Gibt es irgendwo eine transparente Aufschrift, was mit dem Geld eigentlich passiert. Es wird ja immer gesagt es kommt den Unis zu Gute, davon merk ich als Student aber noch nichts.

Die sind, wie alle staatlichen Einnahmen, nicht zweckgebunden. Dafür können die Politiker auch Panzer kaufen, und du kannst nichts dagegen machen. Die Uni's klopfen gerade bei der Politik an, und fragen nach den Gebühren, aber ob sie die in voller Höhe bekommen, wird sich zeigen.
Weißt du, wofür damals die Sektsteuer eingeführt wurde? Damit wollte der letzte deutsche Kaiser seine Kriegsflotte finanzieren. Wir haben keinen Kaiser und auch keine nennenswerte Flotte mehr, aber die Steuer ist geblieben.
Das können die Unis in bestimmten Grenzen selbst bestimmen. An vielen Unis wurden deshalb Fragebögen verteilt, auf denen die Studenten ankreuzen sollten was ihnen wichtig ist (neue Bücher für die Bib, mehr Lehrpersonal, größer Mensa etc). Ob die Verantwortlichen das beachten ist aber eine andere Sache! Der Dekane der Fakultäten setzten sich dann zusammen und diskutieren wofür sie die (meist) 500 euro ausgeben wollen. Die meisten verpsrechen ein verbessertes Lehrangebot, wollen sich dem interantionalen Wettbewerb stellen und zeigen das ein Studium einen "Wert" darstellt. Die gebühren sind aber von Bundesland zu Bundesland (manchmal sogar von Uni zu Uni) verschieden und es gibt viele Ausnahmen bei denen man nicht zahlen muss.
Ein Artikel im Spiegel Online (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,480885,00.html) unter dem Titel:
Der große Gebühren-Schwindel: Die Mehrheit der deutschen Studenten muss jetzt 500 Euro pro Semester zahlen. Aber wo bleibt der versprochene Qualitätssprung in der Lehre? Und was passiert, wenn Unis zu viel Geld haben?
behandelt dieses Thema ganz ausführlich
"Das Märchen vom gerechten Staat" - gestern auf ARD, richtig? - Noch mehr erbittert als die Sektsteuer (so viel verdienen sie da an mir nicht) hat mich aber die Kaffeesteuer. 1 MILLIARDE verdienen die daran, da möchte man doch fast auf Kamillenteee umsteigen; nein, DAS Opfer wär zu groß!