldet einen Autounfall verursacht wird ja auch nicht direkt eingewiesen...

Kommentar von norbert9014 ,

Die Frage ist: Ist es Unaufmerksamkeit,- eine Verkettung unglücklicher Umstände-... oder eine sehr bedeutende Unaufmerksamkeit sich selbst wie ebenso der Umwelt gegenüber, die das eigene Leben ebenso gefährdet, wie das von anderen??

Könnte sein, dass der Betreffende einfach nur "Risiko-Lotto" spielt... wer will das wissen?

Aber: Wer im Vorfeld entsprechende Absichten durch Aussagen oder Handlungen getätigt hat... muss!!! Ernst genommen werden!

Norbert

Kommentar von FelinasDemons ,

Okay, aber wenn jetzt die Eltern über diesen Vorfall informiert werden, gehen sie ja davon aus, dass es ein Suizidversuch war. Egal was der Betroffene sagt. Eigentlich liegt es an den Eltern ob sie das Kind zwangseinweisen. Immerhin ist es noch Minderjährig. Jemand von dem bekannt ist, dass er suizidgefährdet ist wohl anders behandelt wie ein "normaler" verirrter Fußgänger^^"

Kommentar von einfachichseinn ,

und wenn die Eltern das gar nicht checken, weil sie zwar wissen, dass das Kind suizidgefährdet war, es aber denken, dass es es nicht mehr ist?

Kommentar von FelinasDemons ,

Wenn die Eltern es verdrängen? Na, ich Denke (kann mich auch irren), dass die Polizei ein psychologisches Gutachten anforden. Sie wollen ja wissen, weshalb die Person das getan hat. Häufig passiert so was ja bei psyschich labilen Menschen.

Kommentar von einfachichseinn ,

Was heißt verdrängen.. Wie gesagt der Mensch hat das ja nicht in suizidaler Absicht getan ..

Kommentar von FelinasDemons ,

Ach so. Eine suizidale Person ist unbeabsichtigt über die Straße gelaufen...Na mein letzter Kommentar bleibt. Sie müssen ja wissen, ob's wirklich unbeabsichtigt war oder doch ein Suizidversuch. Und natürlich gibt es Eltern, die die Suizidgefährdung des Kindes verdrängen um sich das perfekte Weltbild nicht kaputt zu machen. Ich dachte, dass meinst du mit dem Satz.

Antwort
von Kathyli88, 40

Dann ist der autofahrer schuld

Und generell gesagt, es wird ermittelt ob es ein suizidaler versuch oder ein unfall war

Kommentar von einfachichseinn ,

Was kann der Autofahrer dafür, wenn plötzlich jemand auf dir Straße rennt? Wie wird denn ermittelt? Vor allem ist niemandem klar, ob es ein Unfall war oder eben nicht...

Kommentar von Kathyli88 ,

Ein autofahrer hat die pflicht vorausschauend zu fahren und auf schwächere verkehrsteilnehmer zu achten. Der autofahrer ist folglich fast immer der depp, außer, wenn definitiv klar ist, dass der fahrzeugführer keine möglichkeit hatte auszuweichen oder zu bremsen und sich an alle verkehrsregeln wie geschwindigkeit und den sichtverhältnissen angepasst verhalten hat. Beispielsweise ein traktor der langsam einen kurvigen berg hochfährt, und ein radfahrer der diesen berg hinunterrast, der fahrer des traktors oder autos hat keinerlei möglichkeit auszuweichen. Das war jetzt aber nur ein beispiel. Ermittelt wird, indem dass der unfallhergang rekonstruiert wird. 

Kommentar von einfachichseinn ,

Es ist dennoch falsch direkt dem Autofahrer die Schuld zu geben. In dem von mir geschilderten Fall wäre der Autofahrer nicht derjenige, der die Schuld zu tragen hat.

Kommentar von Kathyli88 ,

Der autofahrer kriegt zumindest fast immer eine teilschuld. Aber abgesehen davon ist die ganze schuld sowieso quatsch. Bring dich einfach nicht um, weil der ganze käse sowieso aufhört wenn deine jugend vorbei ist. Das ist ein phänomen der jugend, ritzerei, suizidversuche, grad in der jugend kommt das immer gern. Und vor ein auto läuft man auch nicht. Suizid ist unlogisch, weil es die situation nur noch verschlechtert anstatt verbessert. Abgesehen davon enden die meisten versuche nicht im tod, sondern nur in einen schwerverletzten zustand, und oft sind die leute danach geistig und/oder körperlich behindert. Das ist dann noch schlimmer als vorher. Unfälle lassen sich leider nicht immer vermeiden, aber durch vorsicht verringern. Mal abgesehen davon, geht es dem autofahrer sein lebtag nicht mehr gut wenn er jemanden überfahren hat, selbst wenn er kein bisschen daran schuld war und dieser kann auch schwer verletzt sein weil man die reaktion nicht voraussehen kann, vielleicht fährt die person in den gegenverkehr, vielleicht sitzt in dem auto gerade ein baby dass den aufprall nicht überlebt. Wenn man sich schon umbringen will, dann bitte alleine wo er andere nicht betrifft, weder vor einen zug noch vor ein auto werfen. Gibt genügend methoden die erfolgsversprechender sind. 

Kommentar von einfachichseinn ,

das hat nichts mit meiner Jugend oder so zu tun.

Ich habe auch nicht vor mich auf eine solche Art und Weise umzubringen. Das wäre ziemlich daneben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen weil ich auf keinen Fall eine andere Person mit in den Tod ziehen oder schwerverletzen will!

Außerdem ist davon auszugehen, dass ich nicht sterbe. Wenn ich mich urbgringen würde, würde ich es vermutlich so machen, wie es mein Onkel (mit Mitte 50 gemacht hat, so viel zum Thema Jugend!) gemacht hat. Diese Methode ist auf vielfältige Art und Weise sehr sicher.

Aber ganz davon abgesehen, habe ich gar nicht vor mich umzubringen. Diese Gedanken und Impulse liegen hinter mir!

Bei dieser Frage handelt es sich wirklich nur, um ein "was-wäre-wenn" der Antrieb für diese Frage war ein ähnliches Ereignis bei dem ich beinahe von einem Auto angefahren wurde. Ich hatte dabei niemals den Wunsch angefahren zu werden, um zu sterben oder so. Mein Leben war mir nur nichts mehr wert, so dass ich die Straße ignoriert habe.

Allgemein möchte ich noch anmerken, dass du eine sehr große Leichtsinnigkeit veranstaltet hast. DU hast zwar erkannt, dass junge Menschen sehr häufig unter Depressionen leiden oder sich ritzen, aber du hast die Ernsthaftigkeit dahinter vergessen. Suizid ist einer der häufigsten Todesfällen. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass jede 40 Sekunden ein Mensch durch eigene Hand stirbt. Häufig sind junge Menschen (speziell im Alter zwischen 15-25) betroffenen.
Durch das herabsetzen der Probleme kannst du einen Selbstmord noch viel eher begünstigen.

Also bitte ich dich in Zukunft deine Worte mit mehr Sorgfalt zu wählen 

Kommentar von Kathyli88 ,

Glaube mir wenn ich dir eines sage, als erwachsener wirst du jahr für jahr stressresistenter, das level an dingen die du aushalten und ertragen kannst geht in die höhe. Das leben als erwachsener ist eigentlich nicht einfacher, aber es werden andere probleme werden. Und trotzdem kannst du leichter damit umgehen als früher als jugendlicher. Und ich weiß um diese suizidgedanken weil ich selbst mal jugendliche war, und solang ist es noch nicht her dass ich mich daran nicht mehr erinnern könnte. In der jugend starben aus meinem freundeskreis gleich zwei durch selbstmord. Mit 15 und mit 16 jahren. Der gedanke dass diese jetzt seit etwa 12 jahren schon unter der erde verrotten ist schade, denn ihr leben wäre jetzt definitiv anders, besser und leichter und diese kurzschlussreaktion hätten sie bleiben lassen sollen. In der jugend ist sogar die hormonumstellung oft der auslöser für depressionen. Das ändert sich alles stückchenweise je älter du wirst. Sterben ist nicht erstrebenswert und auf sich nicht zu achten ebenso wenig. Jetzt kämpf dich durch das packst du schon es wird auch wieder besser. du willst gar nicht wissen was ich in meinem leben schon alles ertragen musste, und trotzdem schafft man es und es wird wieder besser. Auch bei dir. Dein onkel hat diesen weg gewählt, aber ältere menschen machen das oft aus krankheitsgründen, oder weil sie finanziell so überlastet sind dass sie keinen ausweg sehen. Damit hast du aber nichts zu tun und ich würde nicht in diese fußstapfen treten. Vor allem, man weiß nicht was nach dem tod geschieht. Im schlechtesten fall wenn man religionen glauben schenken würde, würde man nach dem suizid bestraft, das heißt man würde seine situation verschlimmern und es gäbe keinen ausweg. Im unreligiösen fall geht man einfach in eine nichtexistenz über und das war es dann. Dann hat man sein leben vergeudet, diese kurze zeit gemessen am universum die man hatte um zu existieren und etwas zu verändern hat man dann noch eher beendet. Seine eltern stürzt man ins unglück. Es mag auch eltern geben denen es völlig egal wäre (meine zum beispiel, was mir aber auch völlig egal ist, weil ich auf diese nicht mehr angewiesen bin, weder auf unterstützung, liebe oder anerkennung) irgendwann wird dir das nämlich wirklich egal werden, denn du wirst selbst eine familie haben und dein leben im griff haben und dann brauchst du die nicht mehr. Also sieh dein leben als das an was es ist, wertvoll. Wertvoll für viele, vielleicht nicht für deine freunde oder familie, aber für deine kinder und frau später. Du wirst sehen dass freunde und auch familie als kind und jugendlicher völlig überbewertet waren, denn nach der schulzeit ziehen die meisten aus beruflichen gründen irgendwo anders hin, grade in der heutigen zeit. Ich würds an deiner stelle zumindest so weit abwarten und achte auf dich.

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